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Minderheit</p>\n<p>[VS]</p>\n<p>[VS]</p>\n<p>[VS]</p>\n<p><i>Schluss der Sitzung um 13.15 Uhr</i></p>\n<p><i>La s\u00e9ance est lev\u00e9e \u00e0 13 h 15</i></p>\n<p>[PAGE 323] </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20010321","MeetingVerbalixOid":780,"IdSession":"4606","SpeakerFirstName":"Peter","SpeakerLastName":"Hess","SpeakerFullName":"Hess Peter","SpeakerFunction":"P-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":9,"CantonName":"Zug","CantonAbbreviation":"ZG","ParlGroupName":"Christlichdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":8,"Start":"\/Date(985180294009)\/","End":"\/Date(985180638533)\/","Function":"","DisplaySpeaker":false,"LanguageOfText":null,"Modified":"\/Date(1774878241979)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(985180294010+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(985180638533+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10912L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10912L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10912L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10912L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10912L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"10912","Language":"DE","IdSubject":"2077","VoteId":null,"PersonNumber":28,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Es gibt zwei wesentliche Punkte, welche im Zusammenhang mit dieser Parlamentarischen Initiative in der ersten Phase beantwortet werden m\u00fcssen:</p>\n<p>Erstens geht es um die sozialpolitische Beurteilung: Familienerg\u00e4nzende Betreuungspl\u00e4tze sollten grunds\u00e4tzlich mit kostendeckenden Beitr\u00e4gen betrieben werden; nur so kommt der eigentliche Wert der Erziehungsarbeit zum Ausdruck. Das ist - leider, muss man sagen - an den wenigsten Orten so geregelt, und die Parlamentarische Initiative sieht hier auch keine besondere Bedingung vor.</p>\n<p>Ich m\u00f6chte den Wert solcher Betreuungspl\u00e4tze in keiner Art und Weise herabmindern, aber es gilt festzuhalten, dass immer noch vier von zehn Eltern von unter 15-J\u00e4hrigen diskriminiert werden, nur weil sie auf das subventionierte Angebot solcher Betreuungspl\u00e4tze verzichten. Die Eigenverantwortung wird damit bestraft - nicht nur, weil das Angebot von diesen Personen nicht benutzt wird, sondern noch viel schlimmer, weil die Einrichtungen durch die nicht kostendeckenden Beitr\u00e4ge aller Schichten mit den von ihnen aufgebrachten Steuern - den Steuern auch derjenigen, die von diesen Einrichtungen nicht Gebrauch machen - subventioniert werden. Also wird der Verzicht in fast verh\u00f6hnender Art und Weise doppelt bestraft. Gut verdienende Doppelverdiener lassen sich die Erziehungsarbeit abnehmen und durch den Staat subventionieren. Das ist eine Sozialpolitik, die durch diese Parlamentarische Initiative mitgetragen wird, welche die Minderheit aber nicht unterst\u00fctzt. Das ist der eine Grund, warum wir Ihnen empfehlen, der Parlamentarischen Initiative keine Folge zu geben.</p>\n<p>Zum zweiten Punkt, welcher mich veranlasst, Ihnen zu beantragen, keine Folge zu geben - er ist m\u00f6glicherweise der wichtigere, er ist f\u00fcr die erste Phase entscheidend -: Die hier geforderte Massnahme betrifft ein Gebiet, welches bisher unbestritten in der abschliessenden Kompetenz der Kantone und Gemeinden lag. Wenn der Bund hier aktiv werden soll, \u00fcbernimmt er damit eine neue Aufgabe mit allen entsprechenden Begleiterscheinungen, mit Vorschriften, welche umzusetzen und zu kontrollieren sind; das ist selbstverst\u00e4ndlich.</p>\n<p>Wenn man in der Parlamentarischen Initiative von einer zehnj\u00e4hrigen Frist spricht, in der diese 100 Millionen Franken - selbstverst\u00e4ndlich mit wohlklingenden Rahmenbedingungen versehen - eingesetzt werden sollen, geht es vor allem darum, die Einstiegschancen beim Parlament zu erh\u00f6hen, und das ist offensichtlich gut gelungen. Sie haben das Stimmenverh\u00e4ltnis in der Kommission zur Kenntnis genommen. Es geht auch darum, das eigentliche Ziel zu besch\u00f6nigen, n\u00e4mlich die Einf\u00fchrung der staatlichen Kinderbetreuung auf Bundesebene.