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Der Initiant hat das v\u00f6llig korrekt getan, wie auch mein Vorredner welscher Zunge. Man kann tats\u00e4chlich der Auffassung sein, dass heute insofern ein Ungleichgewicht besteht, als die kleinen Kantone im St\u00e4nderat und bei der Bemessung des St\u00e4ndemehrs im Vergleich zu den grossen St\u00e4dten ein zu grosses Gewicht haben. Die Frage ist, ob und wie man das angehen will.</p>\n<p>Die Kommission war sich dieser Problematik bewusst. Es ist eine Tatsache, dass der Bev\u00f6lkerungsdruck auf die st\u00e4dtischen Agglomerationen bewirkt, dass viele gesellschaftlichen Probleme prim\u00e4r dort anfallen und auch dort gel\u00f6st werden m\u00fcssen. Aber aus genau diesem Grund ist bekanntlich Artikel 50 Absatz 3 in die Bundesverfassung aufgenommen worden, der sogenannte Agglomerationsartikel, der den Bund verpflichtet, bei seiner Gesetzgebung auf die St\u00e4dte und Agglomerationen R\u00fccksicht zu nehmen. Der Bundesverfassunggeber verweist mit der neuen Verfassung also auf die Gesetzgebung, und dazu braucht es nach Meinung der Mehrheit der Kommission keine neuen Institutionen oder institutionellen \u00c4nderungen.</p>\n<p>Die Zusammenarbeit funktioniert heute. Auf Gesetzesebene ist es nach wie vor so, dass der Bund oft und lieber mit den Kantonen als mit den St\u00e4dten spricht, aber in der Praxis funktioniert die Zusammenarbeit eben schon. In der Tripartiten Agglomerationskonferenz setzen wir beispielsweise, zusammen mit dem Bund und den Kantonen, die Integrationspolitik fort und um. Das vergangene Abstimmungswochenende h\u00e4tte mit einem neuen, im Sinne des Initianten ver\u00e4nderten St\u00e4ndemehr nicht den Erfolg gebracht, den die Tripartite Agglomerationskonferenz in der Integrationspolitik aufweisen kann.</p>\n<p>Mit anderen Worten: Die St\u00e4dte versuchen, offensichtlich nicht ohne Erfolg, ihre Standpunkte auf kantonaler Ebene und auch beim Bund dort umzusetzen und anzubringen, wo es um die L\u00f6sung konkreter Probleme geht. Dieser pragmatische Weg ist nach Meinung der Mehrheit der Kommission fortzusetzen, nicht zuletzt auch deshalb, weil eine Reform im Sinne der Initiative neue Konflikte heraufbeschw\u00f6ren w\u00fcrde. Es w\u00fcrden beispielsweise neue Ungleichheiten geschaffen, wenn grosse Kantone ohne grosse St\u00e4dte nach wie vor bloss zwei Mitglieder im St\u00e4nderat h\u00e4tten, dagegen aber grosse Kantone mit grossen St\u00e4dten, wie beispielsweise Z\u00fcrich, dann neu vier Mitglieder des St\u00e4nderates aufwiesen. Denken wir auch daran, dass von den sechs grossen St\u00e4dten, die von der Initiative anvisiert werden, vier in der Deutschschweiz liegen. Da w\u00e4re doch damit zu rechnen, dass sich aus Sicht der sprachlichen Verteilung der St\u00e4nderate und des St\u00e4ndemehrs das Gewicht noch mehr zugunsten der Deutschschweiz verschieben w\u00fcrde. Auch ist die Zahl von 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern rein [PAGE 2084] zuf\u00e4llig. Entscheidend ist ja nicht die Zahl der Einwohner und Einwohnerinnen, sondern die Funktion der St\u00e4dte ist massgeblich. Dann g\u00e4be es noch andere St\u00e4dte, die in \u00e4hnliche Gr\u00f6ssenordnungen k\u00e4men, wenn man die Agglomeration, die sich auf die Stadt bezieht, dazuz\u00e4hlen w\u00fcrde.</p>\n<p>Mit anderen Worten: Es geht um die Frage, ob das Anliegen der Initiative auf institutionellem Weg umgesetzt werden soll, mit einem L\u00f6sungsansatz, der nach Meinung der Mehrheit der Kommission neue Probleme und neue Diskussionen ausl\u00f6sen w\u00fcrde und punkto Umsetzbarkeit wenig realistisch ist. Wir gehen nicht davon aus, dass die Revolution bereits heute in diesem Sinne stattfinden k\u00f6nnte.