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Diese soll besonders die Namenswahl der Frau bei der Heirat vertieft untersuchen. Das Postulat gr\u00fcndet auf der Bef\u00fcrchtung, dass viele Frauen unter dem sozialen Druck stehen, den Ledignamen des Mannes als gemeinsamen Familiennamen anzunehmen. Ein besonderes Augenmerk der Studie soll deshalb den Beweggr\u00fcnden gelten, aus denen Frauen bei der Heirat den Ledignamen des Mannes annehmen.</p>\n<p>Der Bundesrat beantragt Ihnen, das Postulat abzulehnen. Bevor ich aber auf die Gr\u00fcnde eingehe, m\u00f6chte ich noch kurz zur\u00fcckblenden.</p>\n<p>Im neuen Namensrecht, das Sie 2013 beschlossen haben, hat der Gesetzgeber letztlich drei Grundsatzentscheide gef\u00e4llt, n\u00e4mlich: Erstens wirkt sich im Grundsatz die Heirat nicht mehr auf die Namensf\u00fchrung der Ehegatten aus. Zweitens bedarf ein gemeinsamer Familienname einer ausdr\u00fccklichen gemeinsamen Erkl\u00e4rung der Brautleute. Drittens k\u00f6nnen keine amtlichen Doppelnamen mehr gebildet werden, d. h., die Voranstellung des bisherigen Namens vor den gemeinsamen Familiennamen ist nicht mehr m\u00f6glich. Die Bildung eines gemeinsamen Familiennamens bei der Heirat entspricht in gewissen Bev\u00f6lkerungskreisen nach wie vor einem Bed\u00fcrfnis. Daran wollte der Gesetzgeber auch nichts \u00e4ndern. F\u00fcr welche M\u00f6glichkeit sich die Ehegatten und Eltern entschliessen, ist ihr pers\u00f6nlicher Entscheid.</p>\n<p>Die Postulantin bef\u00fcrchtet jetzt, dass Frauen sich vermehrt unter dem sozialen Druck befinden, den Namen des Mannes zum gemeinsamen Familiennamen zu erkl\u00e4ren, weil unter Umst\u00e4nden ihre Kinder bereits den Namen des Vaters tragen, wenn ein Paar schon Kinder hat und erst nachher heiratet. Es ist so: Wenn ein Paar vor der Heirat gemeinsame Kinder hat, m\u00fcssen ja die Eltern bereits bei der Geburt den Namen des Kindes bestimmen. Das gilt eben nicht nur f\u00fcr den Vornamen, sondern das gilt auch f\u00fcr den Geschlechtsnamen des Kindes. Die Eltern m\u00fcssen sich also auch auf den Nachnamen ihrer Kinder einigen. Dazu braucht es auch die Zustimmung der Frau.</p>\n<p>Es wird, denke ich, wahrscheinlich noch ein paar Jahre dauern - ich hoffe, dass es nicht Jahrzehnte dauert -, bis es [PAGE 1651] selbstverst\u00e4ndlich wird, dass ein Paar, das heiraten will, oder dass Eltern mit gemeinsamem Kind sich \u00fcberlegen, welchen Namen sie zum Familiennamen machen wollen, und es nicht einfach auf jeden Fall der Name des Mannes sein wird. Vielmehr wird man schauen, welcher Name sch\u00f6ner, welcher vielleicht etwas ungew\u00f6hnlicher ist, oder wird sonstige Kriterien anwenden und diese Entscheidung gemeinsam in aller Offenheit f\u00e4llen. Das wird wahrscheinlich noch eine gewisse Zeit dauern.</p>\n<p>Ob ein Paar bei der Heirat den Familiennamen bestimmt, ob es den Namen des Mannes \u00fcbernimmt oder den Namen, den die Kinder bereits tragen, bleibt nat\u00fcrlich eine pers\u00f6nliche Entscheidung. Dass Eltern und Kinder nicht den gleichen Nachnamen f\u00fchren, ist auf jeden Fall im Kontakt mit den Beh\u00f6rden absolut unproblematisch. In den Ausweisschriften der Kinder k\u00f6nnen die Namen der gesetzlichen Vertreter eingetragen werden. Damit l\u00e4sst sich auch die rechtliche Verbindung zum nichtnamensgebenden Elternteil ohne Weiteres nachweisen.</p>\n<p>Ich denke, man braucht keine Studie durchzuf\u00fchren, um zu beobachten, wie sich die Situation in den n\u00e4chsten Jahren entwickelt. Ich kann mir vorstellen, dass die Frage des Doppelnamens wieder aufkommt, wenn es vor allem f\u00fcr Frauen ein Problem bleibt, dass sie nicht durchsetzen k\u00f6nnen oder wollen, dass ihre Kinder ihren Ledignamen tragen. Doppelnamen haben aber Sie bzw. hat der Gesetzgeber explizit ausgeschlossen. Es braucht wahrscheinlich keine Studie.</p>\n<p>Was ich Ihnen heute sagen kann, ist, dass wir mit dem Bundesamt f\u00fcr Statistik zurzeit er\u00f6rtern, welche statistischen Auswertungen im Bereich Namensf\u00fchrung bei der Heirat heute schon m\u00f6glich sind. Dann ist es das Ziel, diese Zahlen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen. Die damit verbundenen Arbeiten d\u00fcrften bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein und einen guten Teil des Informationsbedarfs, den ja auch das Postulat ortet, abdecken. Aber die Frage, wie man nachher damit umgehen will, ob es Revisionsbedarf gibt oder ob sich dies mit der Zeit einspielt - ich denke, diese Frage bedarf nicht einer eigenen Studie. Vielmehr wird das auch am Schluss sicher noch eine politische Frage sein.