</p>\n<p>Wenn der Bund eine solche Aufgabe einmal \u00fcbernommen hat, wird sp\u00e4ter optimiert - oder wie man dem auch immer sagt -, die Kosten werden steigen. Ein Ausstieg, wie er in der Initiative dargestellt wird, ist wohl nicht ganz ernst gemeint.</p>\n<p>Wenn ich zusammenfasse, komme ich zu folgendem Schluss:</p>\n<p>1. Die sozialpolitische Notwendigkeit ist nicht gegeben, im Gegenteil. Ich habe Ihnen die Abl\u00e4ufe geschildert. Man muss angesichts des Textes der Parlamentarischen Initiative eigentlich von einer ungerechten Umverteilung sprechen. Woher das Geld kommen soll, das haben Sie geh\u00f6rt: vom \u00dcberschuss, den wir zurzeit gerade haben. Dar\u00fcber, wie das Ganze in einigen Jahren finanziert werden soll, schweigen sich die Sozialpolitikerinnen aus. Auch beim vorher besprochenen Begehren, beim Tessiner Modell, haben die Initianten \u00fcber die Finanzierung wenig Worte verloren. Es geht darum, f\u00fcr diese beiden Anliegen eine halbe Milliarde Franken auszugeben. Das erh\u00f6ht die Staatsquote, und die Soziallast, welche heute bei 26 Prozent des Bruttoinlandproduktes liegt, wird weiter steigen. Ich glaube, das ist eine Politik, der es den Riegel vorzuschieben gilt.</p>\n<p>2. Die Parlamentarische Initiative ist ein F\u00f6deralismuskiller: Wir sprechen von Entflechtung, versuchen, in unserem Staat klare Kompetenzen zu schaffen, und hier wird mit einem neuen Vorstoss diese Verflechtung wieder gef\u00f6rdert. Ich glaube, dass das nicht der Sinn der Politik sein kann.</p>\n<p>Ich bitte Sie, dieser Parlamentarischen Initiative keine Folge zu geben.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20010321","MeetingVerbalixOid":780,"IdSession":"4606","SpeakerFirstName":"Toni","SpeakerLastName":"Bortoluzzi","SpeakerFullName":"Bortoluzzi Toni","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":7,"Start":"\/Date(985179934170)\/","End":"\/Date(985180294009)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878241979)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(985179934170+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(985180294010+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10913L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10913L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10913L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10913L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10913L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"10913","Language":"DE","IdSubject":"2077","VoteId":null,"PersonNumber":316,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Es ist Aufgabe des Bundes, Herr Beck, dort Impulse zu geben, wo es f\u00fcr das ganze Land notwendig ist. Das macht er in verschiedenen Gebieten - ich habe Ihnen das aufgezeigt -, sei es bei den Lehrstellen, bei den Alternativenergien oder bei der Tourismusf\u00f6rderung, die auch den Kantonen zugute kommt. Wenn der Arbeitgeberverband hierzu Hand bietet, dann ist das ein Zeichen der Fairness. Das gleiche Zeichen haben wir auch erwartet, wenn es darum geht, \u00e4ltere Arbeitskr\u00e4fte einzustellen und zu gewinnen, um die Folgen der demographischen Entwicklung aufzufangen. Man kann nicht ein h\u00f6heres Rentenalter bef\u00fcrworten und gleichzeitig Fr\u00fchpensionierungen vornehmen. Hier m\u00fcssen also auch b\u00fcrgerliche Kreise die Probleme erkennen und Hand zur L\u00f6sung bieten.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20010321","MeetingVerbalixOid":780,"IdSession":"4606","SpeakerFirstName":"Christine","SpeakerLastName":"Egerszegi-Obrist","SpeakerFullName":"Egerszegi-Obrist Christine","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":19,"CantonName":"Aargau","CantonAbbreviation":"AG","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":6,"Start":"\/Date(985179864878)\/","End":"\/Date(985179934170)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878241979)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(985179864877+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(985179934170+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10914L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10914L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10914L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10914L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10914L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"10914","Language":"DE","IdSubject":"2077","VoteId":null,"PersonNumber":419,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Madame