</p>\n<p>Die Mehrheit - die Kommission hat mit 17 zu 9 Stimmen entschieden - ist der Auffassung, dass der pragmatische Weg, den die St\u00e4dte eingeschlagen haben, weiterhin angebracht ist, und lehnt deshalb das Folgegeben ab.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20101215","MeetingVerbalixOid":2004,"IdSession":"4816","SpeakerFirstName":"Kurt","SpeakerLastName":"Fluri","SpeakerFullName":"Fluri Kurt","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Conseil national","CantonId":11,"CantonName":"Soleure","CantonAbbreviation":"SO","ParlGroupName":"Groupe radical-lib\u00e9ral","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":5,"Start":"\/Date(1292438762315)\/","End":"\/Date(1292439041504)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877730227)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1292438762317+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1292439041503+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128674L,Language='FR')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128674L,Language='FR')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128674L,Language='FR')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128674L,Language='FR')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128674L,Language='FR')/Businesses"}},"ID":"128674","Language":"FR","IdSubject":"21012","VoteId":null,"PersonNumber":453,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Comme vous l'avez entendu, par son initiative parlementaire, Monsieur Fehr Hans-J\u00fcrg demande que les villes soient repr\u00e9sent\u00e9es au Conseil des Etats. Les villes de plus de 100 000 habitants obtiendraient le m\u00eame statut que celui des cantons d'Appenzell-Rhodes ext\u00e9rieures et int\u00e9rieures, de B\u00e2le-Campagne, de B\u00e2le-Ville, de Nidwald et d'Obwald. Cette modification permettrait \u00e0 ces villes d'obtenir de droit un si\u00e8ge au Conseil des Etats, que leur voix soit comptabilis\u00e9e comme celles des cantons pr\u00e9cit\u00e9s lors des votations populaires, ce qui leur donnerait le m\u00eame droit d'initiative qu'un canton et la possibilit\u00e9 de pouvoir exercer le droit de r\u00e9f\u00e9rendum pr\u00e9vu \u00e0 l'article 141 de la Constitution. Il ne s'agit pas uniquement d'un droit suppl\u00e9mentaire pour \u00e9toffer le Conseil des Etats, mais de beaucoup de droits similaires aux droits des cantons.</p>\n<p>Dans l'argumentation \u00e0 l'appui de sa proposition, l'auteur de l'initiative fait \u00e9tat du fait que, selon lui, le syst\u00e8me f\u00e9d\u00e9raliste suisse est bas\u00e9 sur le reflet de la situation politique et d\u00e9mographique de la seconde moiti\u00e9 du XIXe si\u00e8cle et ne correspond plus \u00e0 la r\u00e9alit\u00e9 actuelle. En effet, il constate que depuis la mise en place de ce syst\u00e8me la situation de la Suisse a consid\u00e9rablement \u00e9volu\u00e9, notamment en ce qui concerne les bassins de population. Actuellement, la population des dix plus petits cantons repr\u00e9sente la moiti\u00e9 de celle des dix villes les plus grandes, ce qui fait que les dix cantons les plus petits ont seize si\u00e8ges au Conseil des Etats et les dix villes les plus grandes aucun si\u00e8ge.</p>\n<p>Fort de ce constat, Monsieur Fehr consid\u00e8re que le poids politique des petits cantons est excessif et celui des villes insuffisant sur le plan national et qu'il convient de r\u00e9former le syst\u00e8me f\u00e9d\u00e9raliste, de fa\u00e7on \u00e0 mieux refl\u00e9ter les r\u00e9alit\u00e9s d'aujourd'hui. Avec sa proposition, il ne souhaite pas enlever quoi que ce soit \u00e0 qui que ce soit, mais il trouve logique de donner en plus des droits actuels de nouveaux droits aux grandes villes, afin de leur donner le poids qu'elles m\u00e9ritent d'avoir.