{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Subject(ID=4592L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Subject(ID=4592L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Subject"},"Meetings":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Meeting(ID=327L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Meeting(ID=327L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Meeting"},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Meeting(ID=327L,Language='DE')/Sessions"}},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Meeting(ID=327L,Language='DE')/Subjects"}},"ID":"327","Language":"DE","MeetingNumber":8,"IdSession":4615,"SessionNumber":15,"SessionName":"Herbstsession 2002","Council":1,"CouncilName":"Nationalrat","CouncilAbbreviation":"NR","Date":"\/Date(1032912000000)\/","Begin":"0800","Modified":"\/Date(1447069807623)\/","LegislativePeriodNumber":46,"PublicationStatus":"final","MeetingOrderText":"Achte Sitzung","SortOrder":8,"Location":"N"},"SubjectsBusiness":{"results":[{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/SubjectBusiness(BusinessNumber=20010066,IdSubject=4592L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/SubjectBusiness(BusinessNumber=20010066,IdSubject=4592L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.SubjectBusiness"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/SubjectBusiness(BusinessNumber=20010066,IdSubject=4592L,Language='DE')/Subjects"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/SubjectBusiness(BusinessNumber=20010066,IdSubject=4592L,Language='DE')/Businesses"}},"IdSubject":"4592","BusinessNumber":20010066,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"01.066","Title":"Leitbild Bev\u00f6lkerungsschutz. 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Basierend auf dem Grundsatz des Sicherheitspolitischen Berichtes 2000, der von beiden Kammern zustimmend zur Kenntnis genommen wurde, geht es im Bereich des Bev\u00f6lkerungsschutzes prim\u00e4r darum, die Kooperation und Koordination der zivilen Instrumente unserer Sicherheitspolitik zu optimieren.</p>\n<p>Ich halte mich kurz und spreche zu den Rahmenbedingungen und den Reformzielen: Mit dem vorliegenden Konzept des Bev\u00f6lkerungsschutzes wird die umfassendste und tiefgreifendste Umgestaltung dieses Instrumentes eingeleitet, dies insbesondere aus drei Gr\u00fcnden:</p>\n<p>1. Die Reform erfolgt nicht wie fr\u00fcher aus der engen Perspektive der Partnerorganisation Zivilschutz, sondern aus jener des \u00fcbergeordneten Verbundsystems Bev\u00f6lkerungsschutz. Dieses System umfasst eben alle massgebenden zivilen Schutz- und Rettungsorganisationen sowie die zivilen Hilfsorganisationen.</p>\n<p>2. Im Projekt sind alle Partnerorganisationen, d. h. Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, technische Betriebe und Zivilschutz, involviert. Nur so ist eine optimierte Aufgabenabstimmung zwischen den einzelnen Partnerorganisationen m\u00f6glich.</p>\n<p>3. Das Verbundsystem Bev\u00f6lkerungsschutz wird konsequent auf die heute relevanten Risiken und Gef\u00e4hrdungen ausgerichtet - oder etwas anders ausgedr\u00fcckt: Die Reform bildet in dieser Perspektive den \u00dcbergang vom System der \"civil defence\" aus der Zeit des Kalten Krieges zu jenem eines flexiblen \"civil emergency management\" - das auch wieder als neudeutscher Ausdruck.</p>\n<p>Zu betonen ist allerdings, dass nicht in allen Punkten eine v\u00f6llige Neukonzeption notwendig war; dort, wo es nicht notwendig war, hat man sie - zu Recht, wie wir meinen - nicht vorgenommen. So wurden im Projekt Entwicklungen und Erfahrungen ber\u00fccksichtigt, die sich in den letzten Jahren bei den h\u00e4ufigen Eins\u00e4tzen zur Katastrophen- und Nothilfe bew\u00e4hrt haben.</p>\n<p>Nun noch zu den wichtigsten Zielsetzungen:</p>\n<p>1. Es geht bei der Schaffung des Verbundsystems Bev\u00f6lkerungsschutz um eine optimale Abstimmung der Vorbereitungen und des Einsatzes der Partnerorganisationen, dies unter Eliminierung von Doppelspurigkeiten.</p>\n<p>2. Es geht darum, mit diesem zivilen System die aktuellen und k\u00fcnftigen Sicherheitsrisiken f\u00fcr unsere Bev\u00f6lkerung m\u00f6glichst umfassend aufzufangen. Aber das wird man immer wieder \u00fcberpr\u00fcfen und auch anpassen m\u00fcssen: Wir sind uns eben bewusst, dass zum einen eine absolute Sicherheit nie m\u00f6glich sein wird und dass zum anderen sich das Risikospektrum auch ver\u00e4ndert.</p>\n<p>Dann war es eine politische Vorgabe des Bundesrates, den Kantonen im Bereich des Zivilschutzes politisch mehr Kompetenzen und Handlungsspielraum in der Sicherheitsarchitektur ihres Raumes einzur\u00e4umen, zumal die Kantone diese Kompetenzen bei den \u00fcbrigen Sicherheitselementen wie Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen ohnehin haben. Wenn man kooperieren und koordinieren will, dann muss eigentlich auch die Kompetenzordnung eine identische sein.</p>\n<p>Schliesslich hat der Bundesrat eine weitere Rahmenbedingung vorgegeben, n\u00e4mlich die Reform des Bev\u00f6lkerungsschutzes vorerst ohne Verfassungs\u00e4nderung anzugehen. Das hiess gleichzeitig, vom Postulat der Einf\u00fchrung einer umfassenden und allgemeinen Dienstpflicht, die nur dadurch verwirklicht werden k\u00f6nnte, dass die Verfassung ge\u00e4ndert w\u00fcrde, abzusehen.</p>\n<p>Zusammenfassend: Das Projekt Bev\u00f6lkerungsschutz wurde schrittweise auf der Grundlage des Sicherheitspolitischen Berichtes 2000 entwickelt. Die wichtigsten politischen Grundsatzentscheide sind zusammen mit den Kantonen und Partnerorganisationen erarbeitet und auch abgesprochen worden. Diese dienten nach einer zweimaligen Vernehmlassung als Grundlage f\u00fcr das Leitbild sowie f\u00fcr die entsprechende Konkretisierung. Schliesslich hat das kooperative Vorgehen insoweit bereits Fr\u00fcchte getragen, als die Kantone - in der Annahme, dass das Parlament dieser Konzeption zustimmen werde, und die Behandlung im St\u00e4nderat hat diese Hoffnung durchaus best\u00e4tigt, die jetzige Eintretensdebatte ebenfalls - bereits in ihren Planungsmassnahmen an der Umsetzung arbeiten, um dann ohne Zeitverzug ihre Systeme anpassen zu k\u00f6nnen.</p>\n<p>Einzelne Fragen wurden hier aufgegriffen; sie werden im Rahmen der Gesetzesberatung erneut zur Diskussion stehen. F\u00fcr die Frage von Herrn Cuche, wo sein Schutzplatz hier im Bundeshaus sei, habe ich mich sofort interessiert. Es ist nicht Sache des Bundesrates, den Parlamentsdiensten die Arbeit abzunehmen, aber wir werden den Platz f\u00fcr Sie finden; ich werde Sie dann einmal be\u00fcben, denn es geht ja darum, ihn sofort auffinden zu k\u00f6nnen. Spass beiseite: Wir werden Ihnen die entsprechende Antwort zustellen.</p>\n<p>Schliesslich beantrage ich Ihnen, vom Bericht Kenntnis zu nehmen und auf die Gesetzesvorlage einzutreten.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20020925","MeetingVerbalixOid":964,"IdSession":"4615","SpeakerFirstName":"Samuel","SpeakerLastName":"Schmid","SpeakerFullName":"Schmid Samuel","SpeakerFunction":"BR-M","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":10,"Start":"\/Date(1032956493545)\/","End":"\/Date(1032956915301)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878167626)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1032956493547+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1032956915300+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25300L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25300L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25300L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25300L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25300L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"25300","Language":"DE","IdSubject":"4592","VoteId":null,"PersonNumber":501,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Le groupe lib\u00e9ral approuve globalement et avec satisfaction le rapport du Conseil f\u00e9d\u00e9ral \u00e0 l'Assembl\u00e9e f\u00e9d\u00e9rale sur la conception de la protection de la population. Ce plan directeur nous propose une adaptation attendue et bienvenue des instruments s\u00e9curitaires n\u00e9cessaires pour r\u00e9pondre aux menaces actuelles, aux risques et aux dangers d'aujourd'hui et de demain, en se basant notamment sur le \"Rapolsec 2000\" qui, lui-m\u00eame, se basait sur les recommandations exprim\u00e9es par la commission Brunner, dans laquelle ont si\u00e9g\u00e9 d'ailleurs le conseiller f\u00e9d\u00e9ral en charge du dossier et le rapporteur francophone. Donc, sur le concept m\u00eame de s\u00e9curit\u00e9 par la coop\u00e9ration, en Suisse comme \u00e0 l'\u00e9tranger, en l'occurrence bien s\u00fbr surtout en Suisse, nous avons une articulation efficace entre le sujet qui vient de nous occuper, \u00e0 savoir la r\u00e9forme d'\"Arm\u00e9e XXI\", et la protection de la population.