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Wir sehen an seinem Platz Blumen, die uns an ihn erinnern.</p>\n<p>Der \u00fcberraschende Tod von Otto Ineichen kurz vor seinem 71. Geburtstag reisst zuallererst eine \u00e4usserst schmerzhafte L\u00fccke in seine Familie, er reisst aber auch eine grosse L\u00fccke in unseren Rat und in die Schweizer Politik.</p>\n<p>Otto Ineichen wurde 2003 f\u00fcr die Luzerner Freisinnigen in den Nationalrat gew\u00e4hlt. Er war zu dieser Zeit auf nationalem Parkett kein Unbekannter, hatte er sich doch als erfolgreicher und volksverbundener Unternehmer bereits einen Namen gemacht.</p>\n<p>Als Quereinsteiger in die Politik \u00e4rgerte er sich gelegentlich \u00fcber die Tr\u00e4gheit unseres politischen Systems. Otto Ineichen war ein Macher, einer, der Probleme sah und sie l\u00f6sen wollte, und zwar m\u00f6glichst subito. Er war einer, der anpackte und nie um klare Aussagen verlegen war. Diese unternehmerischen Qualit\u00e4ten setzte er auch in der Politik ein. So, wie er ein volksverbundener Unternehmer war, wurde er bald auch zum volksverbundenen Politiker. Die Schweizer Wirtschaft und vor allem deren Hauptst\u00fctze, die kleinen und mittleren Unternehmen, waren ihm ein zentrales Anliegen; f\u00fcr sie setzte er sich mit grossem Engagement ein. Unvergessen, wie er hier vorne immer wieder stand und laut und deutlich die Position der KMU, aber auch der entsprechenden Leute verteidigte; zum letzten Mal in der Fr\u00fchjahrssession bei der Swissness-Vorlage. Aber wie es sich f\u00fcr einen echten Patron geh\u00f6rt, nahm er keine einseitigen Positionen ein; ihm war klar, dass die Sicht des Unternehmers immer auch die Interessen der Arbeitnehmer und der gesamten Gesellschaft ber\u00fccksichtigen muss.</p>\n<p>Die Integration von Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, von jungen Leuten, die den Sprung ins Erwerbsleben nur mit Schwierigkeiten schaffen, war f\u00fcr ihn eines der grossen Themen. Mit Vorst\u00f6ssen, mit Voten im Rat und mit seinem Engagement in der Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur versuchte Otto Ineichen immer wieder, zu helfen und zu wirken: f\u00fcr die Weiterbildung, f\u00fcr die Berufsbildung und f\u00fcr die Wiedereingliederung Erwerbsloser.</p>\n<p>Er beschr\u00e4nkte sich aber - das war so typisch f\u00fcr ihn - nicht nur auf die politische Ebene: Otto Ineichen schuf mit grossem pers\u00f6nlichen Einsatz die Stiftung Speranza, die mithilft, Unternehmen zu animieren, Ausbildungspl\u00e4tze f\u00fcr Jugendliche zu schaffen. Und auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geh\u00f6rte zu den Themen, derer er sich nicht nur politisch, sondern auch praktisch annahm.</p>\n<p>Otto Ineichen war ein wahrer Liberaler, ein offener Mensch, ein selbstst\u00e4ndiger und kreativer Kopf. Im Pensionsalter vertrat er die Anliegen der Jungen, als Arbeitgeber Bed\u00fcrfnisse der Arbeitnehmer und als \u00fcberzeugter Patriot die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Zusammenhalts und des wirtschaftlichen Erfolgs der Schweiz. Mit Otto Ineichen konnte man immer \u00fcber alles diskutieren; er vertrat seine Ideen mit [PAGE 997] Feuer und Flamme, war aber stets auch bereit, die Argumente anderer aufzunehmen. So war er nicht nur Unternehmer, Politiker und Macher, sondern auch noch etwas ganz anderes, etwas ganz Einfaches: ein guter Mensch und ein guter Freund. Wir alle werden Otto Ineichen vermissen.</p>\n<p>Seiner Familie m\u00f6chte ich unser herzliches Beileid ausdr\u00fccken.</p>\n<p>Ich bitte Sie, sich in Erinnerung an Otto Ineichen zu erheben und seiner schweigend zu gedenken.</p>\n<p>[VS]</p>\n<p><i>Der Rat erhebt sich zu Ehren des Verstorbenen</i></p>\n<p><i>L'assistance se l\u00e8ve pour honorer la m\u00e9moire du d\u00e9funt</i></p>\n<p>[VS]</p>\n<p><b>Pr\u00e4sident </b>(Walter Hansj\u00f6rg, Pr\u00e4sident): Eine Delegation des Nationalrates und des St\u00e4nderates wird an der Trauerfeier f\u00fcr Otto Ineichen teilnehmen. Diese findet statt am Montag, 11. Juni 2012, um 10.30 Uhr, in der Pfarrkirche St. Georg in Sursee.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20120607","MeetingVerbalixOid":2194,"IdSession":"4904","SpeakerFirstName":"Hansj\u00f6rg","SpeakerLastName":"Walter","SpeakerFullName":"Walter Hansj\u00f6rg","SpeakerFunction":"P-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Conseil national","CantonId":20,"CantonName":"Thurgovie","CantonAbbreviation":"TG","ParlGroupName":"Groupe de l'Union d\u00e9mocratique du Centre","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1339070301459)\/","End":"\/Date(1339070642241)\/","Function":"P-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877633565)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1339070301460+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1339070642240+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"29298","Language":"FR","IdMeeting":"1795","VerbalixOid":383217,"SortOrder":5,"Modified":"\/Date(1774877633558)\/"}}