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Dieser doppelte Hauptauftrag bleibt nat\u00fcrlich auch im HFKG-Kontext bestehen. Das HFKG ist dann f\u00fcr Weiterentwicklungen offen.</p>\n<p>Der Hochschulrat wird gest\u00fctzt auf Artikel 12 Absatz 3 des HFKG die Kompetenz zur Festlegung der Merkmale der Hochschultypen, aber auch zum Erlass von Vorschriften f\u00fcr die Studienstufen haben. Dabei wird der Hochschulrat ebenfalls \u00fcber die Frage entscheiden, ob die Fachhochschulen auch Programme auf der Doktoratsstufe anbieten k\u00f6nnen.</p>\n<p>Wie Sie wissen, hat die Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz einen Auftrag. Sie erarbeitet aktuell Grundlagen zur Frage des dritten Zyklus an Fachhochschulen. Es wird bei diesen Grundlagen vor allem darum gehen m\u00fcssen, dass die Richtigkeit, die Notwendigkeit sogar, die Funktion, die Form, aber auch die Voraussetzungen f\u00fcr eine allf\u00e4llige dritte Studienstufe gekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen.</p>\n<p>Die Ist-Situation ist - Sie haben es soeben auch angesprochen, Frau St\u00e4nder\u00e4tin H\u00e4berli-Koller -, dass die universit\u00e4ren Hochschulen schon heute Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen in den dritten Zyklus aufnehmen k\u00f6nnen. Kooperationen auf der Doktoratsstufe zwischen Fachhochschulen und Universit\u00e4ten sind jedenfalls zu f\u00f6rdern. Mit dem HFKG wird die k\u00fcnftige Hochschulkonferenz dies auch \u00fcber projektgebundene Beitr\u00e4ge tun k\u00f6nnen.</p>\n<p>Ich verzichte auf einen Kommentar zur Aussage von Frau Professorin Wilhelm, wonach die Qualit\u00e4t, wenn ich das richtig verstanden habe, auf Stufe Bachelor erodiert; ich glaube pers\u00f6nlich nicht, dass dem so ist. Auf jeden Fall m\u00fcssen die Andersartigkeit und die Gleichwertigkeit mit aller Konsequenz in die Zukunft gef\u00fchrt werden.</p>\n<p>Ich habe die Zusammenarbeit zwischen universit\u00e4rer Hochschule und Fachhochschule angesprochen. Es geht um den dritten Zyklus. Ich kann die Frage nicht beantworten, wie viele solche Kooperationen laufen und ob bez\u00fcglich des Fachkr\u00e4ftemangels das Anbieten eines PhD im Fachhochschulbereich wesentlich zur Bef\u00f6rderung unserer Wirtschaft und letztlich auch unseres Wohlstandes beitr\u00e4gt. Das muss der Bericht aufzeigen, der jetzt erarbeitet wird. </p>\n<p>Frau St\u00e4nder\u00e4tin H\u00e4berli, die Arbeiten zur Kl\u00e4rung und damit auch zur Beantwortung Ihrer Fragen laufen. Es ist mir ganz wichtig, zum Abschluss noch einmal betonen zu k\u00f6nnen, dass das Fachhochschulsystem als gleichwertiges, aber andersartiges System - es ist n\u00e4mlich vor allem auch praxisnah - mit aller Konsequenz in die Zukunft gef\u00fchrt werden muss. Es tr\u00e4gt massgeblich dazu bei, dass wir letztlich in diesem Lande so innovativ sind, wie wir sind, so wettbewerbsf\u00e4hig sind, wie wir sind, und damit auch so gut besch\u00e4ftigt sind, wie wir sind. [PAGE 946] </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20131125","MeetingVerbalixOid":2386,"IdSession":"4911","SpeakerFirstName":"Johann N.","SpeakerLastName":"Schneider-Ammann","SpeakerFullName":"Schneider-Ammann Johann N.","SpeakerFunction":"BR-M","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":3,"Start":"\/Date(1385403521723)\/","End":"\/Date(1385403777363)\/","Function":"BR-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850518927)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1385403521723+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1385403777363+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136192L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136192L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136192L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136192L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136192L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"136192","Language":"DE","IdSubject":"22819","VoteId":null,"PersonNumber":1106,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Zun\u00e4chst besten Dank f\u00fcr die