</p>\n<p>Les mots cl\u00e9s du rapport sont la continuit\u00e9, la collaboration et la coordination. Continuit\u00e9 d'abord, puisqu'il ne s'agit pas vraiment de changer de syst\u00e8me, mais bien plut\u00f4t de l'adapter, de l'am\u00e9liorer selon la volont\u00e9 commune de l'ensemble des acteurs concern\u00e9s et consult\u00e9s.</p>\n<p>[PAGE 1409] Collaboration et coordination ensuite, entre la police, les sapeurs-pompiers, la sant\u00e9 publique, les services techniques et la protection civile dans toutes les situations de catastrophe et d'urgence. Le type de collaboration qui est vis\u00e9 est particuli\u00e8rement bien illustr\u00e9 \u00e0 la page 1677 du rapport o\u00f9 on voit effectivement ces cinq groupes sous le m\u00eame toit, dans la m\u00eame \"maison suisse\", et non plus les uns dans les cantons et les autres dans la Conf\u00e9d\u00e9ration.</p>\n<p>L'efficacit\u00e9, il est vrai, n'a attendu ni le rapport ni la loi dont nous traitons aujourd'hui. On peut faire r\u00e9f\u00e9rence \u00e0 la prise en charge tr\u00e8s efficace de catastrophes malheureuses r\u00e9centes, mais le cadre l\u00e9gal devrait donner une base \u00e0 l'efficacit\u00e9 de la prise en charge, l'am\u00e9liorer encore si possible et surtout la soutenir et l'assurer dans la dur\u00e9e. De plus, le cadre l\u00e9gal assurera la n\u00e9cessaire coh\u00e9rence entre les acteurs ainsi que la d\u00e9finition et la stabilit\u00e9 des structures d'organisation aux \u00e9chelons communaux, cantonaux et r\u00e9gionaux ainsi que surtout l'am\u00e9lioration de l'\u00e9tat de pr\u00e9paration en fonction du type et surtout du degr\u00e9 de menace ou de danger auquel nous risquons de nous voir confront\u00e9s.</p>\n<p>Evidemment, le rapport et la loi posent les deux questions th\u00e9oriques et op\u00e9rationnelles constantes qui se posent en Suisse quand on cherche \u00e0 coordonner les affaires cantonales et les affaires conf\u00e9d\u00e9rales, \u00e0 savoir la question th\u00e9orique du f\u00e9d\u00e9ralisme et celle qui lui est inextricablement associ\u00e9e, c'est-\u00e0-dire la question tr\u00e8s concr\u00e8te de la p\u00e9r\u00e9quation financi\u00e8re et des d\u00e9licates r\u00e9partitions des comp\u00e9tences et des financements y relatifs, qui sont d'autant plus d\u00e9licates que nous sommes en p\u00e9riode de ressources financi\u00e8res restreintes. Il s'agit surtout du financement de la formation et de l'instruction et du mode de financement de la protection civile - qui fait l'objet, quant \u00e0 elle, de modifications tout \u00e0 fait fondamentales.</p>\n<p>Alors que le Conseil f\u00e9d\u00e9ral affirme que le nouveau mode de financement laisse aux cantons une marge de manoeuvre qu'ils pourront mettre \u00e0 profit pour r\u00e9duire leurs d\u00e9penses, ce n'est pas forc\u00e9ment la vision des cantons qui peuvent d'ailleurs se poser la question de savoir s'il s'agit l\u00e0 plut\u00f4t d'ang\u00e9lisme ou de cynisme. A cet \u00e9gard, nous aurons \u00e0 traiter certaines propositions, notamment les propositions Bernasconi qui visent \u00e0 pr\u00e9ciser les charges financi\u00e8res respectives, que je vous engage d'ores et d\u00e9j\u00e0 \u00e0 soutenir.</p>\n<p>Pour le reste, le groupe lib\u00e9ral r\u00e9it\u00e8re son approbation de fa\u00e7on tout \u00e0 fait globale au rapport, \u00e0 la coordination, \u00e0 la collaboration qu'il pr\u00e9voit et r\u00e9it\u00e8re \u00e9galement son soutien \u00e0 son auteur.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20020925","MeetingVerbalixOid":964,"IdSession":"4615","SpeakerFirstName":"Barbara","SpeakerLastName":"Polla","SpeakerFullName":"Polla Barbara","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":25,"CantonName":"Genf","CantonAbbreviation":"GE","ParlGroupName":"Liberale Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"L","SortOrder":9,"Start":"\/Date(1032956221873)\/","End":"\/Date(1032956493545)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774878167623)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1032956221873+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1032956493547+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25301L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25301L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25301L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25301L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25301L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"25301","Language":"DE","IdSubject":"4592","VoteId":null,"PersonNumber":26,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Die SVP-Fraktion nimmt vom Leitbild Bev\u00f6lkerungsschutz in zustimmendem Sinn Kenntnis. Nach Ansicht der Fraktion ist es dem Bundesrat gelungen, die verschiedensten Anliegen der Kantone, aber auch diejenigen des Bundes und die berechtigten Schutzbed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung unter einen Hut zu bringen, d. h., in diesem Leitbild umfassend zu formulieren.</p>\n<p>Es ist ein Faktum, dass sich die sicherheitspolitische Lage in den vergangenen zehn Jahren drastisch ver\u00e4ndert hat. Die direkte Bedrohung unseres Landes durch kompakte, massive Panzerarmeen ist vorl\u00e4ufig - und ich betone: vorl\u00e4ufig - Geschichte. Andere Bedrohungen bleiben bestehen oder sind in j\u00fcngster Zeit entstanden. Horrorszenarien, die noch vor vier, f\u00fcnf Jahren undenkbar, unvorstellbar gewesen sind, wurden am 11. September 2001 Wirklichkeit. </p>\n<p>Diesen neuen Bedrohungsbildern tr\u00e4gt das Konzept Bev\u00f6lkerungsschutz des Bundesrates Rechnung. Wir wissen alle, dass \u00e4hnliche Revisionsvorhaben in der Vergangenheit oft von verschiedenster Seite bek\u00e4mpft worden sind, dies mit dem Hinweis, dass die Vorhaben den f\u00f6deralistischen Strukturen unseres Landes nicht entsprechen. Das ist beim vorliegenden Konzept nicht der Fall. Die Kompetenzen bleiben grossmehrheitlich bei den Kantonen oder werden diesen neu \u00fcbertragen. Der Bund erh\u00e4lt in diesem Zusammenhang eine eher subsidi\u00e4re Rolle.</p>\n<p>Neu definiert werden im Leitbild die Aufgabe und die Struktur des Zivilschutzes. Es bleibt zu hoffen, dass mit diesen \u00c4nderungen die in der Vergangenheit oft festgestellten M\u00e4ngel und die oft kritisierte Ineffizienz beim Zivilschutz behoben werden. Neu ist ebenfalls, dass die Aufgaben und die Stellung der f\u00fcnf Partnerorganisationen - Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, technische Betriebe und Zivilschutz - erstmals auf gleicher Stufe, auf gleicher Ebene, umschrieben werden. Dies kann der zuk\u00fcnftigen Rechtssicherheit bei den Diskussionen, die in den Gemeinden und in den Kantonen sicher entstehen werden, nur dienlich sein.</p>\n<p>Das Leitbild stellt unseres Erachtens aber auch keine betonierten Entschl\u00fcsse dar, mit Ausnahme vielleicht bei den nach wie vor vorgeschriebenen Schutzr\u00e4umen. \u00dcber diese werden wir jedoch sp\u00e4ter zu diskutieren haben. Das Leitbild l\u00e4sst bewusst einer Flexibilisierung und Anpassung und auch zuk\u00fcnftigen Ver\u00e4nderungen Raum.</p>\n<p>Zu den \u00c4nderungen bei der Finanzierung des Bev\u00f6lkerungsschutzes nur so viel: Die SVP-Fraktion unterst\u00fctzt den Wechsel von der Beitragsfinanzierung zum System der Zust\u00e4ndigkeitsfinanzierung. Dieser Wechsel tr\u00e4gt dem Grundsatz \"Wer zahlt, befiehlt\" Rechnung. Er ist nach Ansicht des Grossteils der Fraktion auch ein Beitrag zur vermehrten Kosteneffizienz. Die Finanzierung erfolgt dort, wo die Kosten tats\u00e4chlich anfallen; dadurch wird auch sichergestellt, dass eine sorgf\u00e4ltige \u00dcberpr\u00fcfung und Kontrolle bei den Ausgaben und bei der Formulierung allf\u00e4lliger neuer Bed\u00fcrfnisse stattfindet.</p>\n<p>Die SVP-Fraktion dankt den Stellen, die an der Erarbeitung des Leitbildes beteiligt gewesen sind, f\u00fcr ihre gute Arbeit.