Egerszegi, je souhaite vous poser deux questions. Tout d'abord, est-ce que vous ne trouvez pas que cette initiative parlementaire est totalement contraire \u00e0 la r\u00e9partition des t\u00e2ches et du financement entre cantons et Conf\u00e9d\u00e9ration qui est actuellement en discussion? </p>\n<p>Deuxi\u00e8mement, est-ce que vous ne trouvez pas que les milieux \u00e9conomiques, dont vous \u00eates proche - j'ai envie de dire dont nous sommes proches -, les milieux des grandes entreprises sont parfaitement incoh\u00e9rents lorsqu'ils r\u00e9clament continuellement l'assainissement de la situation financi\u00e8re de l'Etat et qu'ils soutiennent une centralisation au niveau f\u00e9d\u00e9ral de charges financi\u00e8res qui, dans un esprit f\u00e9d\u00e9raliste, sont purement du ressort des communes? </p>\n<p>[PAGE 322] </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20010321","MeetingVerbalixOid":780,"IdSession":"4606","SpeakerFirstName":"Serge","SpeakerLastName":"Beck","SpeakerFullName":"Beck Serge","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":22,"CantonName":"Waadt","CantonAbbreviation":"VD","ParlGroupName":"Liberale Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"L","SortOrder":5,"Start":"\/Date(985179811997)\/","End":"\/Date(985179864878)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774878241979)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(985179811997+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(985179864877+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10915L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10915L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10915L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10915L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10915L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"10915","Language":"DE","IdSubject":"2077","VoteId":null,"PersonNumber":341,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>La Commission de la s\u00e9curit\u00e9 sociale et de la sant\u00e9 publique s'est pench\u00e9e dans sa s\u00e9ance du 22 f\u00e9vrier dernier sur l'initiative parlementaire Fehr Jacqueline. Cette initiative parlementaire vise \u00e0 \u00e9laborer des bases l\u00e9gales pour permettre \u00e0 la Conf\u00e9d\u00e9ration d'apporter un soutien financier aux communes qui cr\u00e9ent des places d'accueil pour les enfants afin de seconder les familles. Ces places d'accueil peuvent \u00eatre aussi bien pr\u00e9scolaires que parascolaires, et concerner les cr\u00e8ches et garderies, les parents de jour, les \u00e9coles offrant un repas de midi, etc.</p>\n<p>Le m\u00e9canisme propos\u00e9 par l'auteur de l'initiative pr\u00e9voit que, pendant dix ans, la Conf\u00e9d\u00e9ration stimule la cr\u00e9ation de places d'accueil en affectant 100 millions de francs par an au maximum \u00e0 leur financement, ceci \u00e0 trois conditions: premi\u00e8rement, les structures doivent \u00eatre reconnues par l'Etat; deuxi\u00e8mement, le soutien financier n'est assur\u00e9 que pour deux ans au maximum; troisi\u00e8mement, la participation financi\u00e8re de la Conf\u00e9d\u00e9ration ne d\u00e9passe pas le tiers des frais d'exploitation.</p>\n<p>Ces trois conditions visent \u00e0 garantir la bonne utilisation des deniers publics et le c\u00f4t\u00e9 essentiellement incitatif de ces mesures qui doivent \u00eatre subsidiaires \u00e0 l'engagement des communes. Il convient de relever que la Conf\u00e9d\u00e9ration a d\u00e9j\u00e0, dans d'autres domaines tels que les zones \u00e9conomiques en red\u00e9ploiement, le tourisme ou l'\u00e9nergie, lanc\u00e9 de tels programmes promotionnels qui se sont r\u00e9v\u00e9l\u00e9s tout \u00e0 fait utiles.