{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Subject(ID=17052L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Subject(ID=17052L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Subject"},"Meetings":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Meeting(ID=1192L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Meeting(ID=1192L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Meeting"},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Meeting(ID=1192L,Language='DE')/Sessions"}},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Meeting(ID=1192L,Language='DE')/Subjects"}},"ID":"1192","Language":"DE","MeetingNumber":10,"IdSession":4813,"SessionNumber":13,"SessionName":"Fr\u00fchjahrssession 2010","Council":1,"CouncilName":"Nationalrat","CouncilAbbreviation":"NR","Date":"\/Date(1268265600000)\/","Begin":"0800","Modified":"\/Date(1447070135627)\/","LegislativePeriodNumber":48,"PublicationStatus":"final","MeetingOrderText":"Zehnte Sitzung","SortOrder":10,"Location":"N"},"SubjectsBusiness":{"results":[{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/SubjectBusiness(BusinessNumber=20080080,IdSubject=17052L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/SubjectBusiness(BusinessNumber=20080080,IdSubject=17052L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.SubjectBusiness"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/SubjectBusiness(BusinessNumber=20080080,IdSubject=17052L,Language='DE')/Subjects"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/SubjectBusiness(BusinessNumber=20080080,IdSubject=17052L,Language='DE')/Businesses"}},"IdSubject":"17052","BusinessNumber":20080080,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.080","Title":"Gegen die Abzockerei. 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Das war einmal eine wichtige Erkenntnis im liberalen Gedankengut, und auf dem baut unser Staat auf. Ich bin je l\u00e4nger je ungl\u00fccklicher dar\u00fcber, dass dies in diesem Rat - insbesondere in der von mir aus gesehen rechten Ratsh\u00e4lfte - unterzugehen droht.</p>\n<p>Nur wenn wir gute Einschr\u00e4nkungen und Regeln haben, kann sich der Einzelne - das gilt f\u00fcr Personen wie f\u00fcr Unternehmen - frei bewegen. Zu diesen Schranken und Grenzen geh\u00f6rt auch Offenlegung. Offenlegung ist nichts Negatives, Offenlegung st\u00e4rkt das Vertrauen. Wer nichts zu verbergen hat, kann seine Geh\u00e4lter und \u00c4hnliches offenlegen und dann auch absegnen lassen. Ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr die Erkenntnis, dass Offenlegung das Vertrauen st\u00e4rkt, hat ja die FDP diese Woche geliefert mit ihrer Idee, auf die Weissgeldstrategie einzutreten. Machen Sie doch auf diesem Weg weiter. Die Selbstregulierung hat nicht funktioniert, das haben wir jetzt gesehen. Die Selbstregulierung hat zu Boni-Exzessen gef\u00fchrt, hat zu Abgangsentsch\u00e4digungen gef\u00fchrt, die nicht zu rechtfertigen sind, hat zu Lohnexzessen gef\u00fchrt und auch dazu, dass man Leute mit Anfangsentsch\u00e4digungen k\u00f6dert. Die Selbstregulierung hat also Exzesse statt freiwillige Beschr\u00e4nkung gef\u00f6rdert. </p>\n<p>Das ist - das wurde heute mehrfach gesagt - nicht das Verschulden der KMU. KMU werden normalerweise von Patrons geleitet, die auch eine emotionale Bindung zu ihrem [PAGE 357] Unternehmen haben. Das fehlt bei grossen Unternehmen sehr h\u00e4ufig, denn dort k\u00f6nnen Manager oder CEO ohne eine solche Bindung von Gesch\u00e4ft zu Gesch\u00e4ft h\u00fcpfen. Ich danke bei dieser Gelegenheit Herrn Aeschbacher f\u00fcr den Hinweis, dass wir wieder vermehrt Volkswirtschafter und weniger Betriebswirtschafter ausbilden sollten. Ich m\u00f6chte dem noch hinzuf\u00fcgen: Und alle sollten eine gr\u00fcndlichere Wirtschaftsethikausbildung bekommen. </p>\n<p>Zu Herrn Noser: Es ist schon so, wir sind wirklich gut durch diese Krise gekommen, aber wir haben ja nicht zuletzt deshalb hier drin auch \u00fcber das Arbeitslosenversicherungsgesetz gestritten. Berechnungen der Nationalbank sagen, dass wir wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise volkswirtschaftliche Verluste in der H\u00f6he von etwa 25 Prozent des BIP hinnehmen m\u00fcssen.</p>\n<p>Das sind \u00fcber 100 Milliarden Franken, und diese haben nat\u00fcrlich jetzt vor allem die kleinen Unternehmen und deren Angestellte zu tragen. Mir ist die Verbr\u00fcderung der KMU-Vertreter mit den Vertretern der Generalunternehmen deshalb unverst\u00e4ndlich.</p>\n<p>Ich verstehe auch das Untergangsszenario von Frau Markwalder nicht. So weit werden wir es nicht kommen lassen, dass sozusagen die ganze Volkswirtschaft am Boden liegen wird, weil wir dem Volk eine Volksinitiative vorlegen. Von einer Bestrafung der KMU darf auch nicht die Rede sein bzw. muss nicht die Rede sein, weil das auch nicht im Sinne der Initianten ist.</p>\n<p>Es ist richtig, wir suchen L\u00f6sungen - gegen die Lohnexzesse bietet die \"1:12-Initiative\" \u00fcbrigens eine sch\u00f6ne L\u00f6sung, Herr Freysinger. Wir sind l\u00f6sungsorientiert, wir wollen nicht, dass \"nach Minder\" oder \"ohne Minder\" dasselbe wie \"vor Minder\" ist. Gerade das bef\u00fcrchte ich aber, wenn wir die Volksabstimmung nicht durchf\u00fchren; ich bef\u00fcrchte, dass wir dann wieder auf dem Stand von vorher sein werden, wo man wieder alles besch\u00f6nigt und nicht wirklich etwas Griffiges beschliessen will. Genau deswegen brauchen wir die Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung, genau deswegen brauchen wir die Legitimation durch eine Volksabstimmung, Herr Brunner. Da wir gedanklich schon ziemlich weit sind in dieser Frage, wird ein Gesetz nachher relativ schnell erarbeitet werden k\u00f6nnen. </p>\n<p>Zum Schluss: Das Prozedere ist hier nicht priorit\u00e4r, wichtig sind die Resultate. Wir wollen Beschr\u00e4nkungen, wir wollen Exzesse verhindern, wir wollen die Aktion\u00e4rsrechte st\u00e4rken, und in diesem Sinne wollen wir die Stimmberechtigten befragen.</p>\n<p>[VS]</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Hildegard","SpeakerLastName":"F\u00e4ssler-Osterwalder","SpeakerFullName":"F\u00e4ssler-Osterwalder Hildegard","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":17,"CantonName":"St. Gallen","CantonAbbreviation":"SG","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":66,"Start":"\/Date(1268312231430)\/","End":"\/Date(1268312520956)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774335)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268312231430+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268312520957+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105691L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105691L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105691L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105691L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105691L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105691","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":4024,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>L'iniziativa popolare \"contro le retribuzioni abusive\", a causa della volont\u00e0 della maggioranza di questo Parlamento, non avr\u00e0 un controprogetto indiretto che avrebbe permesso di elaborare un testo affinato e vicino ai desideri reali del promotore. L'iniziativa popolare \u00e8 sostenuta dalla Lega dei Ticinesi, dopo la richiesta diretta del signor Minder in data del 30 novembre 2006. Il controprogetto indiretto \u00e8 stato promosso dall'UDC, in collaborazione col signor Minder, e avrebbe potuto correggere le lacune dell'iniziativa contro le retribuzioni abusive, permettendo di raggiungere velocemente l'obbiettivo di dare pi\u00f9 potere agli azionisti e di evitare gli eccessi nelle retribuzioni a management e consigli di amministrazione. </p>\n<p>Richiedere che i top manager delle aziende quotate in borsa si dimostrino pi\u00f9 uomini d'azienda e meno pescecani del bonus \u00e8 un segnale importante, anche nell'industria finanziaria che deve recuperare l'aspetto etico e un giusto sistema di valori. Il dare maggiori competenze agli azionisti che potranno meglio definire le retribuzioni del top management delle grandi aziende \u00e8 sicuramente un segnale di democrazia azionaria. Troppo spesso le decisioni erano sinora prese in cerchie ristrette e quindi difficilmente accessibili ai piccoli azionisti; cerchie rinchiuse su s\u00e9 stesse ma le cui decisioni hanno spesso conseguenze oltre i limiti aziendali. Pensiamo ai fondi delle casse pensione che hanno investito in societ\u00e0 quotate in borsa, registrando forti perdite a causa di decisioni avventate del management il quale se ne \u00e8 poi andato con buonuscita milionari. Riportare un po' di democrazia azionaria serve anche a rendere pi\u00f9 attenti le direzioni e i consigli d'amministrazione al loro ruolo non solo economico ma globale nel sistema svizzero. Infatti, le grandi aziende quotate in borsa seppur poche numericamente ricoprono una grande importanza livello economico, finanziario e di posti di lavoro. Le aziende interessate dall'iniziativa popolare di Thomas Minder rappresentano solo lo 0,1 per cento delle aziende svizzere - circa 300 sono infatti le aziende svizzere quotate in borsa. Ma queste 300 aziende impiegano circa l'11 per cento delle forze di lavoro e versano il 42 per cento delle imposte delle persone giuridiche. \u00c8 quindi chiaro che si va ad intervenire su un settore importante dell'economia svizzera che deve essere meglio regolato e riportato come accennato ad una maggiore democrazia azionaria. </p>\n<p>Ora, vista la volont\u00e0 di entrare in materia sul testo dell'iniziativa e la conseguente valanga di emendamenti, lasciatemi ravvisare come la sinistra vuole imporre all'economia privata dei vincoli insostenibili. Il fatto per esempio che si voglia imporre ad enti con natura giuridica propria e privata le quote rosa nel consiglio d'amministrazione, \u00e8 un segnale della smodata volont\u00e0 di imporre vincoli in un settore in cui la libera iniziativa \u00e8 ancora determinante. Non la sinistra, ma gli azionisti devono decidere chi deve sedere o meno nei consessi aziendali, cos\u00ec come il popolo decide chi viene eletto o meno nei consessi pubblici. </p>\n<p>Lo stesso signor Minder ha riconosciuto che la sua proposta non sia pi\u00f9 oggetto della discussione per i suoi contenuti, ma sia diventata uno strumento della contrapposizione sinistra-destra nella campagna elettorale verso il 2011, ormai lanciata dallo scorso 7 marzo. </p>\n<p>Ritornando all'entrata in materia, vi invito a voler sostenere i numerosi emendamenti del collega Schwander che hanno lo scopo di correggere il tiro dopo che \u00e8 stato negato il rinvio in commissione. Con queste proposte di modifica, la Svizzera potr\u00e0 disporre anche in futuro di un diritto azionario moderno, flessibile, ma con regole chiare. Cos\u00ec non fosse, la strategia promossa ad indebolire l'economia privata - e non certo a favorire la democrazia azionaria - avr\u00e0 successo con il conseguente disastro economico e finanziario.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Norman","SpeakerLastName":"Gobbi","SpeakerFullName":"Gobbi Norman","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":27,"CantonName":"Tessin","CantonAbbreviation":"TI","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":65,"Start":"\/Date(1268312001465)\/","End":"\/Date(1268312231430)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"IT","Modified":"\/Date(1774877774333)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268312001467+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268312231430+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105692L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105692L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105692L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105692L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105692L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105692","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1138,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Wenn sich die SVP und Herr Blocher heute als Retter vor Abzockern aufspielen, so blenden sie bewusst aus, dass es gerade Christoph Blocher zusammen mit Martin Ebner war, der vor einigen Jahren den Shareholder, und damit indirekt auch das Abzocken, in der Schweiz etabliert hat. Die \u00fcberrissenen Forderungen der Manager haben zu Recht Wut ausgel\u00f6st. Es braucht nun klare und verbindliche \u00c4nderungen. Dabei darf jedoch keine massive Wettbewerbsverzerrung zulasten der Wirtschaft erfolgen.</p>\n<p>Die Gr\u00fcnliberalen fordern deshalb einen griffigen Gegenvorschlag zur Minder-Initiative. Dabei steht f\u00fcr die Gr\u00fcnliberalen die Sache im Zentrum, der Inhalt des Gegenvorschlages, und nicht das Prozedere, um welches sich die grossen Parteien zanken.</p>\n<p>Die Revision des Aktienrechts muss nach Ansicht der Gr\u00fcnliberalen eine St\u00e4rkung der Rechte der Aktion\u00e4re zur Folge haben. Deren Position als Kapitalgeber und Eigner soll gegen\u00fcber dem Verwaltungsrat und der Gesellschaft gest\u00e4rkt werden. Dies soll allerdings nur die b\u00f6rsenkotierten Publikumsgesellschaften betreffen; da herrschten in den letzten Jahren Exzesse, den Interessen der Aktion\u00e4re zuwiderliefen. Die anstehende Aktienrechtsreform darf aber nicht zu rigideren Vorschriften f\u00fcr die zahlreichen KMU in der Schweiz f\u00fchren, welche mit ihren Rechten sorgsam umgegangen [PAGE 356] sind. Dort besteht null Handlungsbedarf. Im Sinne einer Good Corporate Governance sind Entsch\u00e4digungen in Form von Boni f\u00fcr Verwaltungsr\u00e4te von b\u00f6rsenkotierten Unternehmen zwingend von den Aktion\u00e4ren festzulegen. Hier wollen die Gr\u00fcnliberalen neben der Entscheidung \u00fcber die Gesamtsumme auch jene \u00fcber die h\u00f6chste Verg\u00fctung in die H\u00e4nde der Aktion\u00e4re legen. Hingegen ist bei der Gesch\u00e4ftsleitung und bei den Beir\u00e4ten der vorliegende Gegenvorschlag im Grundsatz zielf\u00fchrend. Denn erstens verlangt er volle Transparenz, zweitens liegt die Genehmigung eines Verg\u00fctungsreglementes bei den Aktion\u00e4ren, und drittens k\u00f6nnen die Aktion\u00e4re mit einer Statuten\u00e4nderung die Kompetenz f\u00fcr die Genehmigung dieser Geh\u00e4lter an die Generalversammlung delegieren. Diese Kaskade von Mitbestimmungsrechten ist zielf\u00fchrend und wirtschaftsvertr\u00e4glich.</p>\n<p>Ein echtes Problem wurde von der Kommission und der SVP nicht aufgegriffen: die zu hohen Boni der Investmentbanker, die die Finanzkrise mit verursacht haben. Mit Einzelantr\u00e4gen verlangen wir Gr\u00fcnliberalen deshalb, dass die Kompetenzen der Aktion\u00e4re auf diejenigen Angestellten ausgedehnt werden, deren Verdienst h\u00f6her ist als der durchschnittliche Verdienst eines Gesch\u00e4ftsleitungsmitgliedes. Mit diesem Zusatz k\u00f6nnten die Aktion\u00e4re via Verg\u00fctungsreglement die Eckwerte f\u00fcr die Entsch\u00e4digungen der Investmentbanker mitbestimmen, und sie k\u00f6nnten, wenn die Statuten dies vorsehen, auch \u00fcber die Entsch\u00e4digungen mitbestimmen. Damit h\u00e4tten die Aktion\u00e4re eine sinnvolle Reihe von Instrumenten zur Hand, um auch dort \u00fcberrissene Boni zu verhindern.</p>\n<p>Die Aussch\u00fcttung der Boni muss sich f\u00fcr die Gr\u00fcnliberalen am Kriterium einer nachhaltigen, langfristigen Entwicklung des Unternehmens orientieren. Das Fehlen einer solchen Bestimmung war auch eine Ursache der Finanzkrise. Deshalb gibt es von uns auch dazu einen Einzelantrag. Zudem braucht es Konstanz. Die Gr\u00fcnliberalen verlangen, dass das Entsch\u00e4digungsreglement regelm\u00e4ssig der Generalversammlung zur Genehmigung vorgelegt wird. Nur so k\u00f6nnen die Aktion\u00e4re ihren Einfluss auch langfristig sichern.</p>\n<p>Nach diesem Konzept definieren also die Aktion\u00e4re die Eckwerte, und das Reglement er\u00f6ffnet dem Verwaltungsrat einen angemessenen Spielraum. Die Gr\u00fcnliberalen setzen also auf den griffigen Inhalt des Gegenvorschlages mit den genannten Erg\u00e4nzungen. Sie st\u00e4rken die Rechte der Aktion\u00e4re markant und geben den Aktion\u00e4ren Instrumente in die Hand, um die Exzesse in den Firmen zu unterbinden. Mit der Kaskade Transparenz, Verg\u00fctungsreglement und Option einer Statuten\u00e4nderung legiferieren wir zielf\u00fchrend, ziehen wir die Lehren aus der Vergangenheit; das Ganze ist aber wirtschaftsvertr\u00e4glich, und wir bleiben international konkurrenzf\u00e4hig.</p>\n<p>Ein mit unseren Einzelantr\u00e4gen optimierter Gegenvorschlag ist wirksamer und liberaler als die Minder-Initiative, da er auch das Problem der \u00fcberrissenen Boni von Investmentbankern l\u00f6st. In diesem Sinne bitte ich Sie, dem Gegenvorschlag mit unseren Einzelantr\u00e4gen zuzustimmen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Martin","SpeakerLastName":"B\u00e4umle","SpeakerFullName":"B\u00e4umle Martin","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":64,"Start":"\/Date(1268311699287)\/","End":"\/Date(1268312001465)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774331)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268311699287+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268312001467+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105693L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105693L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105693L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105693L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105693L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105693","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":307,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich werde Herrn Vischer einmal, in geruhsamer Zweisamkeit und von Angesicht zu Angesicht, mit einer synoptischen Darstellung erl\u00e4utern, was im ersten Vorschlag der Aktienrechtsrevision von Herrn Bundesrat Blocher enthalten war. Er war \u00fcbrigens auch jener Justizminister, der mit Herrn Minder in Kontakt getreten ist und ihn angeh\u00f6rt hat; er hat mit ihm er\u00f6rtert, wie man nicht nur die Initiative optimieren, sondern auch das Aktienrecht griffig ausgestalten k\u00f6nnte. </p>\n<p>Aber Sie haben es jetzt leider verunm\u00f6glicht, dieses Problem hier im Rahmen der Gesetzesberatungen und innert n\u00fctzlicher Frist zu l\u00f6sen. Ich verstehe die Gr\u00fcnen nicht, ich verstehe auch die SP nicht: Sie bieten hier nicht Hand zu L\u00f6sungen, die schnell Wirkung zeigen w\u00fcrden. </p>\n<p>Darum muss das auch die gesamte Bev\u00f6lkerung der Schweiz h\u00f6ren: Herr Minder will das Problem l\u00f6sen, die Linke will Kapital daraus schlagen. </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Toni","SpeakerLastName":"Brunner","SpeakerFullName":"Brunner Toni","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":17,"CantonName":"St. Gallen","CantonAbbreviation":"SG","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":63,"Start":"\/Date(1268311630900)\/","End":"\/Date(1268311699287)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774328)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268311630900+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268311699287+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105694L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105694L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105694L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105694L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105694L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105694","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1110,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Herr Pr\u00e4sident Brunner, eine ganz einfache Frage: W\u00e4re der schnellstm\u00f6gliche Weg nicht gewesen, wenn Herr alt Bundesrat Blocher - es w\u00e4re ja seine letzte Amtshandlung gewesen - schon im Dezember 2007 just jene Vorschl\u00e4ge, die er nun zusammen mit Minder im indirekten Gegenvorschlag unterbringen will, in seine Botschaft hineingenommen h\u00e4tte? Dann h\u00e4tten wir heute vielleicht diese Diskussion gar nicht f\u00fchren m\u00fcssen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Daniel","SpeakerLastName":"Vischer","SpeakerFullName":"Vischer Daniel","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":62,"Start":"\/Date(1268311592396)\/","End":"\/Date(1268311630900)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774327)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268311592397+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268311630900+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105695L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105695L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105695L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105695L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105695L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105695","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":307,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Zum Ersten, Frau Riklin, danke ich Ihnen, dass Sie mir interessiert zugeh\u00f6rt haben. Zum Zweiten: Ich habe gesagt, oder sage es, wenn ich es nicht gesagt habe, jetzt: Ich bin erstaunt, dass genau jene Kreise - in Ihrer Person, Frau Riklin, aber auch in der Person von Herrn Vischer -, die uns immer vorhalten, was man nicht in die Verfassung hineinschreiben sollte, was auf Gesetzes- oder Verordnungsstufe zu regeln sei, jetzt, wo sie die Gelegenheit h\u00e4tten, den Tatbeweis zu erbringen, die zu grossen Bez\u00fcge, die Transparenz und auch die Amtsdauer nicht im Aktienrecht regeln wollen. Ich sage Ihnen jetzt auch noch, warum. <i>(Zwischenruf Riklin: Minarett-Initiative!)</i></p>\n<p>Sie haben keine Zwischenfrage zugute, aber ich eine ausf\u00fchrliche Antwort.</p>\n<p>Frau Riklin, Sie haben hier die Minarett-Initiative erw\u00e4hnt. Aber Sie wissen, dass es heute Morgen darum ginge, das Problem der Abzockerei zu l\u00f6sen. Es sind nur Lippenbekenntnisse, wenn man jetzt schnell einen direkten Gegenvorschlag bastelt. Zu meinem Erstaunen war es ein Gr\u00fcner, Herr von Graffenried, der gesagt hat, wir wollten einen moderaten Gegenvorschlag. Damit hat er vorsorglich gesagt, dass man den griffigen Antr\u00e4gen der SVP, die wir f\u00fcr den direkten Gegenvorschlag jetzt noch eingebracht haben, dann nicht zustimmen muss. Den Tatbeweis m\u00fcssen die Gr\u00fcnen und die SP dann erbringen, wenn unsere Antr\u00e4ge zur Abstimmung kommen; dann k\u00f6nnen sie zeigen, ob sie ein griffiges Aktienrecht und die L\u00f6sung der Probleme wollen, die wir jetzt halt in der Verfassung l\u00f6sen m\u00fcssen, weil sie uns den indirekten Gegenvorschlag nicht erm\u00f6glichen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Toni","SpeakerLastName":"Brunner","SpeakerFullName":"Brunner Toni","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":17,"CantonName":"St. Gallen","CantonAbbreviation":"SG","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":61,"Start":"\/Date(1268311465222)\/","End":"\/Date(1268311592396)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774325)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268311465223+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268311592397+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105696L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105696L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105696L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105696L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105696L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105696","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":502,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ja, Herr Brunner, ich habe Ihnen mit Interesse zugeh\u00f6rt. Sie sind der Meinung, man solle das Problem auf Gesetzesebene l\u00f6sen. Sind Sie jetzt gescheiter geworden, oder wie kommen Sie zu diesem Vorschlag? Sie haben sich ja vehement f\u00fcr die Minarett-Initiative eingesetzt und gefunden, dieses Problem m\u00fcsse unbedingt in der Bundesverfassung gel\u00f6st werden, wo es \u00fcberhaupt nicht hingeh\u00f6rt.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Kathy","SpeakerLastName":"Riklin","SpeakerFullName":"Riklin Kathy","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":60,"Start":"\/Date(1268311437701)\/","End":"\/Date(1268311465222)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774324)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268311437700+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268311465223+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105697L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105697L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105697L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105697L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105697L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105697","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":307,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Mit der folgenden Feststellung m\u00f6chte ich auch gleich die Gratulation an Herrn Minder verbinden: Mit dem Weg, den Sie hier heute eingeschlagen haben, haben Sie der Initiative von Herrn Minder zum Durchbruch vor dem Volk verholfen. Das ist letztlich ja das, was die Linke angeblich m\u00f6chte; sie hat aber vergessen, dass noch ein besserer Vorschlag auf dem Tisch gelegen h\u00e4tte. [PAGE 355] </p>\n<p>Die Situation heute Morgen war absurd, wenn man einigen Voten, vor allem aus dem linken Lager, zugeh\u00f6rt hat. Es wurde mit Kapriolen versucht zu begr\u00fcnden, warum man sich nicht auf einen indirekten Gegenvorschlag einl\u00e4sst. Man hat die Tatsachen sogar umgedreht und behauptet, dass das eine Verz\u00f6gerungstaktik der SVP sei, obwohl die Linke genau weiss, dass das, was die SVP - \u00fcbrigens in Absprache mit Herrn Minder - vorgeschlagen hat, n\u00e4mlich eine Revision des Aktienrechts, der effizienteste und schnellste Weg zur L\u00f6sung der Probleme gewesen w\u00e4re. Ein Problem, das gel\u00f6st werden m\u00fcsste, sind die ungerechtfertigten Bez\u00fcge von geldgierigen Managern, ein anderes Problem sind die zu grossen Geh\u00e4lter, die in keinem Verh\u00e4ltnis zum Geleisteten stehen. Wenn es der Ratslinken tats\u00e4chlich ernst w\u00e4re damit, dass man sich hier diesen Probleml\u00f6sungen widmet, h\u00e4tte sie sich heute Morgen dieser L\u00f6sung nicht verschlossen.</p>\n<p>Herr Minder - das ist jetzt der grosse Unterschied -, der in verdankenswerter Art und Weise auch etwas vorausschauend handelte, hatte gar keine andere M\u00f6glichkeit, als eine Volksinitiative zu lancieren. Weil er etwas \u00e4ndern will, aber nicht selber hier im Rat ist, hat er folgerichtig eine \u00c4nderung der Verfassung angeregt. Aber dass jetzt das Parlament, das der Gesetzgeber ist, einen direkten Gegenvorschlag auf Verfassungsstufe macht, ist schon etwas komisch, denn wir k\u00f6nnten das Problem auf Gesetzesebene l\u00f6sen. Dass es heute Morgen keine Mehrheit f\u00fcr die Behandlung des Aktienrechts als indirekten Gegenvorschlag gab und damit auf Gesetzesebene h\u00e4tte legiferiert werden k\u00f6nnen, ist umso bedauerlicher, als ich ja aus diversen Gespr\u00e4chen mit Ihnen weiss, dass hier drin eine Mehrheit sitzt, die ganz genau weiss, dass man diese Probleme \u00fcber das Aktienrecht h\u00e4tte l\u00f6sen m\u00fcssen. Trotzdem hat sich leider, leider eine Mehrheit f\u00fcr den umst\u00e4ndlichen und auch ungl\u00fccklichen Weg eines direkten Gegenvorschlages entschieden.</p>\n<p>Der Linken, die hier sagt, der schnellstm\u00f6gliche Weg bestehe darin, die Initiative vors Volk zu bringen, muss ich sagen: Es ist einfach nicht wahr, dass damit der schnellstm\u00f6gliche Weg f\u00fcr die L\u00f6sung der Probleme eingeschlagen worden ist. Der schnellstm\u00f6gliche Weg w\u00e4re die Revision des Aktienrechts gewesen. Wenn man dort die gleichen Anstrengungen unternommen h\u00e4tte, die man bei anderen Gesch\u00e4ften in Bezug auf die Dringlichkeit an den Tag gelegt hat, dann h\u00e4tte man auf den 1. Januar 2011 ein griffiges Aktienrecht, das sogar noch eine optimierte Variante der Initiative gewesen w\u00e4re, durchsetzen k\u00f6nnen.</p>\n<p>Aber nein: Irgendwann Ende Jahr, vielleicht n\u00e4chstes Jahr - ich mag es den Linken g\u00f6nnen -, kommt die Abzocker-Initiative, welche die SVP unterst\u00fctzen wird, vors Volk. Danach wird dann, wenn sie angenommen wird, ein mehrj\u00e4hriger Prozess ausgel\u00f6st, der Gesetzesberatungen nach sich ziehen wird. Ich muss Ihnen sagen: Sie von der linken Seite streuen Ihren W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern Sand in die Augen, wenn Sie hier gross verk\u00fcnden, die Initiative vors Volk zu bringen sei der schnellstm\u00f6gliche Weg, die Probleme zu l\u00f6sen.</p>\n<p>Herr Minder hat es erkannt. Er hat es erkannt, im Gegensatz zur Ratslinken, die hier leider auf stur schaltet.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Toni","SpeakerLastName":"Brunner","SpeakerFullName":"Brunner Toni","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":17,"CantonName":"St. Gallen","CantonAbbreviation":"SG","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":59,"Start":"\/Date(1268311152211)\/","End":"\/Date(1268311437701)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774323)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268311152210+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268311437700+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105698L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105698L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105698L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105698L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105698L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105698","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":349,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Je ne suis pas convaincu par tous les aspects de l'initiative Minder, notamment parce qu'elle ne pr\u00e9voit ni de taxer les bonus et autres r\u00e9mun\u00e9rations variables, ni de fixer de plafonds les concernant. On peut aussi se demander si c'est en renfor\u00e7ant la d\u00e9mocratie des actionnaires - qui n'est pas tout \u00e0 fait la m\u00eame que la d\u00e9mocratie politique - que l'on parviendra le mieux \u00e0 juguler les r\u00e9mun\u00e9rations excessives.</p>\n<p>Malgr\u00e9 ces r\u00e9serves, je vous demande de soutenir l'initiative Minder, ainsi que le contre-projet qui l'accompagne, et cela pour les raisons suivantes.</p>\n<p>Il est temps de soutenir toutes les mesures efficaces contre les salaires excessifs. Cela est d'autant plus important que les \u00e9carts sur le plan salarial ne cessent de s'agrandir, que les b\u00e9n\u00e9fices des banques repartent de plus belle et que les bonus des traders sont de nouveau \u00e0 l'ordre du jour. C'est aussi contre ces exc\u00e8s que le peuple suisse a gliss\u00e9 un non dans l'urne dimanche pass\u00e9.</p>\n<p>La d\u00e9b\u00e2cle d'UBS a frapp\u00e9 la majorit\u00e9 de la population. Il importe d\u00e9sormais de renverser les \u00e9quilibres. En l'esp\u00e8ce, il convient de limiter les salaires des cadres dirigeants et de taxer les bonus, faute de quoi nous assisterons \u00e0 une explosion sociale.