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Je vous prie de prendre place. Vous pouvez vous saluer \u00e0 travers les vitres en plexiglas et ainsi prendre cong\u00e9 les uns des autres, mais d'abord, nous devons encore travailler.</p>\n<p>Wir haben uns heute von drei Mitarbeitenden der Parlamentsdienste zu verabschieden, die ich recht herzlich bei uns im Ratssaal begr\u00fcsse.</p>\n<p>Zuerst verabschieden wir uns von Herrn Jean-Claude Hayoz. Herr Hayoz war Leiter der Parlamentsbibliothek und bis Ende M\u00e4rz auch bei uns im St\u00e4nderat t\u00e4tig; er kennt daher diesen Saal bestens. Er hat seine T\u00e4tigkeit in diesem Hause 1989 als stellvertretender Leiter der damaligen Dokumentationszentrale, der heutigen Parlamentsbibliothek, aufgenommen. Seit 2017 hat er die Bibliothek auch geleitet. Man wird der F\u00fclle von Herrn Hayoz' Aufgaben in den Parlamentsdiensten allerdings nicht gerecht, wenn man seine T\u00e4tigkeit allein auf diese Funktion beschr\u00e4nkt. Viel eher liesse sich mit der[NB]Beschreibung all seiner T\u00e4tigkeiten wohl eine ganze Bibliothek f\u00fcllen.</p>\n<p>Neben der Funktion als Bibliotheksleiter war Herr Hayoz seit 1995 w\u00e4hrend der Sessionen jeweils als \u00dcbersetzer, Protokollf\u00fchrer und zweiter stellvertretender Sekret\u00e4r bei uns im St\u00e4nderat t\u00e4tig; eine Aufgabe - so hatte ich zumindest den Eindruck -, die ihm sichtlich Freude bereitete. Im Laufe der Jahre \u00fcbernahm Jean-Claude Hayoz bei den Parlamentsdiensten zudem weitere interimistische oder informelle Aufgaben. So war er von 1992 bis 1993 Leiter des Informatikdienstes der Parlamentsdienste, dies zu einer Zeit, als die Informatik noch in den Kinderschuhen steckte und es nat\u00fcrlich noch kein Internet gab. F\u00fcr den Historiker war das eine echte Herausforderung.</p>\n<p>Zu den Talenten und Hobbys von Herrn Hayoz geh\u00f6ren die Musik und deren Welt. Seine berufliche Karriere hat er als Partner einer Vertriebsfirma f\u00fcr Tontr\u00e4ger klassischer Musik begonnen, danach hat er im Bereich Archiv und Dokumentation von Radio DRS gearbeitet. Auch die Parlamentsdienste konnten von seinen Musikkenntnissen profitieren. Er war es n\u00e4mlich, der sich auf die Suche begab, wenn f\u00fcr einen besonderen Anlass in den Ratss\u00e4len ein Ensemble gefunden werden musste. Er war es, der die K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler kontaktierte, deren Vertrag regelte und sie vor dem Auftritt bei uns in Empfang nahm. Er war es auch, der sich mit den Launen der Diven herumschlagen musste. Hier spreche ich nat\u00fcrlich nicht von den Diven unter uns, sondern von den Diven auf der B\u00fchne. <i>(Heiterkeit) </i></p>\n<p>Jean-Claude Hayoz, der perfekt Zweisprachige, hatte sich bereits in seinem Studium der Geschichte und der Musikwissenschaft mit Themen befasst, die im Mittelpunkt seiner k\u00fcnftigen beruflichen T\u00e4tigkeit stehen sollten. Seine Lizenziatsarbeit, die er bei Professor Urs Altermatt schrieb, war denn auch der Vertretung der sprachlichen Minderheiten in Politik und Verwaltung des Kantons Freiburg w\u00e4hrend der Zwischenkriegszeit gewidmet.