Beantwortung meiner Interpellation. Auch wenn die Antwort etwas kurz ausf\u00e4llt, freue ich mich \u00fcber zwei Feststellungen des Bundesrates: </p>\n<p>Erstens geht der Bundesrat in seiner Antwort davon aus, dass ein dritter Zyklus an den Fachhochschulen nach HFKG grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich ist. Er schreibt dazu unter Ziffer 3 Folgendes: \"\u00dcber seine Kompetenz zum Erlass von Vorschriften \u00fcber Studienstufen und die Durchl\u00e4ssigkeit gem\u00e4ss Artikel 12 Absatz 3 Buchstabe a HFKG kann der Hochschulrat Grunds\u00e4tze zu den einzelnen Studienstufen und zur Durchl\u00e4ssigkeit zwischen den Hochschultypen erlassen. Im Rahmen dieser Kompetenzen wird er unter anderem auch die Verortung und die Merkmale der einzelnen Studienstufen f\u00fcr die universit\u00e4ren Hochschulen sowie die Fachhochschulen und p\u00e4dagogischen Hochschulen festlegen. Dazu geh\u00f6rt auch die Frage des dritten Zyklus an Fachhochschulen.\" Wenn der Bundesrat in seiner Antwort den Hochschulrat nach Artikel 12 HFKG als das Organ ansieht, welches einen [PAGE 945] Entscheid \u00fcber ein Doktorat an den Fachhochschulen herbeif\u00fchren kann, m\u00f6chte ich dann noch folgende Frage stellen: Was macht der Bundesrat, um zu einer solchen Entscheidungsfindung nach Artikel 12 HFKG beizutragen? </p>\n<p>Zweitens freut es mich, dass der Bundesrat in seiner Antwort mehrmals Folgendes betont: \"Die Fachhochschulen haben den Auftrag, praxisorientierte und berufsqualifizierende Ausbildungen anzubieten sowie anwendungsorientierte Forschung f\u00fcr die Wirtschaft und Gesellschaft zu erbringen.\" Oder: \"Fachhochschulen sollen auf berufsqualifizierende Abschl\u00fcsse vorbereiten und mit ihren Leistungen in der angewandten Forschung ihre Rolle als Innovationsmotoren f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft wahrnehmen.\"</p>\n<p>Zu diesen beiden Zitaten m\u00f6chte ich drei Fakten nennen, die ich einem Bericht des Bundesamtes f\u00fcr Statistik aus dem Jahr 2010 zur Ausbildung und beruflichen Situation von Promovierten entnommen habe. Aktuellere Zahlen gibt es leider noch nicht.</p>\n<p>1. Allein 34 Prozent aller Promovierten sind ein Jahr nach ihrer Promotion im hochschulorientierten Arbeitsmarkt besch\u00e4ftigt. Die anderen 66 Prozent sind im Arbeitsmarkt ausserhalb der Hochschulen besch\u00e4ftigt.</p>\n<p>2. Dabei sind Promovierte auf dem Arbeitsmarkt grunds\u00e4tzlich sehr gefragt. Nur 3,5 Prozent sind ein Jahr nach dem Abschluss erwerbslos, im Gegensatz zu 5,2 Prozent der Diplomierten.</p>\n<p>3. Das universit\u00e4re Promotionsstudium divergiert deutlich von den im ausserhochschulischen Arbeitsmarkt geforderten praktischen Kompetenzen wie Planung, Organisation, Kommunikation sowie interdisziplin\u00e4ren Kompetenzen wie Sozial- und Selbstkompetenzen.</p>\n<p>Zusammengefasst ergibt sich somit folgende Situation: Grunds\u00e4tzlich sind Promovierte auf dem Arbeitsmarkt ausserhalb der Hochschulen gefragt. Zwei Drittel von ihnen sind auch in diesem Arbeitsmarkt besch\u00e4ftigt. Sie erwerben aber in ihrem Doktorat nicht die f\u00fcr diesen Arbeitsmarkt notwendigen Kompetenzen. Dann kann die Schlussfolgerung erlaubt sein - und dieser Frage sollte auch nachgegangen werden -: K\u00f6nnte es sein, dass der Arbeitsmarkt angesichts eines drohenden Fachkr\u00e4ftemangels in der Schweiz in Zukunft von einem PhD der Fachhochschule, zusammengesetzt aus Wissenschaft und Praxis in gleichen Teilen, profitieren w\u00fcrde? </p>\n<p>In Ziffer 4 der Antwort ist zu lesen: \"Heute f\u00fchren zahlreiche Fachhochschulen erfolgreiche Kooperationen auf der Master- und Doktoratsstufe mit universit\u00e4ren Hochschulen im In- und Ausland. Solche Kooperationen f\u00f6rdern einerseits die Durchl\u00e4ssigkeit zwischen den Hochschultypen, andererseits die Weiterqualifizierung des Nachwuchses von Fachhochschulen in Lehre und Forschung und dienen zudem der Weiterentwicklung des praxisorientierten Profils. Sie sind im Sinne der Effizienz und der Aufgabenteilung zwischen universit\u00e4ren Hochschulen und Fachhochschulen in jedem Fall zu priorisieren, weiterzuentwickeln und zu f\u00f6rdern. Die Schweizerische Hochschulkonferenz wird mit dem HFKG solche hochschultypen\u00fcbergreifende Kooperationen mit projektgebundenen Beitr\u00e4gen gest\u00fctzt auf Artikel 59 HFKG unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.