</p>\n<p>Lors de la discussion en commission, certains intervenants ont soutenu l'initiative en reprenant en grande partie les argumentations de son auteur. Il a \u00e9t\u00e9 consid\u00e9r\u00e9 qu'en plus de la question de la repr\u00e9sentation des bassins de population, les villes rencontraient des situations sociales diff\u00e9rentes de celle des petits cantons et que ces probl\u00e8mes sp\u00e9cifiques devraient \u00eatre mieux d\u00e9fendus \u00e0 la Chambre des cantons.</p>\n<p>Pour les autres membres de la commission, qui repr\u00e9sentent la majorit\u00e9, la proposition de Monsieur Fehr menacerait l'\u00e9quilibre du syst\u00e8me f\u00e9d\u00e9ral suisse, qui comporte trois niveaux institutionnels, \u00e0 savoir: la Conf\u00e9d\u00e9ration, les cantons et les communes. De plus, cette fa\u00e7on de faire engendrerait de nouvelles in\u00e9galit\u00e9s. Le canton de Zurich pourrait ainsi obtenir quatre si\u00e8ges au Conseil des Etats. La population des villes de plus de 100 000 habitants ne repr\u00e9sente que 1,2 million d'habitants, alors que celle des autres villes suisses qui ont aussi des probl\u00e8mes sp\u00e9cifiques \u00e0 r\u00e9soudre repr\u00e9sente entre 5 et 6 millions d'habitants. Pourquoi vouloir faire entendre plus la voix des unes en ne donnant pas ce m\u00eame droit aux autres?</p>\n<p>Il a \u00e9t\u00e9 relev\u00e9 encore que les villes sont bien repr\u00e9sent\u00e9es au Conseil national, puisqu'il y a 41 \u00e9lus dans les 5 plus grandes villes, et qu'\u00e0 travers diverses autres institutions existantes, elles avaient largement la possibilit\u00e9 de faire conna\u00eetre leurs probl\u00e8mes sp\u00e9cifiques. Il a encore \u00e9t\u00e9 dit que les probl\u00e8mes sp\u00e9cifiques dans le domaine social que rencontrent les villes doivent \u00eatre trait\u00e9s sur le plan r\u00e9gional, voire sur le plan cantonal au moyen d'une p\u00e9r\u00e9quation ou des conventions idoines, car ce n'est pas forc\u00e9ment \u00e0 la Conf\u00e9d\u00e9ration de trouver des solutions pour permettre la mise en place d'un meilleur \u00e9quilibre entre les villes et les zones rurales.</p>\n<p>Compte tenu de cette argumentation, la commission, par 17 voix contre 9, vous recommande de ne pas donner suite \u00e0 l'initiative parlementaire Fehr Hans-J\u00fcrg.</p>\n<p>Ce ne serait certainement pas une \"quasi-r\u00e9volution\", comme l'a dit Madame Schenker, mais \u00e0 coup s\u00fbr une r\u00e9elle \u00e9volution qu'il ne convient pas de soutenir, car elle d\u00e9s\u00e9quilibrerait le syst\u00e8me institutionnel de notre pays.</p>\n<p>Au nom de la claire majorit\u00e9 de la commission, je vous demande de ne pas donner suite \u00e0 cette initiative parlementaire.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20101215","MeetingVerbalixOid":2004,"IdSession":"4816","SpeakerFirstName":"Andr\u00e9","SpeakerLastName":"Bugnon","SpeakerFullName":"Bugnon Andr\u00e9","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Conseil national","CantonId":22,"CantonName":"Vaud","CantonAbbreviation":"VD","ParlGroupName":"Groupe de l'Union d\u00e9mocratique du Centre","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":4,"Start":"\/Date(1292438489718)\/","End":"\/Date(1292438762315)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877730224)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1292438489717+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1292438762317+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128675L,Language='FR')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128675L,Language='FR')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128675L,Language='FR')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128675L,Language='FR')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128675L,Language='FR')/Businesses"}},"ID":"128675","Language":"FR","IdSubject":"21012","VoteId":null,"PersonNumber":1129,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Zugegeben: Was Hans-J\u00fcrg Fehr mit seiner parlamentarischen Initiative will, ist fast eine Revolution - nur w\u00fcrde eine solche wohl eher nicht mit einem pers\u00f6nlichen Vorstoss ins Rollen gebracht. Aber wer weiss, vielleicht geht dieses Datum vom Mittwoch, dem 15. Dezember 2010, sieben vor sieben, in die Geschichte ein.