</p>\n<p>Les dirigeants des grandes soci\u00e9t\u00e9s ont des salaires de plusieurs dizaines de millions de francs, \u00e0 quoi s'ajoutent des parachutes dor\u00e9s confortables en cas de d\u00e9part de la soci\u00e9t\u00e9. Et cela au moment m\u00eame o\u00f9 dans ce pays des centaines de milliers de travailleurs gagnent encore moins de 3500 francs par mois. Il est donc urgent de mettre un terme \u00e0 la voracit\u00e9 des profiteurs.</p>\n<p>J'ajouterai que ce d\u00e9bat s'inscrit, selon moi, dans une sorte de trilogie de la question salariale en Suisse. Premi\u00e8rement, l'initiative Minder et le contre-projet s'attaquent aux r\u00e9mun\u00e9rations abusives. Deuxi\u00e8mement, par son initiative populaire f\u00e9d\u00e9rale \"1:12 - Pour des salaires \u00e9quitables\", la Jeunesse socialiste suisse veut garantir une plus juste r\u00e9partition des richesses \u00e0 l'int\u00e9rieur des entreprises, en ce sens que le salaire le plus haut ne pourrait pas d\u00e9passer douze fois le salaire le plus bas. Enfin, troisi\u00e8mement, l'initiative \"pour le droit \u00e0 un salaire minimum\" que s'appr\u00eate \u00e0 lancer le mouvement syndical et le Parti socialiste suisse permettra de lutter contre les salaires abusivement trop bas. Car s'il y a des salaires abusivement trop hauts, il y en a aussi qui sont beaucoup trop bas.</p>\n<p>Voil\u00e0 le programme pour ces prochains mois et ces prochaines ann\u00e9es. Si nous parvenons \u00e0 le mettre en oeuvre, nous aurons alors franchi quelques pas importants en direction d'une plus grande justice sociale et d'une meilleure r\u00e9partition des richesses dans ce pays.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Jean-Claude","SpeakerLastName":"Rennwald","SpeakerFullName":"Rennwald Jean-Claude","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":26,"CantonName":"Jura","CantonAbbreviation":"JU","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":58,"Start":"\/Date(1268310947255)\/","End":"\/Date(1268311152211)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877774320)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268310947257+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268311152210+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105699L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105699L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105699L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105699L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105699L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105699","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1153,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich weiss nicht, wie Sie sich f\u00fchlen, Herr Minder. Ich f\u00fchle mich eigentlich schlecht, wenn ich als Unternehmer zugunsten der Wirtschaft das Wort gegen einen anderen Unternehmer ergreifen muss. Beginnen wir zuerst bei dem Punkt, bei dem wir uns einig sind. Ich kann auch nicht verstehen, dass Herr Ospel jahrelang sagt, dass er ein sehr hohes Sal\u00e4r bekomme, weil er die Verantwortung [PAGE 354] trage, und dann, \"w\u00e4nns chlepft\", nicht einmal das \"F\u00fcdli\" hat hinzustehen und zumindest die moralische Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Ich kann aber auch nicht verstehen, Herr Minder, dass Sie wegen diesem ... - hier k\u00e4me nun ein Wort, das ich \u00f6ffentlich nicht sagen darf - Tausende von Firmen, Tausende von Managern und Unternehmern als Geiseln nehmen wollen und das Risiko eingehen, Zehntausende von Arbeitspl\u00e4tzen in der Schweiz zu vernichten. </p>\n<p>Warum ist diese Initiative Gift f\u00fcr den Schweizer Arbeitsplatz? Sie wollen, dass zum Beispiel nur die b\u00f6rsenkotierten Unternehmen davon betroffen sind. Nun, was heisst denn das eigentlich? Beziehen Sie sich damit auf die SWX, beziehen Sie sich damit auf die Berner B\u00f6rse, oder beziehen Sie sich damit auf den privaten Bankenhandel, den da die eine oder andere Bank nicht fern von diesem Haus organisiert? Und was ist eigentlich ein b\u00f6rsenkotiertes Unternehmen? Ist die IBM Schweiz AG ein b\u00f6rsenkotiertes Unternehmen, ist die Deutsche Bank (Schweiz) AG ein b\u00f6rsenkotiertes Unternehmen? Sie k\u00f6nnen diese Fragen mit Ja oder Nein beantworten - beides f\u00fchrt zur Katastrophe.</p>\n<p>Wenn Sie n\u00e4mlich sagen, es seien b\u00f6rsenkotierte Unternehmen, dann wird daraus folgen, dass keine europ\u00e4ischen Headquarters mehr in die Schweiz verlegt werden. Die europ\u00e4ischen Headquarters in der Schweiz stehen in diesem Land f\u00fcr 70 000 Arbeitspl\u00e4tze. Die vertreiben Sie mit einem Ja. Und wenn Sie Nein sagen, dann kommen wir in eine ganz perverse Situation: n\u00e4mlich die Situation, dass eine deutsche Bank von all den Richtlinien, die Sie hier ins Gesetz schreiben wollen, nicht betroffen w\u00e4re, w\u00e4hrend jede Schweizer Bank, die dummerweise b\u00f6rsenkotiert ist, davon betroffen w\u00e4re. Das w\u00e4re ebenso eine Katastrophe. Oder kann mir in diesem Saal jemand sagen, warum die Berner Kantonalbank diesen gesetzlichen Richtlinien unterstellt werden soll und die Z\u00fcrcher Kantonalbank nicht?</p>\n<p>International k\u00f6nnten Schweizer Konzerne praktisch zusammenpacken. Denn w\u00e4hrend jede Firma auf der ganzen Welt Leute mit Pr\u00e4mien, mit fixen Boni, mit Abgeltungen beim Verkauf anwerben k\u00f6nnte, k\u00f6nnten Schweizer Firmen bei den Verhandlungen in Zukunft nur noch ein m\u00fcdes L\u00e4cheln anbieten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Minder, wenn er diese Rahmenbedingungen erf\u00fcllen muss, seine Zahnwasser noch international verkaufen kann. Ich gehe davon aus, dass Sie hier noch einmal hunderttausend Arbeitspl\u00e4tze vernichten w\u00fcrden.</p>\n<p>Auch f\u00fcr die Hightechfirmen, die an die B\u00f6rse wollen, bilden Sie hier Schwellen, die einfach zu hoch sind. Heute gilt: Wenn jemand an die B\u00f6rse will, muss er zwei Jahre vor dem B\u00f6rsengang s\u00e4mtliche Richtlinien erf\u00fcllen, die eine b\u00f6rsenkotierte Firma erf\u00fcllen muss. Ich gehe davon aus, dass diese neuen Richtlinien, wenn sie in Kraft tr\u00e4ten, auch in diesem Fall gelten w\u00fcrden. Wenn Sie als Biotech-Start-up einen guten Manager - z. B. bei Novartis - abwerben, ihn bitten, f\u00fcr wenig Geld zu arbeiten, und ihm einen B\u00f6rsengang versprechen, dann aber dummerweise ein paar Monate vor dem B\u00f6rsengang ein K\u00e4ufer kommt und die Firma kauft, ist es nur fair, wenn man diesem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eine f\u00fcr diesen Fall vereinbarte Abgeltung bezahlt. Das geh\u00f6rt zum Gebot der Fairness.</p>\n<p>Wenn das Gesetz heute schon gelten w\u00fcrde, h\u00e4tte Herr Oswald Gr\u00fcbel nicht zur UBS wechseln k\u00f6nnen. Herr Gr\u00fcbel hatte einen mehrj\u00e4hrigen Provisionsvertrag mit der Credit Suisse. Die UBS l\u00f6ste diesen Vertrag aus, als Herr Gr\u00fcbel wechselte. Das musste sie tun, ansonsten h\u00e4tte es Interessenkonflikte geben k\u00f6nnen. Das ist nichts anderes als eine im Voraus versprochene Bezahlung, es ist nichts anderes als das. Mit den Vorschl\u00e4gen hier wird die Schweizer Wirtschaft erstarren: Top erfolgreiche Firmen werden keine Kader mehr anstellen k\u00f6nnen, weil die Kader mit goldenen Handfesseln an ihre alten Firmen gebunden sein werden.</p>\n<p>Das Gegenteil des Beabsichtigten wird man mit dem erreichen, was man den Pensionskassen auferlegen will. Die Initiative zwingt die Pensionskassen, nicht im Interesse des Investments abzustimmen, sondern im Interesse des Destinat\u00e4rs. Es soll mir einmal einer sagen, was das ist. Die Gewerkschaften werden sich freuen, und die Verwaltungskosten werden explodieren. Doch ich gehe davon aus, dass die meisten Pensionskassen gen\u00fcgend schlau sein werden und darauf verzichten werden, Stimmrechtspapiere zu halten, was zur Folge hat, dass die Anonymisierung des Kapitals weitergeht. Und das ist etwas, was die Initiative eigentlich verhindern will.</p>\n<p>Wir haben die Wirtschaftskrise hervorragend gemeistert. Die Schweiz steht im Vergleich mit allen vergleichbaren L\u00e4ndern am besten da. Ich bin auf den Werkplatz und auf den Finanzplatz Schweiz stolz. Wir brauchen diese Initiative nicht. Unsere Schweizer Arbeitspl\u00e4tze brauchen diese Initiative nicht - sie zerst\u00f6rt mehr als 100 000 Arbeitspl\u00e4tze -, und die Schweiz braucht diese Initiative nicht, denn in den letzten 700 Jahren hat sie extremistische Forderungen immer abgelehnt. </p>\n<p>Seien Sie f\u00fcr Fairplay gegen\u00fcber der Wirtschaft, und sagen Sie Nein zu der Initiative und zum Gegenvorschlag.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Ruedi","SpeakerLastName":"Noser","SpeakerFullName":"Noser Ruedi","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":57,"Start":"\/Date(1268310592868)\/","End":"\/Date(1268310947255)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774318)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268310592867+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268310947257+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105700L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105700L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105700L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105700L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105700L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105700","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":490,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Herr Wasserfallen, da sind Sie nicht richtig orientiert. Die Linke hat gesagt: \"Wir geben der UBS diese Wandelanleihe von 6 Milliarden, und wir tolerieren, dass die Schweizerische Nationalbank 40 Milliarden Franken f\u00fcr diese Ramschpapiere einsetzt.\" Die Linke hat aber parallel dazu gesagt: \"Dann stellen wir eine Forderung. Die Forderung ist die, dass die UBS, solange sie in der Kreide steht, keine Boni mehr auszahlen darf.\" Und da hatte sie Recht.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Ruedi","SpeakerLastName":"Lustenberger","SpeakerFullName":"Lustenberger Ruedi","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":3,"CantonName":"Luzern","CantonAbbreviation":"LU","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":56,"Start":"\/Date(1268310557163)\/","End":"\/Date(1268310592868)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774315)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268310557163+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268310592867+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105701L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105701L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105701L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105701L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105701L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105701","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3912,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Herr Kollege Lustenberger, Sie haben der Linken im Fall der Unterst\u00fctzung der UBS Recht gegeben. Sind Sie denn gleicher Meinung wie die Linke, die gegen die Unterst\u00fctzung der UBS gestimmt hat und somit den Konkurs der Bank mit allen Konsequenzen f\u00fcr die Schweiz in Kauf nahm? Ich bin da nicht nachgekommen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Christian","SpeakerLastName":"Wasserfallen","SpeakerFullName":"Wasserfallen Christian","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":55,"Start":"\/Date(1268310534015)\/","End":"\/Date(1268310557163)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774314)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268310534017+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268310557163+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105702L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105702L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105702L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105702L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105702L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105702","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":490,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Es sind mehr als zehn Jahre her, dass ein Nationalrat aus dem Kanton Genf hier, an diesem Pult, den Ausdruck \"Wildwest-Kapitalismus\" gepr\u00e4gt hat. Dieser Nationalrat war weder ein Gr\u00fcner noch ein Sozialdemokrat; es war der freisinnige Peter Tschopp. Und es ist Herr Minder gewesen, der dieses Thema, das die schweizerische Wirtschaft und die ganze Weltwirtschaft besch\u00e4ftigt, auf die Traktandenliste der eidgen\u00f6ssischen Politik gesetzt hat. Es hat Herrn Minder gebraucht, der als Vertreter der KMU dieses Treiben nicht mehr l\u00e4nger dulden wollte. Unser Parlament hat bis jetzt eigentlich fast hilflos zugeschaut.</p>\n<p>Ich gehe mit der SP und den Gr\u00fcnen ja selten einig, aber wenn sie Recht haben, dann haben sie Recht. Und in gewissen Fragen hat die Linke hier Recht. Als hier beispielsweise vor einem halben Jahr die UBS-St\u00fctzung durch die Eidgenossenschaft traktandiert war, hat die Linke gefordert, man solle an den Vertrag der Eidgenossenschaft mit der UBS eine Verpflichtung kn\u00fcpfen, damit dort die Boni-Geschichte nicht mehr eskaliert. Die b\u00fcrgerliche Mehrheit hat das verhindert; ich habe damals mit der Linken gestimmt. Und die Linke hat Recht, wenn sie die ehemaligen Verantwortlichen der UBS-Chefetage einklagt und eine Verantwortungsklage deponiert. Leider ist die Z\u00fcrcher Justiz in dieser Frage nicht der gleichen Meinung. </p>\n<p>In der Schweiz gibt es 300 000 KMU. Davon sind 250 000 sogenannte Mikrounternehmen, die einen bis zehn Mitarbeitende haben. Es darf nicht so weit kommen, dass diese 300 000 KMU die Zeche f\u00fcr die Exzesse der Grossen, f\u00fcr die Exzesse der Abzocker bezahlen m\u00fcssen! Dagegen wehren wir uns, dagegen wehre ich mich als Vertreter dieser KMU. Ich glaube, es ist gerechtfertigt, wenn das Schweizervolk in dieser Frage das letzte Wort hat, weil diese Thematik der Schweizer Bev\u00f6lkerung jetzt seit vier, f\u00fcnf Jahren unter den N\u00e4geln brennt. Das Schweizervolk will hier, in dieser Frage, das letzte Wort haben. Deshalb ist der direkte Gegenvorschlag das Richtige.</p>\n<p>Noch ein Wort an unsere Bildungspolitikerinnen und Bildungspolitiker: Es w\u00e4re an der Zeit, an unseren Hochschulen wieder vermehrt National\u00f6konomen, Volkswirtschafter, auszubilden und nicht nur \u00d6konomen, die dieses Abzockertum f\u00f6rdern.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Ruedi","SpeakerLastName":"Lustenberger","SpeakerFullName":"Lustenberger Ruedi","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":3,"CantonName":"Luzern","CantonAbbreviation":"LU","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":54,"Start":"\/Date(1268310321108)\/","End":"\/Date(1268310534015)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774312)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268310321107+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268310534017+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105703L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105703L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105703L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105703L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105703L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105703","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3873,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>99,7 Prozent der Unternehmen in diesem Land sind KMU mit bis zu 250 Mitarbeitenden. 88 Prozent besch\u00e4ftigen weniger als 10 Arbeitskr\u00e4fte. Wie arbeiten und funktionieren sie? Die Inhaber der kleinen und mittleren Unternehmen investieren ihr Geld in den Betrieb. Sie tragen das volle unternehmerische Risiko, schaffen Lehrstellen, tragen Sorge zu den Arbeitspl\u00e4tzen und begn\u00fcgen sich in der Regel mit bescheidenen L\u00f6hnen. In der Wirtschafts- und Finanzkrise haben sie zudem einmal mehr die Funktion eines Konjunkturpuffers \u00fcbernommen.</p>\n<p>Warum erw\u00e4hne ich die KMU quasi als Vorzeigemodell der schweizerischen Volkswirtschaft? Um aufzuzeigen, dass die KMU, das vielzitierte R\u00fcckgrat der schweizerischen Volkswirtschaft, nicht die Verursacher, sondern die Opfer der Wirtschafts- und Finanzkrise sind. Um aufzuzeigen, dass die Abzocker nicht in den Reihen der KMU zu suchen sind. Die KMU haben ihre staats- und gesellschaftspolitische Verantwortung stets wahrgenommen und die Bodenhaftung nicht verloren. Daher k\u00f6nnen ihre Eigent\u00fcmer der ganzen Diskussion rund um die Minder-Initiative relativ gelassen entgegensehen; zumal sie nur die rund 280 b\u00f6rsenkotierten Unternehmen betrifft.</p>\n<p>Wahrscheinlich gehe ich richtig in der Annahme, dass die an den Vorb\u00f6rsen kotierten Unternehmen, wie gewisse Bahnen oder Schifffahrtsgesellschaften, von der Initiative und nat\u00fcrlich auch von einem direkten oder indirekten Gegenvorschlag ausgenommen sind. Frau Bundesr\u00e4tin, ich w\u00e4re Ihnen diesbez\u00fcglich f\u00fcr eine Antwort sehr dankbar.</p>\n<p>Allerdings k\u00f6nnen, wollen und d\u00fcrfen wir uns auch in dieser hochemotionalen Frage nicht aus der Verantwortung stehlen. Die KMU sind an einem intakten Wirtschaftsstandort Schweiz interessiert. Dazu geh\u00f6ren auch gute Rahmenbedingungen f\u00fcr unsere exportorientierten Grossunternehmen ohne allzu einschneidende neue Regeln. Einige Bestimmungen der Minder-Initiative wie das absolute Verbot von Antrittszahlungen oder Abgangsentsch\u00e4digungen sind aber allzu rigide, weshalb es sinnvoll ist, der Initiative einen direkten oder einen indirekten Gegenvorschlag gegen\u00fcberzustellen. </p>\n<p>Bei beiden Varianten gibt es Argumente, die daf\u00fcr, und Argumente, die dagegen sprechen. Der direkte Gegenvorschlag hat allerdings den Nachteil, dass relativ detaillierte Vorschriften auf Verfassungsstufe verankert w\u00fcrden. Zudem ginge es viel l\u00e4nger, bis die neuen Regeln umgesetzt werden k\u00f6nnten. Materiell liegen der direkte und der indirekte Gegenvorschlag nicht allzu weit auseinander, sodass ich hoffe, dass man zumindest auf b\u00fcrgerlicher Seite zu einem Schulterschluss bereit ist. Nur so kann das notwendige Vertrauen der Bev\u00f6lkerung in unsere Wirtschaft wiederhergestellt werden. Die Kunst wird darin liegen, eine L\u00f6sung zu finden, die unser liberales Aktienrecht nicht zu stark tangiert. Weiter ist zu hoffen, dass unsere Grossunternehmen zur Einsicht gelangen, dass es n\u00f6tig ist, der exzessiven Lohn- und Bonipolitik ein f\u00fcr allemal ein Ende zu setzen. Alles andere w\u00fcrde dem Wirtschaftsstandort Schweiz weiteren Schaden zuf\u00fcgen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Tarzisius","SpeakerLastName":"Caviezel","SpeakerFullName":"Caviezel Tarzisius","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":18,"CantonName":"Graub\u00fcnden","CantonAbbreviation":"GR","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":53,"Start":"\/Date(1268310088927)\/","End":"\/Date(1268310321108)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774311)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268310088927+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268310321107+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105704L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105704L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105704L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105704L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105704L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105704","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1159,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Beim Zuh\u00f6ren erhielt ich den Eindruck, die Politik habe von sich aus seit Langem ein Unbehagen der Bev\u00f6lkerung erkannt und wolle nun im Sinne breiter Kreise handeln, und die Politik wolle Herrn Minder ehrenhaft zum Erfolg verhelfen. Dass die Verg\u00fctungen der Manager in keiner Relation zu ihren pers\u00f6nlichen Leistungen und zur Performance der Unternehmungen stehen, haben aber bereits in den Neunzigerjahren diverse Aktion\u00e4re an verschiedenen Generalversammlungen festgestellt. Wir als Politiker haben jahrelang nicht reagiert; es brauchte einen Herrn Minder, welcher den Mut hatte, die Frage der Sal\u00e4rexzesse auf die politische Agenda zu setzen.</p>\n<p>Herrn Minder wurde bislang von der Politik her immer wieder vorgeworfen, er beharre stur auf seinen Positionen und mit ihm zusammen sei keine L\u00f6sung zu finden. Und siehe da, Herr Minder ist bereit, Hand zu bieten f\u00fcr eine schnelle, effiziente L\u00f6sung. Warum? Er will - das ist meine pers\u00f6nliche Einsch\u00e4tzung - die Eigent\u00fcmer der Unternehmungen st\u00e4rken, er will keine Selbstbedienungsl\u00e4den, und er will, davon bin ich \u00fcberzeugt, keine staatliche Regulierung der Geh\u00e4lter und Entsch\u00e4digungen. All das m\u00fcssen wir - und m\u00fcssen vor allem die b\u00fcrgerlichen Parteien in diesem Saal - verhindern. Nur so gew\u00e4hrleisten wir, dass die Schweiz konkurrenzf\u00e4hig bleibt. Nur so k\u00f6nnen wir die Konkurrenzf\u00e4higkeit st\u00e4rken.</p>\n<p>Warum wollen die b\u00fcrgerlichen Parteien diesen Ball nicht aufnehmen und nicht auf dem schnellsten Weg, dem Weg des indirekten Gegenvorschlages, die mittlerweile auch von der Economiesuisse unbestrittenen Anliegen umsetzen? Stattdessen wird die Einigung Minder/Blocher in den Medien als inszenierter Coup dargestellt und von allen Seiten bek\u00e4mpft. Da stelle ich mir schon die Frage: Wollen wir wirklich eine L\u00f6sung auf der Basis einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung, wollen wir den Wirtschaftsstandort Schweiz wirklich st\u00e4rken? Oder wollen wir eine dichtregulierte Wirtschaft, in welcher der Unternehmer zum bezahlten Staatsangestellten degradiert wird?</p>\n<p>[PAGE 353] </p>\n<p>Ich glaube kaum, dass das Volk in erster Linie \u00fcber Initiativen abstimmen will, wie Herr Daguet behauptet. Ich glaube, dass das Volk in erster Linie will, dass wir als Parlament, dass wir als Politiker die anstehenden Probleme zum Wohle unseres Landes l\u00f6sen. Daf\u00fcr sind wir n\u00e4mlich gew\u00e4hlt worden. Wir sind nicht gew\u00e4hlt worden, um auf fadenscheinige Weise eine Einigung zu verhindern, die auf dem Tisch liegt, die sofort - auch im Sinne des Initianten - umgesetzt werden kann. Wird eine Einigung verhindert, so wird der B\u00e4r nicht mit Shampoo und Wasser gewaschen, sondern eher mit Trockeneis. Ich habe heute bis anhin nicht geh\u00f6rt, dass die L\u00f6sung, die wir mit Herrn Minder gefunden haben, total daneben ist. Wir von der SVP wollen ein griffiges Aktienrecht, und wir wollen eine schnelle Umsetzung, wie ich schon zu Beginn gesagt habe.</p>\n<p>Mit dem direkten Gegenvorschlag und der Initiative haben wir noch keine L\u00f6sung. Wir m\u00fcssen dann zuerst die Aktienrechtsrevision fortsetzen oder wahrscheinlich neu damit beginnen. Es ist unser Anliegen, das Vertrauen in die Wirtschaft, aber auch in uns, in die Politik, sofort wiederherzustellen. Das k\u00f6nnen wir nur, wenn wir sofort agieren und handeln. Es gibt keine entschuldbaren Gr\u00fcnde daf\u00fcr, heute nicht zu handeln. Deshalb habe ich, im Sinne der Initiative von Herrn Minder, Einzelantr\u00e4ge eingereicht. Ich bitte Sie, diese zu unterst\u00fctzen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Pirmin","SpeakerLastName":"Schwander","SpeakerFullName":"Schwander Pirmin","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":5,"CantonName":"Schwyz","CantonAbbreviation":"SZ","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":52,"Start":"\/Date(1268309787381)\/","End":"\/Date(1268310088927)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774308)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268309787380+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268310088927+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105705L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105705L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105705L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105705L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105705L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105705","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":105,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Vor lauter taktischen Diskussionen um Initiative, direkten oder indirekten Gegenvorschlag auf Verfassungs- oder Gesetzesebene droht das grunds\u00e4tzliche Problem etwas unterzugehen. Es geht n\u00e4mlich um die zentrale Frage: Was h\u00e4lt denn eigentlich unser Land zusammen? Es ist einmal der fl\u00e4chendeckende hochstehende Service public f\u00fcr alle, es ist der soziale und regionale Ausgleich, es ist die R\u00fccksichtnahme auf Minderheiten aller Art. Was das Land aber entscheidend zusammenh\u00e4lt, ist die gemeinsame \u00dcberzeugung und der gemeinsame Wille, dass die Schweiz gerecht organisiert ist, dass Exzesse korrigiert werden, dass unten niemand durch die Maschen f\u00e4llt und dass es oben keine K\u00f6nige gibt.</p>\n<p>Diese \u00dcberzeugung aber und dieser Wille kommen uns mehr und mehr abhanden. Der Staat wird der Wirtschaft mehr und mehr untergeordnet, die Exzesse in der Wirtschaft nehmen zu. Dies zeigt sich exemplarisch bei den L\u00f6hnen. Eine Bundesr\u00e4tin - sie bekleidet immerhin das h\u00f6chste Amt, das unser Land zu vergeben hat - verdient etwa 400 000 Franken im Jahr. In den gr\u00f6ssten Konzernen unseres Landes ist das ein Klacks. Da wird mit L\u00f6hnen in zweistelliger Millionenh\u00f6he gefuhrwerkt.</p>\n<p>Fr\u00fcher hat man solch hohe L\u00f6hne noch mit grosser Verantwortung begr\u00fcndet. Daran glaubt nach der Finanz- und Wirtschaftskrise kein Mensch mehr; die Manager stehlen sich ja explizit aus der Verantwortung. Heute ist die Begr\u00fcndung eine andere: Der Markt und der Wettbewerb gebieten das. Der Markt sei die beste Regulierung, und wer bei diesem Marktspiel nicht mitmache, verliere die besten Leute.</p>\n<p>Diese Begr\u00fcndung ist doppelt falsch: Erstens l\u00f6sen Markt und Wettbewerb dieses Problem nicht; sie sind vielmehr das Problem. Der Staat muss am Schluss halt doch als Retter eingreifen. Zweitens zweifle ich daran, dass die Leute, welche die gr\u00f6ssten L\u00f6hne beziehen, die besten Manager sind. Ich gebe Ihnen ein kleines Beispiel: Herr Peter Siegenthaler von der Eidgen\u00f6ssischen Finanzverwaltung verdient einen Beamtenlohn, einen kleinen Bruchteil der Managerl\u00f6hne, die zur Diskussion stehen. Er hat aber viel mehr dazu beigetragen, diese Krise zu bew\u00e4ltigen als s\u00e4mtliche mit Millionen bezahlten Manager zusammen.</p>\n<p>Entscheidend ist also, dass der Staat wieder das Primat \u00fcber die Wirtschaft erlangt, dass der Staat Regeln und Grenzen festlegt. Diese Aufgabe ist national und international. Sie wird schwierig sein. Gelingt das aber nicht, bricht die Gesellschaft auseinander, ist der soziale Frieden gef\u00e4hrdet. Das ist auch f\u00fcr die Wirtschaft schlecht.</p>\n<p>Die vorliegende Initiative ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Den ganz grossen, richtigen Schritt fordern die Jusos mit ihrer \"1:12-Initiative\". Der gr\u00f6sste Lohn in einem Unternehmen soll nicht mehr als zw\u00f6lfmal so gross sein wie der kleinste. Dann sind wir wieder beim Massstab des Bundesr\u00e4tinnenlohns; das ist gutes helvetisches Mass. Die gef\u00e4hrlichen sozialen und gesellschaftlichen Verwerfungen k\u00f6nnen so und nur so vermieden werden.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Andrea","SpeakerLastName":"H\u00e4mmerle","SpeakerFullName":"H\u00e4mmerle Andrea","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":18,"CantonName":"Graub\u00fcnden","CantonAbbreviation":"GR","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":51,"Start":"\/Date(1268309522650)\/","End":"\/Date(1268309787381)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774306)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268309522650+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268309787380+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105706L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105706L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105706L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105706L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105706L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105706","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":318,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Das Wichtigste unsererseits vorweg: Als Gewerbler kann ich keiner aktienrechtlichen L\u00f6sung zustimmen, die durch \u00dcberregulierung die 180 000 Aktiengesellschaften und damit auch Zehntausende von KMU und Familienbetrieben f\u00fcr die Fehler bestraft, die gewisse Grossunternehmen gemacht haben. Die urspr\u00fcnglich vorgesehene Totalrevision des Aktienrechts, wie sie Herr Bischof heute anhand der Fahne aufgezeigt hat, eine Revision also, die grosse und kleine Unternehmen den gleichen strengen Regeln unterworfen h\u00e4tte, w\u00e4re f\u00fcr uns inakzeptabel und ein regulatives Monster. Sie h\u00e4tte zu einer massiven administrativen Mehrbelastung und zu hohen zus\u00e4tzlichen Kosten f\u00fcr die KMU gef\u00fchrt.</p>\n<p>Der St\u00e4nderat hat die Vorlage zwar teilweise verbessert und im abgekoppelten Rechnungslegungsrecht zum Beispiel die Schwellenwerte f\u00fcr die Unternehmen, die der ordentlichen [PAGE 352] Revisionspflicht unterstehen, nach oben korrigiert, was in unserem Sinne ist. Trotzdem ist das bisherige Ergebnis aus Sicht der KMU unbefriedigend, sodass wir ganz klar nur eine L\u00f6sung f\u00fcr b\u00f6rsenkotierte Unternehmen sehen.</p>\n<p>Da die Minder-Initiative neben absolut gerechtfertigten Forderungen einige Schw\u00e4chen aufweist, haben wir den leider inzwischen abgelehnten Ordnungsantrag favorisiert, der das Gesch\u00e4ft an die Kommission zur\u00fcckweisen wollte, mit dem Auftrag, gleichzeitig zum direkten Gegenvorschlag einen indirekten Gegenvorschlag vorzulegen. Diese Chance hat man mit 101 zu 91 Stimmen vertan.</p>\n<p>Zum direkten Gegenvorschlag: Er hat den Nachteil, dass relativ detaillierte Vorschriften auf Verfassungsstufe festgeschrieben werden und die konkrete Umsetzung auf Gesetzesstufe viel Zeit erfordern wird - im Gegensatz zum indirekten Gegenvorschlag, der schneller eine L\u00f6sung auf Gesetzesstufe m\u00f6glich machen w\u00fcrde.</p>\n<p>Viele Forderungen der Minder-Initiative sind die logische Konsequenz der Exzesse in gewissen Grossunternehmen und deshalb nach unserer Ansicht absolut berechtigt. Die Initiative hat aber auch Schw\u00e4chen, die zu einer Schw\u00e4chung der Wirtschaft, des Wirtschaftsstandorts und des Werkplatzes Schweiz f\u00fchren w\u00fcrden. Damit w\u00e4re den KMU, die eng mit der ganzen Volkswirtschaft verbunden sind und teilweise auch vom Wohlergehen der Grossunternehmen abh\u00e4ngen, nicht gedient. Deshalb ist es notwendig, der Initiative einen glaubw\u00fcrdigen, griffigen und f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger einfachen, verst\u00e4ndlichen Gegenvorschlag gegen\u00fcberzustellen, der die wichtigsten und berechtigten Anliegen der Minder-Initiative aufnimmt, ohne den Wirtschaftsstandort Schweiz zu schw\u00e4chen.