\" Dazu eine weitere Frage: Welche Kenntnisse hat der Bundesrat heute von gleichberechtigten anwendungsorientierten Doktoratskooperationen zwischen Universit\u00e4t und Fachhochschule in der Schweiz?</p>\n<p>Ich habe, dies noch zum Schluss, vor einigen Tagen aufgrund dieses Vorstosses eine Mail von Frau Professorin Dr. Elena Wilhelm, der Leiterin Hochschulentwicklung an der Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur bekommen. Sie schreibt darin unter anderem: \"Ich stelle die These auf, dass unser duales Bildungssystem auf den Stufen des Bachelor-Studiums erodiert und massiv ins Wanken kommt. Die stets postulierte Gleichwertigkeit ist auf diesen Niveaus eine euphemistische Floskel. Die Fachhochschulen verlieren ihre besten Studierenden an die Universit\u00e4ten (Master-Stufe) und ans Ausland (PhD-Stufe), was ein hochschulbildungspolitisches Armutszeugnis ist, w\u00e4hrend die Universit\u00e4ten auf 50 Prozent Promovierende aus dem Ausland zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen.\" Weiter schreibt Frau Dr. Wilhelm dann auch, dass an der ZHAW derzeit 66 Mitarbeitende an einer Promotion seien. 10 dieser 66 h\u00e4tten \"lediglich\" einen FH-Master als Abschluss. Sie alle promovierten im Ausland. Die Promotionsordnungen unserer Universit\u00e4ten, f\u00fchrt sie weiter aus, seien teilweise unglaublich rigide, was die Zulassung von Studierenden mit einem FH-Master anbelange, weshalb eben unsere FH-Absolvierenden grossmehrheitlich im Ausland promovierten. Mittlerweile seien dies \u00fcber 50 Prozent.</p>\n<p>Ich freue mich auf weitere Diskussionen zu diesem Thema und danke dem Bundesrat nochmals f\u00fcr seine Antwort.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20131125","MeetingVerbalixOid":2386,"IdSession":"4911","SpeakerFirstName":"Brigitte","SpeakerLastName":"H\u00e4berli-Koller","SpeakerFullName":"H\u00e4berli-Koller Brigitte","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":20,"CantonName":"Thurgau","CantonAbbreviation":"TG","ParlGroupName":"Fraktion CVP-EVP","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1385403091690)\/","End":"\/Date(1385403521723)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850518927)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1385403091690+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1385403521723+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136193L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136193L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136193L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136193L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136193L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"136193","Language":"DE","IdSubject":"22819","VoteId":null,"PersonNumber":825,"Type":1,"Text":"<pd_text><p><b>Pr\u00e4sident </b>(Germann Hannes, Pr\u00e4sident): Die Interpellantin beantragt eine kurze Diskussion. - Sie sind damit einverstanden.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20131125","MeetingVerbalixOid":2386,"IdSession":"4911","SpeakerFirstName":"Hannes","SpeakerLastName":"Germann","SpeakerFullName":"Germann Hannes","SpeakerFunction":"P-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":14,"CantonName":"Schaffhausen","CantonAbbreviation":"SH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1385403079273)\/","End":"\/Date(1385403091690)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":false,"LanguageOfText":null,"Modified":"\/Date(1510850518910)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1385403079273+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1385403091690+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"22819","Language":"DE","IdMeeting":"1508","VerbalixOid":424415,"SortOrder":6,"Modified":"\/Date(1510850518910)\/"}}