</p>\n<p>Hans-J\u00fcrg Fehr will den grossen St\u00e4dten in unserem Land im St\u00e4nderat eine Stimme geben. Er will damit etwas, was seit 160 Jahren G\u00fcltigkeit hat, ver\u00e4ndern. Bei der Gr\u00fcndung der Eidgenossenschaft war es sinnvoll und notwendig, vor allem die kleinen Kantone in das neue Gebilde, den Bundesstaat, einzubinden. Schon damals wurde erkannt, dass Mitbestimmung ein wichtiges Element der Integration ist. Seither hat sich die Schweiz ver\u00e4ndert. Die st\u00e4dtischen Zentren sind gewachsen und haben sich weit in die Agglomerationen hinaus verbreitet. Die St\u00e4dte tragen die sogenannten Zentrumslasten. Ich wohne in einer solchen Stadt. In den St\u00e4dten stellen sich andere Fragen und treten anders gelagerte Probleme auf als in den l\u00e4ndlichen Gebieten unseres Landes. In Abstimmungen, gerade auch in jener vor gut zehn Tagen, zeigen sich Unterschiede zwischen st\u00e4dtischen und l\u00e4ndlichen Gebieten. Heute verlaufen die Konfliktlinien oder Spannungsfelder nicht mehr entlang der Kantonsgrenzen. Heute kann es in den grossen Kantonen, in denen es st\u00e4dtische Zentren hat, durchaus sehr heterogene Bed\u00fcrfnisse und darum unterschiedliche Meinungen geben.</p>\n<p>Die Architektur des F\u00f6deralismus hat sich in den letzten 160 Jahren kaum ver\u00e4ndert. Die Kantone haben, v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von ihrer Bev\u00f6lkerungszahl, im St\u00e4nderat alle das [PAGE 2083] gleiche Gewicht. Die St\u00e4dte sind, anders als die Kantone, nicht direkt und unmittelbar in die Entscheidfindungen auf Bundesebene mit einbezogen. Gerade bei sozialpolitischen Themen, aber auch in vielen anderen Fragen wird das von den St\u00e4dten immer wieder als problematisch erlebt.</p>\n<p>Hans-J\u00fcrg Fehr will mit seinem Vorstoss das Gleichgewicht zwischen den kleinen, bev\u00f6lkerungs\u00e4rmeren l\u00e4ndlichen Kantonen und den bev\u00f6lkerungsdichten Kantonen verschieben. Man kann und sollte dann diesem kreativen Vorschlag zustimmen, wenn man den Gedanken zul\u00e4sst, dass die Dinge sich seit 1848 ge\u00e4ndert haben und dass es sinnvoll ist, den F\u00f6deralismus weiterzuentwickeln. Nach 160 Jahren ist es angezeigt zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die urspr\u00fcngliche Idee, die der Zusammensetzung des St\u00e4nderates zugrunde liegt, angesichts der bestehenden Strukturen noch erf\u00fcllt wird. </p>\n<p>Ich lade Sie namens der Minderheit ein, dies zu tun und der parlamentarischen Initiative Folge zu geben.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20101215","MeetingVerbalixOid":2004,"IdSession":"4816","SpeakerFirstName":"Silvia","SpeakerLastName":"Schenker","SpeakerFullName":"Schenker Silvia","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Conseil national","CantonId":12,"CantonName":"B\u00e2le-Ville","CantonAbbreviation":"BS","ParlGroupName":"Groupe socialiste","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":3,"Start":"\/Date(1292438267035)\/","End":"\/Date(1292438489718)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877730220)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1292438267037+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1292438489717+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128676L,Language='FR')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128676L,Language='FR')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128676L,Language='FR')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128676L,Language='FR')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128676L,Language='FR')/Businesses"}},"ID":"128676","Language":"FR","IdSubject":"21012","VoteId":null,"PersonNumber":464,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Als