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20020925","MeetingVerbalixOid":964,"IdSession":"4615","SpeakerFirstName":"Roland","SpeakerLastName":"Borer","SpeakerFullName":"Borer Roland","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":11,"CantonName":"Solothurn","CantonAbbreviation":"SO","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":8,"Start":"\/Date(1032955948795)\/","End":"\/Date(1032956221873)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878167620)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1032955948797+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1032956221873+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25302L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25302L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25302L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25302L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25302L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"25302","Language":"DE","IdSubject":"4592","VoteId":null,"PersonNumber":235,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Die verschiedenen Katastrophenereignisse der letzten Monate und nicht zuletzt auch die Terroranschl\u00e4ge vom 11. September 2001 haben uns das ver\u00e4nderte Gef\u00e4hrdungsspektrum und die neue Dimension k\u00fcnftiger Risiken und Gefahren f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung deutlich vor Augen gef\u00fchrt. Obwohl die Arbeiten zum neuen Bev\u00f6lkerungsschutz in der \u00f6ffentlichen und politischen Diskussion etwas im Schatten der \"Armee XXI\" standen, kann hier - der Kommissionssprecher hat es schon gesagt - von der umfassendsten und tiefgreifendsten Reform des zivilen sicherheitspolitischen Instrumentes gesprochen werden.</p>\n<p>Erlauben Sie mir hierzu folgende Frage: Ist diese sicher nicht einfache Revision wohl deshalb so gut gelungen, weil Direktbetroffene und Fachpersonen im so genannt stillen K\u00e4mmerlein intensiv beraten, abgewogen und schlussendlich entschieden haben, das nun vorliegende Gesetz in die R\u00e4te zu bringen? W\u00fcrde diese Frage mit Ja beantwortet werden, m\u00f6chte ich bitten, dass wir uns wieder einmal an das alte Sprichwort erinnern, wonach allzu viele K\u00f6che den Brei auch in der Milit\u00e4rk\u00fcche verderben. Die FDP-Fraktion nimmt vom Bericht des Bundesrates \u00fcber die Konzeption des Bev\u00f6lkerungsschutzes in zustimmendem Sinne Kenntnis.</p>\n<p>Die FDP-Fraktion begr\u00fcsst es, dass die Reform nicht wie fr\u00fcher aus der engeren Perspektive der Partnerorganisation Zivilschutz, sondern aus jener des \u00fcbergeordneten Verbundsystems Bev\u00f6lkerungsschutz gemacht wurde, das alle Partnerorganisationen - Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, technische Betriebe und Zivilschutz - involviert. Das macht eine optimierte Aufgabenbestimmung zwischen den einzelnen Partnerorganisationen m\u00f6glich. Der Bev\u00f6lkerungsschutz ist jetzt ein Verbundsystem f\u00fcr F\u00fchrung, Schutz, Rettung und Hilfe. Jede Partnerorganisation tr\u00e4gt jedoch im Rahmen des Verbundsystems die Verantwortung f\u00fcr ihren Aufgabenbereich. Die Partnerorganisationen k\u00f6nnen weitere Einsatzelemente oder Reserveelemente aufbieten. Sie k\u00f6nnen ausserdem - dies ist f\u00fcr die FDP wichtig - durch den Beizug privater Organisationen sowie durch die Armee verst\u00e4rkt werden.</p>\n<p>Die FDP-Fraktion begr\u00fcsst dieses Miteinander der verschiedenen Organisationen. Sie ist sich der Herausforderung, die dies bedeutet, jedoch bewusst und hofft, dass die finanziellen Mittel optimal eingesetzt werden. Wir sind einstimmig f\u00fcr Eintreten auf das Bundesgesetz. Die FDP-Fraktion folgt der Mehrheit der Kommission, mit Ausnahme von Artikel 12 Absatz 3, wo sie der Minderheit Wasserfallen folgt. Zu den anderen Minderheitsantr\u00e4gen und zu den vorliegenden Einzelantr\u00e4gen melden sich meine Kollegen dann zu gegebener Zeit zu Wort.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20020925","MeetingVerbalixOid":964,"IdSession":"4615","SpeakerFirstName":"Milli","SpeakerLastName":"Wittenwiler","SpeakerFullName":"Wittenwiler Milli","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":17,"CantonName":"St. Gallen","CantonAbbreviation":"SG","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":7,"Start":"\/Date(1032955725702)\/","End":"\/Date(1032955948795)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878167617)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1032955725703+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1032955948797+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25303L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25303L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25303L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25303L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25303L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"25303","Language":"DE","IdSubject":"4592","VoteId":null,"PersonNumber":824,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Comme c'est indiqu\u00e9 dans le rapport du Conseil f\u00e9d\u00e9ral, il s'agit, \u00e0 la suite du rapport sur la politique de s\u00e9curit\u00e9, d'adapter les instruments aux menaces actuelles et \u00e0 celles qui se dessinent. Cela a \u00e9t\u00e9 dit, soit.</p>\n<p>Nous devons donc aujourd'hui nous pr\u00e9occuper de la conception de la protection de la population et de la nouvelle loi qui en d\u00e9coule. Ce projet, nous le saluons, poursuit les r\u00e9formes lanc\u00e9es dans les ann\u00e9es nonante en s'orientant de mani\u00e8re claire vers l'aide en cas de catastrophe, qu'elle soit d'origine naturelle ou technologique. Il renforce la collaboration avec les partenaires - police, sapeurs-pompiers, sant\u00e9 publique, services techniques et protection civile - en clarifiant les r\u00f4les respectifs de chacun. Ainsi, dans le souci d'\u00e9viter les redondances, on supprime en quelque sorte l'obligation du port simultan\u00e9 de la ceinture et des bretelles.</p>\n<p>[PAGE 1408] Diff\u00e9rentes propositions ont \u00e9t\u00e9 faites par les membres socialistes de la commission; elles ont \u00e9t\u00e9 rappel\u00e9es. Du moment qu'il est question aujourd'hui d'une approche plus philosophique que pratique, nous regrettons que le principe de l'obligation de servir n'ait pas \u00e9t\u00e9 remis en question \u00e0 cette occasion. En effet, si on observe diff\u00e9rents exemples europ\u00e9ens, il est clair que la tendance y serait parfaitement favorable; d'ailleurs, cela vaut \u00e9galement pour l'arm\u00e9e.</p>\n<p>La majorit\u00e9 des membres socialistes a admis ce qui a \u00e9t\u00e9 rappel\u00e9 par M. Banga tout \u00e0 l'heure, \u00e0 savoir la n\u00e9cessit\u00e9 de pouvoir, pour les autorit\u00e9s communales, recourir en deuxi\u00e8me priorit\u00e9 \u00e0 la protection civile; une proposition sera faite dans ce sens.</p>\n<p>Pour le surplus, l'obligation de construire des abris dans certaines situations confine \u00e0 l'absurde. Ce qui est encore plus absurde, c'est \u00e9videmment de poursuivre la perception des taxes compensatoires, alors qu'\u00e0 l'\u00e9vidence 120 ou 130 pour cent de la population d'une commune pourrait \u00eatre abrit\u00e9e en cas de n\u00e9cessit\u00e9.</p>\n<p>Nous reviendrons sur ces th\u00e8mes \u00e0 l'occasion de l'examen de diverses propositions, et nous vous remercions par avance de votre soutien.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20020925","MeetingVerbalixOid":964,"IdSession":"4615","SpeakerFirstName":"Pierre","SpeakerLastName":"Salvi","SpeakerFullName":"Salvi Pierre","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":22,"CantonName":"Waadt","CantonAbbreviation":"VD","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":6,"Start":"\/Date(1032955580655)\/","End":"\/Date(1032955725702)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774878167614)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1032955580657+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1032955725703+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25304L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25304L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25304L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25304L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25304L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"25304","Language":"DE","IdSubject":"4592","VoteId":null,"PersonNumber":301,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Eigentlich bin ich etwas zufriedener als auch schon, wenn auch noch nicht hundertprozentig befriedigt. Ich m\u00f6chte nicht auf unsere verschiedenen Vorst\u00f6sse eingehen. Wir sind daran gescheitert, dass wir im Rahmen der Verfassung bleiben mussten - Stichwort: Freiwilligkeit der Dienstleistung -; aufgeblasene Organisationen als Folge der Wehr- und Zivildienstpflicht bleiben vorbehalten. Ich bin aber \u00fcberzeugt, dass wir in einigen Jahren \u00fcber die Wehrpflicht im Sinne einer allgemeinen Dienstpflicht diskutieren m\u00fcssen. Immerhin ist die erste Verbesserung 1995 erfolgt, als die Doppelspurigkeiten in den Bereichen Ausbildung und Ausr\u00fcstung in der Brandbek\u00e4mpfung eliminiert wurden.