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Ein bisschen \u00e4hnlich ist das Prinzip, wenn man auf Bildern von Anl\u00e4ssen zur Digitalisierung die Frauen sucht: Dann muss man auch ein bisschen genauer hinschauen, bis man die eine oder andere entdeckt. Wenn man diese Bilder betrachtet, fragt man sich zumindest, ob die Zukunft nicht gar m\u00e4nnlich aussieht.</p>\n<p>Eine Studie des WEF ist zum Schluss gekommen, dass die Gefahr besteht, dass Frauen Digitalisierungsverliererinnen werden, weil sie gerade in diesen Zukunftsbranchen der ICT so untervertreten sind. Die Fachkr\u00e4fte-Initiative - Frau Munz hat sie auch angesprochen - wurde lanciert, um das einheimische Fachkr\u00e4ftepotenzial besser auszusch\u00f6pfen. Beim einheimischen Fachkr\u00e4ftepotenzial geht es eben gerade auch um Frauen. Es liegt darum auf der Hand, im Rahmen der Fachkr\u00e4fte-Initiative dieses Problem der Untervertretung der Frauen in ICT-Berufen anzugehen.</p>\n<p>Ich wurde nach Einreichen meiner Motion auch von Vertreterinnen und Vertretern der Branche kontaktiert, die mir versicherten, dass sie meinen Vorstoss und meine Absicht sehr begr\u00fcssen und dass es auch ein grosses Anliegen der Branche sei, die Diversit\u00e4t zu erh\u00f6hen.</p>\n<p>Der Bundesrat ist in seiner Stellungnahme der Meinung, die Motion sei, auch wenn er das Anliegen grunds\u00e4tzlich teile, unn\u00f6tig. Sie sei unn\u00f6tig, weil bereits Programme vorhanden seien und weil die Branche und auch die Universit\u00e4ten und Hochschulen bottom-up selber Massnahmen und Programme entwickeln sollen. </p>\n<p>Auf die Frage, wie man denn den Frauenanteil in den ICT-[NB]und technischen Berufen erh\u00f6hen k\u00f6nne, sagte mir ein Mitglied der ETH-Leitung: Ich weiss es auch nicht - sagen Sie mir, was wir tun sollen! Es ist also nicht so, dass in den Universit\u00e4ten und Hochschulen hier wirklich Patentrezepte vorhanden w\u00e4ren.</p>\n<p>Die Tatsache, dass die Schweiz im internationalen Vergleich einen unterdurchschnittlichen Frauenanteil in den ICT-Berufen hat und dass auch Frauen, die eine entsprechende Ausbildung gemacht haben, nicht im Beruf bleiben, zeigt, dass [PAGE 1628] Handlungsbedarf besteht und dass hier offensichtlich das Potenzial nicht ausgen\u00fctzt wird. Sie zeigt auch, dass es eben nicht eine Frage der Biologie ist, wie gewisse Kreise vermuten, zumal auch der Frauenanteil in gewissen technischen Berufen und auch in gewissen IT-Berufen viel gr\u00f6sser ist.</p>\n<p>Ich stelle manchmal mit Bedauern fest, dass wir in der Schweiz ein wenig selbstbezogen sind, dass wir immer meinen, wir w\u00fcssten alles besser. Wir m\u00fcssen nicht immer das Rad neu erfinden, es gibt vielleicht in anderen L\u00e4ndern Programme und Ans\u00e4tze, die funktionieren. Ich habe Beispiele erw\u00e4hnt; ich denke, es w\u00fcrde sich lohnen, diese zu studieren. Klar scheint mir: Der Handlungsbedarf ist da.</p>\n<p>Wenn Sie wollen, dass die Zukunft auch ein wenig vielf\u00e4ltig sein wird, stimmen Sie meiner Motion zu.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20180926","MeetingVerbalixOid":3058,"IdSession":"5014","SpeakerFirstName":"Min Li","SpeakerLastName":"Marti","SpeakerFullName":"Marti Min Li","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1537977451604)\/","End":"\/Date(1537977663613)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877239823)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1537977451603+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1537977663613+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=236176L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=236176L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=236176L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=236176L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=236176L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"236176","Language":"DE","IdSubject":"44401","VoteId":null,"PersonNumber":508,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Frau Nationalr\u00e4tin Marti, darf ich Ihnen sagen, wie ich mich freue, dass wir eine Staatssekret\u00e4rin f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation ins Amt f\u00fchren konnten? Ich freue mich echt dar\u00fcber. Ich sage Ihnen auch, wie das in der Schlussphase gegangen ist - in einem Satz. Das erste Kriterium lautete: Man muss das Bildungssystem beeinflussen k\u00f6nnen und beeinflussen wollen - im Sinne von \"Im Bildungssystem gibt es noch Justierungsm\u00f6glichkeiten\" -, und das ist vor allem eine Angelegenheit zwischen den Kantonen und dem Bund, da braucht es jemanden mit Fingerspitzengef\u00fchl. Das zweite Kriterium lautete: Der Staatssekret\u00e4r oder die Staatssekret\u00e4rin muss, wenn das Wort \"Digitalisierung\" f\u00e4llt, \"sofort\" sagen, nicht \"bitte sp\u00e4ter\". Das dritte Kriterium - das mag Sie noch mehr erstaunen - hiess: Die Staatssekret\u00e4rin oder der Staatssekret\u00e4r muss KMU-affin sein. Wir verdienen unsere \"Br\u00f6tli\" durch die KMU, die KMU-Volkswirtschaft, und die KMU m\u00fcssen digitalisiert werden k\u00f6nnen, dann sind sie kompetitiv im Markt der Zukunft.