</p>\n<p>Eines ist klar: Mit all den Lohn- und Boni-Exzessen, den eigentlichen Ausl\u00f6sern der Minder-Initiative, haben die KMU und Gewerbler nichts am Hut. Daf\u00fcr kann ich als Pr\u00e4sident des Schweizerischen Gewerbeverbandes die Hand ins Feuer legen.</p>\n<p>Die exzessive Lohn- und Bonuspolitik unserer Grossunternehmen st\u00f6sst auch in gewerblichen Kreisen auf viel \u00c4rger, Unverst\u00e4ndnis und Ablehnung. Ich rufe die wenigen schwarzen Schafe, die unserer Marktwirtschaft enorm schaden, mit Nachdruck auf, endlich auf die gesellschaftspolitischen Sensibilit\u00e4ten in der Schweiz R\u00fccksicht zu nehmen und sich mehr Zur\u00fcckhaltung aufzuerlegen.</p>\n<p>Die Schweizerische Gewerbekammer, das Parlament des Schweizerischen Gewerbeverbandes, hat noch keine Parole zur Minder-Initiative gefasst - in der Erwartung, dass das eidgen\u00f6ssische Parlament einen befriedigenden indirekten Gegenvorschlag auf den Tisch bringt, zu dem auch Herr Minder Hand bieten k\u00f6nnte. Das haben wir heute in der ersten Phase mit der Ablehnung des Ordnungsantrages verpasst. Der St\u00e4nderat muss oder kann nun diese Chance wahrnehmen.</p>\n<p>Pers\u00f6nlich - und ich sage noch einmal: pers\u00f6nlich - werde ich heute oder auch n\u00e4chste Woche bei Artikel 2 dem Antrag der Minderheit II zustimmen und damit dem ausgewogenen direkten Gegenvorschlag meine Zustimmung geben, selbstverst\u00e4ndlich unter Vorbehalt des Ergebnisses der Beratung der Einzelantr\u00e4ge.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Edi","SpeakerLastName":"Engelberger","SpeakerFullName":"Engelberger Edi","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":7,"CantonName":"Nidwalden","CantonAbbreviation":"NW","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":50,"Start":"\/Date(1268309178306)\/","End":"\/Date(1268309522650)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774303)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268309178307+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268309522650+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105707L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105707L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105707L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105707L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105707L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105707","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1147,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Als Bernerin m\u00f6chte ich Ihnen sagen, dass wir den B\u00e4ren nicht waschen k\u00f6nnen, ohne dass sein Pelz nass wird. Die Volksinitiative \"gegen die Abzockerei\" gew\u00e4hrleistet, dass der B\u00e4r gewaschen wird, und zwar gr\u00fcndlich, und nicht nur oberfl\u00e4chlich mit einem Trockenshampoo bespr\u00fcht wird.</p>\n<p>Ich habe in den Voten von Herrn Kollege Kaufmann geh\u00f6rt, Herr Minder sei bereit, von strikten Forderungen abzur\u00fccken. Die SP m\u00f6chte, zusammen mit anderen Parteien, welche die Initiative seit der Einreichung offiziell unterst\u00fctzen, bei den strikten Forderungen bleiben, weil sie berechtigt sind. Ich m\u00f6chte noch kl\u00e4ren, welche politischen Parteien die Initiative bei der Lancierung offiziell unterst\u00fctzt haben: Es waren die SP Schweiz, die CSP Schweiz, die EVP Schweiz, die Junge EVP Schweiz, die Jungen Gr\u00fcnen Schweiz, die Gr\u00fcnen Schweiz, die Katholische Volkspartei Schweiz sowie die Schweizer Demokraten.</p>\n<p>Ich habe von Herrn Kaufmann auch geh\u00f6rt, es gehe darum, bei einer Volksabstimmung \u00fcber diese Initiative eine Schlammschlacht gegen die Schweizer Wirtschaft zu verhindern. Ich und meine Partei, Herr Kollege Kaufmann, m\u00f6chten das Gegenteil einer Schlammschlacht. Es geht darum, mit dem Volk dar\u00fcber zu diskutieren, ob die strikte Formulierung der Initiative oder die abgeschw\u00e4chte Form des Gegenvorschlages - den wir heute nicht abschliessend beraten k\u00f6nnen, weil auch der St\u00e4nderat ein Partner ist - geeigneter ist, um die Missbr\u00e4uche zu bek\u00e4mpfen. Als Sozialdemokratin muss ich sagen: Die Volksinitiative ist f\u00fcr die Schweiz eine Chance. Es ist wichtig, dass die Schweizer Aktiengesellschaften, also auch die grossen b\u00f6rsenkotierten Gesellschaften, ihre Gewinne vor allem in die Unternehmung reinvestieren und eine gen\u00fcgende Reservenbildung vornehmen, was sie f\u00fcr die Krise st\u00e4rkt. Ein Unternehmen, das ein Beispiel f\u00fcr ein anderes Vorgehen ist, haben wir in letzter Zeit staatlich subventionieren m\u00fcssen.</p>\n<p>Diese Initiative ist auch eine Chance, weil die Schweiz mit Grunds\u00e4tzen, die auf Verfassungsstufe verankert werden, damit sie eben auf lange Dauer gesichert werden k\u00f6nnen, ein Vorbild f\u00fcr viele andere L\u00e4nder werden kann. Es sind \u00fcbrigens auch in zahlreichen anderen L\u00e4ndern Vorst\u00f6sse in Behandlung, welche eine bindende oder mindestens konsultative Abstimmung \u00fcber die L\u00f6hne des Topkaders vorsehen wollen.</p>\n<p>Die Cheflohndebatte hat das soziale Klima aufgew\u00fchlt, sie schadet dem Image der ganzen Wirtschaft. Dessen sind sich heute auch die b\u00fcrgerlichen Sprechenden bewusst. Und gerade deshalb sind griffige Regeln im ureigensten Interesse der Wirtschaft als Ganzer. Ich habe gestaunt, dass heute pl\u00f6tzlich mit Tempo ein Gesetz gemacht werden soll. Die SP brachte hier im Parlament in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Vorst\u00f6ssen zur Begrenzung der exzessiven Managerl\u00f6hne ein; die Liste dieser Vorst\u00f6sse ist l\u00e4nger als die heutige Rednerliste. Wo waren damals die b\u00fcrgerlichen Stimmen, die heute so viel Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die berechtigten Anliegen der Abzocker-Initiative signalisieren und harte Worte gegen die Missbr\u00e4uche des Neoliberalismus finden?</p>\n<p>Das Abzockersystem geht einher mit einer massiv wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich, mit einer sich immer weiter \u00f6ffnenden Schere bei den Einkommen, bei denen dann die \"1:12-Initiative\" der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten Schweiz eine klare Obergrenze setzen kann. Und sie geht vor allem einher mit einer Konzentration von ungeheuren Verm\u00f6gen in den H\u00e4nden weniger, wie es die Welt nie gekannt hat.</p>\n<p>Es braucht einen neuen Contrat social, es braucht insbesondere einen neuen Contrat soci\u00e9tal. Die Minder-Initiative will hier eben strikt und hart N\u00e4gel mit K\u00f6pfen einschlagen. Sie bringt uns f\u00fcr die Urnenabstimmungen \"ds F\u00fcfi u ds Weggli\": zuerst die Abstimmung \u00fcber die Volksinitiative, Herr Stamm, und dann eben noch eine zweite Volksabstimmung, so das Volk sie f\u00fcr n\u00f6tig befindet, n\u00e4mlich die \u00fcber das Gesetz, welches ihre Umsetzung vornimmt; dies sofern ein Referendum gegen dieses Gesetz ergriffen werden wird, von welcher Seite auch immer.</p>\n<p>Daher hat die SP diese Initiative von Beginn an unterst\u00fctzt, und sie bleibt dabei. Ich habe sie auch unterzeichnet und empfehle allen, sie anzunehmen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Margret","SpeakerLastName":"Kiener Nellen","SpeakerFullName":"Kiener Nellen Margret","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":49,"Start":"\/Date(1268308801881)\/","End":"\/Date(1268309178306)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774300)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268308801880+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268309178307+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105708L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105708L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105708L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105708L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105708L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105708","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1152,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Herr Kollege Schibli, ich bin schon etwas erstaunt, wenn Sie fragen: Warum wehrt sich die SP gegen mehr Volksrechte? Ich glaube, wir k\u00f6nnen f\u00fcr uns in Anspruch nehmen, dass wir die Partei sind, die seit Jahrzehnten f\u00fcr die direkte Demokratie k\u00e4mpft, und wir werden das weiterhin tun. Deshalb, Herr Kollege, ist Ihre Einsch\u00e4tzung bar jeglicher historischer Erfahrung.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Andr\u00e9","SpeakerLastName":"Daguet","SpeakerFullName":"Daguet Andr\u00e9","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":24,"Start":"\/Date(1268304331576)\/","End":"\/Date(1268304357117)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774242)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268304331577+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268304357117+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105709L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105709L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105709L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105709L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105709L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105709","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":820,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ja, Herr Daguet, wenn eine Partei keine Angst vor dem Volk haben muss, dann ist es die SVP, denn wir haben in den letzten Jahren zur Gen\u00fcge bewiesen, dass wir mit dem Volk zusammenarbeiten. Jetzt die Frage: Warum, Herr Daguet, wehren Sie sich von Ihrer Seite aus st\u00e4ndig gegen mehr Volksrechte und mehr Demokratie, wenn die SVP in dieser Richtung Stellung bezieht?</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Ernst","SpeakerLastName":"Schibli","SpeakerFullName":"Schibli Ernst","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":23,"Start":"\/Date(1268304298397)\/","End":"\/Date(1268304331576)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774240)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268304298397+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268304331577+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105710L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105710L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105710L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105710L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105710L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105710","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1152,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Nein, das ist mir nicht entgangen, Herr Kollege Kaufmann. Aber was ich festgestellt habe, ist dies: Sie wollen, dass die Minder-Initiative zur\u00fcckgezogen wird; und deshalb wollen Sie einen indirekten Gegenvorschlag und sagen, wenn der nicht durchkomme, w\u00fcrden Sie die Initiative unterst\u00fctzen. Ich muss sagen: Ihre Positionierung in dieser Frage ist sehr unglaubw\u00fcrdig.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Andr\u00e9","SpeakerLastName":"Daguet","SpeakerFullName":"Daguet Andr\u00e9","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":22,"Start":"\/Date(1268304275683)\/","End":"\/Date(1268304298397)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774239)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268304275683+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268304298397+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105711L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105711L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105711L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105711L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105711L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105711","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":479,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ja, Herr Kollege Daguet, ist Ihnen entgangen, dass wir die Minder-Initiative unterst\u00fctzen werden? Damit f\u00e4llt Ihre Argumentation eigentlich in sich zusammen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Hans","SpeakerLastName":"Kaufmann","SpeakerFullName":"Kaufmann Hans","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":21,"Start":"\/Date(1268304260749)\/","End":"\/Date(1268304275683)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774238)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268304260750+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268304275683+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105712L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105712L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105712L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105712L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105712L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105712","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1152,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Worum es geht, ist, glaube ich, allen klar: In der Schweiz sind Einkommen und Verm\u00f6gen immer ungleicher verteilt. Bestandteil dieses Prozesses der Umverteilung sind die unglaublichen Lohnexzesse in der Wirtschaft, in den Teppichetagen vieler Unternehmen. Die zu hohen L\u00f6hne und Boni der Manager schaden der Wirtschaft, um das auch einmal klar zu sagen. Sie treffen vor allem auch die Lohnabh\u00e4ngigen, denn durch sie nimmt der relative Anteil der kleinen und mittleren Einkommen an der Gesamtlohnsumme ab. Deshalb ist ein Stopp dieser Lohnexzesse in den Teppichetagen der Unternehmen absolut n\u00f6tig und dringend. Die Bev\u00f6lkerung \u00e4rgert sich zu Recht \u00fcber die unversch\u00e4mte Selbstbedienungsmentalit\u00e4t in der Wirtschaft, in vielen Unternehmen, und will, dass dieses Problem rasch gekl\u00e4rt wird. Sie will deshalb, dass diese Initiative sehr rasch zur Abstimmung gelangt.</p>\n<p>Die SP hat von Anfang an eine klare Strategie und eine klare Politik verfolgt. Wir haben diese Volksinitiative von Anfang an unterst\u00fctzt und haben uns in der Kommission f\u00fcr Rechtsfragen daf\u00fcr eingesetzt, dass diese Initiative dem Nationalrat zusammen mit einem direkten Gegenvorschlag unterbreitet wird. Wir sind n\u00e4mlich \u00fcberzeugt, dass dieses Vorgehen eine wirksame Strategie gegen weitere Lohnexzesse ist, auch wenn wir wissen, dass mit dieser Initiative und mit dieser Revision allein nicht alle Probleme aus der Welt geschafft sind. Aber dieses Paket sichert eine rasche Volksabstimmung und ist das, was wir wollen. Es ist klar: Wenn wir der Mehrheit der Kommission folgen, wird der Entscheid des Nationalrates ein Meilenstein im Kampf gegen die Abzockerei. Es ist auch klar, dass die Verfassungsbestimmungen der Initiative so eindeutig sind, dass sie sofort umgesetzt werden k\u00f6nnen.</p>\n<p>Wenn man die Politik der SVP verfolgt und schaut, was sie effektiv will, muss es einen schon erstaunen, was f\u00fcr Gr\u00fcnde dazu gef\u00fchrt haben, dass die SVP einen indirekten Gegenvorschlag will. Ich habe Kollege Kaufmann sehr gut zugeh\u00f6rt, als er den Ordnungsantrag begr\u00fcndete. Unter anderem hat er gesagt, dass es heikel werde, wenn diese Initiative bereits im n\u00e4chsten Jahr zur Abstimmung komme, das heisst, wenn das Schweizervolk noch vor den n\u00e4chsten eidgen\u00f6ssischen Wahlen Gelegenheit haben sollte, \u00fcber diese Initiative abzustimmen. Er hat w\u00f6rtlich gesagt, dass eine Abstimmung im n\u00e4chsten Jahr zu einer Schlammschlacht gegen die Schweizer Wirtschaft f\u00fchren w\u00fcrde.</p>\n<p>Herr Kaufmann, da muss ich Ihnen schon die Frage stellen: Halten Sie die Minder-Initiative f\u00fcr so schlecht, dass Sie Angst haben, dass sie von Volk und St\u00e4nden angenommen wird? Oder trauen Sie dem Volk nicht zu, in dieser Frage politisch richtig entscheiden zu k\u00f6nnen? Herr Kaufmann, ich habe einfach den Eindruck bekommen - da k\u00f6nnen Sie sagen, was Sie wollen -, dass Sie effektiv Angst haben und nicht wollen, dass diese Volksinitiative Volk und St\u00e4nden zur Abstimmung unterbreitet wird.</p>\n<p>Es hat mich auch erstaunt, dass Sie pl\u00f6tzlich mit dem Argument kommen, diese Regelung geh\u00f6re nicht auf Verfassungsstufe. Sie geh\u00f6ren zu einer Partei, die es wie meine eigene Partei in Kauf nimmt, dass Dinge, die man auf Gesetzesstufe regeln k\u00f6nnte, auf Verfassungsebene gekl\u00e4rt werden, wenn mit Initiativen, also mit der Wahrnehmung der Volksrechte, viele politische Fragen gekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Wir wollen Klarheit haben, und deshalb muss ich sagen, dass ich dieses Argument unehrlich und nicht vertretbar finde.</p>\n<p>Wenn ich eine Gesamtbewertung mache, dann stelle ich fest: Wer will, dass sich die schweizerische \u00d6ffentlichkeit rasch und z\u00fcgig \u00fcber diese Lohnexzesse aussprechen kann, der muss dem Paket, wie es die Kommission f\u00fcr Rechtsfragen vorlegt, zustimmen. Alles andere ist ein Verz\u00f6gerungsman\u00f6ver. Sie k\u00f6nnen noch so lange sagen, Herr Kollege Kaufmann, dass man die Revision bis zum 1. Januar 2011 in Kraft setzen k\u00f6nnte. Sie wissen ganz genau: Wenn wir den Pfad der Kommission verlassen, werden wir 2011 keine Vorlage haben und 2012 nicht \u00fcber die Initiative abstimmen k\u00f6nnen. Ihr Ziel ist es, dass diese Initiative \u00fcberhaupt nie zur Abstimmung kommt, auf jeden Fall nicht vor den Wahlen 2011. Deshalb muss ich Ihnen sagen: Die Strategie, die Sie hier pr\u00e4sentieren, ist unehrlich; sie hat auch keine Chance, eine Mehrheit zu finden.</p>\n<p>Wir von der SP-Fraktion stehen deshalb klipp und klar hinter dem Antrag der Kommission, das heisst, wir empfehlen die Initiative zur Annahme, zusammen mit dem direkten Gegenvorschlag.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Andr\u00e9","SpeakerLastName":"Daguet","SpeakerFullName":"Daguet Andr\u00e9","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":20,"Start":"\/Date(1268303889637)\/","End":"\/Date(1268304260749)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774236)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268303889637+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268304260750+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105713L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105713L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105713L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105713L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105713L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105713","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3884,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>L'initiative populaire \"contre les r\u00e9mun\u00e9rations abusives\" a \u00e9t\u00e9 d\u00e9pos\u00e9e au printemps 2008 munie de 114 260 signatures valables. Il est tr\u00e8s vraisemblable que bien plus de personnes la signeraient dans le contexte actuel caract\u00e9ris\u00e9 par une large d\u00e9fiance \u00e0 l'\u00e9gard des modes de r\u00e9mun\u00e9ration en vigueur dans plusieurs grandes entreprises de notre pays. Depuis l'\u00e9clatement de la crise financi\u00e8re \u00e0 la fin de l'\u00e9t\u00e9 2008, une esp\u00e8ce de d\u00e9samour s'est install\u00e9 entre le peuple et quelques grands dirigeants de notre \u00e9conomie.</p>\n<p>Le scepticisme collectif \u00e0 l'\u00e9gard de certaines pratiques \u00e9conomiques incite malheureusement le plus grand nombre \u00e0 fermer les yeux sur la n\u00e9cessaire consolidation financi\u00e8re de nos assurances sociales command\u00e9e par l'irr\u00e9versible \u00e9volution d\u00e9mographique de notre pays. Les incertitudes \u00e9conomiques auxquelles nous sommes confront\u00e9s ne font que renforcer cette m\u00e9fiance. La votation du 7 mars 2010 sur la r\u00e9vision de la LPP t\u00e9moigne de cette incontournable r\u00e9alit\u00e9. Confus\u00e9ment, le peuple a aussi refus\u00e9 de prendre en compte l'argument du trou de 600 millions de francs dans les caisses de pension, en comparant ce chiffre avec les 3 milliards de francs de bonus que l'UBS versera cette ann\u00e9e \u00e0 ses cadres en toute l\u00e9galit\u00e9. Ni les arguments juridiques, ni l'\u00e9vocation de l'in\u00e9vitable et f\u00e9roce concurrence que nous impose la mondialisation, ne sont op\u00e9rants face \u00e0 de tels r\u00e9flexes. Pour un temps en tout cas, le Monopoly n'est plus le jeu de soci\u00e9t\u00e9 pr\u00e9f\u00e9r\u00e9 des Suisses. M\u00eame r\u00e9duites par rapport \u00e0 2007, les tr\u00e8s hautes r\u00e9mun\u00e9rations des top managers des grandes entreprises, les parachutes dor\u00e9s et d'autres r\u00e9compenses financi\u00e8res analogues ne sont plus socialement agr\u00e9\u00e9s.</p>\n<p>Il d\u00e9coule de l\u00e0 que si l'initiative Minder \u00e9tait soumise au vote du peuple et des cantons, elle aurait de grandes chances d'\u00eatre accept\u00e9e. Les partis adoptent naturellement des attitudes divergentes \u00e0 l'\u00e9gard de cette initiative: le PDC la rejette et veut lui opposer un contre-projet direct afin de l'att\u00e9nuer et de niveau constitutionnel; le PS et les Verts souhaitent des mesures encore plus contraignantes que celles contenues dans l'initiative Minder; le PLR vient d'adopter la motion d'ordre de la minorit\u00e9 Kaufmann; notre parti estime clairement que notre conseil aurait d\u00fb opposer un contre-projet indirect \u00e0 l'initiative en affinant son contenu pour l'inscrire dans la l\u00e9gislation ordinaire relative au droit des soci\u00e9t\u00e9s anonymes, \u00e0 savoir principalement par une modification du Code des obligations. La strat\u00e9gie de l'UDC r\u00e9sulte d'un accord avec Monsieur Minder. De plus, il aurait \u00e9t\u00e9 judicieux d'\u00e9laborer ce contre-projet indirect en concomitance avec l'objet 08.011, la r\u00e9vision propos\u00e9e du Code des obligations dans le domaine du droit de la soci\u00e9t\u00e9 anonyme et du droit comptable.</p>\n<p>Notre strat\u00e9gie aurait pr\u00e9sent\u00e9 de nombreux avantages. Tout d'abord elle aurait permis de mettre en oeuvre rapidement les principales id\u00e9es de l'initiative Minder. Les deux conseils auraient pu aborder les travaux l\u00e9gislatifs cette ann\u00e9e encore. Soumettre au peuple et aux cantons l'initiative et le contre-projet ralentira \u00e0 coup s\u00fbr ce processus puisqu'il faudra attendre l'acceptation de l'une des deux propositions de modification de la Constitution avant de proc\u00e9der aux modifications l\u00e9gislatives.</p>\n<p>[PAGE 343] </p>\n<p>Ensuite, il nous semble toujours opportun de faire figurer les dispositions d\u00e9taill\u00e9es relatives au droit des actionnaires et aux r\u00e9mun\u00e9rations des dirigeants des soci\u00e9t\u00e9s anonymes cot\u00e9es en Bourse dans une loi et non pas dans la Constitution. Notre charte fondamentale ne doit pas se muer en un fourre-tout accueillant des r\u00e8gles de droit trop d\u00e9taill\u00e9es.</p>\n<p>Enfin, le contenu de notre contre-projet indirect \u00e0 l'initiative autoriserait lui aussi un \u00e9largissement raisonnable de la d\u00e9mocratie \u00e9conomique dans notre pays, un renforcement des droits des actionnaires auquel aspirent non seulement la population, mais aussi de nombreux acteurs \u00e9conomiques eux-m\u00eames. Nous sommes convaincus que la majorit\u00e9 des membres de notre Parlement souhaite que l'initiative Minder prenne simultan\u00e9ment en compte les incontournables contraintes \u00e9conomiques de notre pays ouvert sur le monde et la nouvelle conscience sociale qui veut qu'il devient n\u00e9cessaire de r\u00e9guler certaines pratiques de r\u00e9mun\u00e9ration des soci\u00e9t\u00e9s anonymes, dans leur propre int\u00e9r\u00eat \u00e0 long terme. Notre solution aurait \u00e9t\u00e9 la plus idoine pour atteindre cet objectif.</p>\n<p>Nous l'avons annonc\u00e9, le rejet par notre conseil de la motion d'ordre de la minorit\u00e9 Kaufmann nous conduira \u00e0 proposer l'acceptation de l'initiative populaire \"contre les r\u00e9mun\u00e9rations abusives\".</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Jean-Pierre","SpeakerLastName":"Graber","SpeakerFullName":"Graber Jean-Pierre","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":19,"Start":"\/Date(1268303564841)\/","End":"\/Date(1268303889637)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877774232)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268303564840+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268303889637+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105714L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105714L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105714L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105714L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105714L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105714","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3913,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Herr Minder ist unbestritten der Vater der Abzocker-Initiative. Aber wie das mit Kindern so ist: Sie geh\u00f6ren einem nicht. \u00dcber 100 000 Menschen haben diese Initiative unterschrieben. Auch ich habe sie unterschrieben, in der \u00dcberzeugung, dass im Interesse von uns allen die Masslosigkeit einiger weniger unbedingt und schnell gestoppt werden muss. Pers\u00f6nlich f\u00fchle ich mich von Herrn Minder betrogen. Er ist aus Gr\u00fcnden, die nur er kennt, einen Deal eingegangen, notabene mit der Seite, die unter anderem ein Teil des Problems ist. Er hat damit die Wirkung der Initiative enorm abgeschw\u00e4cht. In der Zwischenzeit bin ich Nationalr\u00e4tin geworden; als Politikerin kann ich noch viel weniger verstehen, warum Herr Minder diesen Deal eingegangen ist. Als Mitglied der Kommission f\u00fcr Rechtsfragen habe ich miterlebt, mit wie wenig Reformwillen die Aktienrechtsreform, also der indirekte Gegenvorschlag, an die Hand genommen wurde. Notabene war damals die Abzocker-Initiative bereits eingereicht.</p>\n<p>Herr Minder hat die politischen Beratungen offensichtlich sehr genau verfolgt und hat sich bis vor Kurzem und ohne Wenn und Aber hinter seine Initiative gestellt. Er hat wiederholt betont, dass die Initiative m\u00f6glichst schnell zur Abstimmung gebracht werden m\u00fcsse. Nur so sei es m\u00f6glich, hat er gesagt, der Politik endlich Beine zu machen. Anstatt sich vollgewichtig mit den Verb\u00fcndeten der ersten Stunde, unter anderem den Gr\u00fcnen, zusammenzutun, hat es Herr Minder nun vorgezogen, die Initiative auf die lange Bank zu schieben. Es scheint, dass Herr Minder vor seiner eigenen Initiative Angst bekommen hat, und zum ersten Mal scheint auch die SVP Angst vor dem Volk zu haben; sie bef\u00fcrchtet eine wirtschaftsfeindliche Schlammschlacht im Vorfeld der Abstimmung.</p>\n<p>Die Schweizer Bev\u00f6lkerung ist alles andere als wirtschaftsfeindlich, aber genug ist genug. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Es g\u00e4be zuhauf weitere Sprichw\u00f6rter; das Problem der Masslosigkeit, der Gier, ist so alt wie die Menschheit. Die Bev\u00f6lkerung will - \u00fcber alle Parteigrenzen hinweg, wie die Abstimmung vom letzten Wochenende klar gezeigt hat -, dass Boni, goldene Fallschirme und Lohnexzesse eingeschr\u00e4nkt bzw. abgeschafft werden. Sie will das selbstverst\u00e4ndlich nicht aus wirtschaftsfeindlichen Gr\u00fcnden, im Gegenteil: Damit nach der Krise nicht unmittelbar vor der Krise ist, braucht es jetzt Korrekturen. Denn eines ist belegt: Krisen treffen die Schw\u00e4chsten einer Gesellschaft immer \u00fcberdurchschnittlich. Je schneller Krisen aufeinander folgen, umso mehr Menschen verlieren ihre Existenz.</p>\n<p>Die Politik bzw. die Kommission f\u00fcr Rechtsfragen hatte eine erste Chance; sie hat sie vertan, indem sie nur halbherzig an einem indirekten Gegenvorschlag arbeitete. Es scheint, dass nur eine Abstimmung \u00fcber die Abzocker-Initiative und den direkten Gegenvorschlag der Politik den offensichtlich n\u00f6tigen Auftrag zu geben vermag.</p>\n<p>Die Gr\u00fcnen werden sich f\u00fcr die Abzocker-Initiative einsetzen, ein Teil der Gr\u00fcnen eventuell auch f\u00fcr den direkten Gegenvorschlag, im Wissen darum, dass beide, die Abzocker-Initiative und der direkte Gegenvorschlag, nur eine gute Richtlinie f\u00fcr die gesetzgeberischen Arbeiten sind.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Brigit","SpeakerLastName":"Wyss","SpeakerFullName":"Wyss Brigit","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":11,"CantonName":"Solothurn","CantonAbbreviation":"SO","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":18,"Start":"\/Date(1268303295976)\/","End":"\/Date(1268303564841)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774228)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268303295977+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268303564840+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105715L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105715L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105715L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105715L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105715L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105715","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":449,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Mir ist bekannt und bewusst, dass die SVP auf die Abzocker-Initiative in dem Moment aufgesprungen ist, als sie gesehen hat, dass diese beim Volk einen grossen Widerhall finden wird. Die SVP m\u00f6chte sich jetzt f\u00fcr den kleinen Mann irgendwie in die Bresche werfen. Sie vergisst aber zu sagen, dass sie an und f\u00fcr sich nur die Interessen des Grosskapitals wahrnimmt. Wenn Sie Herrn Kaufmann gut zugeh\u00f6rt haben, haben Sie geh\u00f6rt, dass er vor allem m\u00f6chte, dass die Aktiengesellschaften nur von den Aktion\u00e4ren bestimmt werden, m\u00f6glichst viel Freiheit haben und dann mit dieser Freiheit so umgehen k\u00f6nnen, wie es ihnen passt. Genau das will das Volk nicht! Das Volk will nicht, dass diese Aktiengesellschaften einfach machen k\u00f6nnen, was sie wollen, und Boni aussch\u00fctten k\u00f6nnen, wie es ihnen passt. Das ist ein Faktum!</p>\n<p>Ich danke Ihnen daf\u00fcr, dass Sie mir noch etwas mehr Redezeit verschafft haben.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Ruedi","SpeakerLastName":"Aeschbacher","SpeakerFullName":"Aeschbacher Ruedi","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":17,"Start":"\/Date(1268303232633)\/","End":"\/Date(1268303295976)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774225)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268303232633+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268303295977+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105716L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105716L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105716L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105716L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105716L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105716","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":820,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Herr Aeschbacher, Ihrem Votum k\u00f6nnte man entnehmen, dass die SVP gegen die Abzocker-Initiative sei. Ist Ihnen bewusst, dass die SVP die Abzocker-Initiative unterst\u00fctzen wird, wenn der indirekte Gegenvorschlag keine Mehrheit findet?