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La commission propose, par 9 voix contre 1 et 2 abstentions, de rejeter la motion. Le Conseil f\u00e9d\u00e9ral propose \u00e9galement le rejet de la motion.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20160919","MeetingVerbalixOid":2783,"IdSession":"5005","SpeakerFirstName":"Rapha\u00ebl","SpeakerLastName":"Comte","SpeakerFullName":"Comte Rapha\u00ebl","SpeakerFunction":"P-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":24,"CantonName":"Neuenburg","CantonAbbreviation":"NE","ParlGroupName":"FDP-Liberale Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1474305101513)\/","End":"\/Date(1474305120820)\/","Function":"P-M","DisplaySpeaker":false,"LanguageOfText":null,"Modified":"\/Date(1510850734837)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1474305101513+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1474305120820+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203724L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203724L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203724L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203724L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203724L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"203724","Language":"DE","IdSubject":"38032","VoteId":null,"PersonNumber":488,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Wenn ich Herrn St\u00e4nderat Germann so zuh\u00f6re, denke ich, dass er der beste Botschafter f\u00fcr die bundesr\u00e4tliche Energie- und Klimapolitik ist: mehr erneuerbare, weniger fossile, mehr einheimische, weniger importierte Energie. Bravo! Willkommen! Plus-Energie-Bauten gibt es heute, und es werden immer mehr. Plus-Energie-Bauten sind eine Supersache. Jetzt kommt mein Erstaunen \u00fcber Sie, und zwar in zweifacher Hinsicht.</p>\n<p>Mein erstes Staunen: Sie sind doch F\u00f6deralist, als Gemeindeverbandsvertreter erst recht. Und Sie schlagen uns hier eigentlich vor, wie Herr St\u00e4nderat Vonlanthen gesagt hat, der Bund solle den Kantonen mehr Vorschriften im Bereiche der Geb\u00e4ude machen. Darauf l\u00e4uft es hinaus. Ui, ui, ui! Geht nicht! Von Verfassung wegen ist es eben gerade umgekehrt, und wir unterst\u00fctzen die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (Muken) eben sehr, wie Herr St\u00e4nderat Vonlanthen es zu Recht gesagt hat. Diese Vorschriften gehen sogar weiter als Ihr Anliegen mit Rahmenbedingungen f\u00fcr die Kantone bei den Geb\u00e4uden.</p>\n<p>Mein zweites Staunen: Sie sagen, Sie wollen keine Subventionen. Aber was steht hier? \"Gew\u00e4hrung von Finanzhilfen\" an die Kantone. Ha! Ich habe noch nie gesehen, dass eine Finanzhilfe keine Subvention ist. Es ist nat\u00fcrlich so, dass Sie m\u00f6chten, dass wir den Kantonen mehr Geld - Sie sagen, insbesondere aus der CO2-Abgabe - \u00fcberweisen. Sie haben soeben mit der Energiestrategie 2050 beschlossen, dass mit diesem neuen Gesetz die Geb\u00e4udeprogramme verst\u00e4rkt werden, und zwar auf maximal 450 Millionen Franken, die wir aus der CO2-Abgabe nehmen. Das geschieht mit einem neuen Ansatz, ganz in Ihrem Sinne. Da z\u00e4hlt eben nicht mehr nur die H\u00fclle, sondern die inhaltliche Ausgestaltung ist relativ frei.</p>\n<p>Aber das tun wir begrenzt, Herr St\u00e4nderat, weil wir sagen, dass wir 2025 von der F\u00f6rderung wegkommen wollen. Wir wollen dann hin zur Lenkung, wenn die Kantone bis dahin ihre Geb\u00e4udevorschriften umsetzen und verbessern. Bei Neubauten ist das schon so, die machen uns eigentlich keine Sorgen mehr. Dort haben wir im W\u00e4rmebereich wirklich Plus-Energie-H\u00e4user. Diese werden auch in Zukunft realisiert. Wir haben das Programm noch bei den bestehenden Geb\u00e4uden.</p>\n<p>Deshalb glaube ich: Ihr Ziel in Ehren, aber genau das tun wir hier, soweit der Bund etwas tun kann. Im \u00dcbrigen respektieren wir die Hoheit der Kantone und freuen uns, wenn vor allem auch die Gemeinden sehr viele Vorschriften erlassen. Entschuldigung, das muss ich jetzt halt auch noch sagen: Auf Ebene der Gemeinden bestehen die gr\u00f6ssten Hindernisse, dort hapert es mit Ausbauvorschriften, und sehr oft gibt es vielleicht auch noch Einschr\u00e4nkungen bei den kommunalen Vorschriften.