</p>\n<p>Nun liegt ein Modell vor, das ich selber 1996 offiziell in Schwarzenburg verk\u00fcndet habe und f\u00fcr welches ich damals beinahe gesteinigt worden bin. Aber ich weiss: Ich bin schneller als die anderen. Ich kann Ihnen - jetzt als Gemeinde- und Stadtpr\u00e4sident - sagen: Es braucht das System Bev\u00f6lkerungsschutz, und es braucht den Zivilschutz. Aber ich will Ihnen sagen wo. Denken Sie an zivile oder naturbedingte Katastrophen. Blaulicht-Organisationen: kein Problem! Ich habe meine St\u00fctzpunktfeuerwehr, meine Polizei, meinen Ambulanz- und Rettungsdienst und die technischen Werke, \u00fcber die ich alle verf\u00fcgen kann. Der Zivilschutz kam und kommt mir dabei nie an die Front, aber ich brauche die Mittel des Zivilschutzes: Ich brauche die Mittel des \"H plus 1\" f\u00fcr die F\u00fchrungsunterst\u00fctzung im Gemeindef\u00fchrungsstab; das sind Nachrichten- und Verbindungsleute. Ich brauche den Kulturg\u00fcterschutz und die Betreuung. Ich brauche im Element \"H plus 6\" die verschiedenen Abl\u00f6seelemente, und den Rest brauche ich zum Aufr\u00e4umen, weil die zivilen Unternehmen dabei ohnehin nicht mitmachen.</p>\n<p>Damit komme ich aber schon zu den beiden ersten Fehlern, die wir dann in der Detailberatung diskutieren werden: Ich brauche als Gemeinde- und Stadtpr\u00e4sident f\u00fcr diese Leute eine Aufgebotskompetenz und bin nicht bereit, dies \u00fcber das Telefon mit dem Kanton zu erledigen, der ohnehin keine Ahnung und keine Mittel hat. Zweitens muss ich genau gleich die Kontrollf\u00fchrung haben; es sind meine Leute, meine Mittel, und da kann ich es doch nicht zulassen, dass sie vom Kanton gef\u00fchrt werden!</p>\n<p>Ich weise auf einen weiteren Fehler hin: Wir m\u00fcssen noch die Schutzraumbaupflicht diskutieren. Ich rede nicht \u00fcber die Schutzanlagen, aber zum Schutzraumbau werden noch Antr\u00e4ge folgen.</p>\n<p>In diesem Sinne bitte ich Sie, vom Bericht Kenntnis zu nehmen und auf die Vorlage einzutreten.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20020925","MeetingVerbalixOid":964,"IdSession":"4615","SpeakerFirstName":"Boris","SpeakerLastName":"Banga","SpeakerFullName":"Banga Boris","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":11,"CantonName":"Solothurn","CantonAbbreviation":"SO","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":5,"Start":"\/Date(1032955358413)\/","End":"\/Date(1032955580655)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878167613)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1032955358413+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1032955580657+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25305L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25305L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25305L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25305L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25305L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"25305","Language":"DE","IdSubject":"4592","VoteId":null,"PersonNumber":457,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Mon intervention concerne les deux aspects: protection de la population et protection civile. Comme l'arm\u00e9e et la protection civile sont \u00e9troitement li\u00e9es, il est logique d'engager apr\u00e8s une r\u00e9forme de l'arm\u00e9e une r\u00e9forme de la protection civile. Je peux d\u00e9j\u00e0 vous dire, pour ne pas trop vous inqui\u00e9ter, que toute la r\u00e9flexion sur l'articulation de la protection civile et sur tout son syst\u00e8me de commandement va moins nous mobiliser que l'articulation du commandement de l'arm\u00e9e \u00e0 l'article 6 de l'ordonnance de l'Assembl\u00e9e f\u00e9d\u00e9rale sur l'organisation de l'arm\u00e9e, que nous avons examin\u00e9 tout \u00e0 l'heure dans les divergences.</p>\n<p>Concernant l'\u00e9ventail des dangers, comme nous l'avons d\u00e9j\u00e0 dit lors du d\u00e9bat d'entr\u00e9e en mati\u00e8re sur \"Arm\u00e9e XXI\", le Conseil f\u00e9d\u00e9ral \u00e9tablit un catalogue de dangers et/ou de menaces auquel nous pouvons souscrire. Avec une r\u00e9serve, et une r\u00e9serve de taille, qui est en plein dans l'actualit\u00e9 aujourd'hui, notamment dans le canton de Vaud: ce qui concerne les migrations. Oui, le Conseil f\u00e9d\u00e9ral consid\u00e8re que les migrations sont une menace pour la population. Nous ne souscrivons pas \u00e0 cette appr\u00e9ciation. Mais il parle par ailleurs des catastrophes naturelles dans son rapport, de la manipulation et de la mise en service des r\u00e9seaux informatiques, de d\u00e9veloppements technologiques pouvant pr\u00e9senter un danger pour la s\u00e9curit\u00e9, le terrorisme; les rapporteurs en ont d\u00e9j\u00e0 longuement parl\u00e9.</p>\n<p>Bien s\u00fbr, une protection civile m\u00eame r\u00e9form\u00e9e n'est pas appel\u00e9e elle seule \u00e0 faire face \u00e0 ces diverses menaces qui, dans leur ensemble, pr\u00e9sentent essentiellement un caract\u00e8re civil. Et nous devons reconna\u00eetre \u00e0 l'\u00e9gard du Conseil f\u00e9d\u00e9ral que tant dans le rapport sur le plan directeur \"Arm\u00e9e XXI\" que dans le rapport sur le plan directeur de la protection de la population, les dangers \u00e0 caract\u00e8re civil sont prioritairement mis en \u00e9vidence par rapport \u00e0 la menace militaire.</p>\n<p>Mais \u00e0 y regarder de plus pr\u00e8s, quelles mesures faut-il prendre et de quels moyens faut-il disposer pour faire face \u00e0 ces menaces? Je prends les catastrophes naturelles ou les catastrophes anthropiques, qui pourraient \u00eatre de plus en plus nombreuses et de plus en plus fr\u00e9quentes, li\u00e9es, si \u00e7a devait se confirmer malheureusement, au r\u00e9chauffement climatique. Faut-il doter 200 000 ou 300 000 civilistes de pelles et de pioches pour aller ressortir des d\u00e9combres des caves, des cuisines ou des garages inond\u00e9s? Ou faut-il au contraire mettre l'accent et les priorit\u00e9s dans la pr\u00e9vention au niveau non seulement suisse, bien s\u00fbr, mais aussi international pour pr\u00e9venir ces catastrophes?</p>\n<p>En ce qui concerne les technologies pouvant repr\u00e9senter un danger pour la s\u00e9curit\u00e9, par exemple l'\u00e9nergie nucl\u00e9aire, les transports de mati\u00e8res dangereuses ou, et ce sera le d\u00e9bat de la semaine prochaine, les organismes g\u00e9n\u00e9tiquement modifi\u00e9s, ne faudrait-il pas, au nom d'une plus grande sagesse, tout simplement renoncer \u00e0 des \u00e9nergies non renouvelables et dangereuses, renoncer \u00e0 des technologies qui ne r\u00e9pondent \u00e0 aucune exigence d'utilit\u00e9 imm\u00e9diate - je pense en particulier aux organismes g\u00e9n\u00e9tiquement modifi\u00e9s?</p>\n<p>En ce qui concerne les migrations, est-ce que l'arriv\u00e9e des tziganes sur sol vaudois ou sur sol suisse constitue une menace ou un r\u00e9el danger? Et dans quelle mesure la protection civile, dans l'\u00e9tat actuel de ses programmes de formation, peut-elle faire face \u00e0 l'arriv\u00e9e de ces migrants et de ces migrantes? Alors nous sommes soulag\u00e9s, dans le groupe \u00e9cologiste, de voir que la protection civile existe, notamment [PAGE 1407] dans le canton de Vaud. Nous sommes soulag\u00e9s de voir que ces gens ont \u00e9t\u00e9 accueillis avec humanit\u00e9. Mais reste que le fond du probl\u00e8me ne sera pas r\u00e9solu par une protection civile r\u00e9form\u00e9e; le fond du probl\u00e8me, c'est toute la question de savoir pourquoi ces gens migrent, pourquoi ces gens viennent chez nous.</p>\n<p>Certes, nous avons \u00e9t\u00e9 actifs sur de nombreux plans au niveau international. Je pense aux engagements que la Suisse prend, notamment en ce qui concerne l'avenir de la plan\u00e8te, comme au dernier Sommet mondial sur le d\u00e9veloppement durable qui s'est tenu en Afrique du Sud. Certes, nous avons aussi une coop\u00e9ration au d\u00e9veloppement qui est active, intelligente et qui peut faire du tr\u00e8s bon travail pour autant que les conditions politiques le permettent et que la s\u00e9curit\u00e9 soit assur\u00e9e dans les pays o\u00f9 elle travaille. Je constate malgr\u00e9 tout que m\u00eame si, sur le fond, on est relativement d'accord pour dire que les risques sont plut\u00f4t d'origine civile, l'essentiel des investissements vont \u00e0 l'arm\u00e9e au niveau des budgets, alors qu'elle est plut\u00f4t mal pr\u00e9par\u00e9e pour faire face \u00e0 ces menaces civiles.