</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Ernst","SpeakerLastName":"Schibli","SpeakerFullName":"Schibli Ernst","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":16,"Start":"\/Date(1268303210040)\/","End":"\/Date(1268303232633)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774224)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268303210040+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268303232633+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105717L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105717L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105717L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105717L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105717L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105717","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":449,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Die EVP hat die Abzocker-Initiative schon bei der Unterschriftensammlung unterst\u00fctzt. Wir haben zwar gewisse M\u00e4ngel nicht \u00fcbersehen, aber f\u00fcr uns war wichtig, dass Druck gemacht wurde, um die Aktienrechtsrevision, die damals bereits am Laufen war, in eine gute Richtung zu bringen, und um dort N\u00e4gel mit K\u00f6pfen zu machen. Die Abzocker-Initiative hat gen\u00fctzt. Der St\u00e4nderat hat zwar die Anliegen mit einem untauglichen indirekten Gegenvorschlag verw\u00e4ssert, nun aber liegt in unserem Rat ein Gegenvorschlag vor, der doch schon einigen Biss hat.</p>\n<p>Wir EVP-Nationalr\u00e4te werden den Gegenvorschlag unterst\u00fctzen und alle Antr\u00e4ge mittragen, die ihn noch etwas sch\u00e4rfer machen. Wir werden heute aber auch die Minder-Initiative unterst\u00fctzen, damit wir ein Pfand in der Hand haben, bis wir sehen, wie der direkte Gegenvorschlag aussieht - nicht nur hier in unserem Rat, sondern auch im St\u00e4nderat.</p>\n<p>SVP und FDP, am G\u00e4ngelband ihrer Geldgeber und der Economiesuisse h\u00f6rig, m\u00f6chten gerne mit Winkelz\u00fcgen und taktischen Spielchen die ganze Sache auf die Zeit nach den eidgen\u00f6ssischen Wahlen vom Herbst n\u00e4chsten Jahres hinausschieben. Davor m\u00f6chte ich eindringlich warnen. Das Volk ist zornig. Das Volk ist nicht bereit, von politischen Taktikern noch lange hingehalten zu werden. Es will Transparenz, es will griffige Instrumente gegen die Abzockerei - zu Recht, wie wir meinen. Allerdings mache ich schon heute darauf aufmerksam, dass das, was das Volk besch\u00e4ftigt, und das, was das Volk will, mit diesem Gesch\u00e4ft - mit oder ohne Abzocker-Initiative, mit oder ohne Gegenvorschlag - noch l\u00e4ngst nicht abgedeckt ist. Denn praktisch alle Massnahmen der Initiative von Herrn Minder oder auch des Gegenvorschlages zielen nur darauf ab, etwas mehr Transparenz zu schaffen und Aktion\u00e4rsrechte zu st\u00e4rken.</p>\n<p>Wer sind denn diese Aktion\u00e4re, von denen man hofft, dass sie nun den Abzockern und vergoldeten Bankern vermehrt an den Kragen gehen und auf die Finger schauen? Es ist das Aktienkapital der grossen Gesellschaften, das ja nur zu einem geringen Teil von Menschen wie dir und mir stammt, von kleinen Leuten, vom Volk, das zornig und erregt ist. Vielmehr sind es die grossen Aktienpakete in der Hand der Versicherungen, in der Hand von Pensionskassen, von Banken, von grossen Finanzjongleuren, von Milliard\u00e4ren. Was wollen die, wenn sie Aktien eines Unternehmens kaufen und dort investieren? In allererster Linie wollen sie hohe Renditen, hohe Gewinne. Sie werden denen, die ihnen diese hohen Gewinne verschaffen, auch weiterhin hohe und h\u00f6chste Boni zugestehen. Sie erhalten die Gewinne, und ihre Gehilfen werden daf\u00fcr f\u00fcrstlich belohnt.</p>\n<p>Darum ist, was wir heute tun, zwar gut, aber nur ein Anfang. Wir m\u00fcssen das Problem auf einer anderen, grunds\u00e4tzlicheren Ebene angehen. Das habe ich anzustossen versucht. Als ersten Schritt habe ich den Bundesrat im letzten Herbst mit der Interpellation 09.3910 Folgendes gefragt: \"Sieht der Bundesrat in den exzessiven Bez\u00fcgen der Topmanager ebenfalls eine Gefahr f\u00fcr den sozialen Frieden und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft?\" Ich habe weiter gefragt: \"Ist er ebenfalls der Meinung, dass diesen gef\u00e4hrlichen Ausw\u00fcchsen mit gesetzlichen Schranken entschieden entgegengetreten werden muss?\" Und: \"Ist er nicht auch der Meinung, dass die exzessiven Bez\u00fcge in den Teppichetagen eine tief ethische Komponente tangieren sowie Werte verletzen, auf denen unsere Gesellschaft aufgebaut ist?\"</p>\n<p>Ich habe gefragt, ob er bereit sei, diese Problematik nicht einfach nur zaghaft im Aktienrecht anzugehen, sondern beispielsweise auch im Arbeitsrecht oder im Allgemeinen Teil des OR oder gar mit einer Bestimmung in der Verfassung. Das will das Volk. Das Volk will nicht, dass einfach die Rechte der Aktion\u00e4re gest\u00e4rkt werden, die mit ihren grossen Paketen, die sie in die Gesellschaften investiert haben, ganz [PAGE 342] andere Interessen haben. Das Volk m\u00f6chte, dass eine solche Abzockerei und solche exzessiven Geh\u00e4lter nicht mehr vorkommen!</p>\n<p>Ich bitte Sie daher, am direkten Gegenvorschlag noch m\u00f6glichst viele Versch\u00e4rfungen anzubringen. Aber ich bitte Sie auch weiterzudenken und weiterzumachen, denn damit ist das Problem noch nicht gel\u00f6st.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Ruedi","SpeakerLastName":"Aeschbacher","SpeakerFullName":"Aeschbacher Ruedi","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":15,"Start":"\/Date(1268302868091)\/","End":"\/Date(1268303210040)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774222)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268302868090+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268303210040+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105718L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105718L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105718L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105718L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105718L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105718","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1346,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>La votation du week-end pass\u00e9 l'a d\u00e9montr\u00e9: les citoyens ne seront pas d'accord de discuter de solutions \u00e9quilibr\u00e9es en mati\u00e8re d'assurances sociales tant que l'abc\u00e8s des exc\u00e8s salariaux d'une poign\u00e9e de managers arrogants ne sera pas perc\u00e9. </p>\n<p>Juridiquement, la voie id\u00e9ale pour r\u00e9soudre ce probl\u00e8me est celle de la modification du droit de la soci\u00e9t\u00e9 anonyme contenue dans le Code des obligations. Cette voie doit \u00eatre poursuivie, m\u00eame si elle est plus longue. Toutefois, les citoyens sont \u00e9motionnellement choqu\u00e9s par certaines situations, et cette \u00e9motion ne peut se d\u00e9charger que par le biais d'une votation populaire. M\u00eame si la modification du droit de la soci\u00e9t\u00e9 anonyme permettra de r\u00e9soudre l'entier des probl\u00e8mes, cette voie est trop longue pour satisfaire les citoyens qui sont en attente d'une r\u00e9ponse rapide. C'est pourquoi cet abc\u00e8s \u00e9motionnel doit \u00eatre vid\u00e9 par un contre-projet direct \u00e0 l'initiative des milliardaires. </p>\n<p>Le texte de ce contre-projet direct est le fruit d'un long travail de n\u00e9gociations entre le groupe lib\u00e9ral-radical et le groupe PDC/PEV/PVL. Il emp\u00eache les exc\u00e8s sans nuire \u00e0 l'\u00e9conomie et sans mettre en p\u00e9ril les emplois. Il est donc r\u00e9jouissant que la Commission des affaires juridiques ait d\u00e9cid\u00e9, dans le d\u00e9bat sur le contre-projet direct, d'int\u00e9grer certaines exigences que le groupe lib\u00e9ral-radical juge importantes. Les actionnaires auront leur mot \u00e0 dire sur le syst\u00e8me de r\u00e9mun\u00e9ration des entreprises, l'assembl\u00e9e g\u00e9n\u00e9rale approuvera le r\u00e8glement sans pour autant voter annuellement sur les salaires individuels de la direction. Les statuts peuvent cependant pr\u00e9voir un tel vote.</p>\n<p>La proposition soutenue par le groupe socialiste qui consiste \u00e0 p\u00e9naliser fiscalement les entrepreneurs a en revanche \u00e9t\u00e9 clairement rejet\u00e9e en commission et elle devra l'\u00eatre au conseil.</p>\n<p>En ce qui concerne les indemnit\u00e9s de d\u00e9part, une solution sens\u00e9e a \u00e9t\u00e9 adopt\u00e9e. Il est cependant dangereux d'avoir \u00e9cart\u00e9 la proposition soutenue par le groupe lib\u00e9ral-radical visant \u00e0 renforcer la participation active des actionnaires par une inscription facilit\u00e9e au registre des actionnaires. Le probl\u00e8me d'une mainmise sur de gros paquets d'actions reste entier. Les propositions de minorit\u00e9 que le groupe lib\u00e9ral-radical soutient vont dans ce sens et elles permettront d'am\u00e9liorer encore le contre-projet direct.</p>\n<p>Le lib\u00e9ralisme a permis \u00e0 notre pays et \u00e0 ses citoyens de devenir prosp\u00e8res. Mais le n\u00e9olib\u00e9ralisme, l'ultralib\u00e9ralisme, l'ultracapitalisme, ou peu importe comment on appelle l'exc\u00e8s de lib\u00e9ralisme qui ne se conforme pas aux valeurs morales essentielles du lib\u00e9ralisme que sont la responsabilit\u00e9 et la modestie, ces tendances excessives, dis-je, doivent \u00eatre condamn\u00e9es. La poign\u00e9e de managers arrogants qui ont oubli\u00e9 ces valeurs essentielles du lib\u00e9ralisme que sont la responsabilit\u00e9 et la modestie jettent l'opprobre sur les entrepreneurs responsables qui s'engagent avec conviction pour leur entreprise et leurs employ\u00e9s. Cette poign\u00e9e de managers l\u00e0, centr\u00e9s sur une maximisation du profit \u00e0 court terme, met en danger notre \u00e9conomie en brisant la confiance des citoyens suisses dans le monde \u00e9conomique suisse, alors que, pourtant, la tr\u00e8s large majorit\u00e9 des entrepreneurs m\u00e9ritent notre soutien et nos remerciements pour les risques qu'ils acceptent de prendre et pour les emplois qu'ils cr\u00e9ent.</p>\n<p>Il est donc justifi\u00e9 de lutter contre les exc\u00e8s notamment en mati\u00e8re de salaires, mais il faut \u00e9viter \u00e0 tout prix un exc\u00e8s de r\u00e9glementation qui menace les entreprises suisses et les emplois. C'est le sens du contre-projet direct que les lib\u00e9raux-radicaux soutiendront.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Isabelle","SpeakerLastName":"Moret","SpeakerFullName":"Moret Isabelle","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":22,"CantonName":"Waadt","CantonAbbreviation":"VD","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":14,"Start":"\/Date(1268302631844)\/","End":"\/Date(1268302868091)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877774219)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268302631843+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268302868090+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105719L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105719L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105719L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105719L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105719L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105719","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":479,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Nun ist es also so weit, Sie haben meinen Ordnungsantrag abgelehnt. Nun haben wir nur noch die Wahl zwischen einem direkten Gegenvorschlag und der Abzocker-Initiative. Wir werden sp\u00e4ter versuchen, den direkten Gegenvorschlag noch um einige Anliegen der Minder-Initiative anzureichern. Die entsprechenden Antr\u00e4ge Schwander liegen Ihnen ja vor. Sollten auch diese teilweise oder vollst\u00e4ndig abgelehnt werden, dann kann man sich auf die SVP verlassen. Wir haben immer gesagt, dass wir f\u00fcr die Abzocker-Initiative stimmen werden, wenn unsere Alternativvorschl\u00e4ge nicht in ausreichendem Masse Akzeptanz finden.</p>\n<p>Wir haben uns bei der Aktienrechtsrevision von Anfang an bem\u00fcht, die Eigent\u00fcmer, d. h. die Aktion\u00e4re, zu st\u00e4rken, denn sie tragen in erster Linie das finanzielle Risiko eines Unternehmens, nicht die Manager und Verwaltungsr\u00e4te - und schon gar nicht die Politik. Die Eigent\u00fcmer st\u00e4rken, das hiess f\u00fcr uns, die Verluderung der Aktion\u00e4rsrechte, die in den letzten Jahren stattgefunden hat, wieder in Richtung \"Eine Aktie gleich eine Stimme\" zu korrigieren. Was n\u00fctzt selbst eine Abzocker-Initiative, wenn die Stimmrechte der Aktion\u00e4re systematisch eingeschr\u00e4nkt werden?</p>\n<p>Ich will Ihnen nicht den gesamten Katalog unfairer Methoden und Instrumente pr\u00e4sentieren, mit denen die Manager und Verwaltungsr\u00e4te in den vergangenen Jahren die Aktion\u00e4re ausgebootet haben. Ich erinnere nur stichwortartig an einige davon. Es gibt Stimmrechtsbeschr\u00e4nkungen, aber dann wieder mit Ausnahmen f\u00fcr Altaktion\u00e4re und strategische Aktion\u00e4re; es gibt Stimmrechtsaktien; es gibt willk\u00fcrliche Ablehnungen und verz\u00f6gerte Eintragungen von Namenaktion\u00e4ren. Gegen unerw\u00fcnschte Grossaktion\u00e4re werden Klagen wegen unerlaubter Gruppenbildung eingereicht; man will damit Zeit gewinnen, sodass man sich noch einen goldenen Fallschirm schn\u00fcren kann. Ich erinnere an die hohen Schwellenwerte f\u00fcr die Einberufung von Generalversammlungen, f\u00fcr die Traktandierung von Gesch\u00e4ften usw. Es gibt missbr\u00e4uchliche Aktionen, mit denen die Macht der F\u00fchrenden in den Unternehmen gest\u00e4rkt werden kann. Ich denke an Aktienleihe und andere Methoden, um Stimmrechte stillzulegen, aber auch an Depot- oder Organstimmen, die meistens im Sinne der Verwaltungsr\u00e4te abstimmen m\u00fcssen. Praktisch keiner unserer Vorschl\u00e4ge zur St\u00e4rkung der Eigent\u00fcmer wurde in der Kommission akzeptiert. Man tischte uns M\u00e4rchen von b\u00f6sen Raidern und \"Heuschrecken\" auf. Ich kenne aus den letzten zwanzig Jahren keinen solchen Fall, hingegen kann ich Ihnen viele Schweizer Unternehmen nennen, die von Managern und Verwaltungsr\u00e4ten von innen her gesch\u00e4digt wurden, weil diese von solchen Gartenz\u00e4unen profitieren konnten.</p>\n<p>Darum st\u00f6rt mich auch, was jetzt im Zuge dieser Aktienrechtsrevision wieder passiert ist. Vom St\u00e4nderat wurde ein Nominee-Modell portiert, das die Aktienrechte weiter einschr\u00e4nken will. Wenn ein Aktion\u00e4r also seine Aktien durch einen Nominee vertreten lassen will, wird sein Aktienrechtsanteil auf 0,2 Prozent der Stimmen beschr\u00e4nkt. Das ist inakzeptabel. Da wir mit unseren Vorschl\u00e4gen f\u00fcr einen indirekten Gegenvorschlag zur St\u00e4rkung der Eigent\u00fcmer nicht durchkamen, sind wir nun gezwungen, Vorschriften in einem direkten Gegenvorschlag zu unterst\u00fctzen, damit das Eigentum vor allzu selbstherrlichen und geldgierigen Managern und Verwaltungsr\u00e4ten gesch\u00fctzt wird. </p>\n<p>Auch die Minder-Initiative will das Eigentum sch\u00fctzen; es geht den Initianten somit um ein urb\u00fcrgerliches Anliegen. Die Unterst\u00fctzung der Initiative erfolgte denn auch in erster Linie von b\u00fcrgerlich-gewerblichen Kreisen und seitens der Jungen SVP und nicht von den Linken, wie hier behauptet wurde. Auf diese paar Unterschriften h\u00e4tte man verzichten k\u00f6nnen, die Initiative w\u00e4re trotzdem zustande gekommen. Wir von der b\u00fcrgerlichen Seite k\u00f6nnen uns deshalb mit grossen Teilen der Minder-Initiative anfreunden, denn sie will keine staatliche Regulierung der L\u00f6hne und Geh\u00e4lter, sondern sie will, dass die Eigent\u00fcmer ihre Rolle als Eigent\u00fcmer wieder wahrnehmen k\u00f6nnen und im Falle der Vorsorgewerke auch wahrnehmen m\u00fcssen. Wir sehen auf dem Gebiet der Corporate Governance Handlungsbedarf, aber wir m\u00f6chten die notwendigen Korrekturen im Obligationenrecht und nicht auf Verfassungsstufe anbringen.</p>\n<p>Das Initiativkomitee ist bekanntlich mit den Vorschl\u00e4gen des Bundesrates nicht sehr gl\u00fccklich, weil nur 3 seiner 24 Forderungen erf\u00fcllt wurden. Deshalb w\u00e4ren wir als Parlamentarier eigentlich gefordert gewesen, Vorschl\u00e4ge in Richtung Abzocker-Initiative zu erarbeiten. Aber ich musste leider feststellen, dass einige aus unserer Mitte keine brauchbaren Alternativen pr\u00e4sentierten, sondern lieber eine Volksabstimmung \u00fcber die Abzocker-Initiative provozieren. Es geht hier [PAGE 341] aber nicht um parteipolitische Interessen, sondern um eine Grundhaltung gegen\u00fcber dem Eigentum. Dazu geh\u00f6rt auch, dass die Eigent\u00fcmer ihre Vertreter in der Aufsicht \u00fcber das Unternehmen - das ist f\u00fcr mich die Funktion der Verwaltungsr\u00e4te - rasch abw\u00e4hlen k\u00f6nnen, wenn diese versagen. Die Eigent\u00fcmer, und nicht der Staat, m\u00fcssen allenfalls auch in Sal\u00e4rfragen mitreden k\u00f6nnen, wenn die Entl\u00f6hnung der Topleute mit den Leistungen oder mit dem Unternehmenserfolg nicht mehr im Einklang steht. Wie schon erw\u00e4hnt muss dies flexibel und klug im Aktienrecht geregelt werden und darf nicht auf Verfassungsstufe geschehen. Aber wenn Sie uns keine andere Wahl lassen, dann tun wir dies eben auf Verfassungsstufe mit der Unterst\u00fctzung der Abzocker-Initiative.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Hans","SpeakerLastName":"Kaufmann","SpeakerFullName":"Kaufmann Hans","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":13,"Start":"\/Date(1268302186850)\/","End":"\/Date(1268302614360)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774217)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268302186850+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268302614360+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105720L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105720L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105720L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105720L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105720L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105720","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3898,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>La Commission des affaires juridiques a donc entam\u00e9, lors de sa derni\u00e8re s\u00e9ance, l'examen d'un contre-projet direct \u00e0 l'initiative Minder. L'initiative populaire \"contre les r\u00e9mun\u00e9rations abusives\" propose d'inscrire un nouvel alin\u00e9a 3 \u00e0 l'article 95 de la Constitution, article qui traite de l'activit\u00e9 \u00e9conomique lucrative priv\u00e9e et qui pr\u00e9voit une comp\u00e9tence f\u00e9d\u00e9rale dans ce domaine. L'initiative ajoute toute une s\u00e9rie de principes que le l\u00e9gislateur f\u00e9d\u00e9ral est cens\u00e9 suivre pour encadrer l'activit\u00e9 \u00e9conomique des soci\u00e9t\u00e9s anonymes cot\u00e9es en Bourse.</p>\n<p>La commission vous propose de proc\u00e9der de mani\u00e8re diff\u00e9rente, c'est-\u00e0-dire de distinguer les diff\u00e9rentes pr\u00e9occupations contenues dans l'initiative populaire Minder. Elles sont de deux ordres. Tout d'abord, il y a des dispositions qui sont de nature \u00e0 modifier les r\u00e8gles applicables aux institutions de pr\u00e9voyance puisque celles-ci sont des actionnaires tr\u00e8s importants \u00e0 qui il est demand\u00e9 une certaine transparence de leur fa\u00e7on de voter et surtout \u00e0 qui il est demand\u00e9 de voter dans l'int\u00e9r\u00eat des b\u00e9n\u00e9ficiaires de leurs prestations. Il s'agit donc de dispositions qui vont affecter l'article 113 de la Constitution. Vous allez examiner toute une s\u00e9rie de propositions: par exemple celle de la majorit\u00e9, agr\u00e9ment\u00e9e de propositions de minorit\u00e9s diverses et vari\u00e9es, sur lesquelles vous devrez vous pencher tout \u00e0 l'heure.</p>\n<p>Le deuxi\u00e8me endroit o\u00f9 agit la proposition de la commission, c'est \u00e0 l'article 122 de la Constitution qui, lui, est consacr\u00e9 \u00e0 la question du droit civil en tant que comp\u00e9tence f\u00e9d\u00e9rale. Il s'agit l\u00e0 d'ajouter un alin\u00e9a 1bis qui comporte un nombre plus ou moins grand de lettres selon la version que vous allez retenir afin de r\u00e9gler la question de l'organisation des assembl\u00e9es g\u00e9n\u00e9rales, celle du r\u00e8glement concernant les r\u00e9mun\u00e9rations, celle des rapports sur les r\u00e9mun\u00e9rations, celle des remboursements qui peuvent \u00eatre exig\u00e9s par les soci\u00e9t\u00e9s anonymes en cas de perceptions par les organes de prestations jug\u00e9es injustifi\u00e9es, celle de la repr\u00e9sentation institutionnelle.</p>\n<p>La mouture qui vous est soumise reprend pour l'essentiel les pr\u00e9occupations de l'initiative Minder. Toutefois, la question des sanctions n'est pas abord\u00e9e. Il n'y a pas de catalogue de sanctions dans les propositions qui vous sont faites.</p>\n<p>Pour le reste, avec des nuances qui seront expliqu\u00e9es article apr\u00e8s article, la commission s'est efforc\u00e9e de tenir compte de l'ensemble des pr\u00e9occupations et de leur donner une forme plus conventionnelle. La commission vous demandera de la suivre sur ces dispositions-l\u00e0, mais j'y reviendrai lors de la discussion par article.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Yves","SpeakerLastName":"Nidegger","SpeakerFullName":"Nidegger Yves","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":25,"CantonName":"Genf","CantonAbbreviation":"GE","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1268299291309)\/","End":"\/Date(1268299472541)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877774184)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268299291310+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268299472540+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105721L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105721L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105721L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105721L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105721L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105721","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":487,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Die Volksinitiative \"gegen die Abzockerei\" wurde am 17. Oktober 2006 vorgepr\u00fcft und am 26. Februar 2008 mit 114 260 Stimmen eingereicht. Die Initianten und Initiantinnen wollen insbesondere gegen Lohnexzesse auf den Chefetagen vorgehen und dazu die Rechte der Aktion\u00e4rinnen und Aktion\u00e4re entscheidend st\u00e4rken. Die Initiative verlangt, dass Artikel 95 der Bundesverfassung mit einem Absatz 3 erg\u00e4nzt wird, und zwar mit Bestimmungen f\u00fcr die b\u00f6rsenkotierten Unternehmungen. Die Initiative verlangt unter anderem die j\u00e4hrliche Abstimmung der Generalversammlung \u00fcber die Gesamtverg\u00fctung der Organe, also des Verwaltungsrates, der Gesch\u00e4ftsleitung und des Beirates. Sie verlangt auch die j\u00e4hrliche Wahl des Verwaltungsrates und die j\u00e4hrliche Wahl seines Verg\u00fctungsausschusses.</p>\n<p>Die Initiative will das Depot- und Organstimmrecht abschaffen; sie verlangt, dass eine unabh\u00e4ngige Stimmrechtsvertretung die Stimmen vertritt, dass das also nicht mehr, wie es heute m\u00f6glich ist, z. B. mit Organ- und Depotstimmen geschehen kann. Die Initiative beinhaltet auch ein Verbot von Abgangsentsch\u00e4digungen und Eingangspr\u00e4mien f\u00fcr Organmitglieder und viele weitere konkrete Massnahmen gegen die Abzockerei. Die Forderungen der Initiative sind innert einem Jahr umzusetzen.</p>\n<p>Der Bundesrat hat mit der Botschaft vom 5. Dezember 2008 einen indirekten Gegenvorschlag vorgelegt, eine Revision des Aktienrechts. Er hat damit die bundesr\u00e4tliche Botschaft vom 21. Dezember 2007 nachgebessert.</p>\n<p>Erstrat in diesem Gesch\u00e4ft ist der St\u00e4nderat. Er hat die Volksinitiative am 11. Juni 2009 mit 26 zu 10 Stimmen abgelehnt und sieht in der Aktienrechtsrevision den indirekten Gegenvorschlag. Die Kommission f\u00fcr Rechtsfragen unseres Rates hat im Juni 2009 die Beratungen zu den Vorlagen des Bundesrates zur Revision des Aktien- und Rechnungslegungsrechtes und zur Initiative aufgenommen. Dabei hat sie auch Anh\u00f6rungen durchgef\u00fchrt, unter anderem mit Vertretern des Initiativkomitees. Herr Minder hat dabei auf die zahlreichen Skandale hingewiesen, die Anlass f\u00fcr die Initiative waren, auf Verg\u00fctungsexzesse bei gleichzeitigem Versagen auf der F\u00fchrungsetage. Er hat gleichzeitig klargemacht, dass er die Initiative zur Abstimmung bringen wolle, dass es keinen R\u00fcckzug gebe. Das Gleiche haben Sie seinen \u00c4usserungen in den Medien entnehmen k\u00f6nnen.</p>\n<p>Die Kommission hat am 29. Oktober 2009 im Rahmen der Aktienrechtsrevision beschlossen, dass im Obligationenrecht die Bestimmungen f\u00fcr b\u00f6rsenkotierte und f\u00fcr nichtb\u00f6rsenkotierte Unternehmungen aufgeteilt werden sollen. Damit wurde absehbar, dass die Aktienrechtsrevision l\u00e4nger dauern wird. Am 20. November hat die Kommission dann beschlossen, die Beratungen zur Abzocker-Initiative vom Aktienrecht abzukoppeln, um weitere Verz\u00f6gerungen zu vermeiden, aber auch, weil sie der Ansicht ist, dass die Aktienrechtsrevision, wie sie vom St\u00e4nderat vorgenommen worden ist, keineswegs als Gegenvorschlag zur Initiative von Herrn Minder betrachtet werden k\u00f6nne.</p>\n<p>Die Kommission hat diesen Abkoppelungsentscheid am 25. Februar 2010 best\u00e4tigt und mit 16 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung beschlossen, die Volksinitiative zur Annahme zu empfehlen und ihr gleichzeitig einen direkten Gegenvorschlag auf Verfassungsebene gegen\u00fcberzustellen. Dieser Beschluss ist mit 18 zu 8 Stimmen erfolgt. Der direkte Gegenvorschlag, den wir beraten werden, sieht die Verankerung der Bestimmungen an einem anderen Ort in der Verfassung vor: Es wird eine Erg\u00e4nzung der Artikel 113 und 122 der Bundesverfassung vorgeschlagen.</p>\n<p>Ausschlaggebend f\u00fcr die Mehrheit der Kommission f\u00fcr Rechtsfragen, die die Initiative unterst\u00fctzt, war die Einsicht, dass der Abzockerei klare Schranken gesetzt werden m\u00fcssen. Ein Mittel dazu ist eben die St\u00e4rkung der Aktion\u00e4rsdemokratie. Die Mehrheit will damit auch eine Verschleppung des Volksbegehrens verhindern und dann, mit einem klaren Signal des Schweizervolkes zur Abzockerei, die laufende Aktienrechtsrevision behandeln, denn wie diese aussehen wird, h\u00e4ngt davon ab, ob die Initiative angenommen wird oder nicht.</p>\n<p>Die ablehnende Minderheit der Kommission h\u00e4lt fest, dass ihr die Initiative zu weit gehe. Sie erachtet die Initiative als einen zu weit gehenden Eingriff in die Autonomie der privaten Aktiengesellschaft. Aber auch die Minderheit hat in dieser [PAGE 337] Debatte in der Kommission f\u00fcr Rechtsfragen einen klaren Wandel durchgemacht. Mit einem direkten Gegenvorschlag kommt sie den Anliegen der Initiative entgegen, auch wenn die Vorschl\u00e4ge letztlich weniger weit gehen als die Vorschl\u00e4ge der Initiative.</p>\n<p>Mit dem Gegenvorschlag sollen unter anderem R\u00fcckerstattungsklagen bei Verg\u00fctungsexzessen - wenn also die Leistungen und die Gegenleistungen in keinem Verh\u00e4ltnis zueinander stehen - erleichtert werden. Dann sollen auch das Depot- und das Organstimmrecht verboten werden. Die Generalversammlung soll \u00fcber die Gesamtverg\u00fctung des Verwaltungsrates beschliessen - bei der Gesch\u00e4ftsleitung und beim Beirat soll sie es dann tun, wenn es die Statuten vorsehen. Mit einem Verg\u00fctungsbericht \u00fcber die einzelnen Entsch\u00e4digungen, den der Verwaltungsrat vorzulegen hat, wird Transparenz bei den Verg\u00fctungen hergestellt, und die Generalversammlung hat dar\u00fcber abzustimmen. Das sind die wesentlichen Punkte des Gegenvorschlages. Die weiteren Punkte werden wir in der Detailberatung darlegen.</p>\n<p>Mit der Kommissionsmehrheit ersuche ich Sie, die Abzocker-Initiative dem Volk zur Annahme zu empfehlen, ihm gleichzeitig den Gegenentwurf \"Stopp der Abzockerei und f\u00fcr mehr Transparenz\" zu unterbreiten und diesen Gegenentwurf zu unterst\u00fctzen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Susanne","SpeakerLastName":"Leutenegger Oberholzer","SpeakerFullName":"Leutenegger Oberholzer Susanne","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":13,"CantonName":"Basel-Landschaft","CantonAbbreviation":"BL","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1268299472541)\/","End":"\/Date(1268299982706)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774189)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268299472540+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268299982707+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105722L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105722L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105722L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105722L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105722L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105722","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1110,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Die Abzockerei ist ein Krebsgeschw\u00fcr unserer Zivilisation. Sie ist eine Verh\u00f6hnung der Welt der Arbeit, der KMU, ja der grossen Mehrheit jener Menschen, die tagt\u00e4glich den Gang zur Arbeit machen, auf welcher Stufe sie auch immer t\u00e4tig sind. Es entstand der Eindruck, aufgrund der Finanzkrise k\u00e4me eine innere Wende zustande, die dieser Abzockerei ein Ende bereite. Heute stellen wir - die Krise ist zwar noch in Gang - das Gegenteil fest. Die Finanzwelt ist wieder zum Courant normal \u00fcbergegangen. Vom Staat gest\u00fctzte Unternehmen betreiben Abzockerei, als sei nichts geschehen.</p>\n<p>Abzocker sind nicht nur die honorigen Herren, die aus den Zeitungen nunmehr bekannt sind, auch f\u00fcr die Investmentbanker ist die Abzockerei geradezu ein Lebenselixier geworden. Abzockerei ist nicht nur eine Frage der Lohndifferenz oder der Bonusdifferenz. Abzockerei ist auch Ausdruck eines maroden Systems, welches die Finanzm\u00e4rkte immer noch beherrscht und auch auf grosse Industriebetriebe \u00fcbergegriffen hat. Genau da gilt es, eine Wende einzuleiten.</p>\n<p>Aktion\u00e4rsdemokratie ist eigentlich ein falscher Begriff, denn Aktien, Aktionariat, Aktiengesellschaften und Demokratie sind per se ein Widerspruch, weil die grosse Mehrheit der Aktiengesellschaften ja so ausgestaltet ist, dass der Kernbestandteil der Demokratie - ein Mensch, eine Stimme - gerade nicht gilt. Es ist auch nicht so, dass diese Managergeh\u00e4lter nicht gewollt waren. Sie stiegen ja im Zuge des sogenannten Shareholder-Value in den Neunzigerjahren in immer h\u00f6here Gefilde.