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Die Fachhochschulen sollen anders positioniert bleiben, als es die Unis sind. Deshalb habe ich jetzt von Ihnen mit Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen, dass Sie auch die bundesr\u00e4tliche Meinung vertreten, wenn es um Doktorate hier oder dort geht.</p>\n<p>Was die finanziellen Leistungen des Bundes anbetrifft: Herk\u00f6mmlicherweise machen die Betriebsbeitr\u00e4ge f\u00fcr Lehre und Forschung - das wird nicht auseinandergenommen - in etwa 30 Prozent bei den Fachhochschulen und 20 Prozent bei den Unis aus. Wenn man dann noch die gesamten Bundesbeitr\u00e4ge und die gesamten Betriebskosten zusammenz\u00e4hlt, dann liegt der Bundesbeitrag sowohl bei den Fachhochschulen wie auch bei den Unis in der Gr\u00f6ssenordnung von 25 Prozent.</p>\n<p>Was \u00e4ndert mit dem Hochschulf\u00f6rderungs- und Koordinationsgesetz (HFKG)? Wenig! Der Bund beteiligt sich an den typenspezifischen Grundfinanzierungen; das bleibt weiterhin so. Das HFKG erm\u00f6glicht es aber, dass die Gewichtung der Forschung insgesamt und auch die Gewichtung der Fachhochschulforschung etwas gest\u00e4rkt werden kann. Dem werden wir Beachtung schenken. Aber es ist nat\u00fcrlich schon so: Die Tr\u00e4ger sind die Kantone; sie sind in erster Linie weiterhin gefordert.</p>\n<p>Noch ein Wort zur bereichsspezifischen Forschung: Sie wissen, dass der Schweizerische Nationalfonds eine Kategorie im Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung geschaffen hat. Damit sind vor allem die Bereiche der Gesundheit, der sozialen Arbeit und der Kunst (GSK) gemeint. Das ist auch eine Nachfolgefinanzierungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr das bisherige Dore-Instrument. Es stehen also f\u00fcr den GSK-Bereich - wenn ich Sie richtig verstehe, ist dieser spezifisch angesprochen - weiterhin F\u00f6rderunterst\u00fctzungen zur Verf\u00fcgung.</p>\n<p>Ich habe Ihre Empfehlungen mitgenommen. Die unterschiedlichen Ausgangslagen sind anerkannt, und eine differenzierte Forschungsf\u00f6rderung ist unsere Absicht. So gesehen, ist Ihre erste Frage mit Ja beantwortet.</p>\n<p>Was das praxisorientierte Profil betrifft, das bleiben soll, so ist auch diese Frage mit Ja beantwortet. Ich best\u00e4tige Ihnen auch ganz ausdr\u00fccklich, dass wir beim Nationalfonds darauf hinwirken, dass er sich der spezifischen Ausgangslage bei der Fachhochschulforschung, vor allem in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Kunst, annimmt.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20130926","MeetingVerbalixOid":2380,"IdSession":"4910","SpeakerFirstName":"Johann N.","SpeakerLastName":"Schneider-Ammann","SpeakerFullName":"Schneider-Ammann Johann N.","SpeakerFunction":"BR-M","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":3,"Start":"\/Date(1380194721643)\/","End":"\/Date(1380194929537)\/","Function":"BR-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850318623)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1380194721643+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1380194929537+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=162690L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=162690L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=162690L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=162690L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=162690L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"162690","Language":"DE","IdSubject":"28938","VoteId":null,"PersonNumber":1256,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ein Kollege hat mich gebeten, eine halbe Stunde zu sprechen, weil er noch Besuch auf den Trib\u00fcnen erwartet. <i>(Heiterkeit) </i>Ich halte mich trotzdem nicht an diese Vorgabe, sondern fasse mich kurz. Ich bin wie Frau Fetz tats\u00e4chlich fast ganz befriedigt von dieser Antwort. Einen Punkt m\u00f6chte ich aber noch etwas vertiefen. Ich werde mich nur zur Forschungsf\u00f6rderung \u00e4ussern, nicht zur allgemeinen Hochschulfinanzierung, der erste Absatz der Antwort des Bundesrates interessiert also in diesem Zusammenhang nicht. </p>\n<p>Nun zur Forschungsf\u00f6rderung: Nach der Aufl\u00f6sung des anwendungsorientierten F\u00f6rdertopfs Dore stehen nun die Universit\u00e4ten und die Fachhochschulen beim Nationalfonds und bei der KTI in direkter Konkurrenz. Dabei gibt es drei Ungleichgewichte zwischen den Universit\u00e4ten und den Fachhochschulen:</p>\n<p>Das erste Ungleichgewicht m\u00f6chte ich mit \"K\u00f6pfe\" \u00fcbertiteln. In den Gremien, die entscheiden, sitzen praktisch nur Universit\u00e4tsprofessoren. Ihnen liegt die Grundlagenforschung n\u00e4her als die anwendungsorientierte Forschung. Dazu sagt der Bundesrat, das m\u00fcsse \u00fcberpr\u00fcft und [PAGE 925] angepasst werden und die \u00dcberpr\u00fcfung sei im Gange. Dieser Punkt ist f\u00fcr mich okay. Davon bin ich befriedigt.