</p>\n<p>Ces consid\u00e9rations g\u00e9n\u00e9rales nous am\u00e8nent \u00e0 formuler quelques remarques - le rapporteur de langue fran\u00e7aise y a fait allusion - sur le recrutement et l'obligation de servir. Le groupe \u00e9cologiste conteste le fait qu'il faille maintenir comme r\u00e8gle g\u00e9n\u00e9rale le service arm\u00e9 et consid\u00e9rer le service civil comme l'exception, et aussi rendre obligatoire la protection civile dans la mesure o\u00f9 les appel\u00e9s sont consid\u00e9r\u00e9s comme inaptes au service militaire. On constate qu'il y a une forme de discrimination au niveau de la qualit\u00e9 de ces services et je ne vois pas en quoi quelqu'un qui s'engage dans la protection civile doit \u00eatre consid\u00e9r\u00e9 comme inapte au service arm\u00e9. Je ne comprends pas non plus pourquoi la majorit\u00e9 de ce pl\u00e9num continue de penser qu'il faut absolument engager les gens prioritairement dans l'arm\u00e9e, alors que la menace militaire s'est consid\u00e9rablement \u00e9loign\u00e9e. Et le Conseil f\u00e9d\u00e9ral lui-m\u00eame entretient une forme de discrimination puisqu'il note, \u00e0 la page 1616 du message 01.062 en fran\u00e7ais: \"Par cons\u00e9quent, le service national pourra s'effectuer aussi bien dans l'arm\u00e9e (ou sous forme de service civil) que dans la protection civile.\" Je crois que la d\u00e9monstration est suffisante.</p>\n<p>Si, \u00e0 nos yeux, la r\u00e9vision propos\u00e9e manque d'\u00e9lan, d'ouverture ou si elle ne pr\u00e9voit pas une profonde remise en question, nous relevons tout de m\u00eame quelques points positifs, comme la diminution des effectifs: on passe de 280 000 \u00e0 120 000 hommes. On note aussi la volont\u00e9 d'une approche plus r\u00e9gionale et une conception, une analyse plus cibl\u00e9e des risques et, par cons\u00e9quent, des moyens \u00e0 mettre en oeuvre dans des coordinations intercantonales. On remarque aussi - on en a d\u00e9j\u00e0 parl\u00e9 - la lib\u00e9ration anticip\u00e9e du service dans la protection civile qui permet de mettre des hommes de valeur form\u00e9s \u00e0 disposition d'organisations partenaires.</p>\n<p>Je terminerai par la question des abris de protection civile, pour nourrir la r\u00e9flexion, notamment dans l'optique de l'examen des propositions de minorit\u00e9: actuellement, en Suisse, les abris de protection civile sont-ils vraiment accessibles ou sont-ils transform\u00e9s en carnotzets, ou en locaux o\u00f9 se tiennent d'autres activit\u00e9s, ou, notamment, en d\u00e9p\u00f4ts? En effet, on sait que les abris de la protection civile ne sont efficaces, et c'est aussi l'analyse des risques qui le prouve, que dans la mesure o\u00f9 ils sont utilis\u00e9s imm\u00e9diatement, c'est-\u00e0-dire que plus on est \u00e0 proximit\u00e9 d'un abri, plus on a de chance de pouvoir \u00e9viter de s'exposer \u00e0 des violences ou \u00e0 des risques d'intoxication, ce qui veut dire que l'efficacit\u00e9 d\u00e9pend du temps qu'il faudra pour atteindre les abris. Or, nous sommes dans une soci\u00e9t\u00e9 de la mobilit\u00e9, nous sommes dans une soci\u00e9t\u00e9 o\u00f9 les gens ne sont un tiers du temps, voire la moiti\u00e9 du temps, pas chez eux. Alors, pour essayer de rendre cr\u00e9dible un programme qui devrait \u00eatre suivi au niveau des abris, il faudrait imaginer des abris partout o\u00f9 les gens se rencontrent: \u00e0 proximit\u00e9 des terrains de football, des patinoires et des centres commerciaux.</p>\n<p>J'adresse une question au chef du d\u00e9partement: par exemple, si maintenant l'alerte sonnait sur Berne, o\u00f9 devrions-nous nous rendre, nous les \u00e9lus qui d\u00e9cidons de l'avenir du pays? Je n'ai pas, \u00e0 ma connaissance, re\u00e7u une indication claire qui me dise: \"Vous, l'\u00e9lu neuch\u00e2telois, vous allez vous retrouver avec vos coll\u00e8gues au deuxi\u00e8me sous-sol de la maison.\" J'aimerais bien avoir, notamment en guise de boutade, une r\u00e9ponse de la part de M. le conseiller f\u00e9d\u00e9ral Schmid.</p>\n<p>En conclusion, le groupe \u00e9cologiste, compte tenu du manque d'audace de cette r\u00e9forme, s'abstiendra lors du vote sur l'ensemble.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20020925","MeetingVerbalixOid":964,"IdSession":"4615","SpeakerFirstName":"Fernand","SpeakerLastName":"Cuche","SpeakerFullName":"Cuche Fernand","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":24,"CantonName":"Neuenburg","CantonAbbreviation":"NE","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":4,"Start":"\/Date(1032954775442)\/","End":"\/Date(1032955358413)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774878167611)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1032954775443+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1032955358413+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25306L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25306L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25306L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25306L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25306L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"25306","Language":"DE","IdSubject":"4592","VoteId":null,"PersonNumber":523,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Berichte sind Standortbestimmungen, welche aufzeigen sollen, in welche Richtung Entwicklungen laufen und welche Schlussfolgerungen f\u00fcr die Gesetzgebung und die Praxis zu ziehen sind. Das Leitbild Bev\u00f6lkerungsschutz tut dies f\u00fcr einen Bereich der Sicherheitspolitik, der stark im Wandel begriffen ist. Anl\u00e4sslich der Debatte \u00fcber das Armeeleitbild und die Armeereform wurde von zahlreichen Seiten betont, dass Sicherheit nicht mehr nur vom Einsatz milit\u00e4rischer Mittel abh\u00e4ngig sei. Das ist richtig und betrifft gerade jene Gef\u00e4hrdungen, die nicht oder nur unterst\u00fctzend durch die Armee bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen.</p>\n<p>Das Leitbild Bev\u00f6lkerungsschutz zeigt auf, dass man die neuen Entwicklungen ernst genommen hat und auf neue Gefahren einzugehen gewillt ist. Der Bev\u00f6lkerungsschutz soll Bund und Kantonen f\u00fcr Katastrophen und Notlagen sowie im Falle eines bewaffneten Konfliktes - so unwahrscheinlich ein solcher zum jetzigen Zeitpunkt auch sein mag - Mittel und F\u00e4higkeiten in die Hand geben, Sch\u00e4den zu begrenzen und zu bew\u00e4ltigen. Entscheidend wird dabei sein, dass die Zusammenarbeit von Partnerorganisationen und Beh\u00f6rden reibungslos funktioniert und dementsprechend einge\u00fcbt wird.</p>\n<p>Die CVP ist seit jeher eine vehemente Verfechterin des Subsidiarit\u00e4tsprinzips, verstanden als sachlich richtige Zuordnung der Verantwortlichkeiten und Aufgaben an die verschiedenen Ebenen des Staates. Der Bev\u00f6lkerungsschutz ist wohl wie kaum ein anderer Bereich auf dieses Prinzip angewiesen. Das Leitbild sieht darum auch einen modularen Aufbau des Bev\u00f6lkerungsschutzes vor. So k\u00f6nnen, abgestimmt auf die Gr\u00f6sse des Ereignisses, Einsatzkr\u00e4fte aus den Partnerorganisationen zusammengestellt und selbstst\u00e4ndig oder, bei gr\u00f6sseren Ereignissen, unter gemeinschaftlichem Kommando eingesetzt werden. Die milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung kann auf jeder Stufe angefordert werden, aber immer nur als Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Fall, dass die regionalen und kantonalen Mittel des Bev\u00f6lkerungsschutzes nicht ausreichen. Die vorgeschlagenen \u00c4nderungen sind in ihrer Mehrheit unbestritten und erh\u00f6hen den Schutz unseres Landes gerade im Hinblick auf neue Gefahren.</p>\n<p>Weiter: Es war zu erwarten, dass die Schutzraumbaupflicht infrage gestellt w\u00fcrde. Das Leitbild zeigt hingegen auf, dass gerade der Schutzraum eine wichtige Grundlage f\u00fcr einen Bev\u00f6lkerungsschutz darstellt, der diesen Namen tats\u00e4chlich auch verdient. Auch wenn die Gefahren heute vor allem im Bereich von Katastrophen und Notlagen anzusiedeln sind, geht es nicht an, einen bewaffneten Konflikt einfach auszuschliessen und aus ideologischen Gr\u00fcnden die Grundlage f\u00fcr den gleichen Schutz aller in unserem Land ausser Acht zu lassen.</p>\n<p>Nehmen Sie bitte Kenntnis vom Leitbild Bev\u00f6lkerungsschutz, und treten Sie auf die Gesetzesrevision ein. Ich bitte Sie im Namen der CVP-Fraktion darum.