</p>\n<p>Es geht hier also nicht einfach um eine Aktion\u00e4rsdemokratie, und ich f\u00fcge bei, es geht heute auch nicht darum, \u00fcber \u00fcberm\u00e4ssige Renditen, die auch auf Kosten von Dritten gehen, die Abzockerei der Manager einfach gegen die Abzockerei der Eigent\u00fcmer auszuwechseln. Ich habe zum Beispiel Herrn Blocher, einen grossen Prediger der Aktion\u00e4rsdemokratie, in Verdacht, dass er das System UBS/Ospel einfach wieder gegen das System Ebner auswechseln will. Das kann ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Das kann ja nicht der Ausweg aus der Krise sein, mit der wir heute konfrontiert sind.</p>\n<p>Die Minder-Initiative ist besser als ihr Ruf. Sie fordert nebst der Mitbestimmung der Aktion\u00e4re vor allem auch das Verbot der goldenen Fallschirme und die Wahrung der Interessen der Destinat\u00e4re in den Aktion\u00e4rsversammlungen. In einem gewissen Sinne sind wir alle - \u00fcber die Pensionskassen - direkt oder indirekt Aktion\u00e4re.</p>\n<p>Wir unterst\u00fctzen diese Initiative.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Daniel","SpeakerLastName":"Vischer","SpeakerFullName":"Vischer Daniel","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":3,"Start":"\/Date(1268299982706)\/","End":"\/Date(1268300260515)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774191)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268299982707+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268300260517+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105723L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105723L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105723L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105723L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105723L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105723","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3908,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>\"Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich g\u00e4nzlich ungeniert!\" So dichtete einst Wilhelm Busch. Bis in die Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts galten in der Schweiz mehr oder weniger geordnete Verh\u00e4ltnisse. Ein Bundesratslohn lag irgendwo bei 200 000 Franken, und mehr zu verdienen als ein Bundesrat galt damals als unanst\u00e4ndig. Die Firmen orientierten sich am Bundesratslohn, was f\u00fcr ausgewogene Verh\u00e4ltnisse und f\u00fcr sozialen Frieden in der Schweiz sorgte. Ich habe nachgelesen: Die vielgeschm\u00e4hten nebenamtlichen Swissair-Verwaltungsr\u00e4te erhielten bis ins Jahr 2000 lediglich 9000 Franken im Jahr, nicht mehr.</p>\n<p>Seit den Neunzigerjahren stiegen die Geh\u00e4lter im Topmanagement unaufh\u00f6rlich an. Verantwortlich f\u00fcr diese Entwicklung war einerseits das neuentdeckte Shareholder-Value-Denken, andererseits trat eine v\u00f6llige Hemmungslosigkeit auf. Trotz Hunger und Arbeitslosigkeit auf der Welt sch\u00e4mten sich Topmanager namentlich aus der Finanzbranche nicht mehr, Millionengeh\u00e4lter zu kassieren, ohne sich im Gegenzug besonders sozial zu engagieren oder die n\u00f6tige soziale Verantwortung wahrzunehmen. Da liegt die Diskrepanz: Es lebte sich dann v\u00f6llig ungeniert. Man kann nun sagen: \"Henusode\", das ist deren Sache, was geht uns das an; jeder soll es so tun, wie er will. Aber das ist eben ein Irrtum. Die hohen Geh\u00e4lter zerst\u00f6rten den sozialen Frieden in der Schweiz und machten die Schweiz insgesamt ungl\u00fccklicher - ungl\u00fccklicher, als sie fr\u00fcher war. Die Praxis der Lohnexzesse hat tiefe Schneisen in das soziale Klima der Schweiz geschlagen, an denen wir heute als Gemeinschaft insgesamt leiden.</p>\n<p>Die empirische Forschung hat l\u00e4ngst nachgewiesen, dass die Zufriedenheit weniger daher kommt, wie viel jemand verdient. Ich spreche jetzt weniger von Leuten, die um das Existenzminimum k\u00e4mpfen m\u00fcssen; nat\u00fcrlich ist es prim\u00e4r einmal wichtig, dass das Existenzminimum gedeckt ist. Wenn Leute ordentlich verdienen, ist es nicht mehr so wichtig, ob sie 150 000 oder 200 000 Franken verdienen. Viel wichtiger ist es, dass ihr Nachbar nicht das Doppelte verdient.</p>\n<p>Wer 200 000 Franken verdient, ist unzufrieden in einer Welt, in der alle andern 400 000 Franken verdienen. Wer 200 000 Franken verdient in einer Welt, in der alle andern auch 200 000 Franken oder weniger verdienen, der ist zufrieden. Das ist durch die Gl\u00fccksforschung empirisch nachgewiesen. Darum sage ich, dass diese Lohnexzesse die Schweiz ins Ungl\u00fcck gest\u00fcrzt haben. Sie k\u00f6nnen schon lachen, das sind Thesen von Professor Bruno Frey, dem meistzitierten schweizerischen \u00d6konomen.</p>\n<p>Es gibt in der Schweiz durchaus auch Modelle, die ohne Lohnexzesse funktionieren. Vielleicht sind diese Unternehmen schweizerischer als jene Unternehmen, die uns jetzt in diese Vertrauenskrise gef\u00fchrt haben. Ich nenne Ihnen als Beispiel die Migros: Bei der Migros wacht heute ein Ausschuss dar\u00fcber, dass Lohnexzesse vermieden werden. Bei der Migros gibt es bis heute keine L\u00f6hne in Millionenh\u00f6he. Zur Migros geh\u00f6rt ja auch die Migrosbank, und die Migrosbank geh\u00f6rt im Retail Banking immerhin zu den f\u00fcnf gr\u00f6ssten schweizer Banken. Die \u00fcbertriebenen Managergeh\u00e4lter m\u00fcssen also nicht gestoppt werden, weil es sich um eine schreiende Ungerechtigkeit handelt, sondern weil sie das soziale Gef\u00fcge in der Schweiz kaputtmachen.</p>\n<p>Wir wollen, dass diese Fragen in einer Volksabstimmung entschieden werden. Die Stimmberechtigten sollen dabei frei entscheiden k\u00f6nnen. Wir wehren uns daher nicht gegen einen direkten Gegenvorschlag, wie er Ihnen nun unterbreitet wird. Damit erh\u00e4lt die Bev\u00f6lkerung die Wahl, ob sie der Initiative oder einem direkten Gegenvorschlag, wie er der CVP vorschwebt, zustimmen will, oder ob sie beides ablehnen will. Wir unterst\u00fctzen daher in der heutigen Debatte die Initiative. Wir setzen uns aber auch daf\u00fcr ein, dass ein gem\u00e4ssigter Gegenvorschlag im Sinne der Vorschl\u00e4ge, wie sie uns von Frau Huber und von Herrn Bischof unterbreitet worden sind, vorgelegt wird. Nur damit erhalten an der Urne alle die Gelegenheit, sich frei zu \u00e4ussern. Damit setzen wir ein wirkliches Zeichen f\u00fcr die Demokratie in unserem Land. Die gr\u00fcne Fraktion wird sich in der Debatte konsequent im Sinne dieser Zielsetzung verhalten.</p>\n<p>[PAGE 338] </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Alec","SpeakerLastName":"von Graffenried","SpeakerFullName":"von Graffenried Alec","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":4,"Start":"\/Date(1268300260515)\/","End":"\/Date(1268300574214)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774194)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268300260517+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268300574213+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105724L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105724L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105724L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105724L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105724L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105724","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":4008,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Die Abzocker-Initiative nimmt in ihrer grunds\u00e4tzlichen Stossrichtung teilweise zu Recht Themen auf, bei denen sich die Lage aufgrund von verschiedenen Vorkommnissen - notabene vor allem nach Einreichung der Initiative - versch\u00e4rft hat. Versch\u00e4rft hat sich seither zweifellos auch die emotionale Stimmung in der \u00d6ffentlichkeit. Dennoch - oder gerade deshalb - ist es umso wichtiger, und das liegt nicht zuletzt in der Verantwortung der Politik, hier n\u00fcchtern zu analysieren, keine emotionalen Kurzschlusshandlungen zu beschliessen und der langfristigen Attraktivit\u00e4t des Wirtschaftsstandorts Schweiz Sorge zu tragen. Wir sind in der BDP deshalb zum Schluss gekommen, dass die Abzocker-Initiative mehr oder minder zu weit geht. Gleichzeitig halten wir klar und deutlich fest, dass auch der Status quo keine Alternative ist.</p>\n<p>Es besteht Handlungsbedarf, und es w\u00e4re ignorant und verantwortungslos, aus den Ereignissen der Vergangenheit keine Lehren zu ziehen. Die BDP wird sich deshalb im Rahmen des direkten Gegenvorschlages f\u00fcr eine substanzielle St\u00e4rkung der Aktion\u00e4rsrechte einsetzen. Das Motto muss zwar nicht gerade \"Alle Macht den Aktion\u00e4ren!\" lauten, aber in der Tendenz bef\u00fcrworten wir eine m\u00f6glichst liberale L\u00f6sung - liberal insofern, als wir mit einer St\u00e4rkung der Aktion\u00e4rsrechte auch bereit sein m\u00fcssen, den Aktion\u00e4ren die entsprechende Verantwortung zu \u00fcberlassen. Eine St\u00e4rkung der Aktion\u00e4re heisst n\u00e4mlich auch, sie in ihrem Handlungs- und Gestaltungsspielraum m\u00f6glichst nicht einzuschr\u00e4nken. Wer immer - sei es aus rationalen oder emotionalen Gr\u00fcnden - einen Groll auf Verwaltungsr\u00e4te oder Topmanager hat, der tut gut daran, die Aktion\u00e4rsrechte zu st\u00e4rken.</p>\n<p>Es muss aber gleichzeitig akzeptiert werden, dass es nicht Sache der Politik ist, allf\u00e4llige Missbr\u00e4uche einzud\u00e4mmen oder zu sanktionieren, sondern das ist Sache der Unternehmenseigent\u00fcmer, also der Aktion\u00e4re. Wenn der Aktion\u00e4r in Zukunft etwas beschliessen wird, was uns Politikern nicht gef\u00e4llt, wenn er explizit und bewusst etwas zulassen m\u00f6chte, was wir hier drin beispielsweise als Abzockerei bezeichnen w\u00fcrden, dann soll er dies tun d\u00fcrfen. Es sind die Aktion\u00e4re, die ein Unternehmen besitzen, nicht die Politiker. Es sind deshalb die Aktion\u00e4re, welche die entsprechenden Entscheide zu f\u00e4llen haben, nicht die Politiker. Je mehr wir dem Aktion\u00e4r \u00fcber die Gesetzgebung vorschreiben, desto mehr schr\u00e4nken wir seine Rechte ein, statt sie zu st\u00e4rken. Dies wollen wir nicht; wir wollen eine St\u00e4rkung der Aktion\u00e4rsrechte. An diesem Grundsatz wird sich die BDP-Fraktion im Rahmen der Detailberatung orientieren, und an diesem Grundsatz wird sie auch die Einzelantr\u00e4ge messen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Martin","SpeakerLastName":"Landolt","SpeakerFullName":"Landolt Martin","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":8,"CantonName":"Glarus","CantonAbbreviation":"GL","ParlGroupName":"Fraktion BD","ParlGroupAbbreviation":"BD","SortOrder":5,"Start":"\/Date(1268300574214)\/","End":"\/Date(1268300750837)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774196)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268300574213+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268300750837+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105725L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105725L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105725L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105725L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105725L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105725","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1150,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Rarement une initiative populaire n'aura suscit\u00e9 pareille \u00e9motion; il y a trois raisons \u00e0 cela.</p>\n<p>Premi\u00e8rement, nous assistons depuis une d\u00e9cennie au comportement obsc\u00e8ne d'une partie de l'\u00e9lite \u00e9conomique. Comment les salari\u00e9s et les retrait\u00e9s de notre pays peuvent-ils admettre qu'un Vasella gagne en une heure davantage qu'eux en une ann\u00e9e? Comment tol\u00e9rer qu'un manager en situation d'\u00e9chec patente quitte son entreprise muni d'un parachute de plusieurs millions de francs? Comment expliquer qu'une banque soutenue par l'Etat distribue 3 milliards de francs de bonus alors qu'elle r\u00e9alise 3 milliards de francs de perte dans l'exercice correspondant?</p>\n<p>Mais seuls les exc\u00e8s des leaders autoproclam\u00e9s de notre \u00e9conomie n'expliquent pas l'\u00e9motion qui r\u00e8gne autour de cette initiative. Nous avons en effet assist\u00e9 ce matin \u00e0 une tentative de hold-up d\u00e9mocratique de la part de l'UDC, un parti qui en appelle volontiers au peuple dans sa rh\u00e9torique mais qui en a peur en pratique; un parti pr\u00eat \u00e0 tout pour \u00e9viter un vote populaire; un parti qui entend, avec l'appui d'Economiesuisse et des lib\u00e9raux-radicaux, faire s'enliser l'initiative dans les sables parlementaires. De s\u00e9ance de commission en s\u00e9ance de commission, d'invitation au Bellevue en invitation au Bellevue, de lobbyiste en lobbyiste, la droite entend affadir le projet de loi mis alors en discussion. Elle esp\u00e8re que la col\u00e8re de la population retombera.</p>\n<p>Le message de dimanche dernier nous semble assez clair: le peuple est lass\u00e9 de ces manoeuvres. Il a l'impression d'\u00eatre confront\u00e9 \u00e0 une majorit\u00e9 politique qui use de tous les trucs et astuces pour l'emp\u00eacher de se prononcer. Pour le groupe socialiste, le cas est clair: l'initiative Minder doit \u00eatre soumise eu peuple, et je suis convaincu qu'elle sera accept\u00e9e par le peuple. Mais nous devons d'ores et d\u00e9j\u00e0 constater que l'initiative ne permettra de supprimer les bonus excessifs que si elle est compl\u00e9t\u00e9e d'une r\u00e8gle contraignante. L'initiative traite avant tout de d\u00e9mocratie actionnariale. Elle va dans la bonne direction, mais elle s'arr\u00eate \u00e0 mi-chemin. Le Parti socialiste suisse demande une imposition particuli\u00e8re plus lourde, plus cibl\u00e9e des bonus qui d\u00e9passent 1 million de francs, ou alors il soutiendra l'initiative des Jeunes socialistes qui entend limiter le salaire maximal dans une entreprise \u00e0 douze fois le salaire minimum de cette m\u00eame entreprise.</p>\n<p>En r\u00e9sum\u00e9, nous devons soumettre rapidement l'initiative au peuple, soutenir les solutions les plus muscl\u00e9es dans la lutte contre les forbans qui r\u00e8gnent sur notre \u00e9conomie et compl\u00e9ter l'initiative par des r\u00e8gles qui frappent plus directement les bonus disproportionn\u00e9s.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Christian","SpeakerLastName":"Levrat","SpeakerFullName":"Levrat Christian","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":10,"CantonName":"Freiburg","CantonAbbreviation":"FR","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":6,"Start":"\/Date(1268300750837)\/","End":"\/Date(1268300961818)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877774198)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268300750837+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268300961817+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105726L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105726L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105726L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105726L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105726L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105726","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1119,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Monsieur Levrat, tout comme vous je suis convaincu que l'initiative populaire Minder serait accept\u00e9e \u00e0 une tr\u00e8s large majorit\u00e9 par le peuple, et j'en serais tout \u00e0 fait content, mais ne croyez-vous pas qu'en soutenant le contre-projet direct du groupe PDC/PEV/PVL, qui adoucit clairement l'initiative Minder, justement, vous retardez toute la proc\u00e9dure? Avec un contre-projet indirect, les dispositions peuvent entrer en vigueur le 1er janvier 2011; avec la proc\u00e9dure que vous choisissez, cela ne se fera pas avant 2014 ou 2015.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Jean-Fran\u00e7ois","SpeakerLastName":"Rime","SpeakerFullName":"Rime Jean-Fran\u00e7ois","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":10,"CantonName":"Freiburg","CantonAbbreviation":"FR","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":7,"Start":"\/Date(1268300961818)\/","End":"\/Date(1268300995646)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877774200)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268300961817+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268300995647+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105727L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105727L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105727L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105727L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105727L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105727","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1150,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Monsieur Rime, vous \u00eates un industriel, mais vous \u00eates ici en bien mauvaise compagnie. La solution que vous pr\u00e9conisez est celle retenue par Economiesuisse, par l'UDC, qui porte la responsabilit\u00e9 - notamment par le biais de Monsieur Blocher, avec ses amis Ebner et Ospel - de l'introduction de la culture des bonus dans notre pays. Vous \u00eates en compagnie d'un parti qui tente, de s\u00e9ance de commission en s\u00e9ance de commission, de lobbyiste en lobbyiste, d'affadir une loi et de reporter le vote populaire \u00e0 2013. C'est le sens de la manoeuvre que vous avez initi\u00e9e. Cette manoeuvre a \u00e9chou\u00e9, et je suis fort heureux que la population puisse se prononcer sur l'initiative populaire Minder elle-m\u00eame. <i>(Remarque interm\u00e9diaire Rime: Je suis membre de ce parti, je vous rappelle!)</i></p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Christian","SpeakerLastName":"Levrat","SpeakerFullName":"Levrat Christian","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":10,"CantonName":"Freiburg","CantonAbbreviation":"FR","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":8,"Start":"\/Date(1268300995646)\/","End":"\/Date(1268301041317)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877774201)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268300995647+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268301041317+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105728L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105728L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105728L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105728L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105728L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105728","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":360,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Das Volk und die SP haben schon lange genug von der Abzockermentalit\u00e4t, von Lohn- und Entsch\u00e4digungsexzessen einer kleinen Minderheit zulasten unserer Volkswirtschaft, insbesondere zulasten eines grossen Teils der Lohnabh\u00e4ngigen. Die letzten zehn Jahre waren gepr\u00e4gt von Missmanagement, Skandalen, von Bereicherungen auf der einen Seite, sprich Chefetage, und von Verlusten auf der anderen Seite, sprich Arbeitnehmende und Staat. Wie die Verluste von einstelliger Millionenh\u00f6he auf mehrstellige Milliardenh\u00f6he stiegen, schnellten die L\u00f6hne, Entsch\u00e4digungen und Boni exorbitant in die H\u00f6he.</p>\n<p>Getreu dem Motto \"Gewinn privat, Verlust dem Staat\" werden zulasten der Betroffenen und der Volkswirtschaft Arbeitspl\u00e4tze gestrichen, und der Staat sch\u00fctzt gewisse Branchen vor dem Konkurs. Diese Branche hat nichts gelernt, sondern sch\u00fcttet weiterhin Boni aus mit der zynischen Begr\u00fcndung, nur so sei man wettbewerbsf\u00e4hig und bekomme die besten Leute. Man fragt sich, ob alle Lohnabh\u00e4ngigen, die zu einem normalen Lohn ohne Boni arbeiten, einfach schlechte Leute sind. Tats\u00e4chlich ist diese Haltung arrogant, elit\u00e4r und destabilisiert unsere Volkswirtschaft.</p>\n<p>Die SP hat die Minder-Initiative seit Beginn unterst\u00fctzt und wird dies auch heute tun. Diese Initiative enth\u00e4lt Instrumente gegen die Lohn- und Entsch\u00e4digungsexplosionen. So soll beispielsweise die Generalversammlung \u00fcber die Gesamtentsch\u00e4digungen von Verwaltungsrat und Gesch\u00e4ftsleitung abstimmen. Pensionskassen m\u00fcssen im Interesse der Versicherten stimmen und dies offenlegen. Das Organ- und [PAGE 339] Depotstimmrecht wird verboten, und, was uns sehr am Herzen liegt: Verboten werden auch \"Golden Hellos\" und goldene Fallschirme. Es ist klar, dass diese teilweise unappetitlichen, unverdienten Entsch\u00e4digungen, welche oft als Schweigegeld oder Belohnung f\u00fcr irgendwelches Versagen erfolgen, verboten werden m\u00fcssen.</p>\n<p>Diese Initiative gen\u00fcgt jedoch nicht. Die Lohnschere \u00f6ffnet sich immer mehr, und zwar von einem Faktor 20 bis zum aktuellen Faktor von \u00fcber 1000. Dazu kommen noch die gewaltigen Unterschiede zwischen den L\u00f6hnen von M\u00e4nnern und Frauen. Es erstaunt nicht, dass man auf der \"Managerabzockerebene\" vorwiegend M\u00e4nner findet und bei den Tiefstl\u00f6hnen vorwiegend Frauen. Das heisst: Die SP wird auch die Initiative \"1:12 - F\u00fcr gerechte L\u00f6hne\" unterst\u00fctzen. Wie schon im Altertum bleibt die Frage nach dem \"justum pretium\" zentral, und zwar nicht nur in Bezug auf die Obergrenze, sondern auch in Bezug auf das Verh\u00e4ltnis zwischen den h\u00f6chsten und den tiefsten L\u00f6hnen. Wir sind der Ansicht, dass niemand, wirklich niemand mehr als eine Million verdient. Es ist schlichtweg nicht m\u00f6glich, eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen; der Tag hat nur 24 Stunden, auch f\u00fcr einen Manager. Es darf nicht sein, dass die Lohnschere immer weiter aufgeht und dass auf der anderen Seite der Skala gewisse Menschen, vorwiegend Frauen, zu L\u00f6hnen arbeiten, die nicht existenzsichernd sind. </p>\n<p>Im Namen der SP-Fraktion bitte ich Sie, die Initiative und auch einen griffigen Gegenvorschlag zur Annahme zu empfehlen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Anita","SpeakerLastName":"Thanei","SpeakerFullName":"Thanei Anita","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":9,"Start":"\/Date(1268301041317)\/","End":"\/Date(1268301318251)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774204)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268301041317+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268301318250+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105729L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105729L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105729L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105729L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105729L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105729","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1103,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Die Volksinitiative verlangt insgesamt 24 neue Regulierungen auf Verfassungsstufe f\u00fcr b\u00f6rsenkotierte Schweizer Aktiengesellschaften. Heute ist das Aktienrecht im Obligationenrecht auf Gesetzesstufe geregelt, wo es auch hingeh\u00f6rt. Inhaltlich geht es bei der Volksinitiative einerseits um Abstimmungen \u00fcber Verg\u00fctungen und andererseits um Verbote, Einschr\u00e4nkungen und Freiheitsstrafen f\u00fcr Aktion\u00e4re und Unternehmen bzw. deren Verantwortliche. Der  Minder-Initiative liegen verst\u00e4ndliche Motive zugrunde, die offenbar die Volksseele im Innersten treffen. Dass wir uns heute \u00fcber detaillierte aktienrechtliche Regelungen in der Bundesverfassung unterhalten m\u00fcssen, haben wir der Masslosigkeit und den \u00dcbertreibungen einiger weniger zu verdanken - und diese wenigen sind in der Wirtschaft und nicht in der Politik beheimatet. H\u00e4tten sie sich an die liberalen Werte der Selbstverantwortung und Bescheidenheit gehalten, w\u00e4re es nicht so weit gekommen. Aber wie so oft kann, darf und muss die Politik die Suppe ausl\u00f6ffeln.</p>\n<p>Die FDP-Liberale Fraktion kritisiert Exzesse bei Entsch\u00e4digungssystemen und Fehler in der Corporate Governance; sie untergraben das Vertrauen in unseren Wirtschaftsstandort. Hier gilt es, Abhilfe zu schaffen. Exzesse einer Handvoll Firmen d\u00fcrfen nicht die Arbeitspl\u00e4tze Zehntausender B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger gef\u00e4hrden. Unsere Fraktion lehnt jedoch die Minder-Initiative ab. Diese wird n\u00e4mlich das Kind mit dem Bade aussch\u00fctten. Bei einer Annahme werden die Standortbedingungen f\u00fcr die Unternehmen, die ein Drittel der Arbeitspl\u00e4tze, ein Drittel der Steuern und zwei Drittel der Exporte stellen, massiv verschlechtert.</p>\n<p>Die Begr\u00fcndung f\u00fcr die Ablehnung der Volksinitiative in der Botschaft des Bundesrates trifft den Nagel auf den Kopf. Ich zitiere: \"Gibt die Schweiz ihr liberales Gesellschaftsrecht zugunsten schwerf\u00e4lliger und restriktiver Vorschriften auf, so verliert sie damit einen wichtigen Standortvorteil gegen\u00fcber dem Ausland. Die Folge w\u00e4ren vermehrte Gr\u00fcndungen im Ausland, Sitzverlegungen ins Ausland und weniger Zuz\u00fcge von Unternehmen in die Schweiz. Damit verbunden w\u00e4ren der Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen und Steuerausf\u00e4lle.\" Man muss sich auch vor Augen halten, dass die Aktion\u00e4rsmehrheiten und damit auch die Stimmkraft der grossen b\u00f6rsenkotierten Unternehmen im Ausland und nicht im heilen Heidiland beheimatet sind. </p>\n<p>Was sagt uns das? Der Kleinaktion\u00e4r wird auch mit der Minder-Initiative nicht das grosse Sagen haben. Er hat aber immerhin stets die Freiheit, seine b\u00f6rsenkotierten Aktien zu verkaufen, wenn er moralische Bedenken hat. Zusammenfassend bringt es die Schlagzeile einer Schweizer Wochenzeitung von neulich auf den Punkt: \"Vox populi, lex irrealis\". Auch der FDP bleibt nichts anderes \u00fcbrig, als aus dem falschen Weg zur L\u00f6sung des von einigen sogenannten Wirtschaftsgr\u00f6ssen angerichteten Schlamassels das Beste zu machen. Sie hat dies \u00fcber die Einreichung eines direkten Gegenvorschlages in der Kommission f\u00fcr Rechtsfragen getan, von dem auf der Fahne einiges, aber nicht alles \u00fcberlebt hat. Wir werden uns in der Detailberatung zum Gegenentwurf \u00e4ussern. Aber wenn dieser Gegenentwurf mit unm\u00f6glichen Dingen angereichert wird - und diese Gefahr besteht; das sehe ich, wenn ich die Einzelantr\u00e4ge, insbesondere jene unserer lieben Kolleginnen und Kollegen aus der SVP-Fraktion anschaue -, werden wir am Ende Nein dazu sagen, denn wir haben keine Bedenken, allein und ohne Gegenentwurf gegen die Minder-Initiative anzutreten. </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Gabi","SpeakerLastName":"Huber","SpeakerFullName":"Huber Gabi","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":4,"CantonName":"Uri","CantonAbbreviation":"UR","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":10,"Start":"\/Date(1268301318251)\/","End":"\/Date(1268301612513)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774207)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268301318250+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268301612513+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105730L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105730L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105730L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105730L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105730L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105730","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3871,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Kann ein Mensch einen Lohn von einer Million Franken pro Jahr verdienen oder nicht? Ich gebe Ihnen eine langweilige Antwort. Sie lautet in manchen F\u00e4llen ja, in manchen F\u00e4llen nein. Das k\u00f6nnen wir hier also nicht entscheiden. Trotzdem, das Anliegen der Abzocker-Initiative von Herrn Minder hat einen wunden Punkt getroffen. Die Abzocker-Initiative stellt die richtigen Fragen, aber sie gibt die falschen Antworten. Die Abzocker-Initiative fragt, ob wir auf dem rechten Weg sind mit unserem wirtschaftlichen System, das - wenigstens in Einzelf\u00e4llen - die Mentalit\u00e4t einer unbeschr\u00e4nkten Selbstbedienung kennt.</p>\n<p>Nur, Herr Vischer, wir haben kein marodes System. Wir haben ein funktionierendes System einer sozialen Marktwirtschaft, auf das wir stolz sein k\u00f6nnen. Wir haben funktionierende KMU und bescheidene Unternehmerinnen und Unternehmer, wegen denen die Abzocker-Initiative nicht gestartet worden w\u00e4re. Wir haben keinen Grund, L\u00f6hne staatlich festzulegen, wir k\u00f6nnen das ruhig unserem sozial-marktwirtschaftlichen System \u00fcberlassen. Aber einzelne Exponenten dieses Systems haben etwas verloren, was man fr\u00fcher \"das gute Mass\" nannte. Bei den alten Griechen galt es als Gottesl\u00e4sterung, wenn man das gute Mass verlor. Ikarus ist nicht abgest\u00fcrzt, weil er geflogen ist, sondern weil er zu nahe an die Sonne geflogen ist. Diese Ikarus-Situation haben uns einige Manager in diesem Lande eingebrockt, und, wie Frau Huber richtig gesagt hat, die Politik kann das nun ausl\u00f6ffeln.</p>\n<p>Ist die Alternative jetzt: eine v\u00f6llig liberale Marktwirtschaft gem\u00e4ss dem Manchester-Liberalismus mit unbeschr\u00e4nkter Freiheit oder die staatliche Festlegung und Regulierung von L\u00f6hnen mittels Zwangsjacken? Nein, das ist nicht die Alternative. Aus diesem Grund hat die CVP im Januar 2010 nach einer monatelangen, fruchtlosen Debatte \u00fcber die Abzockergeschichte einen direkten Gegenvorschlag lanciert. Dieser direkte Gegenvorschlag nimmt die Anliegen der Initiative Minder auf, l\u00f6st aber die Probleme auf eine marktg\u00e4ngige und arbeitsplatzvertr\u00e4gliche Art. Ich schildere Ihnen das anhand von zwei Kernelementen der beiden Vorlagen. Wir werden ja Gelegenheit haben, zu vielen Einzelantr\u00e4gen Stellung zu nehmen. Ich m\u00f6chte da auch auf die kurzfristig eingereichten Antr\u00e4ge der gr\u00fcnliberalen Gruppe unserer Fraktion hinweisen. </p>\n<p>Die eine Kernfrage ist: Bek\u00e4mpft die Minder-Initiative die Abzockerei, wie sie vorgibt? Bek\u00e4mpft sie sie? Die Antwort ist klar: Nein, sie tut das nicht! Die Abzocker-Initiative vertraut im naiven Glauben an die sogenannte Aktion\u00e4rsdemokratie blind auf eine Aktion\u00e4rsmehrheit. Die Aktion\u00e4rsdemokratie aber existiert nicht. Die Generalversammlung ist keine Landsgemeinde, der Aktion\u00e4r hat keinerlei Pflichten gegen\u00fcber seiner Gesellschaft; der Aktion\u00e4r darf, wenn er will, sogar Aktien erwerben, um die Gesellschaft zu vernichten. Ein Verwaltungsrat darf das nicht tun, dieser hat Pflichten. Der naive Glaube an die Aktion\u00e4rsmehrheit greift zu kurz. Der Gegenvorschlag hat hier eine wesentlich schnittigere L\u00f6sung, indem er das Instrument einer R\u00fcckforderungsklage vorsieht, und diese funktioniert ganz einfach: Wenn Manager oder Verwaltungsr\u00e4te Geh\u00e4lter beziehen, bei denen Leistung und Gegenleistung offensichtlich nicht [PAGE 340] \u00fcbereinstimmen, bei denen ein Missverh\u00e4ltnis zwischen Leistung und Gegenleistung besteht, dann k\u00f6nnen die Aktion\u00e4re klagen, und zwar ohne dass sie ein Prozessrisiko eingehen. Der Richter kann das dann entscheiden. Die Abzockerei wird also, wenn sie denn bek\u00e4mpft wird, mit dem direkten Gegenvorschlag bek\u00e4mpft.