</p>\n<p>Beim zweiten Punkt haben wir meines Erachtens noch ein Problem. Das betrifft das unterschiedliche Gewicht des Mittelbaus. Die Universit\u00e4ten haben einen ganz anders strukturierten Mittelbau, und sie haben vor allem die M\u00f6glichkeit, Doktoranden mit Forschungsarbeiten zu betrauen, sie daf\u00fcr einzusetzen. Klar ist, dass diese M\u00f6glichkeiten den Universit\u00e4ten andere Perspektiven und ein sehr grosses Potenzial er\u00f6ffnen, grunds\u00e4tzlich zu Forschungsresultaten zu kommen und g\u00fcnstiger zu diesen Forschungsresultaten zu kommen, da sie die Doktoranden ja nicht voll entl\u00f6hnen m\u00fcssen. Der Bundesrat sagt zu diesem Thema, hier seien die Kantone als Tr\u00e4ger der Fachhochschulen gefordert. Das halte ich f\u00fcr verfehlt; ich bin der Auffassung, dass dieser Aspekt vom Nationalfonds und von der KTI bei der Projektfinanzierung ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcsste. Die Probleme sind ja direkt von den erhaltenen Auftr\u00e4gen abh\u00e4ngig. Die Kantone k\u00f6nnen bei den zu erwartenden grossen Schwankungen durch diese Forschungsauftr\u00e4ge nicht einen Mittelbau finanzieren und bereitstellen. \u00dcberdies m\u00f6chte ich dem Bundesrat in diesem Punkt zu bedenken geben, dass die Haltung, die er jetzt eingenommen hat, der Forderung der Fachhochschulen nach eigenen Doktoraten enormen Aufschwung geben w\u00fcrde. Es stellt sich die Frage, ob man das will. Ich will es nicht, und ich denke, dass es auch der Bundesrat nicht will. In diesem Punkt bin ich also nicht befriedigt.</p>\n<p>Der dritte Punkt, wo erhebliche Unterschiede bestehen, sind die Referenzen. Um an die F\u00f6rdert\u00f6pfe zu gelangen, muss man in aller Regel aufzeigen, was man schon gemacht hat. Das zementiert den Vorsprung der etablierten Organisationen, also meist der Universit\u00e4ten. Nun kann man sagen, das sei gewollt, weil es Kompetenzzentren f\u00f6rdert. Es verhindert aber den Wettbewerb, und es behindert die noch jungen neuen Institutionen, also die Fachhochschulen. Das kann so weit f\u00fchren, dass sich diese fragen, ob es \u00fcberhaupt Sinn macht, sich an einem ungleichen Wettbewerb zu beteiligen. Und das wiederum darf nicht sein, weil alle Hochschulen einen Forschungsauftrag haben und weil alle auf Forschung angewiesen sind, um eine qualifizierte Lehre anbieten zu k\u00f6nnen. Zu diesem Punkt finde ich in der Antwort auf die Interpellation keine befriedigenden Ausf\u00fchrungen. Ich ersuche den Bundesrat, diesem Problem bei der angek\u00fcndigten bzw. laufenden Evaluation die geb\u00fchrende Aufmerksamkeit zu schenken, und danke ihm f\u00fcr seine Stellungnahme.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20130926","MeetingVerbalixOid":2380,"IdSession":"4910","SpeakerFirstName":"Hans","SpeakerLastName":"Altherr","SpeakerFullName":"Altherr Hans","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":15,"CantonName":"Appenzell A.-Rh.","CantonAbbreviation":"AR","ParlGroupName":"FDP-Liberale Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1380194390117)\/","End":"\/Date(1380194721643)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850318623)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1380194390117+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1380194721643+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=162691L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=162691L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=162691L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=162691L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=162691L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"162691","Language":"DE","IdSubject":"28938","VoteId":null,"PersonNumber":540,"Type":1,"Text":"<pd_text><p><b>Il presidente</b> (Lombardi Filippo, presidente): L'autore dell'interpellanza \u00e8 parzialmente soddisfatto della risposta del Consiglio federale e chiede una breve discussione. - Non vi sono obiezioni.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20130926","MeetingVerbalixOid":2380,"IdSession":"4910","SpeakerFirstName":"Filippo","SpeakerLastName":"Lombardi","SpeakerFullName":"Lombardi Filippo","SpeakerFunction":"P-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":27,"CantonName":"Tessin","CantonAbbreviation":"TI","ParlGroupName":"Fraktion CVP-EVP","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1380194373037)\/","End":"\/Date(1380194390117)\/","Function":"P-M","DisplaySpeaker":false,"LanguageOfText":null,"Modified":"\/Date(1510850318623)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1380194373037+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1380194390117+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"28938","Language":"DE","IdMeeting":"1774","VerbalixOid":422824,"SortOrder":10,"Modified":"\/Date(1510850318607)\/"}}