</p>\n<p>Vous avez re\u00e7u un rapport \u00e9crit de la commission. Je vous invite en tout \u00e9tat de cause \u00e0 vous y r\u00e9f\u00e9rer. Vous me permettrez toutefois d'insister sur quelques \u00e9l\u00e9ments qui figurent en partie d\u00e9j\u00e0 dans le rapport.</p>\n<p>La constatation principale faite par l'auteure de l'initiative est le manque important de places d'accueil pour les enfants en Suisse. Ainsi, on trouve en Suisse environ 50 000 places qui permettent la prise en charge de 150 000 enfants, ceci alors que 650 000 enfants de moins de 15 ans ont une m\u00e8re active professionnellement, sans compter bien \u00e9videmment toutes les femmes m\u00e8res de famille qui ont cess\u00e9, pour un temps du moins, leur activit\u00e9 professionnelle.</p>\n<p>Ce manque de places d'accueil nuit aux femmes, aux familles, aux enfants et \u00e0 la soci\u00e9t\u00e9. Il nuit aux femmes, car il ne leur permet pas, ou tr\u00e8s difficilement, d'exercer une activit\u00e9 professionnelle si elles ont des enfants \u00e0 charge. Le r\u00e9sultat est l'impossibilit\u00e9 pour ces femmes d'exercer le m\u00e9tier qu'elles ont pourtant appris. Il nuit aux familles, car les grandes difficult\u00e9s faites aux m\u00e8res de famille pour exercer une activit\u00e9 professionnelle sont certainement une des causes de la pauvret\u00e9 qui frappe 10 pour cent des familles en Suisse. Il nuit aux enfants, \u00e0 ceux qui doivent grandir dans la pauvret\u00e9, mais aussi \u00e0 ceux de plus en plus nombreux qui grandissent sans fr\u00e8res et soeurs. Je vous rappelle qu'en Suisse quatre enfants sur dix sont enfants uniques. Il nuit enfin \u00e0 la soci\u00e9t\u00e9, car ce manque ne permet pas de rentabiliser l'investissement que la soci\u00e9t\u00e9 a fourni pour la formation des femmes et n'offre pas \u00e0 l'\u00e9conomie la main-d'oeuvre dont elle a cruellement besoin, par exemple dans les m\u00e9tiers de l'informatique ou dans les professions de la sant\u00e9.</p>\n<p>Pour toutes ces raisons, la majorit\u00e9 de la commission a jug\u00e9 important le probl\u00e8me soulev\u00e9 par Mme Fehr et n\u00e9cessaire ce programme d'incitation financi\u00e8re de la Conf\u00e9d\u00e9ration pour la cr\u00e9ation de plus de places d'accueil, \u00e9tant entendu qu'un tel programme ne donnera pas de nouvelles comp\u00e9tences \u00e0 la Conf\u00e9d\u00e9ration, donc que la Conf\u00e9d\u00e9ration ne se substituera pas aux communes et aux cantons, ni \u00e0 l'initiative priv\u00e9e.</p>\n<p>La majorit\u00e9 et la minorit\u00e9 de la commission divergent finalement sur l'\u00e9valuation de l'importance du probl\u00e8me et, de ce fait, sur la n\u00e9cessit\u00e9 pour la Conf\u00e9d\u00e9ration d'intervenir dans ce domaine.</p>\n<p>La minorit\u00e9 est ainsi d'avis que les communes ont r\u00e9ussi, jusqu'\u00e0 pr\u00e9sent, \u00e0 se d\u00e9brouiller pour faire face aux besoins. Nous pouvons cependant malheureusement constater aussi bien l'insuffisance criante de la r\u00e9ponse que la r\u00e9partition tr\u00e8s in\u00e9gale des efforts consentis en la mati\u00e8re.</p>\n<p>Quant \u00e0 l'argument selon lequel on donnerait ainsi de nouvelles comp\u00e9tences \u00e0 la Conf\u00e9d\u00e9ration, tant les consid\u00e9rations de l'auteure de l'initiative, que vous avez entendues tout \u00e0 l'heure, que celles de la majorit\u00e9 de la commission sur la subsidiarit\u00e9 ou que les exp\u00e9riences faites dans le cadre d'autres programmes d'incitation doivent nous convaincre du bien-fond\u00e9 de la d\u00e9marche.</p>\n<p>Ainsi, conform\u00e9ment \u00e0 la Constitution f\u00e9d\u00e9rale, aux conventions ratifi\u00e9es par la Suisse sur l'\u00e9limination de toute forme de discrimination \u00e0 l'\u00e9gard des femmes et sur les droits de l'enfant, en accord avec Pro Familia, Pro Juventute, la Commission f\u00e9d\u00e9rale pour les questions familiales, l'Association des familles monoparentales et les besoins exprim\u00e9s par l'Union patronale, la commission vous propose, par 18 voix contre 4 et avec 1 abstention, de donner suite \u00e0 l'initiative parlementaire, sachant que, dans une deuxi\u00e8me \u00e9tape, on pourra d\u00e9battre plus pr\u00e9cis\u00e9ment des montants, du financement, de la dur\u00e9e et des conditions mises \u00e0 l'intervention de la Conf\u00e9d\u00e9ration.