</p>\n<p>Also hier, glaube ich, arbeiten wir sehr gut zusammen. Insbesondere im W\u00e4rmebereich sind Technologien da. Wir wollen ja die \u00d6lheizungen nicht verbieten, was wir in Ihrem Sinne tun m\u00fcssten. Vielmehr wollen wir auch hier sagen: Die Kantone sollen diese Muken jetzt mal umsetzen. Wenn sie dann die Ziele im Geb\u00e4udebereich bis 2030 nicht erreichen, dann kann man weiterschauen. Aber bis dahin m\u00f6chten wir auch dort den Kantonen und Gemeinden die Gelegenheit geben, diese Vorschriften umzusetzen. [PAGE 697] </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20160919","MeetingVerbalixOid":2783,"IdSession":"5005","SpeakerFirstName":"Doris","SpeakerLastName":"Leuthard","SpeakerFullName":"Leuthard Doris","SpeakerFunction":"VPBR-F","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":19,"CantonName":"Aargau","CantonAbbreviation":"AG","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":5,"Start":"\/Date(1474306070417)\/","End":"\/Date(1474306302610)\/","Function":"VPBR-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850734837)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1474306070417+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1474306302610+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203759L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203759L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203759L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203759L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203759L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"203759","Language":"DE","IdSubject":"38032","VoteId":null,"PersonNumber":3914,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Vous avez tous re\u00e7u un rapport \u00e9crit fort complet qui relate les travaux de la commission. Cela me permet d'\u00eatre succinct et de rapporter uniquement en rappelant les grands traits du parcours de la motion Germann.</p>\n<p>Cette motion a \u00e9t\u00e9 d\u00e9pos\u00e9e le 18 d\u00e9cembre 2015 et elle vise \u00e0 promouvoir la construction de b\u00e2timents \u00e0 \u00e9nergie positive notamment en accordant des aides financi\u00e8res provenant de la taxe sur le CO2. Le 17 f\u00e9vrier 2016, le Conseil f\u00e9d\u00e9ral a propos\u00e9 de rejeter la motion.</p>\n<p>En substance, le Conseil f\u00e9d\u00e9ral, dans son avis, rel\u00e8ve deux \u00e9l\u00e9ments. Tout d'abord, traiter cette motion exige d'examiner ce qu'il en est de la r\u00e9partition des t\u00e2ches entre la Conf\u00e9d\u00e9ration et les cantons. En l'occurrence, il s'av\u00e8re que la probl\u00e9matique des \u00e9conomies d'\u00e9nergie dans les b\u00e2timents, de par notre Constitution, rel\u00e8ve avant tout des t\u00e2ches cantonales. C'est dire que, dans la mesure du possible, il faut \u00e9viter que la Conf\u00e9d\u00e9ration intervienne trop dans le domaine des \u00e9conomies d'\u00e9nergie dans les b\u00e2timents lorsque cela n'est pas indispensable, m\u00eame s'il est exact que le chauffage repr\u00e9sente la plus grande part des \u00e9missions de gaz \u00e0 effet de serre, en tout cas en milieu urbain, et que cela peut l\u00e9gitimer une intervention de la Conf\u00e9d\u00e9ration sous l'angle de la protection de l'environnement.</p>\n<p>Cela dit, dans le domaine du chauffage, les cantons ne sont pas rest\u00e9s inactifs. Ils ont notamment pr\u00e9vu, dans le cadre du Mod\u00e8le de prescriptions \u00e9nerg\u00e9tiques des cantons 2014 (MoPEC 2014), qu'\u00e0 partir de 2020 les nouvelles constructions seront en mesure de subvenir autant que possible elles-m\u00eames toute l'ann\u00e9e \u00e0 leur approvisionnement en \u00e9nergie.</p>\n<p>En ce sens, les objectifs de la motion, en tout cas s'agissant des nouvelles constructions, seront r\u00e9alis\u00e9s en 2020, pour autant bien s\u00fbr que les cantons adh\u00e8rent \u00e0 ces dispositions du MoPEC 2014. Ce qu'il faut souligner c'est que ces objectifs seront r\u00e9alis\u00e9s et ceci sans qu'aucune nouvelle subvention ne soit n\u00e9cessaire. On voit donc qu'\u00e0 travers le MoPEC 2014, et en tout cas s'agissant des nouvelles constructions, les cantons vont au-del\u00e0 de ce qui est pr\u00e9vu dans la motion.