</p>\n<p>Dann hat sich eine Frau durchgesetzt, Frau Martina Hirayama. Ich habe wirklich die Hoffnung, und dieses Kriterium haben wir selbstverst\u00e4ndlich erst im Nachgang so definiert, dass sie als Vorzeigefrau, als Vorbild den jungen M\u00e4dchen ein wenig zus\u00e4tzliche Begeisterung her\u00fcberbringen kann, wenn es um ICT geht und wenn es um technisch-technologische T\u00e4tigkeiten geht. F\u00fcr mich sind das die Tatbeweise: wenn wir versuchen, die Situation tats\u00e4chlich zu verbessern.</p>\n<p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass ein Mangel an weiblichen ICT-Fachkr\u00e4ften besteht. Wir haben in der BFI-Botschaft 2017-2020 immerhin 140 Millionen Franken eingestellt, um die Mint-Kompetenzen zu verbessern und die Nachwuchsf\u00f6rderung voranzutreiben. Neues zu erkennen und Ans\u00e4tze zu entwickeln ist prim\u00e4r aber auch Aufgabe der Bildung, der Forschung und der Institutionen und weniger der Politik.</p>\n<p>In der Berufsbildung sind die Tr\u00e4gerschaften, die Berufsverb\u00e4nde f\u00fcr das Berufsmarketing verantwortlich. Der Verband der ICT ist meiner Einsch\u00e4tzung nach gut unterwegs. Die Frauen im Sekundar- und Gymnasialschulalter werden angesprochen. Der Bund kann unter bestimmten Bedingungen Projekte im Bereich des Berufsmarketings subventionieren, und das haben wir auch schon gemacht. Exemplarisch daf\u00fcr steht das Projekt der ICT-Scouts und des ICT-Campus, das den Informatiknachwuchs gezielt f\u00f6rdern will und dabei auf den Frauenanteil achtet.</p>\n<p>Die Hochschulen in der Schweiz sind im Hinblick auf Entwicklung und Gestaltung ihrer Schwerpunkte autonom. Die einzelnen Hochschulen sind jedoch bestrebt, Massnahmen zur Umsetzung der Chancengleichheit zu ergreifen.</p>\n<p>Zusammenfassend ist der Bundesrat der Meinung, dass die Rahmenbedingungen, die die Deckung des Fachkr\u00e4ftebedarfs erm\u00f6glichen, grunds\u00e4tzlich gegeben sind und es nicht weiter in seiner Verantwortung liegt, zus\u00e4tzliche Massnahmen zu ergreifen. Ich habe schon vorhin zu sagen versucht, dass wir etwas tun. Wir tun das schon seit Jahren, wir tun es mit Stetigkeit und Hartn\u00e4ckigkeit. Ein Effekt ist schwierig zu erzielen. Aber mit der Zeit haben sich doch erste Erfolge eingestellt. Hier bei Ihnen gilt genau das Gleiche, und deshalb brauchen wir keinen zus\u00e4tzlichen Auftrag, aber eine gute Zusammenarbeit. Dann kommen wir voran.</p>\n<p>Der Bundesrat beantragt also die Ablehnung der Motion.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20180926","MeetingVerbalixOid":3058,"IdSession":"5014","SpeakerFirstName":"Johann N.","SpeakerLastName":"Schneider-Ammann","SpeakerFullName":"Schneider-Ammann Johann N.","SpeakerFunction":"BR-M","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":2,"Start":"\/Date(1537977663613)\/","End":"\/Date(1537977960970)\/","Function":"BR-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877239826)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1537977663613+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1537977960970+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=236180L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=236180L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=236180L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=236180L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=236180L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"236180","Language":"DE","IdSubject":"44401","VoteId":"17652","PersonNumber":null,"Type":2,"Text":"<pd_text><p><b>Le pr\u00e9sident </b>(de Buman Dominique, pr\u00e9sident): Le Conseil f\u00e9d\u00e9ral propose de rejeter la motion.</p>\n<p>[VS]</p>\n<p><i>Abstimmung - Vote</i>[GZ]</p>\n<p>[NAM][GZ]</p>\n<p>F\u00fcr Annahme der Motion ... 66 Stimmen[GZ]</p>\n<p>Dagegen ... 119 Stimmen[GZ]</p>\n<p>(0 Enthaltungen)</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20180926","MeetingVerbalixOid":3058,"IdSession":"5014","SpeakerFirstName":null,"SpeakerLastName":null,"SpeakerFullName":"","SpeakerFunction":null,"CouncilId":null,"CouncilName":null,"CantonId":null,"CantonName":null,"CantonAbbreviation":null,"ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":3,"Start":"\/Date(1537977960970)\/","End":"\/Date(1537977973869)\/","Function":null,"DisplaySpeaker":null,"LanguageOfText":null,"Modified":"\/Date(1774877239830)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1537977960970+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1537977973870+0120)\/","VoteBusinessNumber":20163730,"VoteBusinessShortNumber":"16.3730","VoteBusinessTitle":"Motion Marti Min Li.\nFachkr\u00e4fte-Initiative.\nErh\u00f6hung des Frauenanteils\nin den ICT-Berufen"}]},"ID":"44401","Language":"DE","IdMeeting":"4115","VerbalixOid":575825,"SortOrder":6,"Modified":"\/Date(1774877239820)\/"}}