</p>\n<p>Pour toutes ces raisons, je vous remercie de suivre la majorit\u00e9 de votre commission.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20010321","MeetingVerbalixOid":780,"IdSession":"4606","SpeakerFirstName":"Liliane","SpeakerLastName":"Maury Pasquier","SpeakerFullName":"Maury Pasquier Liliane","SpeakerFunction":"1VP-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":25,"CantonName":"Genf","CantonAbbreviation":"GE","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":4,"Start":"\/Date(985179464097)\/","End":"\/Date(985179811997)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774878241979)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(985179464097+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(985179811997+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10916L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10916L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10916L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10916L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10916L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"10916","Language":"DE","IdSubject":"2077","VoteId":null,"PersonNumber":316,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Die Kommission hat die Initiative am 22. Februar vorberaten. Sie beantragt Ihnen mit einer sehr grossen Mehrheit von 18 zu 4 Stimmen, der Initiative Folge zu geben.</p>\n<p>Die Initiative verlangt, dass der Bund w\u00e4hrend zehn Jahren j\u00e4hrlich maximal 100 Millionen Franken an familienerg\u00e4nzende Betreuungsstrukturen beisteuert. Wesentlich zur breiten Zustimmung beigetragen hat, dass der Zustupf zeitlich begrenzt ist (h\u00f6chstens zwei Jahre nach Gr\u00fcndung der entsprechenden Einrichtung) und dass die Bundesgelder nur subsidi\u00e4r beansprucht werden k\u00f6nnen, denn Vorbedingung ist, dass mindestens zwei Drittel der Betriebskosten sichergestellt sind.</p>\n<p>Das Anliegen ist in der Kommission aus vielen Blickwinkeln und Parteiecken als vordringlich beurteilt worden.</p>\n<p>Das Parlament muss gesellschaftliche Entwicklungen wahrnehmen und notwendige Strukturanpassungen einleiten oder Anstoss dazu geben. Wir haben im neuen Eherecht die Formulierung, dass Mann und Frau zum Unterhalt des Haushaltes beitragen k\u00f6nnen. Das heisst, Gesetz und Realit\u00e4t gehen von der Berufst\u00e4tigkeit der Frauen aus. Dabei gilt es nicht zu werten, ob eine Frau Beruf und Familie kombiniert. Die Betreuungsform zu Hause ist eine wichtige, aber nicht absolut in jedem Fall die idealste. Es darf auch nicht \u00fcbersehen werden, dass mehr als jede dritte Ehe geschieden wird und manche Frau aus dieser Zwangslage heraus wieder berufst\u00e4tig sein muss. Deshalb brauchen wir ein breites Angebot an guten Betreuungspl\u00e4tzen.</p>\n<p>Wir haben im Parlament auch immer Chancengleichheit in der Ausbildung bef\u00fcrwortet. Eine gute Ausbildung ist die beste Waffe gegen Arbeitslosigkeit. Wir stecken viel Zeit und Geld in diese Ausbildungen. Das f\u00fchrt aber auch dazu, dass sich viele junge Frauen sehr bewusst \u00fcberlegen, ob sie den Beruf zugunsten einer Familie aufgeben wollen. Wir m\u00fcssen doch in unserem Land die M\u00f6glichkeit bieten, beides miteinander zu vereinbaren!</p>\n<p>Es darf auch nicht \u00fcbersehen werden, dass der Bundesrat und viele Parlamentarier in diesem Saal sogar die Berufst\u00e4tigkeit der Frauen so weit in ihre Entscheide mit einbeziehen, dass sie bereit sind, die Witwenrente voll auf die Witwerrente zu beschr\u00e4nken; dass sie, um gesetzlich festgelegte Mindestl\u00f6hne zu vermeiden, die Berufst\u00e4tigkeit beider Partner bei der Familiengr\u00fcndung praktisch als Selbstverst\u00e4ndlichkeit erachten. Nun gibt es in unserer schnelllebigen technologisierten Zeit viele Berufe, bei denen man nach einer Familienpause von zehn Jahren nicht mehr wiedereinsteigen kann. Deshalb brauchen wir familienerg\u00e4nzende Betreuungsstrukturen, wenn solche Forderungen fair sein sollen.