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20160927","MeetingVerbalixOid":2793,"IdSession":"5005","SpeakerFirstName":"Simonetta","SpeakerLastName":"Sommaruga","SpeakerFullName":"Sommaruga Simonetta","SpeakerFunction":"BR-F","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":2,"Start":"\/Date(1474976791842)\/","End":"\/Date(1474977099524)\/","Function":"BR-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877364717)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1474976791843+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1474977099523+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=205385L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=205385L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=205385L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=205385L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=205385L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"205385","Language":"DE","IdSubject":"38310","VoteId":null,"PersonNumber":4143,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Le nouveau droit du nom est entr\u00e9 en vigueur le 1er janvier 2013 et il permet d\u00e9sormais aux \u00e9poux ainsi qu'aux couples de partenaires enregistr\u00e9s de conserver leur propre nom de c\u00e9libataire. Il s'agit l\u00e0 d'une v\u00e9ritable avanc\u00e9e en termes d'\u00e9galit\u00e9 juridique entre les femmes et les hommes, avanc\u00e9e qui doit \u00e9videmment demeurer. Reste que le nouveau droit n'autorise plus les personnes mari\u00e9es ou en partenariat enregistr\u00e9 \u00e0 opter pour le double nom l\u00e9gal, \u00e0 savoir le nom \u00e9crit sans trait d'union et inscrit dans les registres et documents officiels. Lorsqu'elle existait, cette possibilit\u00e9 \u00e9tait pourtant tr\u00e8s appr\u00e9ci\u00e9e et il est vrai qu'aujourd'hui, de tr\u00e8s nombreuses femmes regrettent fortement de ne plus pouvoir opter pour cette possibilit\u00e9.</p>\n<p>Que se passe-t-il d\u00e8s lors a priori dans une grande majorit\u00e9 des cas? Eh bien, les femmes d\u00e9cident de renoncer \u00e0 leur nom et prennent celui du mari pour avoir un nom commun avec leurs enfants, \u00e0 qui l'on continue de donner, dans une grande majorit\u00e9 des cas, le nom du p\u00e8re. Alors qu'il n'existe pas, \u00e0 l'heure actuelle, de statistiques officielles dans le domaine, c'est du moins ce qui semble se d\u00e9gager des premiers chiffres qui filtrent de certains cantons. D'apr\u00e8s une enqu\u00eate journalistique r\u00e9cente men\u00e9e en Suisse romande, il appara\u00eet que, dans les cantons de Vaud et de Neuch\u00e2tel, pr\u00e8s de 65 pour cent des couples ont d\u00e9cid\u00e9, lors de leur mariage, d'attribuer le nom du p\u00e8re \u00e0 toute la famille. Ce chiffre atteindrait 90 pour cent dans le canton de Fribourg et, pour prendre l'exemple du district de Martigny en Valais, il se monterait m\u00eame \u00e0 98 pour cent. Toujours d'apr\u00e8s cette recherche, diff\u00e9rents offices d'\u00e9tat civil romands appellent \u00e0 r\u00e9autoriser le double nom l\u00e9gal.</p>\n<p>L'id\u00e9e de ce postulat est de pouvoir b\u00e9n\u00e9ficier d'une vue d'ensemble des choix en mati\u00e8re de nom de famille depuis l'entr\u00e9e en vigueur du nouveau droit. Si ce postulat devait trouver une majorit\u00e9, un tel recensement ne devrait pas \u00eatre entam\u00e9 avant 2018, afin d'avoir un recul suffisant sur les pratiques et les choix faits par les couples durant les cinq ann\u00e9es qui auront suivi l'entr\u00e9e en vigueur du nouveau droit. Concr\u00e8tement, il s'agirait de d\u00e9terminer si la proportion de femmes qui choisit de conserver son nom a augment\u00e9 ou, au contraire, diminu\u00e9. A ce stade, les donn\u00e9es existantes ne permettent pas en effet de conclure \u00e0 une augmentation du nombre de femmes conservant leur nom. Dans le cadre de cette analyse, il conviendrait en particulier de rechercher si l'impossibilit\u00e9 de choisir le double nom l\u00e9gal a une influence sur la proportion de femmes qui d\u00e9cident de renoncer \u00e0 conserver leur nom au profit de celui de leur \u00e9poux pour maintenir un nom commun avec leurs enfants. Une telle analyse pourrait \u00eatre effectu\u00e9e de mani\u00e8re simple, succincte, sans avoir \u00e0 faire l'objet d'une grande \u00e9tude, \u00e0 travers les informations contenues dans le registre de l'\u00e9tat civil Infostar, le cas \u00e9ch\u00e9ant en les demandant aux cantons.</p>\n<p>Je vous remercie d'adopter ce postulat.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20160927","MeetingVerbalixOid":2793,"IdSession":"5005","SpeakerFirstName":"Rebecca Ana","SpeakerLastName":"Ruiz","SpeakerFullName":"Ruiz Rebecca Ana","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":22,"CantonName":"Waadt","CantonAbbreviation":"VD","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1474976611866)\/","End":"\/Date(1474976791842)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774877364714)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1474976611867+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1474976791843+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"38310","Language":"DE","IdMeeting":"3850","VerbalixOid":506097,"SortOrder":19,"Modified":"\/Date(1774877364712)\/"}}