vor 160 Jahren der F\u00f6deralismus in der damals neuen Bundesverfassung verankert wurde, sah es in der Schweiz demografisch und politisch ganz anders aus als heute. Die demografischen Verh\u00e4ltnisse waren dadurch gepr\u00e4gt, dass ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung auf dem Land wohnte und die andere H\u00e4lfte in den St\u00e4dten. Heute ist das Verh\u00e4ltnis vier zu eins zugunsten der st\u00e4dtischen Agglomerationen. Die politischen Verh\u00e4ltnisse waren gepr\u00e4gt durch den Kulturkampf; es brauchte nach dem Sonderbundskrieg Pflegemassnahmen f\u00fcr die Verlierer, einen ausgepr\u00e4gten Minderheitenschutz, um sie mit dem neuen Bundesstaat zu vers\u00f6hnen. Dieser ausgepr\u00e4gte Minderheitenschutz bestand in der Einrichtung des St\u00e4nderates und der Zuteilung von je zwei St\u00e4nderatssitzen an einen Kanton und in der Einrichtung des St\u00e4ndemehrs.</p>\n<p>Heute gibt es nat\u00fcrlich keine Spur mehr von Kulturkampf, die Integration der Verliererkantone des Sonderbundskrieges ist gegl\u00fcckt. Das heisst, dass die zwei entscheidenden Voraussetzungen f\u00fcr den F\u00f6deralismus, wie er damals konstruiert wurde, weggefallen sind. Wenn die Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind, dann muss man auch die darauf aufbauende Konstruktion reformieren, oder, anders gesagt, wir sollten den anachronistisch gewordenen F\u00f6deralismus durch eine zeitgem\u00e4sse Variante ersetzen. Es ist ja nicht zu \u00fcbersehen, dass der heutige F\u00f6deralismus eine ganz bestimmte Minderheit in unserem Land bevorzugt, n\u00e4mlich die l\u00e4ndlichen Gebiete der Ostschweiz und der Zentralschweiz. Aber wir haben andere Minorit\u00e4ten, die eigentlich mit gleichem Recht einen staatspolitischen Schutz beanspruchen k\u00f6nnten, z. B. die Romandie oder eben die St\u00e4dte. Sie geniessen keinerlei Schutz unserer f\u00f6deralen Ordnung. Man kann sogar sagen, sie werden systematisch benachteiligt - und systematisch meint, im Sinne des Wortes \"System\", vom System F\u00f6deralismus her, so, wie er 1848 eingerichtet wurde.</p>\n<p>Ich bin nicht der Einzige und beileibe nicht der Erste, der eine F\u00f6deralismusreform anstrebt. Es gibt viele Ideen, viele Vorschl\u00e4ge vonseiten der Wissenschaft und der Politik. Bei aller Verschiedenheit ist ihnen aber die gleiche Stossrichtung gemeinsam. Man m\u00f6chte mit ihnen den ver\u00e4nderten Umst\u00e4nden Rechnung tragen. Man m\u00f6chte einen F\u00f6deralismus des 21. und nicht mehr einen des 19. Jahrhunderts.</p>\n<p>Der j\u00fcngste Vorstoss in Richtung F\u00f6deralismusreform kommt von der Freisinnigen Partei des Kantons Z\u00fcrich. Diese hat eine Standesinitiative unter dem Titel \"Referendumsrecht f\u00fcr die gr\u00f6sseren St\u00e4dte\" vorgeschlagen. Diese Standesinitiative ist schon ziemlich nahe bei meiner parlamentarischen Initiative. Damit will ich, dass man die grossen St\u00e4dte unseres Landes, also jene, die mehr als 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner haben, gleich behandelt wie einen Halbkanton. Das w\u00fcrde bedeuten, dass die grossen St\u00e4dte je einen St\u00e4nderatssitz zugut h\u00e4tten und dass sie bei der Ermittlung des St\u00e4ndemehrs als Halbkanton mitgez\u00e4hlt w\u00fcrden. Sie h\u00e4tten, wie das den Halbkantonen auch zusteht, das Recht, eine Standesinitiative einzureichen und mit sieben anderen Kantonen zusammen ein Referendum zu ergreifen. Auf einen Nenner gebracht: Die grossen St\u00e4dte sollen gleich behandelt werden wie die kleinen, bev\u00f6lkerungsschwachen Kantone. Dann h\u00e4tten wir ein f\u00f6derales System, das den Verh\u00e4ltnissen des 21. Jahrhunderts, den demografischen wie den politischen, besser Rechnung tragen w\u00fcrde. Dann h\u00e4tten wir, was jetzt eben fehlt und zunehmend als Mangel in Erscheinung tritt: eine authentische Vertretung der St\u00e4dte auch in der Bundesversammlung.