</p>\n<p>Es gibt - Sie haben das geh\u00f6rt - markant zu wenige Betreuungspl\u00e4tze in diesem Land. Der Aufbau eines Betreuungsplatzes ist kostenintensiv, das Bed\u00fcrfnis wird auch auf der unteren Ebene anerkannt. Deshalb ist es auch oft m\u00f6glich, g\u00fcnstige Lokalit\u00e4ten zu erhalten. Es gilt aber auch, gut ausgebildetes Personal einzustellen. Auch wenn die Elterntarife nach Einkommen strukturiert sind, ist es nicht immer m\u00f6glich, diese Beitr\u00e4ge f\u00fcr jene Tarife zu verwenden, bei denen die Eltern wirklich auf die Berufst\u00e4tigkeit beider Partner angewiesen sind. [PAGE 321] </p>\n<p>Sie haben von Jacqueline Fehr geh\u00f6rt, dass der Schweizerische Arbeitgeberverband diese Initiative unterst\u00fctzt. Dies geschieht aus dem Wissen heraus, dass uns in etwa 15 Jahren rund 100 000 Arbeitskr\u00e4fte j\u00e4hrlich fehlen werden, weil die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge in Pension gehen werden und sie wegen des markanten R\u00fcckgangs der Geburtenzahlen nicht ersetzt werden k\u00f6nnen. Nach der Diskussion um die 18-Prozent-Initiative ist es unwahrscheinlich, dass man diese Anzahl Arbeitspl\u00e4tze vorwiegend mit ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften besetzen kann. Also m\u00fcssen wir, wenn wir unseren Lebensstandard halten wollen, einerseits die \u00e4lteren Arbeitskr\u00e4fte motivieren, l\u00e4nger im Arbeitsmarkt zu bleiben, und andererseits die Frauen vermehrt f\u00fcr das Verbleiben oder das Wiedereinsteigen gewinnen. Es gibt viele Berufe, bei denen es nicht immer m\u00f6glich ist, nach der Familienpause wiedereinzusteigen. Deshalb ist die Notwendigkeit von solchen zus\u00e4tzlichen familienerg\u00e4nzenden Strukturen wichtig. Nat\u00fcrlich stellt sich uns auch die Frage, ob die Unterst\u00fctzung der Krippenpl\u00e4tze durch Bundesgelder \u00fcberhaupt gerechtfertigt ist. Es handelt sich dabei ja prim\u00e4r um Aufgaben der kommunalen oder der regionalen Ebenen.</p>\n<p>Die Mehrheit der Kommission war eindeutig der \u00dcberzeugung, dass der Bund gest\u00fctzt auf Auftr\u00e4ge des Parlamentes oder auch auf Begehren sogar von Verb\u00e4nden immer wieder Hand bietet f\u00fcr Anreizzahlungen, z. B. f\u00fcr Alternativenergien, f\u00fcr die Schaffung von Lehrstellen, f\u00fcr die Tourismusf\u00f6rderung - bis zu Zahlungen f\u00fcr die Erh\u00f6hung des Rindfleischabsatzes, falls dies n\u00f6tig sein wird; das wurde auch schon gemacht. Die Kommissionsmehrheit ist sich bewusst, dass nach diesem Grundsatzentscheid f\u00fcr die Unterst\u00fctzung noch der geeignete Topf f\u00fcr die dazu notwendigen Gelder zu finden ist. Das wird ganz klar Aufgabe der SGK sein, aber in der zweiten Phase der Beratungen.</p>\n<p>Hier und heute wird ein Bekenntnis zu einem anerkannten Anliegen vieler junger Menschen in diesem Land abgelegt. Ich bitte Sie deshalb im Namen einer engagierten Kommissionsmehrheit, der Parlamentarischen Initiative Fehr Jacqueline Folge zu geben.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20010321","MeetingVerbalixOid":780,"IdSession":"4606","SpeakerFirstName":"Christine","SpeakerLastName":"Egerszegi-Obrist","SpeakerFullName":"Egerszegi-Obrist Christine","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":19,"CantonName":"Aargau","CantonAbbreviation":"AG","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":3,"Start":"\/Date(985179028552)\/","End":"\/Date(985179464097)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878241979)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(985179028553+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(985179464097+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10917L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10917L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10917L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10917L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10917L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"10917","Language":"DE","IdSubject":"2077","VoteId":null,"PersonNumber":405,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Bei dieser Parlamentarischen Initiative geht es um ein Impulsprogramm f\u00fcr familienerg\u00e4nzende Betreuungspl\u00e4tze. Familienerg\u00e4nzende Betreuung ist eine riesige Chance, und zwar f\u00fcr alle Beteiligten, insbesondere auch f\u00fcr die Kinder. Es ist mir wichtig, dies  klar und unmissverst\u00e4ndlich an den Anfang zu stellen, denn allzu oft wird n\u00e4mlich erkl\u00e4rt, solche Einrichtungen w\u00e4ren nur im Interesse der M\u00fctter und der Arbeitgeber und gingen damit quasi auf Kosten der Kinder.