</p>\n<p>Die andere, vielleicht noch wichtigere Frage lautet: Was macht die Abzocker-Initiative mit den Arbeitspl\u00e4tzen in diesem Land? Die Abzocker-Initiative basiert auf der Grundmentalit\u00e4t, dass der Staat dirigistisch jeder kotierten Gesellschaft die genau gleiche Zwangsjacke \u00fcberst\u00fclpen soll - ob ein Unternehmen gross oder klein ist, ein Familienunternehmen oder nicht, spielt keine Rolle. Es muss einfach \u00fcberall in der Generalversammlung \u00fcber das Gesch\u00e4ftsleitungsgehalt befunden werden, auch wenn die Aktion\u00e4re das gar nicht wollen. Es muss eine einj\u00e4hrige Amtsdauer verf\u00fcgt werden, auch wenn die Aktion\u00e4re das gar nicht wollen. Was soll denn das? Was ist denn das f\u00fcr eine Aktion\u00e4rsdemokratie?</p>\n<p>Der Gegenvorschlag er\u00f6ffnet der Aktion\u00e4rsmehrheit die M\u00f6glichkeit, dar\u00fcber selber und frei zu entscheiden. Wenn wir das nicht so regeln, passiert das, was der Bundesrat zu Recht in der Botschaft zum Erg\u00e4nzungsbericht sagt: \"Gibt die Schweiz ihr liberales Gesellschaftsrecht zugunsten schwerf\u00e4lliger und restriktiver Vorschriften auf, so verliert sie damit einen wichtigen Standortvorteil gegen\u00fcber dem Ausland. Die Folge w\u00e4ren vermehrte Gr\u00fcndungen im Ausland, Sitzverlegungen ins Ausland und weniger Zuz\u00fcge von Unternehmen in die Schweiz. Damit verbunden w\u00e4ren der Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen und Steuerausf\u00e4lle.\"</p>\n<p>Das wollen wir nicht. Wir empfehlen die Initiative zur Ablehnung, und wir k\u00e4mpfen f\u00fcr einen griffigen und wirtschaftsvertr\u00e4glichen direkten Gegenvorschlag.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Pirmin","SpeakerLastName":"Bischof","SpeakerFullName":"Bischof Pirmin","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":11,"CantonName":"Solothurn","CantonAbbreviation":"SO","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":11,"Start":"\/Date(1268301621919)\/","End":"\/Date(1268302065789)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774211)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268301621920+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268302065790+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105731L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105731L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105731L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105731L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105731L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105731","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":330,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich m\u00f6chte den zwei Kernelementen noch ein drittes hinzuf\u00fcgen, das f\u00fcr den Gegenvorschlag spricht, bei dem sich der Gegenvorschlag also ganz klar als besser erweist als die Volksinitiative von Herrn Minder. Es geht dabei um die Stimmrechtsaus\u00fcbung an der Generalversammlung: Die Initiative verbietet die Vertretung des Stimmrechts durch Depotbanken oder Firmenorgane. Das will der Gegenvorschlag auch, aber wir m\u00f6chten es nicht einfach ersatzlos verbieten; wir m\u00f6chten einen Ersatz daf\u00fcr schaffen. Der Gegenvorschlag erm\u00f6glicht n\u00e4mlich das Nominee-Modell oder ein \u00e4hnliches Modell. Die Volksinitiative hingegen geht davon aus, dass die Verpflichtung der Pensionskassen zur Teilnahme an der Generalversammlung gen\u00fcgt. Aber sie gen\u00fcgt eben nicht.</p>\n<p>Warum? Ich nenne ein Beispiel: Heute sind bei grossen Gesellschaften oft rund 50 Prozent der Aktien Dispo-Aktien. Diese sind nicht stimmberechtigt. Von den restlichen 50 Prozent sind etwa die H\u00e4lfte, also rund 25 Prozent der gesamten Aktien, an der Generalversammlung vertreten. Also kann die H\u00e4lfte dieser H\u00e4lfte, genau sind es etwas mehr als 12,5 Prozent, eine Gesellschaft beherrschen. Ein Grossinvestor aus dem Ausland zum Beispiel kann so mit relativ wenig Geld eine Gesellschaft beherrschen, sie aush\u00f6hlen und dann verkaufen. Dieses Ph\u00e4nomen ist als \"Heuschreckenmodell\" bekannt. Genau das wollen wir nicht, und dieses Problem geht die Volksinitiative eben nicht an.</p>\n<p>Es ist also n\u00f6tig, dass wir einen Ersatz f\u00fcr die Abschaffung des Organ- oder Depotstimmrechts schaffen, eben z. B. das Nominee-Modell. Die L\u00f6sung des Gegenvorschlages ist weit flexibler als die L\u00f6sung der Volksinitiative, und sie wirkt dem \"Heuschreckenmodell\" weit besser entgegen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Norbert","SpeakerLastName":"Hochreutener","SpeakerFullName":"Hochreutener Norbert","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":12,"Start":"\/Date(1268302065789)\/","End":"\/Date(1268302186850)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774212)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268302065790+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268302186850+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105732L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105732L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105732L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105732L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105732L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105732","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1120,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Les parachutes dor\u00e9s, les bonus et autres r\u00e9mun\u00e9rations abusives sont l'expression et les instruments de ce que le Prix Nobel de sciences \u00e9conomiques Joseph Stiglitz qualifie de \"r\u00e8gne de la cupidit\u00e9\". En fait, c'est m\u00eame pire, ce sont les instruments de la rapacit\u00e9 institutionnalis\u00e9e. Cette rapacit\u00e9 a \u00e9t\u00e9 \u00e9rig\u00e9e en normalit\u00e9 par un certain milieu \u00e9conomique et financier et par ses valets politiques, parmi lesquels on compte aussi l'UDC. C'est cette rapacit\u00e9 qui est \u00e0 l'origine des crises financi\u00e8re et \u00e9conomique et du ch\u00f4mage qui touchent \u00e9galement la population suisse; c'est cette rapacit\u00e9 qui est \u00e0 l'origine de la col\u00e8re populaire, col\u00e8re justifi\u00e9e et \u00e0 laquelle le Parti socialiste suisse se joint, la col\u00e8re des travailleuses et des travailleurs [PAGE 344] \u00e0 cause de l'injustice sociale criante qu'a g\u00e9n\u00e9r\u00e9e cette \"pompe \u00e0 fric\" des dirigeants d'entreprise, comme Monsieur Vasella avec ses 42 millions de francs annuels; ces travailleurs en col\u00e8re qui jamais de leur vie ne gagneront ce que certains patrons gagnent en une ann\u00e9e, un semestre ou un trimestre.</p>\n<p>Ces travailleurs ont raison d'\u00eatre en col\u00e8re, car lorsqu'ils se trompent d'une unit\u00e9 dans un d\u00e9compte d'heures de travail, ils sont accus\u00e9s de commettre un abus, alors que ceux qui encaissent des dizaines de millions sans contrepartie r\u00e9elle sont promus comme les nouvelles stars de la soci\u00e9t\u00e9 par les moyens de presse qui sont les leurs. La col\u00e8re est aussi celle des salari\u00e9s qui voient leur outil de travail brad\u00e9 en faveur de la captation de bonus mirobolants par les dirigeants d'entreprise. La col\u00e8re est aussi celle des contribuables - et \u00e0 laquelle le Parti socialiste suisse se joint - qui voient la Conf\u00e9d\u00e9ration aligner rapidement 66 milliards de francs pour sauver UBS alors que les dirigeants de cette banque, comme Marcel Ospel, ont encaiss\u00e9 des dizaines de millions de francs sous forme de bonus sans \u00eatre inqui\u00e9t\u00e9s par la justice ni par la banque elle-m\u00eame.</p>\n<p>Les contribuables sont aussi \u00e9coeur\u00e9s de voir des milliards de francs vers\u00e9s sous forme de bonus alors que l'UBS survit uniquement gr\u00e2ce \u00e0 l'aide de la Conf\u00e9d\u00e9ration et produit des r\u00e9sultats n\u00e9gatifs. Cette col\u00e8re ressentie par une \u00e9crasante majorit\u00e9 des citoyennes et citoyens est m\u00e9pris\u00e9e par les milieux financiers et par l'UDC, qui effectue des manoeuvres pour \u00e9viter le vote populaire sur l'initiative. Il est quand m\u00eame incroyable de voir ceux qui profitent des r\u00e9mun\u00e9rations abusives et qui sont responsables de la crise \u00e9conomique renverser les responsabilit\u00e9s et affirmer p\u00e9remptoirement, ou faire relayer par leurs organes de presse - comme \"L'Agefi\" -, que c'est la r\u00e9glementation ferme des bonus qui est abusive. Il est grand temps d'agir, non seulement pour apaiser cette col\u00e8re, mais pour mettre concr\u00e8tement de l'ordre dans un domaine qui menace la substance des entreprises et, plus g\u00e9n\u00e9ralement, notre \u00e9conomie.</p>\n<p>Agir rapidement et d\u00e9mocratiquement pour \u00e9tablir des r\u00e8gles fermes sur la transparence et les conditions de r\u00e9mun\u00e9ration des dirigeants des entreprises cot\u00e9es en Bourse, c'est la ligne constante du Parti socialiste. Les r\u00e9mun\u00e9rations abusives, les parachutes dor\u00e9s, les bonus d\u00e9mesur\u00e9s doivent prendre fin le plus rapidement possible. C'est le credo du Parti socialiste, et il a agi en conformit\u00e9 avec ce credo. C'est en soumettant au peuple l'initiative \"contre les r\u00e9mun\u00e9rations abusives\" le plus rapidement possible que nous r\u00e9ussirons \u00e0 imposer ces nouvelles r\u00e8gles dans notre Etat de droit.</p>\n<p>Aujourd'hui, les manoeuvres de l'UDC pour emp\u00eacher l'expression populaire sont path\u00e9tiques. Le roi de l'UDC est nu; ses contorsions ne peuvent plus cacher le fait que, derri\u00e8re le discours de champion des droits populaires, Monsieur Blocher joue le sous-marin d'Economiesuisse et des dirigeants des grandes entreprises - qu'il conna\u00eet d'ailleurs tr\u00e8s bien, avec EMS-Chemie -, cela pour torpiller toute r\u00e9glementation efficace des bonus.</p>\n<p>Et que penser de Monsieur Thomas Minder lui-m\u00eame? En Commission des affaires juridiques, il nous disait son refus de retirer l'initiative et sa volont\u00e9 de voir le peuple se prononcer sur celle-ci, qu'elle soit coupl\u00e9e avec un contre-projet direct ou indirect. Il nous disait que tout cela relevait d'une v\u00e9rit\u00e9 in\u00e9branlable - \"comme l'amen dans une \u00e9glise\", pour reprendre son expression. Or ce m\u00eame Monsieur Minder annon\u00e7ait, quelques mois plus tard, sous la pression de l'UDC, \u00eatre pr\u00eat \u00e0 retirer ce texte.</p>\n<p>Le seul choix coh\u00e9rent, aujourd'hui, est celui qu'a fait le Parti socialiste, \u00e0 savoir celui de soutenir l'initiative et d'assortir celle-ci d'un contre-projet direct. Ensuite, que le peuple d\u00e9cide rapidement! Nous aurons encore l'occasion de revenir sur le th\u00e8me de la justice sociale dans l'entreprise avec l'initiative populaire \"1:12 - Pour des salaires \u00e9quitables\", lanc\u00e9e par la Jeunesse socialiste suisse.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Carlo","SpeakerLastName":"Sommaruga","SpeakerFullName":"Sommaruga Carlo","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":25,"CantonName":"Genf","CantonAbbreviation":"GE","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":25,"Start":"\/Date(1268304357117)\/","End":"\/Date(1268304623942)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877774245)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268304357117+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268304623943+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105733L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105733L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105733L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105733L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105733L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105733","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":330,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Herr Minder, das ist unbestritten, hatte den Mut, ein Problem aufzugreifen; ein Problem, das dem Volk auf den N\u00e4geln brennt. Im Volk ist die Wut auf die Abzocker gross, das k\u00f6nnen wir nicht \u00fcbersehen. Mit Boni ohne Mass, mit Entsch\u00e4digungen ohne Mass schiessen die Abzocker letztlich ein Eigengoal, ein Goal gegen das kapitalistische System und gegen die freie Marktwirtschaft. Und wir Politiker m\u00fcssen es dann ausbaden. Diese Stimmung, das nebenbei, hat am letzten Sonntag sicher mitgewirkt, obwohl zwischen der Thematik Abzocker und Boni und dem Umwandlungssatz eigentlich kein Zusammenhang besteht.</p>\n<p>Herr Minder hat also ein bestehendes Problem aufgegriffen. Aber Herr Minder muss nun auch die Gr\u00f6sse haben, zusammen mit dem Parlament zu einer konstruktiven L\u00f6sung zu kommen, damit die Erwartungen des Volkes nicht entt\u00e4uscht werden. Am Schluss braucht es letztlich das Zusammenwirken von Initiant und Parlament, nur dann gibt es eine gute L\u00f6sung. Allein die Initiative Minder bringt das nicht. Ein R\u00fcckzug der Initiative erm\u00f6glicht eine optimale Umsetzung des Anliegens des Initianten, ohne die Fehler der Initiative zu \u00fcbernehmen. Wir m\u00fcssen das Abzockerproblem l\u00f6sen. Aber sch\u00fctten wir jetzt nicht das Kind mit dem Bade aus!</p>\n<p>\u00dcber die Fehler der Initiative haben Herr Bischof und ich schon beim Eintreten gesprochen. Deshalb nur ganz kurz zusammengefasst die zwei wichtigsten:</p>\n<p>1. Die Initiative ist bei der Festsetzung von Lohn und Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Stufe Gesch\u00e4ftsleitung zu starr. Die Aktion\u00e4re sollen selbst entscheiden, welche Regeln sie wollen. Wenn sie die Regeln der Initiative wollen, k\u00f6nnen sie sie haben.</p>\n<p>2. Die Initiative l\u00f6st unseres Erachtens die \"Heuschreckenproblematik\" nicht. Ich habe beim Eintreten ausf\u00fchrlich dar\u00fcber gesprochen.</p>\n<p>Also: Obschon der Initiant ein Problem aufgreift, das durchaus besteht, sollte die Initiative jetzt eigentlich zugunsten einer besseren L\u00f6sung, zugunsten des Gegenvorschlages, zur Ablehnung empfohlen werden.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Norbert","SpeakerLastName":"Hochreutener","SpeakerFullName":"Hochreutener Norbert","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":26,"Start":"\/Date(1268304623942)\/","End":"\/Date(1268304781888)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774246)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268304623943+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268304781887+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105734L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105734L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105734L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105734L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105734L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105734","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3869,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Wenige Wochen nach der Lancierung der Abzocker-Initiative haben die Gr\u00fcnen des Kantons Z\u00fcrich deren Unterst\u00fctzung beschlossen und sofort auch Unterschriften gesammelt. Das war noch zu einem Zeitpunkt, als m\u00e4nniglich der Meinung war, die Initiative sei dilettantisch formuliert und greife tief ins Aktion\u00e4rsrecht ein, was sowieso die grosse Mehrheit der Bev\u00f6lkerung schlicht nicht interessiere. Das war 2007, als noch niemand an einen globalen Finanzmarktcrash glaubte. Im April 2008 wurde die Initiative vom Bundesrat als g\u00fcltig zustande gekommen erkl\u00e4rt. Es muss ungef\u00e4hr in dieser Zeit gewesen sein, als der Bundesrat in Zusammenarbeit mit der damaligen Eidgen\u00f6ssischen Bankenkommission und der Nationalbank das Rettungspaket entwarf, das dann im Oktober 2008, ein halbes Jahr sp\u00e4ter, vom Bundesrat als Notrecht in Kraft gesetzt und von der Finanzdelegation abgesegnet wurde.</p>\n<p>Interessant ist, dass die Not also vorausgesehen worden ist, dass das Paket vorbereitet worden ist und dass es dann in der Schublade ein halbes Jahr vor sich hingeschlummert hat, bis die Notsituation offensichtlich war. Was hat das mit der Abzocker-Initiative zu tun? Die Abzocker-Initiative bietet einen L\u00f6sungsansatz zur Begrenzung der Abzockerei, einem widerlichen Ausfluss der Finanzmarktsituation. Der L\u00f6sungsansatz dieser Initiative lag bereits vor, als der Bundesrat von der drohenden Krise wusste und sein UBS-Rettungspaket schn\u00fcrte. Aber der Bundesrat legte die Initiative dem Volk nicht vor. Er liess sie in der Schublade ruhen. Auch die Aktion\u00e4rsrechtsrevision, von der wir heute sprechen, hat der Bundesrat, im Wissen um die Not im Rahmen dieses Finanzmarktcrashs, nicht vorangetrieben.</p>\n<p>Die Abzocker-Initiative wurde dem Volk so gesehen bewusst vorenthalten. Denn sie w\u00e4re in dieser Zeit klar mehrheitsf\u00e4hig gewesen, und das wollte man offensichtlich nicht. Es war eine Zeit, in der die UBS Milliardenbetr\u00e4ge vom Staat kassiert und gleichzeitig Boni ausbezahlt hat, lapidar anmerkend, das sei halt so im Finanzbereich. Die UBS zahlte auch ein Jahr sp\u00e4ter 3 Milliarden Franken an Boni aus, mit der gleichen Rechtsgrundlage. [PAGE 345] </p>\n<p>Die Abzocker-Initiative ist dem Volk bis heute vorenthalten worden - genauso wie ein beschleunigtes Verfahren bei der Aktienrechtsrevision -, zuerst vom Bundesrat, dann von der Kommission, wo das Thema Abzocker-Initiative monatelang vor sich hind\u00fcmpelte, immer im Gambling darum, wem wohl zu welchem Zeitpunkt welcher Ausgang der Beratungen am ehesten helfen w\u00fcrde. Der Souver\u00e4n wurde so monatelang missachtet. Durch das st\u00e4ndige Hin und Her, auch in der Kommission, schob man die Abstimmung \u00fcber die Abzocker-Initiative bis heute vor sich her.</p>\n<p>Dass der Initiant selber zusammen mit der SVP in letzter Minute eine Abstimmung zu verunm\u00f6glichen versuchte, verstehe ich nun \u00fcberhaupt nicht. Dieses Vorgehen kann ich mir einzig damit erkl\u00e4ren, dass die finanziellen Perspektiven der Leute um die Minder-Initiative im Hinblick auf eine Abstimmung m\u00f6glicherweise nicht so rosig sind wie jene der immer noch abzockenden Abzocker. Ich gebe hier mein Wort: Ich w\u00e4re durchaus imstande, bei einer Geldsammelaktion im Hinblick auf die Abzocker-Initiative mitzuhelfen; das verspreche ich hier und jetzt.</p>\n<p>Ein Blick in die Zukunft zeigt Folgendes: Die Milliarden toxischer Papiere, die im Herbst 2008 vom Markt genommen und von der Nationalbank gebunkert worden sind, sind heute zu wesentlichen Teilen wieder marktf\u00e4hig. Mit den toxischen Papieren von vor eineinhalb Jahren wird am Finanzmarkt wieder gesch\u00e4ftet. Die B\u00f6rse hat sich erholt. Weltweit werden Milliardenboni ausbezahlt; die Summen steigen noch an. Der n\u00e4chste Finanzcrash steht vor der T\u00fcr, denn es hat sich nichts ge\u00e4ndert; es ist nur eine Frage der Zeit. Die Schulden aus der Finanzmarktkrise lasten auf der Allgemeinheit; die Zeche ist noch nicht bezahlt. Und die Regulative? Deren Einf\u00fchrung wird verz\u00f6gert; sie werden abgewogen und hin- und hergeschoben.</p>\n<p>Ein kleiner m\u00f6glicher Ansatz ist da die Abzocker-Initiative; es ist ein kleiner m\u00f6glicher Ansatz, aber gut genug, um mit grossem Mehr angenommen zu werden.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Marlies","SpeakerLastName":"B\u00e4nziger","SpeakerFullName":"B\u00e4nziger Marlies","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":27,"Start":"\/Date(1268304781888)\/","End":"\/Date(1268305118603)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774249)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268304781887+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268305118603+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105735L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105735L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105735L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105735L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105735L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105735","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3895,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>A titre liminaire, j'aimerais dire que l'initiative Minder attire forc\u00e9ment la sympathie, ne serait-ce que par son titre. C'est une initiative contre les r\u00e9mun\u00e9rations abusives, or personne dans cette salle n'est \u00e9videmment favorable aux r\u00e9mun\u00e9rations abusives. Dans ce Parlement, on essaie un peu de construire une sorte de distinction entre deux clans, le clan des \"pro-Minder\", qui seraient donc contre les r\u00e9mun\u00e9rations abusives, et le clan des \"anti-Minder\", qui eux seraient pour les r\u00e9mun\u00e9rations abusives. Dans le fond, c'est un peu comme si les personnes qui ont vot\u00e9 contre l'avocat pour les animaux \u00e9taient contre la protection des animaux. Ce n'est \u00e9videmment pas le cas.</p>\n<p>J'aimerais marteler ici tr\u00e8s clairement que le Parti lib\u00e9ral-radical est \u00e9videmment favorable \u00e0 ce qu'il n'y ait pas de r\u00e9mun\u00e9rations abusives. Nous sommes contre les r\u00e9mun\u00e9rations abusives et nous avons d\u00e9j\u00e0 souvent appel\u00e9 le monde de la finance \u00e0 faire preuve de sens moral. Nous en avons appel\u00e9 \u00e0 la responsabilit\u00e9. A titre personnel, j'ai demand\u00e9, sans succ\u00e8s \u00e0 ce jour, qu'UBS d\u00e9pose une action civile contre Marcel Ospel pour r\u00e9cup\u00e9rer l'argent qu'il a touch\u00e9 de mani\u00e8re parfaitement disproportionn\u00e9e. Ceux qui veulent faire autre chose que de la politique et qui pr\u00e9f\u00e8rent faire de la technique constitutionnelle et l\u00e9gislative verront que le contre-projet contient pr\u00e9cis\u00e9ment une possibilit\u00e9 pour l'assembl\u00e9e g\u00e9n\u00e9rale d'attaquer les anciens dirigeants.</p>\n<p>Nous sommes contre les r\u00e9mun\u00e9rations abusives, mais nous sommes pour une \u00e9conomie lib\u00e9rale, fond\u00e9e sur la responsabilit\u00e9, dans laquelle les entreprises peuvent cro\u00eetre, dans laquelle des emplois peuvent \u00eatre cr\u00e9\u00e9s. Et dans ce contexte, l'initiative Minder, qui certes pose des bonnes questions, n'apporte pas les bonnes r\u00e9ponses.</p>\n<p>On peut d'abord regretter qu'il faille discuter de ce texte dans un cadre constitutionnel, tant il aurait \u00e9t\u00e9 plus heureux, en termes de technique l\u00e9gislative, que ces modifications interviennent dans le Code des obligations, mais la majorit\u00e9 de cette assembl\u00e9e n'en a pas voulu. Nous devons donc faire de la technique l\u00e9gislative dans un texte constitutionnel.</p>\n<p>Pourquoi l'initiative Minder est-elle mauvaise, ou pourquoi va-t-elle trop loin? Cela a d\u00e9j\u00e0 \u00e9t\u00e9 amplement discut\u00e9, je r\u00e9sume tr\u00e8s bri\u00e8vement la position du groupe lib\u00e9ral-radical. D'abord, nous sommes pour le fait que l'assembl\u00e9e g\u00e9n\u00e9rale fixe le cadre de la r\u00e9mun\u00e9ration du conseil d'administration et \u00e9galement du comit\u00e9 consultatif lorsque les statuts le pr\u00e9voient. En revanche, nous sommes favorables \u00e0 ce que ce soit le conseil d'administration qui fixe un r\u00e8glement, un r\u00e8glement contenant des r\u00e8gles sur la r\u00e9mun\u00e9ration des organes, s'agissant notamment de la r\u00e9mun\u00e9ration, des bonus, des programmes de participation, des interdictions ou des crit\u00e8res applicables \u00e0 des prestations extraordinaires, et \u00e9galement un r\u00e8glement applicable \u00e0 l'octroi de cr\u00e9dits, de pr\u00eats, de rentes accord\u00e9s aux organes et \u00e0 la direction.</p>\n<p>Le contre-projet pr\u00e9voit \u00e9galement la fin des \"golden parachutes\". Je pr\u00e9cise qu'il s'agit d'une exigence du Parti lib\u00e9ral-radical qui a \u00e9t\u00e9 formul\u00e9e depuis fort longtemps. Le Parti lib\u00e9ral-radical consid\u00e8re, toujours fond\u00e9 sur le principe de la responsabilit\u00e9, que c'est le succ\u00e8s qui doit \u00eatre r\u00e9mun\u00e9r\u00e9 et non l'\u00e9chec. Et de ce c\u00f4t\u00e9-l\u00e0, nous saluons \u00e9videmment que la loi statue - ou malheureusement la Constitution - sur la question des \"golden parachutes\".</p>\n<p>Le contre-projet pr\u00e9voit aussi la possibilit\u00e9 pour la soci\u00e9t\u00e9 de demander aux organes le remboursement des prestations qui sont \u00e0 l'\u00e9vidence disproportionn\u00e9es par rapport aux contre-prestations fournies. Cela aussi correspond \u00e0 une position tout \u00e0 fait classique du Parti lib\u00e9ral-radical: celui qui prend des risques avec son propre argent et qui est r\u00e9mun\u00e9r\u00e9 pour cette activit\u00e9 doit \u00eatre salu\u00e9; il fait du bien \u00e0 l'\u00e9conomie. En revanche, ceux qui, sans prendre de risques, pompent dans une soci\u00e9t\u00e9 aux frais des actionnaires doivent, s'ils ont exag\u00e9r\u00e9 de mani\u00e8re \u00e9vidente, rembourser ce qu'ils ont touch\u00e9. Je l'ai dit tout \u00e0 l'heure, le contre-projet pr\u00e9voit enfin la possibilit\u00e9 pour l'assembl\u00e9e g\u00e9n\u00e9rale d'exiger qu'une action soit d\u00e9pos\u00e9e en justice.</p>\n<p>Le contre-projet est \u00e9galement meilleur en ce qui concerne l'\u00e9lection et la r\u00e9\u00e9lection des membres du conseil d'administration. L\u00e0 o\u00f9 l'initiative Minder n'est pas assez souple, le contre-projet est plus lib\u00e9ral et pr\u00e9voit des solutions qui sont plus acceptables en termes d'\u00e9conomie.</p>\n<p>Bref, le contre-projet tient compte, d'une part, des pr\u00e9occupations l\u00e9gitimes de l'initiative Minder en termes de r\u00e9mun\u00e9rations et, d'autre part, des besoins des soci\u00e9t\u00e9s de pouvoir se mouvoir dans une \u00e9conomie lib\u00e9rale sans \u00eatre entrav\u00e9es par des r\u00e8gles trop strictes.</p>\n<p>Pour terminer, j'ai une toute petite remarque politique \u00e0 l'adresse du Parti socialiste suisse. La fa\u00e7on dont vous essayez aujourd'hui de vous approprier l'initiative Minder est \u00e0 proprement parler scandaleuse, elle est d\u00e9goulinante d'\u00e9lectoralisme. Depuis des d\u00e9cennies, c'est votre parti qui essaie de mettre des b\u00e2tons dans les roues des entrepreneurs par des mesures fiscales et administratives. Aujourd'hui, tout \u00e0 coup, vous vous \u00eates trouv\u00e9 un nouvel ami en la personne de Monsieur Minder: cette lune de miel ne durera pas, et le peuple ne sera pas dupe. Il n'y avait qu'\u00e0 entendre Monsieur Carlo Sommaruga tout \u00e0 l'heure lorsqu'il s'est exprim\u00e9 sur l'initiative Minder: il n'a pas dit un mot sur l'initiative elle-m\u00eame; il a pass\u00e9 cinq minutes \u00e0 vomir sur tout ce qui a fait le bien \u00e9conomique de ce pays, \u00e0 savoir la libre entreprise.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Christian","SpeakerLastName":"L\u00fcscher","SpeakerFullName":"L\u00fcscher Christian","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":25,"CantonName":"Genf","CantonAbbreviation":"GE","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":28,"Start":"\/Date(1268305118603)\/","End":"\/Date(1268305480531)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877774253)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268305118603+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268305480530+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105736L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105736L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105736L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105736L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105736L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105736","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3887,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Bei der Minder-Initiative geht es um den Schutz der Aktion\u00e4re. Es geht also um den Schutz des Privateigentums, es geht weniger darum, den Volkszorn zu befriedigen oder nicht zu befriedigen. Es geht tats\u00e4chlich darum, das private Eigentum zu sch\u00fctzen.</p>\n<p>Wenn sich die Sozialisten und die Gr\u00fcnen heute als Verfechter dieser Initiative aufspielen, so ist das verlogen. Es ist aus zwei Gr\u00fcnden verlogen: Erstens gibt es im Sozialismus keine Aktiengesellschaften, wie Sie selber wissen. Zweitens hat sich der Sozialismus bankrott erkl\u00e4ren m\u00fcssen, wie wir es in der DDR gesehen haben, die Sie ja immer wieder fleissig besucht haben. Drittens ist Herr Minder, der Initiant, kein Sozialist und auch kein Gr\u00fcner, sondern ein Unternehmer. Sie sind lediglich Trittbrettfahrer, die auf den Zug von Herrn Minder aufspringen. [PAGE 346] </p>\n<p>Den indirekten Gegenvorschlag der SVP, der von Herrn Blocher und Herrn Minder ausgearbeitet wurde, haben Sie abgelehnt. Es ist mir unerkl\u00e4rlich, wieso Sie diesen Gegenvorschlag nicht bearbeitet haben. Herr Minder hat ausdr\u00fccklich erkl\u00e4rt, dass dieser Gegenvorschlag die Forderungen seiner Initiative erf\u00fclle; ja er hat sogar gesagt, er erf\u00fclle sie besser als seine Initiative. Wenn Sie sich hier als Wortf\u00fchrer einer Initiative aufspielen, f\u00fcr die Sie gar keine Unterschriften gesammelt haben, dann ist das sehr verlogen. Es geht Ihnen offensichtlich auch darum, das heisse Eisen nicht anzufassen, sondern sich m\u00f6glichst lange daran zu w\u00e4rmen. Das ist der falsche Weg.</p>\n<p>Die SVP-Fraktion w\u00e4re bereit gewesen, N\u00e4gel mit K\u00f6pfen zu machen und das Aktienrecht zu revidieren. Es geht ja darum, die Probleme der tats\u00e4chlichen Abzockerei zu l\u00f6sen, welche eben zulasten der Eigent\u00fcmer von Aktiengesellschaften geht. Diesem Ansinnen haben Sie sich verschlossen; Sie haben nun in der Kommission einen direkten Gegenvorschlag ausgearbeitet, welcher weniger weit geht als die Volksinitiative von Herrn Minder. Es ist mir unerkl\u00e4rlich, wie die SP-Fraktion diesem Gegenvorschlag \u00fcberhaupt zustimmen kann. Auch das ist unehrlich.