</p>\n<p>Einer der ersten Arbeitgeber von Herrn Hayoz hatte in dessen Arbeitszeugnis geschrieben, dass Herr Hayoz stets vollen Einsatz leiste und seiner Arbeit mit Leidenschaft nachgehe, ohne dabei auf seinen eigenen Vorteil bedacht zu sein. So liesse sich auch mit den positiven Eigenschaften von Herrn Hayoz eine ganze Bibliothek f\u00fcllen. Neben seiner stets ruhigen Art, seiner Effizienz, seiner Kompetenz und seiner Diskretion stechen nach 31 Jahren bei den Parlamentsdiensten folgende Qualit\u00e4ten ganz besonders ins Auge: seine grosse Motivation bis zum letzten Arbeitstag, seine Leidenschaft f\u00fcr seine Arbeit und seine Offenheit gegen\u00fcber Neuem, die er sich bis heute bewahrt hat. Es kommt nicht von ungef\u00e4hr, dass ihn die Parlamentsdienste vergangenes Jahr fragten, ob er trotz Erreichen des Pensionsalters noch ein Jahr bleiben m\u00f6chte. Dieses Angebot hat er zum Gl\u00fcck gerne angenommen.</p>\n<p>Nun ist es aber an der Zeit, die B\u00fchne zu wechseln. Wir w\u00fcnschen Ihnen, Herr Hayoz, einen gl\u00fccklichen, erf\u00fcllten Ruhestand. M\u00f6ge Jean-Claude Hayoz nun endlich gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr die Musik finden, die ihn schon immer begleitet hat! <i>(Grosser Beifall; der Pr\u00e4sident \u00fcbergibt Herrn Hayoz ein Geschenk)</i></p>\n<p>Nun zu Herrn Blaser: Nach \u00fcber 25 Jahren T\u00e4tigkeit im Bundeshaus hat Herr Andreas Blaser Ende April dieses Jahres altershalber - da staunt man - die Parlamentsdienste verlassen. Andreas Blaser war ein Pionier. Ab dem 1. September 1994 war der ausgebildete PR-Spezialist der allererste Beauftragte f\u00fcr \u00d6ffentlichkeitsarbeit der Parlamentsdienste. Er hat die Bundeshausf\u00fchrungen und die Sessionsbesuche f\u00fcr Gruppen auf- und ausgebaut. Letztes Jahr beispielsweise bewunderten rund 100[NB]000 Besucherinnen und Besucher unser Parlamentsgeb\u00e4ude und lernten dabei am \"Tatort\" vieles \u00fcber das Funktionieren unserer Demokratie. Andreas Blaser leitete 1998 aufseiten des Parlamentes das Projekt \"150 Jahre Bundesstaat\", und vier Jahre sp\u00e4ter verantwortete er die grosse Ausstellung hier im Haus zu \"100 Jahre Parlamentsgeb\u00e4ude\". Tage der offenen T\u00fcr, die Teilnahme an der Berner Museumsnacht, die Ausstellung zu \"100 Jahre Proporz\" und unz\u00e4hlige weitere kleinere und gr\u00f6ssere Anl\u00e4sse hier im Haus waren ebenfalls sein Werk. Ob es darum ging, eine Alphorngruppe zu organisieren, im Eiltempo eine Brosch\u00fcre zu gestalten oder den Auftritt des Parlamentes an einer Session extra muros auf die Beine zu stellen - nur nicht in Luzern <i>(Heiterkeit)</i> -: Andreas Blaser war daf\u00fcr zust\u00e4ndig und hat diese vielf\u00e4ltigen Aufgaben immer gut gemeistert. </p>\n<p>Auch f\u00fcr die politische Bildung junger und auch \u00e4lterer Leute trat er ein; das war ihm ganz wichtig. Das Engagement der Parlamentsdienste im ehemaligen Politforum K\u00e4figturm war ihm zu verdanken, wie auch die Beteiligung am Projekt \"Schulen nach Bern\", das Wahltelefon vor Gesamterneuerungswahlen oder die unz\u00e4hligen Anl\u00e4sse und F\u00fchrungen, die speziell auf ein junges Publikum zugeschnitten waren. Daf\u00fcr sind wir ihm herzlich dankbar. Mit Publikationen wollte Herr Blaser ebenso das Interesse einer breiten \u00d6ffentlichkeit an der Bundesversammlung wecken und Informationen \u00fcber unsere Institutionen weitergeben. Dazu geh\u00f6rt auch \u00dcberraschendes. Ich denke an den Comic-Krimi \"R\u00e4tsel in Weiss\" oder an die Brosch\u00fcre \"Die volle Wahrheit zum halbleeren Saal\" - das gilt nat\u00fcrlich nur f\u00fcr den Nationalrat -, die alle Trib\u00fcnenbesucher erhalten . Andreas Blaser war somit die personifizierte Visitenkarte des Parlamentes. F\u00fcr unsere Visitenkarten war er \u00fcbrigens auch verantwortlich. Weil Andreas Blaser nun in den Ruhestand geht, m\u00fcssen wir auf seine F\u00e4higkeiten in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit leider verzichten. Daf\u00fcr setzt sich der geb\u00fcrtige Emmentaler nun f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit des FC Langnau ein. </p>\n<p>Lieber Herr Blaser, vielen Dank f\u00fcr Ihr Engagement f\u00fcr die Bundesversammlung, das Parlamentsgeb\u00e4ude und die Politikvermittlung. Ich w\u00fcnsche Ihnen alles Gute, Gesundheit und viele sturzfreie Mountainbike-Touren, sei es um die Schrattenfluh oder anderswo in der Schweiz. Vielen Dank! <i>(Grosser Beifall; der Pr\u00e4sident \u00fcberreicht Herrn Blaser ein Geschenk) </i>[PAGE 1068]<i> </i></p>\n<p>Schliesslich geht Ende dieser Session eine weitere langj\u00e4hrige Mitarbeiterin der Parlamentsdienste in Pension: Frau Isabel Morf. Sie war Parlamentsredaktorin beim Amtlichen Bulletin.</p>\n<p>Frau Morf hat 1991, im Jubil\u00e4umsjahr der Eidgenossenschaft, als Kommissionsprotokollf\u00fchrerin f\u00fcr das Parlament zu arbeiten begonnen. W\u00e4hrend fast dreier Jahrzehnte hat sie Tausende von Protokollseiten verfasst und bei der Erstellung des Amtlichen Bulletins auf allen Stufen engagiert mitgewirkt. Von der Rohfassung der Reden bis zur Schlussredaktion war sie stets eine wesentliche St\u00fctze des Bulletin-Teams.</p>\n<p>Als lizenzierte Germanistin und Verlagslektorin verf\u00fcgt Frau Morf \u00fcber ein untr\u00fcgliches stilistisches Feingef\u00fchl. Uns Ratsmitgliedern hat sie damit diskret \u00fcber manche sprachliche Klippe hinweggeholfen - und daf\u00fcr bin ich ihr sehr dankbar; merci, Frau Morf! Ich bin immer erstaunt, welche Qualit\u00e4t meine Aussagen haben, wenn ich sie dann dank Ihnen lesen kann! <i>(Heiterkeit) </i></p>\n<p>Ihre Erfahrungen als Protokollf\u00fchrerin hat Frau Morf in einem lesenswerten Aufsatz festgehalten, der in der Festschrift zum 125-Jahr-Jubil\u00e4um des Amtlichen Bulletins erschienen ist.</p>\n<p>Doch Isabel Morf weiss mit der Sprache auch kreativ umzugehen: Neben ihrer T\u00e4tigkeit als Parlamentsredaktorin hat sie in den letzten zehn Jahren nicht weniger als sechs - jetzt wird's bekannt! - Kriminalromane ver\u00f6ffentlicht. Einer davon spielt im Glarnerland, wo sie ihre Kindheit verbrachte, die anderen in Z\u00fcrich, wo sie wohnt - wenn sie sich nicht gerade in Schottland aufh\u00e4lt, das ihr zu einer zweiten Heimat geworden ist.