</p>\n<p>Die konkreten Erfahrungen widersprechen solchen Behauptungen ganz klar. Meine Kinder besuchen eine Krippe und einen Hort; die Kinder haben enorm viel von dieser Kindergesellschaft profitiert und tun es auch heute noch; und sie sind beileibe keine Einzelbeispiele.</p>\n<p>Ich m\u00f6chte noch einmal auf die wesentlichsten Argumente eingehen, weshalb es heute ein solches Impulsprogramm braucht und wie es in der zweiten Phase ausgestaltet werden k\u00f6nnte. Damit versuche ich, die noch verbleibenden Bedenken auszur\u00e4umen, die da im Raum stehen.</p>\n<p>Wir haben in der Schweiz viel zu wenig Betreuungspl\u00e4tze, insbesondere in kleinen St\u00e4dten und auf dem Lande ist der Mangel sehr gross. Immer mehr M\u00fctter sind auch w\u00e4hrend der Kleinkinderphase erwerbst\u00e4tig oder m\u00f6chten es gerne sein - dies war auch in der Rezession so: Die Frauenerwerbsquote ging w\u00e4hrend der Rezession nicht zur\u00fcck. Der Arbeitsmarkt ist in vielen Branchen v\u00f6llig ausgetrocknet, ich denke da an die p\u00e4dagogischen Berufe, an die Pflegeberufe, an die Informatik und viele andere Branchen. Die Geburtenrate sinkt, immer mehr Frauen l\u00f6sen das Dilemma zwischen Familie und Beruf, indem sie auf Kinder verzichten; jede dritte Schweizerin bleibt heute kinderlos. Und immer mehr Kinder wachsen in einer sozial eher armen Umwelt auf: keine oder deutlich \u00e4ltere oder j\u00fcngere [PAGE 320] Geschwister, kleine Wohnungen, wenig Verwandte in der N\u00e4he, wenig nat\u00fcrliche Erlebnisr\u00e4ume in erreichbarer N\u00e4he usw. </p>\n<p>Damit es in diesem Bereich endlich vorw\u00e4rts geht, w\u00e4hle ich in diesem Vorstoss das Instrument eines Impulsprogrammes. Ich strebe keine Kompetenzverschiebung an; die Gemeinden werden weiterhin f\u00fcr den Bereich der Vorschule und der familienerg\u00e4nzenden Betreuung zust\u00e4ndig bleiben. Wir kennen das Instrument Impulsprogramm bereits sehr gut und haben damit auch gute Erfahrungen gemacht. Ich denke da an den Energieinvestitionsbeschluss, die Lehrstellenbeschl\u00fcsse, die Tourismusf\u00f6rderung oder auch an die grossen Bauinvestitionsprogramme.</p>\n<p>Ein Impulsprogramm hat die Aufgabe, etwas anzustossen, das auf dem ordentlichen Weg zu wenig schnell vorw\u00e4rts k\u00e4me. Es ist zeitlich beschr\u00e4nkt und mit klaren Wirkungszielen verkn\u00fcpft. Dies ist auch hier der Fall. Ordnungspolitisch sollten also all diejenigen keine schlaflosen N\u00e4chte haben, die den vorher genannten Beschl\u00fcssen damals auch zugestimmt haben.</p>\n<p>Ich m\u00f6chte noch auf ein paar Einw\u00e4nde eingehen:</p>\n<p>Im Vorstoss sage ich, dass diese Einrichtungen staatlich anerkannt sein sollen. Was meine ich damit? Heute schreibt die Pflegekinderverordnung vor, dass Einrichtungen oder Personen, die mehrere Kinder \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit betreuen, von den Kantonen kontrolliert werden m\u00fcssen. Diese staatliche Kontrolle meine ich damit. Wenn ich sie nun fordere, meine ich nicht, dass die Einrichtung, bevor sie \u00fcberhaupt die T\u00fcren \u00f6ffnet, bereits eine solche Anerkennung haben muss; ich meine, dass sie sich aber im Rahmen der g\u00e4ngigen Qualit\u00e4tsnormen bewegt - das zum Schutze der Kinder.</p>\n<p>Ein zweiter Einwand betrifft die Subsidiarit\u00e4t: Hierzu kann ich klar wiederholen, was ich bereits in der Kommission zu Protokoll gegeben habe. Wenn es nach mir geht, kann man das Subsidiarit\u00e4tsprinzip problemlos in einem Bundesbeschluss fest verankern. Es ist n\u00e4mlich nicht meine Absicht, dass die Bundesgelder andere finanzielle Quellen verdr\u00e4ngen sollen, sondern dass sie L\u00fccken schliessen sollen.