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20020925","MeetingVerbalixOid":964,"IdSession":"4615","SpeakerFirstName":"Guido","SpeakerLastName":"Z\u00e4ch","SpeakerFullName":"Z\u00e4ch Guido","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":19,"CantonName":"Aargau","CantonAbbreviation":"AG","ParlGroupName":"Christlichdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":3,"Start":"\/Date(1032954521629)\/","End":"\/Date(1032954775442)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878167606)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1032954521630+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1032954775443+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25307L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25307L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25307L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25307L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25307L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"25307","Language":"DE","IdSubject":"4592","VoteId":null,"PersonNumber":70,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Les rapporteurs se sont un peu r\u00e9parti le commentaire du rapport sur le plan directeur de la protection de la population. Donc, je ne traiterai pas de tous les aspects de ce rapport. Je vous dirai d'embl\u00e9e que la commission a pris, par 12 voix contre 4 et avec 4 abstentions, acte du rapport en l'approuvant. Par cons\u00e9quent, c'est vous dire que la conception g\u00e9n\u00e9rale a \u00e9t\u00e9 tr\u00e8s largement approuv\u00e9e.</p>\n<p>D'abord, il faut constater qu'il y a conformit\u00e9 de la r\u00e9forme avec la Constitution f\u00e9d\u00e9rale. Parmi les cinq organisations partenaires dans le syst\u00e8me de la protection de la population, \u00e0 savoir la police, les sapeurs-pompiers, les services sanitaires, les services techniques et la protection civile, il y a seulement aujourd'hui la protection civile qui est ancr\u00e9e dans la constitution \u00e0 l'article 61. Les autres organisations partenaires, police, sapeurs-pompiers, services sanitaires et services techniques, sont r\u00e9gl\u00e9es au niveau cantonal ou communal. Il en r\u00e9sulte que la Conf\u00e9d\u00e9ration ne peut pas l\u00e9gif\u00e9rer ou ne peut l\u00e9gif\u00e9rer que dans le secteur de la protection civile. La nouvelle loi f\u00e9d\u00e9rale sur la protection de la population et sur la protection civile prend donc en compte cela.</p>\n<p>Dans la premi\u00e8re partie de la loi, on assigne les domaines aux organisations partenaires et on s'attache \u00e0 la d\u00e9limitation de comp\u00e9tences entre ces organisations partenaires et entre la Conf\u00e9d\u00e9ration et les cantons. Dans cette partie, la Conf\u00e9d\u00e9ration ne peut mat\u00e9riellement l\u00e9gif\u00e9rer que pour autant que les cantons ne soient pas comp\u00e9tents. Il y a donc une belle r\u00e9partition des comp\u00e9tences.</p>\n<p>Dans la deuxi\u00e8me partie de la loi, qui concerne la protection civile, alors l\u00e0 des normes juridiques plus claires sont \u00e9tablies.</p>\n<p>La cr\u00e9ation d'une loi f\u00e9d\u00e9rale sur la protection de la population et sur la protection civile veut souligner - et c'est \u00e7a l'essentiel - l'id\u00e9e de la liaison entre les partenaires, en allemand \"Verbundsystem\". C'est un objectif principal de la r\u00e9forme actuelle. Pour cette raison donc, on n'a pas deux bases juridiques distinctes, on n'a pas une loi sur la protection civile et une autre loi pour les autres organisations, mais une loi g\u00e9n\u00e9rale.</p>\n<p>Bien que les travaux concernant la protection civile aient \u00e9t\u00e9 un peu masqu\u00e9s par le d\u00e9bat sur la r\u00e9forme \"Arm\u00e9e XXI\", on peut parler d'une r\u00e9forme extr\u00eamement importante quant \u00e0 l'instrument civil de la politique de s\u00e9curit\u00e9. Cela n'est pas le r\u00e9sultat d'une perspective \u00e9troite de la protection civile, mais d'une vue d'ensemble avec les \u00e9l\u00e9ments. Dans l'\u00e9laboration du nouveau projet, toutes les organisations partenaires ont \u00e9t\u00e9 impliqu\u00e9es. Le nouveau syst\u00e8me de protection de la population a \u00e9t\u00e9 orient\u00e9 vers les risques et les dangers qui peuvent se produire de nos jours. Pendant l'\u00e9laboration de ce projet de protection de la population, toutes les organisations partenaires, si vous l'observez, ont elles-m\u00eames proc\u00e9d\u00e9 \u00e0 des r\u00e9formes. Donc le secteur civil doit \u00e9galement s'orienter vers une nouvelle conception de s\u00e9curit\u00e9. Le projet de protection de la population proc\u00e8de \u00e0 une r\u00e9partition des t\u00e2ches claire entre les organisations partenaires, afin d'assurer la coop\u00e9ration en cas d'urgence.</p>\n<p>S'il s'agit d'une situation de coop\u00e9ration intercantonale, des normes minimales en mati\u00e8re de formation pour faire face \u00e0 ces situations sont indispensables. Les normes concernant la formation et l'instruction doivent \u00eatre garanties par la Conf\u00e9d\u00e9ration. La pr\u00e9sente r\u00e9forme n'est donc pas un projet compl\u00e8tement nouveau, mais elle perfectionne, am\u00e9liore et coordonne les efforts pr\u00e9c\u00e9dents. Elle pr\u00e9voit une r\u00e9partition des t\u00e2ches plus claire entre les organisations partenaires et entre la Conf\u00e9d\u00e9ration et les cantons.</p>\n<p>Le rapporteur de langue allemande vous a expliqu\u00e9 ce qu'il en \u00e9tait du champ d'action des organisations partenaires, de la conduite des op\u00e9rations ainsi que de l'\u00e9ventail des dangers relatifs \u00e0 la protection de la population tels qu'ils ont \u00e9t\u00e9 diagnostiqu\u00e9s par le rapport; je n'y reviens pas. </p>\n<p>Je dirai quelques mots sur le personnel et sur l'obligation de servir. La r\u00e9orientation de la protection civile, son int\u00e9gration dans un syst\u00e8me coordonn\u00e9 ainsi que la r\u00e9gionalisation pr\u00e9vue conduisent \u00e0 un resserrement des structures. Le nombre des membres de la protection civile, donc l'effectif, est r\u00e9duit d'environ 280 000 \u00e0 120 000 unit\u00e9s. 15 000 des 120 000 unit\u00e9s sont disponibles pour des organisations partenaires. Ces effectifs ont \u00e9t\u00e9 estim\u00e9s avec les cantons et analys\u00e9s quant \u00e0 leurs possibilit\u00e9s r\u00e9elles.</p>\n<p>D'autres modifications importantes concernent l'abaissement de l'\u00e2ge de l'obligation de servir \u00e0 40 ans; la suppression de l'obligation de servir dans la protection civile lorsqu'on a fait du service militaire en suffisance; la possibilit\u00e9 d'\u00eatre lib\u00e9r\u00e9 si on a des engagements dans des organisations partenaires. Une am\u00e9lioration dans le recrutement a \u00e9galement \u00e9t\u00e9 d\u00e9finie.</p>\n<p>L'obligation de servir, c'est soit dans l'arm\u00e9e, soit dans la protection civile. Exceptionnellement, apr\u00e8s examen de conscience d\u00e9taill\u00e9, il y a \u00e9videmment encore la possibilit\u00e9 de mettre ces deux obligations - obligation de service militaire et obligation de service dans la protection civile - en regard du service civil.</p>\n<p>L'arrangement du syst\u00e8me de l'obligation de servir a conduit \u00e0 la discussion non seulement dans les cantons mais aussi en commission. Selon l'avis des cantons, les deux obligations de servir, \u00e0 savoir dans l'arm\u00e9e et dans la protection civile, exigent une incorporation \u00e9quivalente. Il y a donc une \u00e9galit\u00e9 de dignit\u00e9, si vous voulez, dans l'incorporation. Quelques voix ont naturellement demand\u00e9 un libre choix entre le service militaire, le service dans la protection civile et le service civil. Naturellement, la majorit\u00e9 de la commission n'en veut pas. Il y a une obligation de servir soit dans l'arm\u00e9e, soit dans la protection civile; le service civil reste ce que nous avons voulu, \u00e0 savoir un service d'exception apr\u00e8s examen de conscience.</p>\n<p>En ce qui concerne la formation, la proc\u00e9dure de recrutement commune avec l'arm\u00e9e constitue aussi une am\u00e9lioration claire. La formation devient plus large et plus polyvalente. L'instruction de base dure deux semaines au moins et trois semaines au plus. Il y a une instruction g\u00e9n\u00e9rale et une instruction sp\u00e9cialis\u00e9e. Certaines personnes peuvent compl\u00e9ter leurs connaissances g\u00e9n\u00e9rales en suivant une instruction compl\u00e9mentaire pour sp\u00e9cialistes. Par cons\u00e9quent, il y a trois \u00e9tapes dans la formation.