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Mit meiner vorliegenden Motion m\u00f6chte ich den Bundesrat beauftragen, den Anteil an Home-Office-Arbeit in der Bundesverwaltung innert f\u00fcnf Jahren auf mindestens 20 Prozent zu erh\u00f6hen, also auf durchschnittlich einen Tag pro Woche. Es ist klar, dass das f\u00fcr einige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeuten w\u00fcrde, zwei oder gar drei Tage pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten, da sich bekanntlich nicht alle Arbeiten als Home-Office-Arbeit oder Telearbeit erledigen lassen. Ich bin jedoch der festen \u00dcberzeugung, dass gerade in der Bundesverwaltung ein betr\u00e4chtlicher Teil der Arbeit auch qualitativ einwandfrei geleistet werden kann, ohne dass physische Pr\u00e4senz am B\u00fcroarbeitsplatz im zentral gelegenen Verwaltungsgeb\u00e4ude erforderlich ist. </p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich ist meine Forderung auch als Aufruf an die Privatwirtschaft, die zahlreichen bundesnahen Unternehmen sowie an die kantonalen Verwaltungen zu verstehen, von diesen Arbeitsformen mehr Gebrauch zu machen. Es ist mir als Unternehmer, der die Vor- und Nachteile dieser Art zu arbeiten bestens kennt, als Vertreter einer l\u00e4ndlichen Region mit zunehmender Abwanderung und erh\u00f6htem Pendleraufkommen und nicht zuletzt als Mitglied der Kommission f\u00fcr Verkehr und Fernmeldewesen ein zentrales Anliegen, das M\u00f6glichste zu tun, um die heutigen technischen M\u00f6glichkeiten optimal zu nutzen, unsere Regionen zu st\u00e4rken und insbesondere unsere Verkehrsinfrastrukturen zu entlasten. Mit einem hohen Anteil an Home-Office-Arbeit kann das alles erreicht werden. </p>\n<p>Der Bund als Ersteller der Verkehrsinfrastrukturen f\u00fcr Strasse und Schiene muss doch ein erhebliches Interesse daran [PAGE 1550] haben, diese Infrastrukturen nicht auch noch selbst zur Unzeit, sprich zur Spitzenzeit, unn\u00f6tig zu belasten. Ich m\u00f6chte bei dieser Gelegenheit an die zahlreichen beschlossenen und in n\u00e4chster Zeit zu diskutierenden milliardenschweren Finanzprojekte wie Fabi bei der Bahn oder die Engpassbeseitigung, die Agglomerationsprogramme und den NAF bei der Strasse erinnern. Diese Projektpakete werden allesamt und schwerwiegend mit den wachsenden Pendlerstr\u00f6men begr\u00fcndet. Der Bundesrat will den Engp\u00e4ssen w\u00e4hrend der Spitzenzeiten mit starkem Infrastrukturausbau, also vor allem mit Teer und Beton, begegnen, ohne dass Alternativen wie Mobility-Pricing, intelligente Verkehrssysteme oder eben Home-Office-Arbeit mit der n\u00f6tigen Konsequenz vorangetrieben werden; das bedaure ich sehr.</p>\n<p>Aber auch aus sozial- und insbesondere aus familienpolitischer Sicht w\u00e4re es positiv zu werten, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger Zeit auf dem Arbeitsweg verbringen m\u00fcssten und ihre Arbeitszeit flexibler einteilen k\u00f6nnten. Zufriedenere und produktivere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, reduzierter Immobilien- und Fl\u00e4chenbedarf, flexiblere Arbeitsformen und ideale Rahmenbedingungen f\u00fcr die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben k\u00f6nnen durch Home-Office erreicht werden.</p>\n<p>Aus all diesen Gr\u00fcnden ist diese Arbeitsform gezielt zu f\u00f6rdern. Ich freue mich deshalb sehr, dass der Bundesrat auf meinen Wunsch eingeht und dass er mit seiner Verwaltung eine Vorreiterrolle bei der Anwendung von Home-Office und Telearbeit einnehmen will.</p>\n<p>Der Bundesrat erachtet die Festsetzung einer reinen Quote zur Erh\u00f6hung des Anteils an Home-Office-Arbeit als nicht zielf\u00fchrend, was ich nachvollziehen und akzeptieren kann. Ich danke aber dem Bundesrat herzlich, dass er Ernst macht und als Folge mein Postulat 13.3358, \"Schaffung von Anreizen zur F\u00f6rderung von Home-Office und Telearbeit in der Bundesverwaltung\", zur Annahme empfohlen hat. Unser Rat ist ihm am 27. September 2013 mit deutlichem Mehr gefolgt. Mit diesem Postulat soll eine niederschwelligere Strategie zur F\u00f6rderung von Telearbeit und Home-Office bei Bundesstellen umgesetzt werden - ich bin gespannt darauf!</p>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden bin ich gerne bereit, meine vorliegende Motion 12.4120 zur\u00fcckzuziehen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20140916","MeetingVerbalixOid":2506,"IdSession":"4915","SpeakerFirstName":"J\u00fcrg","SpeakerLastName":"Grossen","SpeakerFullName":"Grossen J\u00fcrg","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Gr\u00fcnliberale Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"GL","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1410870440914)\/","End":"\/Date(1410870707282)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877486816)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1410870440913+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1410870707283+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"29588","Language":"DE","IdMeeting":"1816","VerbalixOid":445806,"SortOrder":25,"Modified":"\/Date(1774877486812)\/"}}