</p>\n<p>Par ailleurs, le Conseil f\u00e9d\u00e9ral rel\u00e8ve, s'agissant des constructions existantes, qu'il existe d\u00e9j\u00e0 diff\u00e9rentes mesures visant \u00e0 encourager les b\u00e2timents \u00e0 \u00e9nergie positive et \u00e0 promouvoir les r\u00e9novations. Ces mesures seront renforc\u00e9es dans le cadre du premier paquet de mesures de la strat\u00e9gie \u00e9nerg\u00e9tique 2050. Or par une co\u00efncidence fort heureuse, notre conseil vient de ratifier ce paquet de mesures que nous n'aurons dor\u00e9navant plus qu'\u00e0 approuver lors du vote final.</p>\n<p>Voil\u00e0 donc les raisons pour lesquelles le Conseil f\u00e9d\u00e9ral recommande le rejet de la motion.</p>\n<p>Le 15 mars dernier, consid\u00e9rant que cette motion avait un caract\u00e8re technique et exigeait peut-\u00eatre un compl\u00e9ment d'informations, le Conseil des Etats a d\u00e9cid\u00e9 de la transmettre \u00e0 sa Commission de l'environnement, de l'am\u00e9nagement du territoire et de l'\u00e9nergie. La commission s'est r\u00e9unie le 23 juin dernier et a \u00e9t\u00e9 convaincue par les arguments du Conseil f\u00e9d\u00e9ral. En particulier, elle rel\u00e8ve que les cantons ont d'ores et d\u00e9j\u00e0 d\u00e9cid\u00e9 d'un programme ambitieux en adoptant le MoPEC 2014 et elle estime d\u00e8s lors que, notamment pour des raisons d'ordre constitutionnel, il ne revient pas \u00e0 la Conf\u00e9d\u00e9ration d'aller au-del\u00e0 des interventions pr\u00e9vues dans le cadre de la strat\u00e9gie \u00e9nerg\u00e9tique 2050.</p>\n<p>Voil\u00e0 les raisons pour lesquelles la commission, qui ne conteste en rien les objectifs de la motion et qui consid\u00e8re qu'ils m\u00e9ritent totalement d'\u00eatre poursuivis, recommande tout de m\u00eame de rejeter la motion, ceci par 9 voix contre 1 et 2 abstentions.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20160919","MeetingVerbalixOid":2783,"IdSession":"5005","SpeakerFirstName":"Robert","SpeakerLastName":"Cramer","SpeakerFullName":"Cramer Robert","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":25,"CantonName":"Genf","CantonAbbreviation":"GE","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1474305120820)\/","End":"\/Date(1474305447370)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1510850734837)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1474305120820+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1474305447370+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203775L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203775L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203775L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203775L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203775L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"203775","Language":"DE","IdSubject":"38032","VoteId":null,"PersonNumber":4205,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Als kantonaler Energiedirektor und ehemaliger Pr\u00e4sident der Energiedirektorenkonferenz muss ich mich mit Entschiedenheit gegen diese Motion zur Wehr setzen. Der Bundesrat schreibt es in seiner Antwort glasklar, und ich m\u00f6chte der hier anwesenden zust\u00e4ndigen Bundesr\u00e4tin daher auch ein Kr\u00e4nzchen winden. Sie weiss es, die Kantone beklagen sich nicht selten \u00fcber gewisse Zentralisierungstendenzen, namentlich im Energiebereich. Hier stelle ich fest, dass der Bundesrat ein hervorragender Anwalt f\u00fcr die kantonalen Kompetenzen, namentlich im Geb\u00e4udebereich, ist: \"Der Geb\u00e4udebereich und damit auch das Festlegen allf\u00e4lliger Bestimmungen, welche die F\u00f6rderung der Plus-Energie-Bauten unterst\u00fctzen, sind somit vor allem Sache der Kantone.\" Die Kantone haben hier gehandelt, Kollege Cramer hat es bereits gesagt, und wir sind gut auf dem Weg. In den Muken 2014 haben wir festgehalten, dass sich Neubauten ab 2020 ganzj\u00e4hrig m\u00f6glichst selbst mit W\u00e4rmeenergie versorgen und dass sie zur eigenen Stromversorgung beitragen m\u00fcssen, und im Rahmen des Geb\u00e4udeprogramms werden Renovationen ebenfalls zielgerichtet unterst\u00fctzt.