</p>\n<p>Die SVP hat, das muss ich betonen, keine Angst vor dem Abstimmungskampf. Sie von der SP k\u00f6nnen ja dann zusammen mit uns in den Abstimmungskampf gehen und f\u00fcr diese Initiative Werbung machen. Ich m\u00f6chte Sie schon heute einladen, dabei die \"Schweizerzeit\" von Herrn Schl\u00fcer zu ber\u00fccksichtigen, wenn Sie Inserate schalten, denn er war derjenige, der seiner Zeitung die Initiativb\u00f6gen gratis beilegte. <i>(Teilweise Heiterkeit)</i></p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Alfred","SpeakerLastName":"Heer","SpeakerFullName":"Heer Alfred","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":29,"Start":"\/Date(1268305480531)\/","End":"\/Date(1268305697134)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774256)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268305480530+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268305697133+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105737L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105737L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105737L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105737L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105737L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105737","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3830,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Dopo la demagogia degli ultimi interventi che mi hanno preceduto, torniamo ai fatti. In Svizzera, lo sapete, un manager guadagna 56 volte di pi\u00f9 del suo ultimo collaboratore, in media 4 milioni di franchi. Il signor Vasella, l'abbiamo gi\u00e0 sentito stamattina, guadagna addirittura 42 milioni di franchi. \u00c8 un'indecenza, soprattutto se pensiamo che l'ammontare eccessivo dei salari dei manager supera di gran lunga ed in molti casi il servizio o il lavoro che essi svolgono per l'impresa o per il loro Paese, com'\u00e8 ben stato dimostrato dalla cattiva gestione dei grossi istituti bancari o assicurativi negli ultimi anni che ha condotto alla crisi finanziaria che tutti conosciamo. Introdurre delle misure per bloccare gli stipendi eccessivi versati agli alti dirigenti delle societ\u00e0 quotate in borsa e permettere agli azionari di poter influenzare e decidere la politica remunerativa \u00e8 il minimo che si possa chiedere, cos\u00ec come l'introduzione di sanzioni se questi dispositivi non sono rispettati. </p>\n<p>Ci\u00f2 nonostante, l'abbiamo visto e sentito dire oggi, c'\u00e8 chi come Liberali-radicali e UDC teme il responso popolare. Ancora una volta, esponenti di partiti che hanno un legame diretto con queste grosse aziende che distribuiscono bonus e stipendi miliardari, utilizzano lo spettro della perdita dei posti di lavoro per opporsi non solo ai contenuti dell'iniziativa, ma hanno addirittura cercato di evitare che essa venga discussa dal popolo. Tutte le volte che si devono discutere delle regole pi\u00f9 restrittive contro gli abusi, si paventa lo spettro della delocalizzazione delle imprese. Eppure, bloccare gli stipendi eccessivi non vuol dire per niente aumentare i costi di produzione di un'azienda. In Inghilterra e in Olanda ad esempio gli azionisti hanno il diritto di votare sugli stipendi dei dirigenti, e questo senza che ci\u00f2 comporti una fuga delle aziende verso altri luoghi. </p>\n<p>Non si vogliono porre dei limiti ai salari eccessivi. L'abbiamo sentito dire poco anzi per esempio dal collega L\u00fcscher. Per lui e per il suo partito liberale-radicale l'iniziativa va troppo in l\u00e0, non ci vogliono dei limiti.</p>\n<p>Ci\u00f2 che si sta deteriorando oggi, proprio anche a seguito di questi bonus milionari, paracaduti dorati e stipendi a sei zeri, \u00e8 la fiducia dei cittadini e delle cittadine nei confronti delle aziende. Ne segue una sfiducia che sicuramente non fa bene n\u00e9 alla nostra economia n\u00e9 alle nostre istituzioni. Ci\u00f2 che sta succedendo \u00e8 una crisi economica che colpisce migliaia e migliaia di persone che lavorano onestamente e che guadagnano in molti casi non solo dieci o venti o trenta volte in meno dei dirigenti di aziende, ma addirittura guadagnano troppo poco per il lavoro che fanno.</p>\n<p>Oggi, abbiamo anche un controprogetto diretto che va sottoposto al voto popolare congiuntamente all'iniziativa affinch\u00e9 sia il popolo ad esprimersi su un tema tanto importante. \u00c8 per questo che il partito socialista ha sostenuto fin dall'inizio l'iniziativa popolare \"contro le retribuzioni abusive\", con lo scopo di inserire nella costituzione una limitazione a stipendi indecenti e di rafforzare il diritto azionario. La popolazione deve poter decidere rapidamente. Per il partito socialista \u00e8 chiaro che la revisione del diritto azionario deve prevedere delle disposizioni che limitano i bonus eccessivi e proibiscono i paracaduti dorati. Va esteso il diritto azionario in modo che gli azionisti possano decidere ogni anno sull'ammontare di stipendi e bonus. </p>\n<p>L'iniziativa popolare \"contro le retribuzioni abusive\" non risolve certamente tutti i problemi, lo sappiamo, si limita al diritto azionario. Il problema dei salari eccessivi non \u00e8 solo delle aziende quotate in borsa, ma questa iniziativa \u00e8 comunque un primo giusto passo affinch\u00e9 il nostro Paese si doti finalmente dei mezzi sufficienti contro l'arroganza e l'impunit\u00e0 di manager strapagati.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Marina","SpeakerLastName":"Carobbio Guscetti","SpeakerFullName":"Carobbio Guscetti Marina","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":27,"CantonName":"Tessin","CantonAbbreviation":"TI","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":30,"Start":"\/Date(1268305697134)\/","End":"\/Date(1268305968053)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"IT","Modified":"\/Date(1774877774259)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268305697133+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268305968053+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105738L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105738L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105738L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105738L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105738L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105738","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1122,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Wir stehen im Begriff, unser liberales Aktienrecht nachhaltig zu sch\u00e4digen, damit Standortvorteile preiszugeben und uns volkswirtschaftliche Nachteile einzuhandeln - und dies alles wegen einigen, wegen relativ wenigen, die hohe Eink\u00fcnfte erzielen, in einer Zeit, in welcher dies auch f\u00fcr wirtschaftsfreundliche Personen und liberale Parteien nicht mehr akzeptabel ist. Aber die Abzocker-Initiative ist in Tat und Wahrheit Steigb\u00fcgelhalterin f\u00fcr eine unliberale, dirigistische und egalit\u00e4re Politik und damit Steigb\u00fcgelhalterin einer linken Wirtschaftspolitik. Dass diese Politik auch noch von der SVP unterst\u00fctzt wird, ist in Anbetracht ihres Anspruchs, eine Wirtschaftspartei zu sein, unbegreiflich.</p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich im Folgenden zum Anspruch der Initiative \u00e4ussern, die Aktion\u00e4rsdemokratie zu st\u00e4rken. Die von der Initiative verlangte Aktion\u00e4rsdemokratie erweist sich als Illusion, weil mit ihr, wie heute, an den Generalversammlungen jeweils nur der vorgeschlagene Verwaltungsrat, nur die vorgeschlagene Revisionsstelle, nur das vorgeschlagene Verg\u00fctungssystem usw. zur Abstimmung gelangen kann - und keine Alternativen. Das ist keine Demokratie. Am Vorschlagsrecht der Aktion\u00e4rinnen und Aktion\u00e4re \u00e4ndert die Volksinitiative ja nichts. Diesbez\u00fcglich bringt die Initiative - anders als Herr Heer vorher erkl\u00e4rt hat - den Aktion\u00e4ren also nichts.</p>\n<p>Die Alternative, wie sie k\u00fcrzlich von der Wissenschaft vorgeschlagen worden ist, best\u00fcnde in einem institutionalisierten Wettbewerbsverfahren, in einem Mechanismus alternativer Sachabstimmungen und Kampfwahlen. Dieses Modell zu entwickeln und in Gesetzesform zu giessen w\u00e4re aber im Rahmen eines Gegenvorschlages unm\u00f6glich gewesen. Ob mit einem solchen Verfahren, welches das demokratische Element tats\u00e4chlich st\u00e4rken w\u00fcrde, ein Unternehmen unter Marktbedingungen noch gef\u00fchrt werden k\u00f6nnte, ist allerdings eine andere Frage.</p>\n<p>Was das Argument der durch die Initiative angeblich verbesserten Aktion\u00e4rsdemokratie betrifft, muss noch darauf hingewiesen werden, dass die Interessen der meisten Aktion\u00e4re gerade bei den b\u00f6rsenkotierten Unternehmen auf eine gute Anlage gerichtet sind - sprich: auf eine m\u00f6glichst hohe Dividende und auf Kurssteigerungen der Beteiligungspapiere. Die Haltedauer der Aktien ist denn auch in 90 Prozent der F\u00e4lle unter einem Jahr. Dies gilt mit Sicherheit speziell f\u00fcr die von den Initianten ins Visier genommenen Unternehmen. Auch diesbez\u00fcglich hat Herr Heer vorhin nicht von diesen Aktion\u00e4ren gesprochen, die tats\u00e4chlich an den Generalversammlungen erscheinen. Gerade diese Aktion\u00e4re werden tendenziell nat\u00fcrlich auch mit der Initiative jene Organmitglieder w\u00e4hlen, die ihnen am meisten Gewinn in Aussicht stellen. Deren Gehalt wird dabei f\u00fcr diese Aktion\u00e4re absolut sekund\u00e4r bleiben. Deshalb weckt die Volksinitiative auch in diesem Bereich bloss Illusionen. Wollte man die Aktion\u00e4rsdemokratie wirklich st\u00e4rken, so m\u00fcsste zwischen Aktion\u00e4ren [PAGE 347] mit der erw\u00e4hnten kurzfristigen Perspektive und Aktion\u00e4ren mit l\u00e4ngerfristiger Perspektive unterschieden werden.</p>\n<p>Die Initiative erweist sich somit unter dem Aspekt der Aktion\u00e4rsdemokratie als untauglich und Illusionen erweckend. Sie ist deshalb auch unter diesem Aspekt abzulehnen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Kurt","SpeakerLastName":"Fluri","SpeakerFullName":"Fluri Kurt","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":11,"CantonName":"Solothurn","CantonAbbreviation":"SO","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":31,"Start":"\/Date(1268305968053)\/","End":"\/Date(1268306223635)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774262)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268305968053+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268306223637+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105739L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105739L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105739L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105739L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105739L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105739","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":214,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Die SVP hat die Idee eingebracht, dass wir die ganze Problematik zur\u00fcck auf die Gesetzesebene nehmen, sie in der Kommission besprechen und ein Gesetz ausarbeiten - Stichwort: indirekter Gegenvorschlag. Ich muss Ihnen sagen, ich kann nicht verstehen, wie ein B\u00fcrgerlicher gegen dieses Ansinnen opponieren kann! Das w\u00e4re doch das einzig Sinnvolle gewesen. Wenn wir die Gesetzesberatung durchgef\u00fchrt h\u00e4tten und die zwei f\u00fcr Herrn Minder wichtigen Punkte umgesetzt h\u00e4tten, h\u00e4tte Herr Minder seine Initiative zur\u00fcckgezogen, und wir h\u00e4tten eine sinnvolle L\u00f6sung gehabt.</p>\n<p>Die beiden Punkte kurz zusammengefasst: die L\u00f6hne beschr\u00e4nken und daf\u00fcr sorgen, dass die Aktion\u00e4re an den Generalversammlungen richtig zu Wort kommen. Wenn wir das in der Gesetzesberatung durchgebracht h\u00e4tten, h\u00e4tte Herr Minder die Initiative zur\u00fcckgezogen. Ich verstehe nicht, wie ein B\u00fcrgerlicher dagegen opponieren konnte - der Vorwurf geht an die CVP.</p>\n<p>Ich stelle fest, dass hier im Rat praktisch alle der Meinung sind, Herr Minder komme mit seiner Initiative wahrscheinlich durch und werde gewinnen. Umso mehr h\u00e4tte man der L\u00f6sung \"indirekter Gegenvorschlag\" zustimmen sollen. Herr Minder hat zwei, drei problematische Punkte in seiner Initiative, die wir in der Gesetzesberatung h\u00e4tten verbessern k\u00f6nnen. Ich nenne als Beispiel die strafrechtlichen Bestimmungen - Stichwort: Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren -, die problematisch sind. Nun m\u00fcssen alle, die sagten, sie wollten nur den direkten Gegenvorschlag bringen, die Verantwortung tragen, wenn Herr Minder - was mit grosser Wahrscheinlichkeit der Fall sein wird - durchkommt.</p>\n<p>Ich verstehe die Leute zwar schon, die einen direkten Gegenvorschlag wollten. So gesehen war das Votum von der FDP-Seite richtig und verst\u00e4ndlich: auf jeden Fall den direkten Gegenvorschlag als Pfand bewahren. Ich verstehe bestens, dass sich die Leute sagten: Wir brauchen einen direkten Gegenvorschlag, weil wir ja nie wissen, ob Herr Minder die Initiative auch wirklich zur\u00fcckzieht. Aber ich verstehe hinten und vorne nicht, weshalb wir uns nicht die Zeit genommen haben, einen indirekten Gegenvorschlag zu produzieren, wie es die SVP wollte.</p>\n<p>Dann kommt f\u00fcr mich noch ein letzter Punkt: Weshalb etwas so Kompliziertes in die Verfassung? Da herrscht ja praktisch auch Konsens. Eine so detaillierte Bestimmung in die Verfassung hineinzuschreiben ist nicht angemessen. Das gilt auch f\u00fcr den B\u00fcrger, der die Verfassung liest. Die Verfassung ist relativ einfach gestaltet, sie ist verst\u00e4ndlich. Pl\u00f6tzlich kommen solche komplizierten Bestimmungen, das halbe Aktienrecht wird in die Verfassung gepackt; das ist nicht richtig. Die Idee der SVP, es als indirekten Gegenvorschlag ins Gesetz zu nehmen, w\u00e4re doch auch so gesehen die richtige gewesen.</p>\n<p>Zusammenfassend muss ich Ihnen sagen: F\u00fcr mich ist das jetzige Vorgehen nur gew\u00e4hlt worden, um der SVP \"eins ans Schienbein zu hauen\"; sonst ist es fast nicht verst\u00e4ndlich. Sonst w\u00e4re es ja logisch, dass man einen indirekten Gegenvorschlag macht und am Schluss dar\u00fcber befinden kann, ob man die Minder-Initiative, den direkten oder den indirekten Gegenvorschlag will.</p>\n<p>Wenn es noch irgendeine M\u00f6glichkeit gibt, doch noch einen indirekten Gegenvorschlag auszuarbeiten und zur Abstimmung zu bringen, tun Sie das unbedingt! Es w\u00e4re der Sache dienlich; es w\u00e4re der Sache der B\u00fcrgerlichen dienlich, wenn eine gute Aktiengesetzgebung gemacht w\u00fcrde. Ich bitte Sie darum.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Luzi","SpeakerLastName":"Stamm","SpeakerFullName":"Stamm Luzi","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":19,"CantonName":"Aargau","CantonAbbreviation":"AG","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":32,"Start":"\/Date(1268306223635)\/","End":"\/Date(1268306468014)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774265)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268306223637+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268306468013+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105740L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105740L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105740L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105740L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105740L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105740","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3908,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Sie haben jetzt, wie viele andere auch schon, erw\u00e4hnt, eine solche Bestimmung geh\u00f6re nicht in die Verfassung. Abgesehen davon, dass die Debatte zeigt, wie wichtig die Bestimmung ist, finde ich, dass sie aufgrund der Debatte grunds\u00e4tzlich sogar Verfassungsrang verdient. Wir werden hier n\u00e4chste Woche \u00fcber die Volksinitiative \"Eigene vier W\u00e4nde dank Bausparen\" abstimmen, eine Baselbieter Bauspar-Initiative. Diese ist auch sehr kompliziert. Werden Sie diese Bestimmung dann auch mit dem Argument bek\u00e4mpfen, eine so komplizierte Bestimmung geh\u00f6re nicht in die Verfassung?</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Alec","SpeakerLastName":"von Graffenried","SpeakerFullName":"von Graffenried Alec","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":33,"Start":"\/Date(1268306468014)\/","End":"\/Date(1268306509796)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774266)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268306468013+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268306509797+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105741L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105741L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105741L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105741L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105741L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105741","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":214,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich m\u00f6chte nicht zu stark auf diese Bauspar-Initiative eingehen, aber genau das ist der komplizierte Weg, auf welchen Sie den Verfassungsgesetzgeber zwingen. Bei meinem Spezialgebiet, dem Strafrecht, k\u00f6nnte man auch all die Missst\u00e4nde, die wir haben, mit sechs, sieben, acht, zehn Punkten als Riesenartikel in die Verfassung hineinpacken, aber das ist der falsche Weg. Wir sollten bei der Aktienrechtsrevision hier dringend das Sinnvolle machen: runter in die Gesetzgebung. Sie verlieren ja nichts, Sie m\u00fcssen nur ein bisschen warten und k\u00f6nnen dann nach vielleicht einem Jahr entscheiden, ob die Gesetzesvariante die beste ist oder doch ein direkter Gegenvorschlag oder die Minder-Initiative. Was verl\u00f6ren wir, wenn wir das Gesch\u00e4ft zur\u00fcck in die Kommission und in die Gesetzgebung schicken w\u00fcrden?</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Luzi","SpeakerLastName":"Stamm","SpeakerFullName":"Stamm Luzi","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":19,"CantonName":"Aargau","CantonAbbreviation":"AG","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":34,"Start":"\/Date(1268306509796)\/","End":"\/Date(1268306559403)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774267)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268306509797+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268306559403+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105742L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105742L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105742L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105742L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105742L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105742","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":503,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Al di l\u00e0 di quello che sar\u00e0 il confronto che avremo tra iniziativa e controprogetto, ci\u00f2 che veramente conta \u00e8 che si sappia finalmente correggere una direzione di marcia distruttiva per l'equilibrio e per la coesione sociale. Una direzione di marcia che da un profilo generale avanza verso una ripartizione meno equa, sempre meno equa della ricchezza, direzione la cui punta dell'iceberg \u00e8 proprio questa situazione scandalosa dei salari eccessivi di numerosi manager: Retribuzioni che sono aberranti, retribuzioni dove non c'\u00e8 nessuna relazione n\u00e9 comprovabile n\u00e9 giustificata n\u00e9 giustificabile tra prestazioni lavorative e retribuzione. Retribuzioni che si collocano nell'area pi\u00f9 della speculazione che neanche della rimunerazione del lavoro effettivamente prestato. Rimunerazioni oltretutto che mettono all'interno delle imprese una cultura aziendale perversa nella misura in cui allontanano sempre di pi\u00f9 gli organi dirigenti dal personale. \u00c8 perci\u00f2 eticamente e socialmente inconcepibile e inammissibile che esistano tra i manager salari fino a quattrocento volte superiori a quelli dei loro dipendenti. Forse che bisogna vivere sette vite come lo fanno i gatti per guadagnare in sette vite ci\u00f2 che un manager guadagna in un anno? Quindi ben vengano delle norme correttive contro simili saccheggi. </p>\n<p>Si sia per\u00f2 anche consapevole di una cosa: \u00c8 probabilmente illusorio pensare di risolvere la questione affidandosi unicamente agli azionisti. Forse che questi azionisti proprio negli anni scorsi non hanno allacciato un'intensa alleanza con i manager, entrambi proiettati a cercare il migliore profitto nel pi\u00f9 breve tempo? Forse che una parte degli azionisti, invece di essere ancorata, agganciata ai destini dell'azienda, non fa che svolazzare da un'impresa all'altra in cerca di guadagni immediati? Cosa hanno fatto gli azionisti in questi anni per ostacolare questa tendenza e la costituzione di una casta di manager che purtroppo ha fin troppi imitatori.?</p>\n<p>Quindi, una soluzione che non voglia essere solo di superficie, ma che vada alla radice del problema ha bisogno di andare in una direzione ancora pi\u00f9 avanzata: Abbiamo bisogno di ricentrare le aziende attorno al valore centrale del lavoro, con manager che tornino a qualificarsi per operosit\u00e0, per rigore, per modestia, per moderazione e non per il livello dei loro salari. Una soluzione sar\u00e0 probabilmente reale e effettiva quando si dar\u00e0 anche pi\u00f9 potere al personale, ai dipendenti. Quindi diamo pure oggi un segnale nella direzione di un contenimento di questi eccessi. Adattiamo, s\u00ec, nuove regole, teniamo per\u00f2 sotto stretta osservazione gli azionisti ai quali diamo pi\u00f9 potere, ma anche maggiore responsabilit\u00e0. Se l'economia tramite gli azionisti non dovesse riuscire ad autoregolarsi, sia la politica responsabile del bene comune a ritornare in campo con fermezza e con vigore.</p>\n<p>[PAGE 348] </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Meinrado","SpeakerLastName":"Robbiani","SpeakerFullName":"Robbiani Meinrado","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":27,"CantonName":"Tessin","CantonAbbreviation":"TI","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":35,"Start":"\/Date(1268306559403)\/","End":"\/Date(1268306785898)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"IT","Modified":"\/Date(1774877774270)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268306559403+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268306785897+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105743L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105743L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105743L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105743L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105743L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105743","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1158,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Sehr geehrter Herr Heer, Sie werfen uns vor, wir seien auf einen Zug aufgesprungen. Viel schlimmer ist es zu versuchen, einen Zug zum Entgleisen zu bringen.</p>\n<p>Herr Stamm, Ihr Verfassungspurismus in Ehren; Ihr Argument spricht ja daf\u00fcr, dass man neben Verfassungsinitiativen auch Gesetzesinitiativen machen k\u00f6nnen soll. Gottfried Keller hat einmal gesagt: \"Wir haben die h\u00e4sslichste Verfassung auf der Welt.\" Sie wurde eben von den B\u00fcrgern gemacht und nicht von Politikern; sie wird aber auch eingehalten. Es ist auch eine Folge der direkten Demokratie, dass unsere Verfassung nicht so aussieht wie jeweils unmittelbar nach einer Totalrevision.</p>\n<p>Die Abzocker-Initiative und das, was sie symbolisiert und verk\u00f6rpert, die ganze Aura, die diese Initiative zus\u00e4tzlich zum konkreten Wortlaut hat, ist ein Aufstand gegen das massiv gewachsene Lohngef\u00e4lle in unserem Land. Das \u00fcberdeutliche Nein zum Rentenklau am letzten Sonntag war Teil dieses Aufstandes. Die Tatsache, dass die Abzockerei im Krisenjahr 2009 frischfr\u00f6hlich weiterging, hat den Unmut zus\u00e4tzlich angeheizt. So verdiente Daniel Vasella 42 Millionen Franken, noch mehr als in den Vorkrisenjahren. Weitere Beispiele wurden in der Sonntagszeitung ver\u00f6ffentlicht. Der Novartis-Boss verdient mit seinen 42 Millionen Franken gleich viel wie 600 Durchschnittsverdienende und mehr als 660 berufst\u00e4tige Frauen. Man mag nun einwenden, diese Person habe eine \u00fcberdurchschnittliche Ausbildung, eine \u00fcberdurchschnittliche Arbeits- und Verantwortungslast. Vergleichen wir also sein Einkommen mit Kaderleuten, die logischerweise \u00dcberstunden arbeiten: Vasella verdient 440-mal mehr als ein gutes, arbeitsames, verantwortungsbewusstes Kadermitglied in der Schweizer Wirtschaft. Ist Vasellas Einzelleistung gr\u00f6sser als die von 660 Frauen, gr\u00f6sser als die von 440 Kaderangestellten? Nebenbei: Vasella verdient das 99-Fache eines Bundesrates - tr\u00e4gt er 98-mal mehr Verantwortung? Solch gigantische Unterschiede sind nicht nur ein sozialer Skandal, sie bedeuten zus\u00e4tzlich eine Gefahr f\u00fcr das Fundament der Demokratie.</p>\n<p>Jetzt komme ich auf Herrn Fluri zu sprechen. Herr Fluri hat den Initianten vorgeworfen, sie wollten eine egalit\u00e4re Politik. Herr Fluri, \"\u00e9galit\u00e9\" ist keine sozialistische Erfindung, \"\u00e9galit\u00e9\" ist eine liberale Erfindung. Aber Sie best\u00e4tigen das, was hier als Gefahr droht. Das Fundament der liberalen Demokratie ist die formale Gleichheit, \"l'\u00e9galit\u00e9\". Wenn aber die materiellen Unterschiede, die materielle Ungleichheit vor allem bei den Verdiensten, die laut liberalen Prinzipien ja mit Leistung zu tun haben sollten, zu gross werden, dann schw\u00e4chen wir die Demokratie nicht nur materiell, sondern auch in ihren Fundamenten. Herr Fluri, die Rechtsphilosophie nennt das die normative Kraft des Faktischen. Das Faktum extremer Ungleichheit unterminiert die Norm der Gleichheit, die - ich wiederhole mich - eine liberale Erfindung ist. Die Sozialisten haben nur versucht, es weiterzuentwickeln. Die Abzockerei ist also auch eine Gefahr f\u00fcr die Demokratie. An einer bewegenden Aktion\u00e4rsversammlung bei der Novartis hat ein Kleinaktion\u00e4r genau hierauf hingewiesen. Er hat gesagt, die Vasella-Millionen passten nicht in eine Demokratie, und er hat vor einer R\u00fcckkehr der Aristokratie gewarnt, das heisst auch der formalen Ungleichheit in unserem Lande.</p>\n<p>Ich bitte Sie also, diese Initiative zur Annahme zu empfehlen, und zwar nicht nur im Namen der Aktion\u00e4rsdemokratie - das ist auch ein Wert -, sondern auch im Namen der allgemeinen Demokratie.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Josef","SpeakerLastName":"Lang","SpeakerFullName":"Lang Josef","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":9,"CantonName":"Zug","CantonAbbreviation":"ZG","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":36,"Start":"\/Date(1268306785898)\/","End":"\/Date(1268307093239)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774273)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268306785897+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268307093240+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105744L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105744L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105744L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105744L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105744L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105744","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1122,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Herr Lang, ist Ihnen nicht bekannt, dass ein grosser Unterschied zwischen der liberalen \"\u00e9galit\u00e9\" als Gew\u00e4hrleistung der rechtlich gleichen Ausgangslage und der sozialistischen Egalit\u00e4t besteht, die in dem Sinn verstanden wird, dass alle gleich gemacht werden sollen?</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Kurt","SpeakerLastName":"Fluri","SpeakerFullName":"Fluri Kurt","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":11,"CantonName":"Solothurn","CantonAbbreviation":"SO","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":37,"Start":"\/Date(1268307093239)\/","End":"\/Date(1268307112701)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774274)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268307093240+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268307112700+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105745L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105745L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105745L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105745L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105745L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105745","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1158,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Selbstverst\u00e4ndlich ist mir das bekannt! 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Viele sind hier gegr\u00fcndet worden, haben w\u00e4hrend Jahrzehnten weltweit expandiert, sind an die B\u00f6rse gegangen. Andere sind hierhergezogen, wegen des g\u00fcnstigen Umfelds in Bezug auf politische Stabilit\u00e4t und Rechtssicherheit - dies dank unserem liberalen Aktien- und Arbeitsrecht -, wegen der hohen Lebensqualit\u00e4t, internationaler Vernetzung und vergleichsweise tiefen Steuern. In der Schweiz konnten dank diesen Standortvorteilen neue Arbeitspl\u00e4tze geschaffen und neues Steuersubstrat generiert werden.</p>\n<p>Mit einer Annahme der Abzocker-Initiative m\u00fcsste in der Schweiz ein weltweit einmalig rigides Aktienrecht eingef\u00fchrt werden, das den Standort schw\u00e4chen und Arbeitspl\u00e4tze gef\u00e4hrden w\u00fcrde. Damit einher gingen Verluste an Steuersubstrat, da nicht nur die Unternehmen, sondern auch die hochqualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gute Steuerzahler sind.</p>\n<p>Den Bef\u00fcrwortern der Initiative - da muss ich nach links und nach rechts schauen - ist ernsthaft die Frage zu stellen, ob sie denn wirklich zur\u00fcckwollen zum Wohlstandsniveau unseres Landes im vorletzten Jahrhundert. Damals gab es keine \u00f6ffentliche Diskussionen \u00fcber sogenannte Abzocker oder exorbitante Managerl\u00f6hne, aber es gab Hunger, es gab Arbeitslosigkeit, und es gab eine Auswanderungswelle aus unserem Land. Heute sind wir stolz auf den erarbeiteten Wohlstand in der Schweiz, k\u00f6nnen dank unseren Standortvorteilen wie politische Verl\u00e4sslichkeit, Rechtssicherheit, hohe Lebensqualit\u00e4t, internationale Vernetzung, vergleichsweise tiefe Steuern und nicht zuletzt auch dank unserem liberalen Aktienrecht neue Firmen ansiedeln, bestehende hier behalten und damit Arbeitspl\u00e4tze schaffen und Steuern einnehmen. Wir sind froh, dass wir die Finanz- und Wirtschaftskrise bisher mit einem blauen Auge \u00fcberstanden haben, und wir wollen nicht, dass wir, getrieben von Neid und Missgunst, die erarbeiteten Standortvorteile aufs Spiel setzen.</p>\n<p>Die FDP-Die Liberalen haben sich wiederholt und dezidiert gegen Exzesse bei Boni ausgesprochen. Doch staatliche Eingriffe k\u00f6nnen das Problem nicht beheben, sondern nur verlagern, und zwar ins Ausland. F\u00fchrt die Schweiz das von der Initiative geforderte einschr\u00e4nkende Aktienrecht f\u00fcr b\u00f6rsenkotierte Unternehmungen ein, sinkt die Attraktivit\u00e4t des Wirtschaftsstandorts als Ganzes massiv, und zwar auch f\u00fcr die KMU, die b\u00f6rsenkotierte Unternehmen beliefern. In der Schweiz sind zwar nur 1,5 Promille aller Aktiengesellschaften an der B\u00f6rse kotiert, aber diese besch\u00e4ftigen immerhin 20 Prozent aller Arbeitnehmenden in unserem Land. Sie erwirtschaften laut einer Studie der HTW Chur 18 Prozent der Bruttowertsch\u00f6pfung der Schweiz und besch\u00e4ftigen zus\u00e4tzlich rund 1,2 Millionen Menschen im Ausland.