</p>\n<p>Ein letzter Einwand betrifft die Finanzierung: Dieses Impulsprogramm m\u00fcsste staatsquotenneutral sein. Ich m\u00f6chte mich an dieser Stelle nicht auf einen Streit \u00fcber diesen Begriff einlassen, ich kann Ihnen nur Folgendes sagen: Ich habe den Vorstoss als Reaktion auf die Ank\u00fcndigung von Herrn Bundesrat Villiger, f\u00fcr die Reform der Familienbesteuerung 900 Millionen Franken einzusetzen, lanciert. Ich habe mir gedacht: Was w\u00e4re, wenn wir f\u00fcr die Steuerreform nur 800 Millionen Franken einsetzen w\u00fcrden und daf\u00fcr 100 Millionen Franken f\u00fcr ein solches Impulsprogramm? W\u00fcrden wir damit die Familien nicht viel st\u00e4rker entlasten, und zwar dort, wo der Schuh wirklich dr\u00fcckt? W\u00fcrden wir dabei nicht auch noch ihre Eigenverantwortung st\u00e4rken?</p>\n<p>Ich stelle diese Frage nach wie vor, bin aber bereit, auch andere Finanzierungsm\u00f6glichkeiten zu pr\u00fcfen, z. B. die Goldreserven der Nationalbank. Die Kommission f\u00fcr Wirtschaft und Abgaben des St\u00e4nderates sieht ja vor, dass ein Drittel des Goldertrages in die Stiftung solidarische Schweiz fliessen soll und dass diese Stiftung vor allem Kindern und Jugendlichen zugute kommen soll. Wieso nicht dieses Impulsprogramm zu einem Stiftungsprojekt machen? Befristet sind sie beide, und vom Inhalt her passen sie auch zueinander.</p>\n<p>Als Letztes muss ich zur Finanzierung noch Folgendes zu bedenken geben: Eine aktuelle Studie \u00fcber den volkswirtschaftlichen Nutzen von Kinderbetreuungsst\u00e4tten zeigt: Pro eingesetzten Franken kommen Fr. 1.60 an direktem Nutzen zur\u00fcck. Dieser Betrag setzt sich aus h\u00f6heren Steuerertr\u00e4gen der erwerbst\u00e4tigen M\u00fctter und aus Einsparungen bei der Sozialhilfe, bei sonderp\u00e4dagogischen Massnahmen und bei Integrationsmassnahmen zusammen. Der gesamte volkswirtschaftliche Nutzen wird sogar auf 3 bis 4 Franken pro eingesetzten Franken berechnet. Wenn wir also schon von Staatsquote sprechen, m\u00fcssen wir diese Erkenntnisse ebenfalls einbeziehen.</p>\n<p>Ich hoffe, dass ich mit diesen Ausf\u00fchrungen noch die letzten Zweifel ausr\u00e4umen konnte und dass m\u00f6glichst viele von Ihnen dieser Initiative zustimmen k\u00f6nnen. Deshalb noch eine letzte Bemerkung: Ich bin zuversichtlich, dass diese Initiative breite Unterst\u00fctzung findet. Daf\u00fcr m\u00f6chte ich Ihnen auch herzlich danken. Sollte sie heute eine Mehrheit finden, bitte ich Sie, dass wir gemeinsam versuchen, bei der Umsetzung in einen Bundesbeschluss sehr rasch vorw\u00e4rts zu machen. Der Mangel an solchen Pl\u00e4tzen ist heute akut, und wir sollten schauen, dass wir den n\u00f6tigen Impuls m\u00f6glichst schnell geben k\u00f6nnen. Das heisst auch, dass wir das Rad nicht in allen Teilen neu erfinden, sondern auf Erfahrungen anderer Impulsprogramme zur\u00fcckgreifen sollten, insbesondere auf den Energiebeschluss.</p>\n<p>Vielleicht k\u00f6nnen wir uns eine symbolische Frist von neun Monaten geben, bis wir ein erstes Mal \u00fcber einen konkreten Bundesbeschluss beraten. Ich w\u00fcrde mich - zusammen mit vielen Familien und Kindern - dar\u00fcber freuen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20010321","MeetingVerbalixOid":780,"IdSession":"4606","SpeakerFirstName":"Jacqueline","SpeakerLastName":"Fehr","SpeakerFullName":"Fehr Jacqueline","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":2,"Start":"\/Date(985178566534)\/","End":"\/Date(985179028552)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878241963)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(985178566533+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(985179028553+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10918L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10918L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10918L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10918L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=10918L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"10918","Language":"DE","IdSubject":"2077","VoteId":null,"PersonNumber":null,"Type":3,"Text":"<pd_text><p><b>Pr\u00e4sident</b> (Hess Peter, Pr\u00e4sident): Die Kommission beantragt mit 18 zu 4 Stimmen bei 1 Enthaltung, der Initiative Folge zu geben. 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