</p>\n<p>Jetzt ist das eben nicht so. Das Argument, die St\u00e4dte w\u00fcrden ja durch die Kantone vertreten, kann man eben nicht aufrechterhalten, weil die grossen St\u00e4dte sehr oft in einem Konfliktverh\u00e4ltnis zu ihrem Kanton stehen und sich von ihm eben gerade nicht gen\u00fcgend vertreten sehen. Ich k\u00f6nnte Ihnen viele aktuelle Beispiele nennen; dazu fehlt mir aber leider die Zeit. Aber es ist offenkundig so, dass es wichtig w\u00e4re, dass die urbane Schweiz in der Bundesversammlung besser und authentischer vertreten w\u00e4re, um damit ihre ureigensten und speziellen Interessenlagen auch besser zur Geltung bringen zu k\u00f6nnen.</p>\n<p>Das ist die Begr\u00fcndung f\u00fcr meine parlamentarische Initiative. Ich bitte Sie, ihr Folge zu geben.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20101215","MeetingVerbalixOid":2004,"IdSession":"4816","SpeakerFirstName":"Hans-J\u00fcrg","SpeakerLastName":"Fehr","SpeakerFullName":"Fehr Hans-J\u00fcrg","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Conseil national","CantonId":14,"CantonName":"Schaffhouse","CantonAbbreviation":"SH","ParlGroupName":"Groupe socialiste","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1292437923824)\/","End":"\/Date(1292438267035)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877730217)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1292437923823+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1292438267037+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128677L,Language='FR')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128677L,Language='FR')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128677L,Language='FR')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128677L,Language='FR')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=128677L,Language='FR')/Businesses"}},"ID":"128677","Language":"FR","IdSubject":"21012","VoteId":null,"PersonNumber":null,"Type":3,"Text":"<pd_text><p><i>Antrag der Mehrheit</i></p>\n<p>Der Initiative keine Folge geben</p>\n<p>[VS]</p>\n<p><i>Antrag der Minderheit</i></p>\n<p>(Schenker Silvia, B\u00e4nziger, Gross, Heim, Hodgers, Marra, Roth-Bernasconi, Tsch\u00fcmperlin, Zisyadis)</p>\n<p>Der Initiative Folge geben</p>\n<p>[VS]</p>\n<p><i>Proposition de la majorit\u00e9</i></p>\n<p>Ne pas donner suite \u00e0 l'initiative </p>\n<p>[VS]</p>\n<p><i>Proposition de la minorit\u00e9</i></p>\n<p>(Schenker Silvia, B\u00e4nziger, Gross, Heim, Hodgers, Marra, Roth-Bernasconi, Tsch\u00fcmperlin, Zisyadis)</p>\n<p>Donner suite \u00e0 l'initiative </p>\n<p>[VS]</p>\n<p><b>Pr\u00e4sident </b>(Walter Hansj\u00f6rg, erster Vizepr\u00e4sident): Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20101215","MeetingVerbalixOid":2004,"IdSession":"4816","SpeakerFirstName":null,"SpeakerLastName":null,"SpeakerFullName":"","SpeakerFunction":null,"CouncilId":null,"CouncilName":null,"CantonId":null,"CantonName":null,"CantonAbbreviation":null,"ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":1,"Start":null,"End":null,"Function":null,"DisplaySpeaker":null,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877730214)\/","StartTimeWithTimezone":null,"EndTimeWithTimezone":null,"VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"21012","Language":"FR","IdMeeting":"1432","VerbalixOid":343563,"SortOrder":8,"Modified":"\/Date(1774877730212)\/"}}