</p>\n<p>Im Namen unseres Rates danke ich Ihnen, Frau Morf, f\u00fcr Ihre jahrzehntelangen wertvollen Dienste und w\u00fcnsche Ihnen f\u00fcr den neuen Lebensabschnitt alles Gute und vor allem gute Gesundheit - und viele tolle Themen f\u00fcr Ihre weiteren Kriminalromane! <i>(Grosser Beifall; der Pr\u00e4sident \u00fcberreicht Frau Morf einen Blumenstrauss)</i></p>\n<p>Chers coll\u00e8gues, nous arrivons donc au terme de notre session d'automne. Je suis fier, je peux le dire, que nous ayons pu liquider tous les objets que nous avions \u00e0 traiter. Cela me rend particuli\u00e8rement heureux.</p>\n<p>Das Coronavirus hat weder den Rechtsstaat noch den St\u00e4nderat besiegt. Wir haben die Covid-19-Krise - zumindest[NB]bisher - parlamentarisch gemeistert. Wir konnten unsere Sitzungen, sowohl die Plenarsitzungen wie die Kommissionssitzungen, wie geplant im Bundeshaus durchf\u00fchren. Niemand ist den Sitzungen aus Angst vor einer Ansteckung ferngeblieben. Wir konnten unsere Arbeit zumindest hier im St\u00e4nderatssaal ohne unzumutbare Einschr\u00e4nkungen erf\u00fcllen - und das trotz zeitweiliger Zeltstadt auf dem Bundesplatz.</p>\n<p>Was mich besonders freut, ist, dass in der Krise der Dialog zwischen den Gewalten, zwischen dem Bundesrat und dem Parlament, funktioniert hat. Der Bundesrat hat rechtzeitig die ausserordentliche Lage beendet und uns die Botschaft zur Abl\u00f6sung des Notrechts sogar vorzeitig zur Beschlussfassung unterbreitet, sodass sich mit Ausnahme von wenigen Gesch\u00e4ften - die Solidarkredite und die Mietzinsregelungen - alle Massnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Covid-19-Pandemie nun auf vom Parlament verabschiedete Gesetze st\u00fctzen k\u00f6nnen. Das ist gut so; damit hat das Parlament seine Verantwortung wieder \u00fcbernommen.</p>\n<p>Daf\u00fcr danke ich Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, dem Bundesrat, der Verwaltung, aber auch den Parlamentsdiensten und dem Sicherheitsdienst. Jetzt geht es darum, alles zu unternehmen, um die zweite Welle zu verhindern und, das ist wichtig, unserer Bev\u00f6lkerung Perspektiven f\u00fcr die nahe Zukunft zu bieten. Deshalb rufe ich Sie alle auf: Bleiben Sie gesund! Wir sehen uns, wenn wir unsere Gesch\u00e4fte heute Morgen erledigt haben, zur Wintersession im November wieder.</p>\n<p>Damit kommen wir zu den Schlussabstimmungen. Ich rufe Ihnen in Erinnerung, dass Sie alle Schlussabstimmungstexte gestern per E-Mail erhalten haben. Gedruckte Fassungen stehen hier im Saal noch zur Verf\u00fcgung; gem\u00e4ss[NB]Beschluss der Ratsb\u00fcros werden sie ja nicht mehr verteilt. Die Redaktionskommission hat alle Schlussabstimmungstexte \u00fcberpr\u00fcft und best\u00e4tigt, dass sie in allen drei Amtssprachen[NB]\u00fcbereinstimmen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20200925","MeetingVerbalixOid":3332,"IdSession":"5105","SpeakerFirstName":"Hans","SpeakerLastName":"St\u00f6ckli","SpeakerFullName":"St\u00f6ckli Hans","SpeakerFunction":"P-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1601021835367)\/","End":"\/Date(1601022733343)\/","Function":"P-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1655456919407)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1601021835367+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1601022733343+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"50364","Language":"DE","IdMeeting":"4389","VerbalixOid":631447,"SortOrder":1,"Modified":"\/Date(1601024700807)\/"}}