</p>\n<p>Der Initiant hat wiederholt betont, er wolle mit seiner Abzocker-Initiative \"nur\" die b\u00f6rsenkotierten Unternehmungen attackieren. Sie m\u00fcssen in diesem Saal entscheiden: Wollen Sie wirklich eine Attacke auf die b\u00f6rsenkotierten Unternehmungen in unserem Land reiten, auf deren Arbeitspl\u00e4tze und deren Steuersubstrat? Und dies nachdem die Schweiz im Vergleich zu anderen Staaten bisher mit einem blauen Auge davongekommen ist und die Finanz- und Wirtschaftskrise ohne gebrochenes R\u00fcckgrat \u00fcberstanden hat? Aus volkswirtschaftlicher und aus politischer Sicht, nicht aber aus populistischer Sicht, muss die Antwort klar nein lauten.</p>\n<p>Eine Annahme der Initiative w\u00e4re ein herber Schlag gegen den Unternehmensstandort Schweiz und w\u00fcrde Arbeitspl\u00e4tze, Steuersubstrat und damit auch unsere Sozialwerke gef\u00e4hrden. Die FDP-Die Liberalen h\u00e4tten sich nicht gescheut, die Volksinitiative alleine zur Abstimmung zu bringen. Aber nachdem sich die andern Parteien zum Teil in bemerkenswerte Richtungen bewegt haben, sind wir bereit, \u00fcber vern\u00fcnftige - ich betone: vern\u00fcnftige - Gegenvorschl\u00e4ge sowohl auf Verfassungsebene wie auch auf Gesetzesebene zu diskutieren.</p>\n<p>Ein Zeichen der Vernunft in dieser rigiden Regulierung setzen die Minderheiten Huber sowie meine Minderheit im direkten Gegenvorschlag. Ich empfehle Ihnen, dieser [PAGE 349] sch\u00e4dlichen Volksinitiative einen vern\u00fcnftigen Gegenvorschlag gegen\u00fcberzustellen, der die Freiheit der Aktion\u00e4re bei der Frage, wie sie ihre Unternehmung organisieren wollen, nicht derart einschr\u00e4nkt, wie es die Initiative fordert.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Christa","SpeakerLastName":"Markwalder B\u00e4r","SpeakerFullName":"Markwalder B\u00e4r Christa","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":39,"Start":"\/Date(1268307129742)\/","End":"\/Date(1268307441034)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774278)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268307129743+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268307441033+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105747L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105747L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105747L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105747L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105747L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105747","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":405,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Wer hat Angst vor dem Volk? Die SVP. Anders kann man den Vernebelungskurs der SVP nicht interpretieren. Ein bisschen habe ich daf\u00fcr sogar Verst\u00e4ndnis; es ist unangenehm f\u00fcr eine Partei, wenn sie eine Initiative unterst\u00fctzen muss, obwohl sie sie gar nicht will. Es ist verlockend, dann mit allen Mitteln gegen eine Volksabstimmung \u00fcber eine solche Initiative zu k\u00e4mpfen. Doch dieses Problem haben Sie sich selbst eingebrockt, respektive dieses Problem hat Ihnen Ihr Chefstratege schon vor Jahren ins Parteibuch gestempelt. Es war schon seit Langem klar, dass Ihnen der tiefe Widerspruch Ihrer Politik fr\u00fcher oder sp\u00e4ter um die Ohren fliegen w\u00fcrde: Einerseits der politische Arm der Banken, der Abzocker, der Bonusmanager sein zu wollen, und andererseits so zu tun, als vertrete man die kleinen Leute - das ist eine politische L\u00fcge. Diese L\u00fcge holt Sie hier und heute ein. Herr Spuhler war Verwaltungsrat der UBS in den Zeiten, in denen jene Entscheide gef\u00e4llt wurden, die letztlich zur Staatsintervention f\u00fchrten. Herr Blocher war und ist ein politischer Freund jener Leute, welche die ganze Misere angerichtet haben. Wahrlich, mit diesem Leistungsausweis vors Volk zu treten ist nicht besonders angenehm.</p>\n<p>Doch das Volk will \u00fcber die Abzocker-Initiative abstimmen. Das Volk will endlich zum Ausdruck bringen, was es von diesem verantwortungslosen Gebaren unserer sogenannten Wirtschaftselite denkt. Das Volk will endlich klarmachen, dass es so nicht weitergehen kann.</p>\n<p>Verschiedene Votantinnen und Votanten hier im Saal versuchen diesen Willen des Volks zur Mitbestimmung mit Begriffen wie \"billiger Populismus\" oder \"Sch\u00fcren einer Neidkultur\" abzutun. Ich muss Ihnen sagen: Ich finde das ziemlich dicke Post. Das Volk ist nicht neidisch; das Volk ist in Sorge. Jene Menschen in diesem Land, die jeden Tag f\u00fcr einen mehr oder weniger anst\u00e4ndigen Lohn ihre Arbeit leisten und sich um das Fortkommen unseres Landes k\u00fcmmern, k\u00e4mpfen nicht gegen Abzocker, weil sie ebenso hemmungslos zulangen wollen. Sie k\u00e4mpfen gegen Abzocker, weil sie wissen, dass diese unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft kaputt machen. Das Volk ist nicht aus populistischen Gr\u00fcnden gegen Abzocker, sondern aus Verantwortung.</p>\n<p>Boni vergiften die Unternehmenskultur, Boni beg\u00fcnstigen die G\u00fcnstlingswirtschaft. Kopfnickende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, stromlinienf\u00f6rmige Karrieristen ergattern die fetteste Beute. Mitarbeiter, die dem Chef auch einmal kritische Fragen stellen, k\u00f6nnen kaum mit dicken Belohnungen rechnen. Je h\u00f6her der Boni-Anteil im Entsch\u00e4digungssystem, desto weniger kann ein Unternehmen damit rechnen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Unternehmensentwicklung eigenst\u00e4ndig und kritisch mitdenken. Genau das ist der Ursprung allen \u00dcbels. Lemminge wurden gez\u00fcchtet statt kritisch-loyale Mitarbeiter. Die Zeche dieser Kopfnickerkultur zahlen wir alle: mit unseren Steuergeldern, mit der Wirtschaftskrise, mit verlorenen Arbeitspl\u00e4tzen, mit privaten menschlichen Trag\u00f6dien.</p>\n<p>F\u00fcr uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist es h\u00f6chste Zeit, dass das Volk zu dieser Entwicklung etwas sagen kann. Es ist h\u00f6chste Zeit, dass die Abzocker-Initiative und ein griffiger, direkter Gegenvorschlag vors Volk kommen. Nur wer Angst vor dem Volk hat, kann dagegen sein.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Jacqueline","SpeakerLastName":"Fehr","SpeakerFullName":"Fehr Jacqueline","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":40,"Start":"\/Date(1268307441034)\/","End":"\/Date(1268307679244)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774281)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268307441033+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268307679243+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105748L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105748L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105748L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105748L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105748L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105748","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":820,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Frau Fehr, die Gleichmacherei hat schon immer Schiffbruch erlitten. Sie haben vorher zwei Personen angegriffen, die nicht im Ratssaal sein k\u00f6nnen. Ich m\u00f6chte Sie fragen: Ist Ihnen bewusst, was diese Leute mit ihren Unternehmen f\u00fcr unsere Volkswirtschaft geleistet haben und immer noch leisten?</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Ernst","SpeakerLastName":"Schibli","SpeakerFullName":"Schibli Ernst","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":41,"Start":"\/Date(1268307679244)\/","End":"\/Date(1268307705375)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774282)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268307679243+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268307705377+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105749L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105749L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105749L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105749L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105749L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105749","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":405,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Es ehrt Sie ja, dass Sie Ihre nichtanwesenden Parteikollegen hier vertreten. Aber ich denke, es sind Leute, die wissen, was Verantwortung heisst, und die deshalb auch wissen, welche Verantwortung sie im Umfeld dieser UBS-Skandale tragen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Jacqueline","SpeakerLastName":"Fehr","SpeakerFullName":"Fehr Jacqueline","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":42,"Start":"\/Date(1268307705375)\/","End":"\/Date(1268307725056)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774284)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268307705377+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268307725057+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105750L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105750L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105750L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105750L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105750L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105750","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":489,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Seit Jahren \u00e4rgern wir uns \u00fcber unanst\u00e4ndig hohe Bez\u00fcge von gewissen Verwaltungsr\u00e4ten und Spitzenmanagern. Diese vermeintlich T\u00fcchtigen \u00fcbersch\u00e4tzten sich und ihre Leistung masslos. Man verlor den Sinn f\u00fcr Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit und Verantwortung - Verantwortung gegen\u00fcber den Mitarbeitern, der Gesellschaft und dem Staat.</p>\n<p>Die Tatsache, dass der Staat und letztlich der Steuerzahler f\u00fcr die Fehler von krass \u00fcberzahlten und zum Teil arroganten Managern einspringen mussten, traf auch die Schweizer B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen tief, dies umso mehr, als viele glauben, die Missst\u00e4nde w\u00fcrden zum Teil noch immer bestehen - wobei in der Schweiz trotz allem einiges gegangen ist. Die verzerrten Lohnverh\u00e4ltnisse einiger Grossfirmen waren auch f\u00fcr alle anderen Unternehmen mit normalen Lohnverh\u00e4ltnissen ein \u00c4rgernis. Zu diesen z\u00e4hlen auch viele grosse Firmen, denen man nichts vorwerfen kann. </p>\n<p>Das Fehlverhalten von wenigen darf nicht zur Folge haben, dass die grosse Mehrheit der Anst\u00e4ndigen mit \u00dcberregulierung bestraft wird. Bei allem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den bestehenden Unwillen ist darauf zu achten, dass die zu ergreifenden Korrekturmassnahmen unserer Volkswirtschaft und damit insbesondere auch den Besch\u00e4ftigten nicht mehr schaden als n\u00fctzen. Ehrlicherweise ist auch festzustellen, dass der auf rasche Gewinne ausgerichtete Zeitgeist der letzten Jahre auch viele Aktion\u00e4re und kleine Anleger ergriffen hat, die heute ihre erlittenen Verluste bitter beklagen. </p>\n<p>Unser Gesellschaftsrecht gibt den Aktion\u00e4ren fast nur Rechte und fast keine Pflichten. Unter den heutigen Feuerwehrleuten gibt es auch solche, die in den Neunzigerjahren unter den Brandstiftern waren. Ich erinnere an das damalige Shareholder-Value-Gerede und an den Druck auf das Management, h\u00f6here Eigenkapitalrenditen zu erzielen. Das Instrument der Namenaktien zur Verhinderung feindlicher \u00dcbernahmen war damals verp\u00f6nt. Es gilt jetzt mit Besonnenheit, k\u00fchlem Kopf und Vernunft die n\u00f6tigen Verbesserungen im Aktienrecht zu beschliessen. Im Zentrum stehen die Kompetenzen der Generalversammlung. Der Hauptfehler im heutigen Recht besteht darin, dass die Generalversammlung den Verwaltungsrat w\u00e4hlt, aber nicht \u00fcber dessen Lohn entscheidet.</p>\n<p>Ohne diesen Mangel im Aktienrecht w\u00e4ren die Lohnexzesse nicht m\u00f6glich geworden. Die Generalversammlung wird dem Verwaltungsrat nicht mehr Geld geben als n\u00f6tig. Wenn der Verwaltungsrat nicht zu viel verdient, so wird er auch der Gesch\u00e4ftsleitung nicht zu viel Geld geben. Diese stufengerechte Zuteilung der Kompetenzen ist also zentral. Ich habe deshalb einen Einzelantrag eingereicht, der im Verg\u00fctungsbericht einen stufengerechten Unterschied zwischen der Offenlegung der Verg\u00fctungen des Verwaltungsrates und jener der Gesch\u00e4ftsleitung fordert. Die Ver\u00f6ffentlichung der Einzelverg\u00fctungen der Mitglieder des Verwaltungsrates ist notwendig, jene der Mitglieder der Gesch\u00e4ftsleitung ist jedoch kontraproduktiv. Sie f\u00fchrt zu einem allgemeinen Anstieg der Kaderl\u00f6hne. Die Generalversammlung soll gem\u00e4ss Gegenvorschlag ja auch von vornherein \u00fcber die Gesamtgr\u00f6sse der Verg\u00fctung der Mitglieder der Gesch\u00e4ftsleitung beschliessen, und nicht im Detail. Also k\u00f6nnen wir nicht im Nachhinein die Offenlegung verlangen.</p>\n<p>Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche und N\u00f6tigste. Vermeiden wir einen Abbau der Standortvorteile unseres Landes. Der Gegenvorschlag mit einigen Verbesserungen kann die richtige L\u00f6sung sein. Die Minder-Initiative geht zu weit. Sie \u00fcberspannt den Bogen. Wut ist ein schlechter Ratgeber. Ich hoffe, dass man auch Herrn Minder f\u00fcr den Gegenvorschlag gewinnen kann.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Arthur","SpeakerLastName":"Loepfe","SpeakerFullName":"Loepfe Arthur","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":16,"CantonName":"Appenzell I.-Rh.","CantonAbbreviation":"AI","ParlGroupName":"Fraktion CVP/EVP/glp","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":43,"Start":"\/Date(1268307725056)\/","End":"\/Date(1268307977667)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774286)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268307725057+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268307977667+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105751L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105751L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105751L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105751L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105751L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105751","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":352,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Wenn man der Debatte folgt, k\u00f6nnte man glauben, es drohe der Schweiz eine neue Pandemie. Man ist allerdings beruhigt, wenn man feststellt: Nur Parlamentarier scheinen gef\u00e4hrdet. Die Krankheit, die da droht, k\u00f6nnte man als \"Unterschriftensammelwut ex post\" [PAGE 350] bezeichnen, die einige \u00fcberkommt, nun, da sich eine Entscheidung anbahnt, die sich aber damals, als die Abzocker-Initiative lanciert wurde, seltsamerweise kaum bemerkbar machen wollte. Als wir mit dem Initianten die ersten Aktionen vereinbarten, waren wir jedenfalls ziemlich allein, nicht vollst\u00e4ndig allein, aber ziemlich. Es freut uns, dass unser Mitwirken ab Beginn nicht unwesentlich zum Erfolg der Initiative beigetragen hat. </p>\n<p>Und wie verhalten Sie sich jetzt? Redner um Redner sagt, heute werde ein wegweisender Anfang gemacht. Es sei jetzt wichtig, etwas zu tun, man m\u00fcsse ein Zeichen setzen, man m\u00fcsse einen Anfang machen, auch mit dem direkten Gegenvorschlag mache man einen Anfang, man m\u00fcsse dann nur noch die Gesetzgebung dazu schaffen. Das alles h\u00e4tte der indirekte Gegenvorschlag direkt gebracht, weil der indirekte Gegenvorschlag darauf abzielte, rasch eine L\u00f6sung zu pr\u00e4sentieren. Die Menschen in der Schweiz wollen nicht bloss ihrem Zorn freien Lauf lassen. Sie erwarten vom Parlament, dass es eine L\u00f6sung bringt. Aber es gibt eben welche, vor allem auf der Linken, denen die Polemik liegt; die Polemik ist ihnen wichtig, um die Erarbeitung einer L\u00f6sung scheren sie sich weniger.</p>\n<p>Interessant ist auch: Im Gegensatz zu allen anderen kann die SVP feststellen, dass sie ihren Vorschlag mit dem Initianten selber ausgearbeitet hat, dass sie allein eine L\u00f6sung pr\u00e4sentieren kann, hinter der der Initiant steht. Die anderen, die jetzt von angeblicher Angst vor einer Volksabstimmung predigen, haben die Unterst\u00fctzung des Initianten nicht. Denn auch das Ziel des Initianten ist es, eine L\u00f6sung f\u00fcr ein Problem zu finden, das dringend einer L\u00f6sung harrt.</p>\n<p>Es ist durchsichtig, weshalb es nicht gelingt, Sie auf einen l\u00f6sungsorientierten Weg zu bringen. Es ist eine Tatsache, und diese wird vor niemandem geheim gehalten, dass Christoph Blocher an der von uns vorgeschlagenen L\u00f6sung massgeblich mitgewirkt hat. Und da kann das Parlament offensichtlich nicht \u00fcber seinen Schatten springen - das erleben wir jetzt schon seit zwei Jahren. Ist Blocher im Spiel, dann diktiert Mediokrit\u00e4t, auch wenn eine vorz\u00fcgliche Leistung vorliegt. Das ist die Realit\u00e4t, vor der wir stehen. Sie sind offensichtlich viel eher bereit, einem direkten Gegenvorschlag zuzustimmen, der eine Verw\u00e4sserung der Initiative bringt, als dass Sie zugeben, dass wir eine Vorlage haben, die eine L\u00f6sung bringen w\u00fcrde. Unser Vorschlag ist am Eigentum orientiert, weil die Eigent\u00fcmerfrage im Mittelpunkt der Diskussion steht. Der Eigent\u00fcmer kann heute seine Rechte im Rahmen des geltenden Aktion\u00e4rsrechts nicht ausreichend wahrnehmen. Die Linke will nat\u00fcrlich nicht deren St\u00e4rkung, sie will nur die Polemik.</p>\n<p>Zum Schluss noch eine Mitteilung an die Linke: Ich gr\u00fcsse Sie vom ersten Reisespesen-Million\u00e4r in diesem Land. Er befindet sich jetzt gerade auf dem Weg nach Paris. Er geh\u00f6rt Ihrer Fraktion an: Andi Gross. In diesem Bereich sind Sie die Abzocker! Sie, die Sie jede M\u00f6glichkeit unterbinden, dass einmal offengelegt wird, wer alles wof\u00fcr auf Kosten der Steuerzahler in der Welt herumreist. Da sind Sie f\u00fcr h\u00f6chste Geheimhaltung, weil Sie da auf der Abzockerseite stehen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Ulrich","SpeakerLastName":"Schl\u00fcer","SpeakerFullName":"Schl\u00fcer Ulrich","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":44,"Start":"\/Date(1268307977667)\/","End":"\/Date(1268308251129)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774289)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268307977667+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268308251130+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105752L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105752L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105752L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105752L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105752L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105752","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":390,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Herr Kollega Schl\u00fcer, Sie beleidigen hier einen abwesenden Parlamentarier, der f\u00fcr die Aussenpolitik l\u00f6sungsorientiert pr\u00e4sent ist, w\u00e4hrend Sie mit Ihrer Minarett-Initiative f\u00fcr unser Land gewaltige aussenpolitische Probleme geschaffen haben. Sind Sie in der Aussenpolitik auch l\u00f6sungsorientiert?</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Hans","SpeakerLastName":"Widmer","SpeakerFullName":"Widmer Hans","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":3,"CantonName":"Luzern","CantonAbbreviation":"LU","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":45,"Start":"\/Date(1268308251129)\/","End":"\/Date(1268308290037)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774290)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268308251130+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268308290037+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105753L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105753L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105753L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105753L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105753L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105753","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":352,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich fasse Ihre Aussage gerne als Frage auf, Herr Kollege Widmer. Herr Andi Gross ist gew\u00e4hlter Parlamentarier und h\u00e4tte als solcher hier anwesend zu sein. Wenn ich etwas \u00fcber ihn sage, wenn er anwesend sein sollte, es aber nicht ist, dann ist das in keiner Art und Weise deplatziert. Ich sage nur: Wenn Kollege Gross f\u00fcr unsere Aussenpolitik so Wertvolles leistet und nicht nur seine eigene Reiselust befriedigt, soll er gef\u00e4lligst einmal offenlegen, f\u00fcr welche T\u00e4tigkeit er sich welche Kosten bezahlen l\u00e4sst - wie sich das f\u00fcr einen Parlamentarier geh\u00f6rt.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Ulrich","SpeakerLastName":"Schl\u00fcer","SpeakerFullName":"Schl\u00fcer Ulrich","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":46,"Start":"\/Date(1268308290037)\/","End":"\/Date(1268308325383)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774292)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268308290037+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268308325383+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105754L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105754L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105754L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105754L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105754L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105754","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":3891,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>In fr\u00fcheren Zeiten ging es darum, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Missbr\u00e4uchen durch Arbeitgeber und Patrons zu sch\u00fctzen. Mit der Schaffung des Arbeitsrechts wurden in diesem Bereich vielf\u00e4ltige Schutzmassnahmen getroffen. Das Verh\u00e4ltnis zwischen den Eigent\u00fcmern der Unternehmen und den leitenden Organen in Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und Verwaltungsrat wurde dagegen im Obligationenrecht nur oberfl\u00e4chlich geregelt. Der Gesetzgeber ging davon aus, dass es Aufgabe der Aktion\u00e4re sei, die entsprechende Aufsicht wahrzunehmen und allf\u00e4llige Korrekturmassnahmen gegen\u00fcber Managern zu ergreifen. Diese Regelung w\u00fcrde in kleineren Unternehmungen heute wohl durchaus noch gen\u00fcgen. Bei b\u00f6rsenkotierten Gesellschaften hingegen sind die Verh\u00e4ltnisse komplexer. Die Beteiligungen sind breit gestreut, und \u00fcber die Pensionskassen sind auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und damit die gesamte Volkswirtschaft an den Unternehmen beteiligt.</p>\n<p>Dass es hier besondere Schutzmassnahmen braucht, weil ein grosses Missbrauchspotenzial besteht, haben wir immer und immer wieder gesagt. Es hat sich n\u00e4mlich eine eigentliche Classe \u00e9conomique gebildet, die sich daran gew\u00f6hnt hat, dass Manager wie die erw\u00e4hnten Herren 10, 20 oder 40 Millionen Franken im Jahr verdienen, dass Verwaltungsr\u00e4te f\u00fcr wenige Sitzungsstunden Hunderttausende von Franken kassieren und dass gescheiterte CEO wie Herr Barnevik von der ABB eine Abgangsentsch\u00e4digung von \u00fcber 100 Millionen Franken erhalten, anstatt dass sie f\u00fcr den Schaden aufzukommen haben, den sie mit ihrem Missmanagement angerichtet haben. Trotzdem haben Sie, meine Damen und Herren von den b\u00fcrgerlichen Parteien, uns immer ausgelacht. Wir h\u00e4tten, hiess es, von Wirtschaft eben keine Ahnung. Ich erinnere mich daran, wie ein ehemaliger Bundesrat, der dieses System selbst als Verwaltungsrat der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft gef\u00f6rdert hat, mit Herrn Ebner und Konsorten durch das Land gezogen ist und gepredigt hat, man m\u00fcsse die Herren Manager Ospel und Co. einfach nur machen lassen, dann komme es f\u00fcr uns alle gut.</p>\n<p>Heute tut der gleiche Herr alt Bundesrat so, als k\u00e4mpfe er f\u00fcr die kleinen Leute und gegen die Abzocker. Dabei war er bis vor Kurzem der eigentliche Schutzpatron genau jener Abzocker.</p>\n<p>Heute stehen Sie, meine Damen und Herren aus den b\u00fcrgerlichen Parteien, ratlos da, und jeder und jede in diesem Land hat begriffen, dass die Zeiten, in denen sich Manager auff\u00fchren k\u00f6nnen wie \"Heuschrecken\", vorbei sein m\u00fcssen. Dazu braucht es jetzt griffige Mittel, wie sie die Abzocker-Initiative vorsieht. Es geht dabei darum, dass wir einen Kulturwandel vornehmen, hin zu einem System, in dem Manager vern\u00fcnftig entl\u00f6hnt und Bonusexzesse gestoppt werden. Es geht darum, dass Transparenz hergestellt wird, dass Aktion\u00e4re im Wissen um die konkreten Verh\u00e4ltnisse \u00fcber die Verg\u00fctungen entscheiden k\u00f6nnen. Es geht darum, dass die Organe \u00fcberwacht und ihre Mitglieder bei schlechter Leistung nach kurzer Zeit abgew\u00e4hlt werden k\u00f6nnen. Es geht schliesslich darum, dass gew\u00e4hrleistet ist, dass das Stimmrecht im Sinn der Aktion\u00e4re ausge\u00fcbt wird. Das dient einer gesunden Wirtschaft. Es muss unser Ziel sein, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Manager der Zukunft ein nachhaltiges Wachstum der Unternehmen generieren.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Daniel","SpeakerLastName":"Jositsch","SpeakerFullName":"Jositsch Daniel","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":47,"Start":"\/Date(1268308325383)\/","End":"\/Date(1268308588084)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877774294)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268308325383+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268308588083+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105755L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105755L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105755L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105755L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=105755L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"105755","Language":"DE","IdSubject":"17052","VoteId":null,"PersonNumber":1127,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Si Monsieur Minder a choisi l'initiative populaire pour se faire entendre dans ce domaine, c'est parce qu'il n'avait \u00e9videmment pas d'autre moyen d'agir; n'\u00e9tant pas membre du Parlement, c'\u00e9tait le seul instrument qu'il avait \u00e0 disposition. Or, la cons\u00e9quence de tout cela, c'est qu'on va inscrire dans la Constitution f\u00e9d\u00e9rale des dispositions qui concernent le droit des soci\u00e9t\u00e9s, si le peuple accepte l'initiative. Monsieur Minder, n'\u00e9tant lui-m\u00eame pas satisfait de cette solution, s'est d\u00e9clar\u00e9 d'accord de retirer son initiative au b\u00e9n\u00e9fice d'un contre-projet indirect dont la vertu essentielle serait d'inscrire ce qui rel\u00e8ve des bonus dans une loi, et non pas dans la Constitution. La commission, par 13 voix contre 13 avec la voix pr\u00e9pond\u00e9rante de la [PAGE 351] pr\u00e9sidente, a \u00e9cart\u00e9 cette solution. Ce matin, nous venons de prendre la m\u00eame voie.</p>\n<p>Pour ma part, je ne crois pas un instant au contre-projet direct, d'autant plus que cette voie reportera la r\u00e9solution du probl\u00e8me \u00e0 2014, alors que le peuple attend de nous que nous prenions des d\u00e9cisions assez rapidement. Il reste \u00e0 esp\u00e9rer que le Conseil des Etats sera plus pragmatique que nous et qu'il corrigera le tir en renvoyant tout cela en commission pour que nous fassions enfin notre travail de l\u00e9gislateur au niveau de la loi.</p>\n<p>En attendant, ce qui se passe ici est regrettable. Je rappelle que le groupe UDC s'est engag\u00e9 \u00e0 soutenir l'initiative Minder en cas de refus du contre-projet indirect, ceci d'autant plus que l'initiative Minder reste - du moins pour moi - plus cr\u00e9dible que le contre-projet direct concoct\u00e9 par la commission. Cependant, je reste convaincu qu'une inscription dans la loi reste la meilleure solution, car, avec ce qui se pr\u00e9pare, on introduira un monstre juridique dans la Constitution, c'est-\u00e0-dire l\u00e0 o\u00f9 il n'a pas sa place. De plus, ce texte, \u00e9tant d\u00e9fini par des forces politiques contraires - on a vu aujourd'hui, lors du d\u00e9bat, combien elles sont contraires! - qui ont un int\u00e9r\u00eat certain \u00e0 le rendre insipide, ne pourra \u00eatre que difforme et ne convaincra personne, et surtout pas le peuple!</p>\n<p>Evidemment, les groupes PDC/PEV/PVL et PBD se bercent d'illusions. D'abord, ils croient que le groupe UDC ne soutiendra pas l'initiative Minder. Ensuite, ils pensent qu'elle n'a aucune chance devant le peuple. Je parie gros avec les repr\u00e9sentants de ces groupes que, si l'initiative Minder est soumise au peuple, elle passera facilement, quelle que soit la mouture finale du contre-projet direct. Et c'est peut-\u00eatre ce que veulent certaines personnes du centre gauche. Quant au groupe UDC, il ne fait pas un pli qu'il respectera la parole donn\u00e9e \u00e0 Monsieur Minder et qu'il soutiendra son texte d\u00e9j\u00e0 lors du vote sur l'ensemble, et surtout lorsque le texte sera soumis au peuple.</p>\n<p>En fait, tout le monde dans cette salle est convaincu qu'un changement de la pratique dans le domaine des bonus et de la r\u00e9tribution des managers est n\u00e9cessaire, moi le premier. Et la plupart, mis \u00e0 part le camp rose-vert, savent que le lieu id\u00e9al pour le faire serait le droit des soci\u00e9t\u00e9s anonymes. Malheureusement les \u00e9lections approchent, et la politique politicienne prend le dessus! Voil\u00e0 pourquoi ce Parlement va opter pour l'introduction dans la Constitution d'un texte inadapt\u00e9, mal ficel\u00e9 et surdimensionn\u00e9. C'est parfaitement regrettable et nullement dans l'int\u00e9r\u00eat du pays! C'est d'autant plus regrettable que Monsieur Minder lui-m\u00eame reconna\u00eet que ses propositions devraient \u00eatre inscrites dans la l\u00e9gislation et non pas dans la Constitution. Evidemment accepter l'id\u00e9e que Blocher ait pu avoir une bonne id\u00e9e en trouvant un compromis avec l'initiant, cela d\u00e9passe les capacit\u00e9s de certains parlementaires! C'est dommage que l'aversion pour une personne p\u00e8se plus lourd dans la balance que l'int\u00e9r\u00eat du pays, mais ceci, finalement, n'est pas nouveau en politique.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100311","MeetingVerbalixOid":1907,"IdSession":"4813","SpeakerFirstName":"Oskar","SpeakerLastName":"Freysinger","SpeakerFullName":"Freysinger Oskar","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":23,"CantonName":"Wallis","CantonAbbreviation":"VS","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":48,"Start":"\/Date(1268308588084)\/","End":"\/Date(1268308801881)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877774297)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1268308588083+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1268308801880+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"17052","Language":"DE","IdMeeting":"1192","VerbalixOid":322468,"SortOrder":4,"Modified":"\/Date(1774877774181)\/"}}