</p>\n<p>Ich ersuche Sie daher, dem Antrag des Bundesrates zu folgen und die Motion abzulehnen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20160919","MeetingVerbalixOid":2783,"IdSession":"5005","SpeakerFirstName":"Beat","SpeakerLastName":"Vonlanthen","SpeakerFullName":"Vonlanthen Beat","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":10,"CantonName":"Freiburg","CantonAbbreviation":"FR","ParlGroupName":"CVP-Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":4,"Start":"\/Date(1474305974403)\/","End":"\/Date(1474306070417)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850734837)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1474305974403+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1474306070417+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203778L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203778L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203778L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203778L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=203778L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"203778","Language":"DE","IdSubject":"38032","VoteId":null,"PersonNumber":825,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Wenn ich jetzt diese Argumentation h\u00f6re, habe ich nat\u00fcrlich ein gewisses Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr. Allerdings glaube ich, dass mein Anliegen gleichwohl berechtigt ist. Ich habe auch das Gef\u00fchl, die Kommission habe m\u00f6glicherweise das Ansinnen nicht in allen Bereichen in meinem Sinne ausgelegt.</p>\n<p>Ich m\u00f6chte aber von Anbeginn weg meine Interessenbindung offenlegen: Ich bin Pr\u00e4sident des Schweizerischen Gemeindeverbandes. Im letzten Jahr bin ich zudem von einer jungen Familie zur Besichtigung respektive zur Einweihung ihres Plus-Energie-Hauses eingeladen worden. Ehrlich gesagt, bin ich dieser Einladung etwas skeptisch gefolgt. Ich habe mir dann erkl\u00e4ren lassen, wie alles funktioniert. Selbstverst\u00e4ndlich wollte ich nach der Hausbesichtigung auch den Stromz\u00e4hler sehen. Tats\u00e4chlich, die Z\u00e4hler des Elektrizit\u00e4tswerks Schaffhausen best\u00e4tigten, dass das Haus insgesamt 6500 Kilowattstunden pro Jahr ben\u00f6tigt und gut 15 000 Kilowattstunden pro Jahr produziert; das sind fast 230 Prozent des Eigenbedarfes dieser Schaffhauser Familie. Der Strom\u00fcberschuss von rund 8500 Kilowattstunden pro Jahr fliesst ins Netz und kommt anderen Geb\u00e4uden oder Elektroautos zugute. Alle Anwesenden waren von diesem Plus-Energie-Haus beeindruckt. Es werden weder fossile Energien importiert, noch wird CO2 emittiert. Im Gegenteil, dank des \u00dcberschusses an CO2-freiem Solarstrom von 8500 Kilowattstunden muss weniger Kohlestrom beispielsweise aus Deutschland oder aus anderen L\u00e4ndern importiert werden; dieser Import ist heute aber eine Realit\u00e4t.</p>\n<p>Weniger Emissionen, mehr Wertsch\u00f6pfung im Inland - durch diesen Plus-Energie-Bau hilft die Familie, j\u00e4hrlich etwa 2500 Tonnen CO2-Emissionen zu verhindern respektive die Emissionen entsprechend zu senken. Ausserdem wurden praktisch alle Arbeiten und Bauauftr\u00e4ge lokal vergeben. Dank dieser Energieinvestitionen kann auch mehr Wertsch\u00f6pfung im Inland erzielt werden.</p>\n<p>Wir m\u00fcssen heute leider feststellen, dass bei Schweizer Geb\u00e4uden, und jetzt h\u00f6ren Sie gut hin, im Durchschnitt 80 Prozent Energieverluste zu beklagen sind; das sind bis 90 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Das ist eine unglaubliche Summe. Dies hat der Bundesrat in der Stellungnahme zur Interpellation 10.3873 festgestellt. Dabei verpflichtet die Bundesverfassung in Artikel 89 dazu, dass sich Bund und Kantone f\u00fcr eine ausreichende, breitgef\u00e4cherte, sichere, [PAGE 696] wirtschaftliche und umweltvertr\u00e4gliche Energieversorgung sowie f\u00fcr einen sparsamen und rationellen Energieverbrauch einzusetzen haben.