</p>\n<p>En ce qui concerne la r\u00e9partition des comp\u00e9tences entre la Conf\u00e9d\u00e9ration et les cantons, ces derniers sont responsables pour la protection civile. Toutes les organisations partenaires de la protection de la population se voient organis\u00e9es dans le cadre des cantons. En cas de conflits arm\u00e9s ainsi que dans le cas de certaines catastrophes, on est alors dans le domaine de comp\u00e9tence de la Conf\u00e9d\u00e9ration: \u00e9pid\u00e9mies, radioactivit\u00e9, risques nucl\u00e9aires. La Conf\u00e9d\u00e9ration se charge des t\u00e2ches de coordination de l'ensemble du syst\u00e8me. Elle [PAGE 1406] soutient les cantons dans les secteurs de la formation, de l'infrastructure, de la recherche et de l'information. La Conf\u00e9d\u00e9ration a naturellement en dernier ressort les moyens de l'arm\u00e9e \u00e0 disposition.</p>\n<p>En ce qui concerne le financement de la protection de la population, il peut y avoir quelques probl\u00e8mes. La solution propos\u00e9e pour le financement correspond \u00e0 la r\u00e9partition des comp\u00e9tences. L'introduction des contributions de base pour la formation n'irait pas dans cette d\u00e9finition des comp\u00e9tences.</p>\n<p>La majorit\u00e9 des cantons s'est ralli\u00e9e \u00e0 l'id\u00e9e d'une r\u00e9partition des charges de financement par rapport \u00e0 la r\u00e9partition des comp\u00e9tences entre la Conf\u00e9d\u00e9ration et les cantons. Nous verrons tout \u00e0 l'heure dans l'examen du projet de loi qu'il y a quelques propositions d'all\u00e8gement concernant la part du financement \u00e0 la charge des cantons. La protection de la population est un mod\u00e8le cantonal. Trois quarts des frais - c'est ce qui a \u00e9t\u00e9 estim\u00e9 - sont support\u00e9s par les cantons et un quart par la Conf\u00e9d\u00e9ration.</p>\n<p>En ce qui concerne maintenant le maintien des ouvrages de protection, il y a \u00e9videmment l'id\u00e9e que l'obligation d'am\u00e9nager des abris doit subsister, et nous aurons un d\u00e9bat \u00e0 cet \u00e9gard lors de l'examen du projet de loi puisqu'il y a des propositions de minorit\u00e9 tendant \u00e0 supprimer l'obligation de construire des abris. Le rapport sur le plan directeur de la protection de la population maintient tr\u00e8s clairement cette obligation et le projet de loi en est la cons\u00e9quence.</p>\n<p>En ce qui concerne le projet de loi, puisque le d\u00e9bat d'entr\u00e9e en mati\u00e8re porte sur les deux objets 01.066 et 01.062, je vous dirai en quelques mots que la commission a proc\u00e9d\u00e9 \u00e0 six modifications, que sept propositions de minorit\u00e9 ont \u00e9t\u00e9 d\u00e9pos\u00e9es et que la commission est entr\u00e9e en mati\u00e8re \u00e0 l'unanimit\u00e9.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20020925","MeetingVerbalixOid":964,"IdSession":"4615","SpeakerFirstName":"Jacques-Simon","SpeakerLastName":"Eggly","SpeakerFullName":"Eggly Jacques-Simon","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":25,"CantonName":"Genf","CantonAbbreviation":"GE","ParlGroupName":"Liberale Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"L","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1032953866824)\/","End":"\/Date(1032954521629)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774878167603)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1032953866823+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1032954521630+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25308L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25308L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25308L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25308L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=25308L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"25308","Language":"DE","IdSubject":"4592","VoteId":null,"PersonNumber":318,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich spreche zum Leitbild \u00fcber den Bev\u00f6lkerungsschutz. Zuerst komme ich zur Begr\u00fcndung der Reform:</p>\n<p>Obwohl die Arbeiten zum neuen Bev\u00f6lkerungsschutz in der \u00f6ffentlichen und politischen Diskussion etwas im Schatten der \"Armee XXI\" standen, kann hier von der umfassendsten und tiefgreifendsten Reform des zivilen sicherheitspolitischen Instrumentes gesprochen werden. Die Reform erfolgte nicht mehr aus der engeren Perspektive des Zivilschutzes, sondern aus jener des Verbundsystems Bev\u00f6lkerungsschutz, das alle massgebenden zivilen Rettungs- und Hilfsorganisationen umfasst. Ins Projekt waren alle Partnerorganisationen - Polizei, Feuerwehr, sanit\u00e4tsdienstliches Rettungswesen, technische Betriebe, Zivilschutz - involviert, was eine optimierte Aufgabenabstimmung zwischen den einzelnen Partnerorganisationen m\u00f6glich machte. Das Verbundsystem wurde konsequent auf die heute relevanten Risiken und Gefahren ausgerichtet. Entwicklungen und Erfahrungen, die sich in den h\u00e4ufigen, konkreten Eins\u00e4tzen der letzten Jahre bew\u00e4hrt haben, flossen in die Reform ein.</p>\n<p>W\u00e4hrend des Projektes Bev\u00f6lkerungsschutz waren in allen Partnerorganisationen Reformen im Gang, zum Beispiel die \u00dcberpr\u00fcfung des Systems der inneren Sicherheit der Schweiz (Usis), Feuerwehr 2000 usw. Neben der Armee soll auch der zivile Bereich auf die neue Sicherheitskonzeption - Sicherheit durch Kooperation - ausgerichtet werden. Bezogen auf das Projekt Bev\u00f6lkerungsschutz setzt die Kooperation eine klare Aufgabenteilung zwischen den Partnerorganisationen voraus. Im Einsatzfall m\u00fcssen festgelegte F\u00fchrungsstrukturen und -prozesse bestehen und gut geschulte F\u00fchrungsorgane zur Verf\u00fcgung stehen. Bei kantons\u00fcbergreifenden Eins\u00e4tzen sind minimale Ausbildungsstandards unabdingbar. Gem\u00e4ss der Verfassung sind diese Ausbildungsstandards f\u00fcr den Zivilschutz durch den Bund sicherzustellen. Die vorliegende Reform des Bev\u00f6lkerungsschutzes basiert somit nicht auf etwas v\u00f6llig Neuem, sondern entwickelt bisherige Anstrengungen weiter, nimmt eine [PAGE 1404] saubere Aufgabenteilung zwischen den Partnerorganisationen und vor allem zwischen Bund und Kantonen vor und stellt auf Bundesebene rechtliche Normen im Zivilschutz auf.</p>\n<p>Das sicherheitspolitische Umfeld hat sich gewandelt. Wahrscheinlicher geworden sind Gef\u00e4hrdungen, die nicht zwingend einen machtpolitischen Hintergrund haben, wie beispielsweise natur- und zivilisationsbedingte Katastrophen, organisierte Kriminalit\u00e4t oder gewaltsamer Extremismus. Um der Breite und Komplexit\u00e4t des heutigen Gef\u00e4hrdungsspektrums gerecht zu werden, ist im Bereich des Bev\u00f6lkerungsschutzes einerseits ein flexibles, das heisst anpassungsf\u00e4higes und polyvalentes System notwendig, andererseits m\u00fcssen die verschiedenen Interventionskr\u00e4fte besser koordiniert und geb\u00fcndelt werden. Mit der angestrebten L\u00f6sung sind die Weichen f\u00fcr ein effizientes ziviles System zum Schutz unserer Bev\u00f6lkerung richtig gestellt.</p>\n<p>Von den f\u00fcnf Partnerorganisationen im Verbundsystem Bev\u00f6lkerungsschutz - Polizei, Feuerwehr, sanit\u00e4tsdienstliches Rettungswesen, technische Betriebe und Zivilschutz - ist nur der Zivilschutz auf Verfassungsstufe verankert, n\u00e4mlich in Artikel 61 der Bundesverfassung. Die anderen Partnerorganisationen - Polizei, Feuerwehr, sanit\u00e4tsdienstliches Rettungswesen und technische Betriebe - sind rechtlich auf kantonaler und/oder kommunaler Ebene geregelt.</p>\n<p>Daraus folgt, dass der Bund nur im Bereich des Zivilschutzes legiferieren kann. Das neue Bundesgesetz \u00fcber den Bev\u00f6lkerungsschutz und den Zivilschutz tr\u00e4gt dem Rechnung: Im ersten Teil des Gesetzes werden lediglich die Aufgabenbereiche der Partnerorganisationen sowie von Bund und Kantonen festgehalten. In diesem Bereich steht es dem Bund, soweit ausschliesslich die Kantone zust\u00e4ndig sind, nicht zu, materiell zu legiferieren. Im zweiten Teil des Gesetzes, der den Zivilschutz betrifft, werden rechtliche Normen aufgestellt.</p>\n<p>Die Schaffung eines Bundesgesetzes \u00fcber den Bev\u00f6lkerungsschutz und den Zivilschutz soll die Idee des Verbundsystems Bev\u00f6lkerungsschutz zum Ausdruck bringen. Dies ist ein zentrales Ziel der aktuellen Reform. Auf die Schaffung von zwei separaten rechtlichen Grundlagen ist aus diesem Grund verzichtet worden.