</p>\n<p>Die Kantone sind f\u00fcr Massnahmen betreffend den Verbrauch von Energie in Geb\u00e4uden zust\u00e4ndig, wie Bundesrat und Kommission aufgrund von Artikel 89 Absatz 4 der Bundesverfassung feststellen. In diesem Falle sind sie aber auch f\u00fcr 80 Prozent der Energieverluste mitverantwortlich. Das Nein zu meiner Motion wurde unter anderem mit Mitnahmeeffekten begr\u00fcndet. Darf ich fragen, ob damit etwa die 80 Prozent Energieverluste gemeint sind, die wir im Geb\u00e4udebereich zu beklagen haben? Oder sind es die \u00fcber 170 Milliarden Franken, die seit Annahme des Energieartikels im Jahre 1990 f\u00fcr Energieimporte aus dem Ausland aufgewendet worden sind? Wir verf\u00fcgen in unseren 26 Kantonen und etwa 2300 Gemeinden \u00fcber 10 000 Bauvorschriften. Wollen Sie mit dieser Vorschriftenflut wirklich nochmals weitere Jahrzehnte 80 Prozent oder laut Bundesratsauslegung j\u00e4hrlich 90 Milliarden Kilowattstunden an Energieverlusten im Geb\u00e4udebereich weiterverwalten? Das zeigt doch: Es liegt hier zu vieles im Argen.</p>\n<p>Respektieren wir die Bundesverfassung? Ja, selbstverst\u00e4ndlich, aber es ist eben nicht nur von Artikel 89 Absatz 4 die Rede, vom Verbrauch von Energie in Geb\u00e4uden. Bei Plus-Energie-Bauten geht es weiter. Es geht ja gerade um die Produktion von Energie an den Geb\u00e4udeh\u00fcllen. Wenn die Bundesverfassung respektiert werden soll, darf sie nicht einseitig ausgelegt werden, sondern es m\u00fcsste auch Artikel 89 Absatz 3 einbezogen werden und nicht nur Absatz 4. Diese Bestimmung gibt dem Bund eine umfassende Gesetzgebungskompetenz - so hat es zumindest Professor Jagmetti, der Staats- und Verwaltungsrechtler, festgestellt. Der Bund kann demnach \"die Entwicklung von Energietechniken, insbesondere in den Bereichen des Energiesparens und der erneuerbaren Energien\", f\u00f6rdern.</p>\n<p>Genau darum geht es bei meiner Motion: Weder mehr Bauvorschriften noch mehr Geld verlangt sie. Aber nachdem wir am Freitag, den 23. September, den 26. Jahrestag der Zustimmung des Souver\u00e4ns zum Energieartikel feiern d\u00fcrfen, sollten wir jetzt, im Vorfeld, eben ein Zeichen gegen dieses jahrzehntealte Subventions-Giesskannensystem setzen, das nach wie vor 80 Prozent Energieverluste im Geb\u00e4udebereich erm\u00f6glicht und verwaltet. Wir brauchen eine verfassungskonforme und wirksame Rechtsbestimmung statt \u00fcber 10 000 wirkungslose Bau- und Energievorschriften.</p>\n<p>Bei Plus-Energie-Bauten gibt es weder Energieverluste noch CO2-Emissionen, weder Importe von fossilen und nuklearen Energien noch \u00dcberweisungen von 10 Milliarden Franken an Staaten, die wir nicht unbedingt als Rechtsstaaten bezeichnen. Daf\u00fcr fliessen diese Mittel praktisch ausschliesslich in die Inlandwertsch\u00f6pfung, wie das eingangs erw\u00e4hnte Beispiel eindr\u00fccklich gezeigt hat.</p>\n<p>Fazit: Meine Motion \"Plus-Energie-Bauten statt 80-prozentige Energieverluste\" will auch nicht einen Franken mehr Subventionsgeld, aber effizientere Geb\u00e4udeinvestitionen f\u00fcr unsere Familien und KMU oder, wie Konfuzius es auf den Punkt gebracht hat: \"Gib einem Mann einen Fisch, und du ern\u00e4hrst ihn f\u00fcr einen Tag\" - bei mir w\u00fcrde das nicht ganz reichen -; \"lehre einen Mann zu fischen, und du ern\u00e4hrst ihn f\u00fcr sein Leben.\"</p>\n<p>In diesem Sinne danke ich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung meiner Motion zum beinahe 26. Jahrestag des Energieartikels in unserer Bundesverfassung.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20160919","MeetingVerbalixOid":2783,"IdSession":"5005","SpeakerFirstName":"Hannes","SpeakerLastName":"Germann","SpeakerFullName":"Germann Hannes","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":14,"CantonName":"Schaffhausen","CantonAbbreviation":"SH","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":3,"Start":"\/Date(1474305447370)\/","End":"\/Date(1474305974403)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850734837)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1474305447370+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1474305974403+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"38032","Language":"DE","IdMeeting":"3840","VerbalixOid":503496,"SortOrder":6,"Modified":"\/Date(1510850734837)\/"}}