</p>\n<p>Wenn lediglich ein neues Zivilschutzgesetz geschaffen w\u00fcrde, ohne dass auf die anderen Partnerorganisationen eingegangen w\u00fcrde, w\u00fcrde dies in Bezug auf die Zust\u00e4ndigkeiten in den einzelnen Aufgabenbereichen zu Unklarheiten f\u00fchren. Wie bereits erw\u00e4hnt, fusst das neue Bundesgesetz auf Artikel 61 der Bundesverfassung, der dem Bund das Recht gibt, im Bereich des Zivilschutzes zu legiferieren. Artikel 57 der Bundesverfassung, der Bund und Kantone unter anderem beauftragt, gemeinsam f\u00fcr den Schutz der Bev\u00f6lkerung und die Sicherheit des Landes zu sorgen, kann nicht als Grundlage herangezogen werden: Er setzt eine gemeinsame Zust\u00e4ndigkeit von Bund und Kantonen im gleichen Aufgabenbereich voraus; dies ist beim Bev\u00f6lkerungsschutz nicht der Fall. Die Verfassungsm\u00e4ssigkeit des vorliegenden Entwurfes f\u00fcr ein Bundesgesetz \u00fcber den Bev\u00f6lkerungsschutz und den Zivilschutz wurde von der Bundeskanzlei wie auch vom Bundesamt f\u00fcr Justiz einer Pr\u00fcfung unterzogen und schlussendlich auch bejaht.</p>\n<p>Es folgen nun einige Ausf\u00fchrungen zum Verbundsystem, zur F\u00fchrung, zu den Gef\u00e4hrdungsannahmen und zur abgestuften Bereitschaft.</p>\n<p>Partnerorganisationen und Aufgabenabgrenzungen: Der Bev\u00f6lkerungsschutz ist ein Verbundsystem f\u00fcr F\u00fchrung, Schutz, Rettung und Hilfe. Das Verbundsystem zielt auf eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit unter den Partnerorganisationen. Synergien sollen genutzt und Doppelspurigkeiten abgebaut werden. Damit werden einerseits die Vorbereitung und der Einsatz der Partnerorganisationen optimal aufeinander abgestimmt; andererseits werden F\u00fchrungsstrukturen und F\u00fchrungsprozesse vereinfacht. Jede Partnerorganisation tr\u00e4gt im Rahmen des Verbundsystems die Verantwortung f\u00fcr ihren Aufgabenbereich: Die Polizei ist zust\u00e4ndig f\u00fcr Sicherheit und Ordnung, die Feuerwehr f\u00fcr Rettung und allgemeine Schadenwehr, das Rettungswesen f\u00fcr Gesundheit und Sanit\u00e4t, die technischen Betriebe f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung der technischen Infrastruktur und der Zivilschutz f\u00fcr Betreuung und Unterst\u00fctzung. F\u00fcr die Bew\u00e4ltigung von Alltagsereignissen sind die Ersteinsatzmittel - Polizei, Feuerwehr und das Rettungswesen - meistens ausreichend. Bei Katastrophen und Notlagen kommen mehrere oder alle Partnerorganisationen einer Gemeinde, einer Region oder eines Kantons zum Einsatz. Die Partnerorganisationen k\u00f6nnen weitere Einsatzelemente aufbieten; sie k\u00f6nnen ausserdem durch den Beizug der Armee verst\u00e4rkt werden.</p>\n<p>Die Exekutive einer Gemeinde, eines Gemeindeverbundes oder eines Kantons tr\u00e4gt die Gesamtverantwortung f\u00fcr die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung und damit f\u00fcr das Funktionieren des Verbundsystems im Einzelfall. Das F\u00fchrungsorgan ist je nach Gef\u00e4hrdungslage unterschiedlich ausgestaltet. Bei Alltagsereignissen liegt die F\u00fchrung bei der Einsatzleitung der im Einsatz stehenden Partnerorganisation; bei Grossereignissen \u00fcbernimmt eine Gesamteinsatzleitung, bestehend aus den beteiligten Partnerorganisationen und der Verwaltung, die F\u00fchrung und Koordination der im Einsatz stehenden Partnerorganisationen. Die F\u00fchrungsunterst\u00fctzung umfasst die Sachbereiche Information, Lage, Telematik, AC-Schutz und logistische Koordination.</p>\n<p>Zu den Gef\u00e4hrdungsannahmen: Der Sicherheitspolitische Bericht 2000 des Bundesrates geht davon aus, dass sich die aktuelle Gef\u00e4hrdungslage komplex und dynamisch gestalten kann. Zurzeit bilden natur- und zivilisationsbedingte Katastrophen und Notlagen die gr\u00f6sste Herausforderung f\u00fcr den Bev\u00f6lkerungsschutz: Sie weisen eine hohe Eintretenswahrscheinlichkeit und keine oder nur sehr kurze Vorwarnzeiten auf; zudem k\u00f6nnen sie regional sehr verschieden sein. Grunds\u00e4tzlich basiert der Bev\u00f6lkerungsschutz auf den teils professionellen Ersteinsatzmitteln Polizei, Feuerwehr und Sanit\u00e4t, die bei gr\u00f6sseren und lang andauernden Ereignissen durch geeignete und qualitativ gut ausgebildete Unterst\u00fctzungselemente, insbesondere durch den Zivilschutz, erg\u00e4nzt werden k\u00f6nnen. Die Partnerorganisationen k\u00f6nnen weitere Einsatzelemente oder Reserveelemente aufbieten. Sie k\u00f6nnen ausserdem durch den Beizug privater Organisationen und Unternehmen sowie durch die Armee verst\u00e4rkt werden. Je nach Gef\u00e4hrdungslage k\u00f6nnen die Beh\u00f6rden die Einsatzbereitschaft der Mittel des Bev\u00f6lkerungsschutzes lagegerecht anpassen. Entscheidend f\u00fcr das Funktionieren dieses Systems ist allerdings, dass bereits heute, wenn auch in stark reduziertem Rahmen, vorsorgliche Massnahmen getroffen werden. Dazu geh\u00f6ren insbesondere die Systeme der Alarmierung der Bev\u00f6lkerung und die Schutzinfrastruktur.</p>\n<p>Mit der Ausrichtung des Bev\u00f6lkerungsschutzes auf Katastrophen und Notlagen erhalten die Kantone mehr Kompetenz und mehr Handlungsspielraum. Die Kantone sind f\u00fcr den Zivilschutz zust\u00e4ndig; rechtlich geregelt ist er aber im neuen Bundesgesetz. Alle anderen Partnerorganisationen des Bev\u00f6lkerungsschutzes sind kantonal geregelt.</p>\n<p>Im Zust\u00e4ndigkeitsbereich des Bundes verbleiben der bewaffnete Konflikt sowie bestimmte Katastrophen und Notlagen, zum Beispiel erh\u00f6hte Radioaktivit\u00e4t oder Epidemien. Zudem \u00fcbernimmt der Bund die Koordinationsaufgaben zugunsten des Gesamtsystems. Er unterst\u00fctzt die Kantone in den Bereichen Ausbildung, Schutzinfrastruktur, Forschung und Information. Anzumerken bleibt, dass der Bund weiterhin Mittel der Armee zur subsidi\u00e4ren Unterst\u00fctzung der Kantone, etwa im Bereich der Katastrophenhilfe, bereith\u00e4lt. Im Weiteren ist er daf\u00fcr verantwortlich, dass der Wert der Schutzanlagen aufrechterhalten wird. Ebenso werden die Systeme der Alarmierung der Bev\u00f6lkerung und die neuen Telematiksysteme vom Bund getragen.</p>\n<p>Die Massnahmen, die auf einen bewaffneten Konflikt ausgerichtet sind, k\u00f6nnen reduziert werden. Zu den zeitkritischen Massnahmen geh\u00f6ren allerdings einerseits die Systeme zur Alarmierung der Bev\u00f6lkerung sowie anderseits insbesondere die bauliche Schutzinfrastruktur, das heisst die Schutzr\u00e4ume f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung sowie die Schutzanlagen. Die Schutzraumbaupflicht wird gegen\u00fcber heute wohl reduziert. Es sollen k\u00fcnftig nur noch im Sinne der Chancengleichheit f\u00fcr alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landes allf\u00e4llige [PAGE 1405] L\u00fccken geschlossen werden. Dies wird mit einer konsequenten Steuerung der Schutzraumbaut\u00e4tigkeit durch die Kantone sichergestellt.</p>\n<p>Alles in allem geht es angesichts des hohen Ausbaustandes k\u00fcnftig im Wesentlichen darum, die Werterhaltung der bestehenden baulichen Schutzinfrastruktur sicherzustellen. Dies ist, das haben detaillierte Berechnungen gezeigt, mit einem finanziell geringen, gut tragbaren Aufwand m\u00f6glich und wohl sinnvoller, als die in den letzten dreissig bis vierzig Jahren aufgebaute Schutzinfrastruktur verfallen zu lassen. Das Projekt strebt in diesem Bereich eine ebenso sinnvolle wie ausgewogene L\u00f6sung an.</p>\n<p>Zusammenfassend m\u00f6chte ich mit Befriedigung feststellen, dass die Bev\u00f6lkerungsschutzstrategen mit dieser gr\u00f6ssten Reform eine sehr gute und respektable Arbeit geleistet haben. Dieser gemeinsame Verbund von f\u00fcnf verschiedenen Partnerorganisationen in Ausrichtung und Philosophie verdient eigentlich Beachtung und Anerkennung. Deshalb hat unsere Sicherheitspolitische Kommission - mit 12 zu 4 Stimmen - beschlossen, Ihnen zu beantragen, vom Bericht in zustimmendem Sinne Kenntnis zu nehmen. Es gibt auch keinen Minderheitsantrag.</p>\n<p>Ich bitte Sie, dem Antrag Folge zu leisten und auf die Vorlage einzutreten.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20020925","MeetingVerbalixOid":964,"IdSession":"4615","SpeakerFirstName":"Eduard","SpeakerLastName":"Engelberger","SpeakerFullName":"Engelberger Eduard","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":7,"CantonName":"Nidwalden","CantonAbbreviation":"NW","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1032953100172)\/","End":"\/Date(1032953866824)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878167596)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1032953100173+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1032953866823+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"4592","Language":"DE","IdMeeting":"327","VerbalixOid":66028,"SortOrder":5,"Modified":"\/Date(1774878167590)\/"}}