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Sie bef\u00fcrchtet auch eine Gef\u00e4hrdung der Verst\u00e4ndigung und des Austauschs zwischen den Sprachregionen in unserem Land. Deshalb fragt sie auch, ob jetzt diese Ver\u00e4nderungen und diese Neuausrichtung mit der Konzession vereinbar sind. Das ist eine wichtige Frage. Ich denke, die Frage, die sie stellt - kommt die SRG mit diesen Ver\u00e4nderungen weiterhin ihrer Konzession nach? -, beinhaltet vor allem auch die Frage: Kommt die SRG mit diesen Ver\u00e4nderungen jetzt ganz speziell ihrem Kulturauftrag nach? </p>\n<p>Das ist eine Frage, die uns alle besch\u00e4ftigen muss. Gem\u00e4ss dem Radio- und Fernsehgesetz hat ja die SRG zur kulturellen Entfaltung und zur St\u00e4rkung der kulturellen Werte des Landes beizutragen, aber auch zur F\u00f6rderung der schweizerischen Kultur, unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Schweizer Literatur und des schweizerischen Musik- und Filmschaffens, namentlich durch Ausstrahlung von Schweizer Produktionen und eigenproduzierten Sendungen. Das ist also der eigentliche Kulturauftrag der SRG. Die SRG soll aber nicht nur kulturelle Werke verbreiten, sondern sie soll auch \u00fcber Kunst berichten. Sie muss selber auch Kultur f\u00fcr ihre Angebote produzieren, eben auch unabh\u00e4ngige Kulturschaffende mit ihren Auftr\u00e4gen unterst\u00fctzen und ihnen in ihren Angeboten eine Plattform anbieten. Die SRG hat durch ihre kulturellen Angebote, denke ich, schon dazu beigetragen, das Interesse beim Publikum zu wecken. Dabei hat sie die schweizerische Kultur in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen auch vermittelt - das tut sie nach wie vor. </p>\n<p>Jetzt gibt es eine Verschiebung von kulturellen Angeboten auf die digitalen Kan\u00e4le, und das ist ja eigentlich, was uns im Moment alle besch\u00e4ftigt. Ihre Frage ist jetzt: Ist das nach wie vor konform mit dem Auftrag, auch mit der Konzession? </p>\n<p>Ich sage gerne etwas zur Konzession. Das BAKOM wacht ja im Rahmen seiner allgemeinen Aufsicht im Medienbereich dar\u00fcber, dass die Konzession eingehalten wird. Die Informationen, die dem BAKOM vorliegen, lassen derzeit den Schluss zu - das kann ich Ihnen einfach so von der Aufsichtsbeh\u00f6rde sagen -, dass die Konzession im Bereich Kultur eingehalten wird. </p>\n<p>Ich m\u00f6chte die Neuausrichtung von Rete Due noch ganz konkret anhand von Artikel 16 Absatz 1 Litera a Ziffer 2 der SRG-Konzession anschauen. Ziffer 2 umschreibt in groben Z\u00fcgen die inhaltliche Ausrichtung des zweiten Radioprogramms f\u00fcr die deutsche, franz\u00f6sische und italienische Sprachregion. Gem\u00e4ss dieser Bestimmung muss das zweite Programm vorwiegend der klassischen und modernen Kunst und Kultur sowie der Hintergrundinformation gewidmet sein.</p>\n<p>Nun zur Frage der Ver\u00e4nderung hin zu mehr digitalen Kan\u00e4len: Wie Ihnen die SRG in Ihrer KVF schon dargelegt hat, r\u00fchrt diese Ver\u00e4nderung daher, dass die SRG den Auftrag hat, die gesamte Bev\u00f6lkerung zu erreichen. Die Konzession gibt der SRG deshalb die M\u00f6glichkeit, ihren Kulturauftrag auch \u00fcber verschiedene Kan\u00e4le zu erf\u00fcllen. Ein digitales Kulturangebot ist deshalb nicht nur konzessionskonform, sondern auch erw\u00fcnscht. Trotzdem sollen auch die linearen Angebote im Radio- und Fernsehprogramm wichtig bleiben, sie bilden eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr die Erf\u00fcllung des Leistungsauftrags.</p>\n<p>Im Transformationsprozess, in dem sich die SRG zurzeit befindet, ist es, denke ich, wichtig, dass wir sehr genau hinschauen, damit dieser Auftrag gerade im Kulturbereich weiterhin erf\u00fcllt wird und damit wir wissen, was es zur Erf\u00fcllung dieses Auftrags braucht. Gleichzeitig, glaube ich, m\u00fcssen wir auch ein gewisses Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr entwickeln, dass die Verschiebung bei den Verbreitungskan\u00e4len zwangsl\u00e4ufig auch mehr Mittel f\u00fcr diese Kan\u00e4le erfordert und dass in der Folge andere, urspr\u00fcngliche Verbreitungsm\u00f6glichkeiten zum Teil verschoben werden, was bei einem gewissen Publikum nat\u00fcrlich auch als Abbau empfunden wird. Es scheint mir in dieser Transformationsphase schwierig, aber zugleich auch richtig zu sein, dass wir sehr genau hinschauen und darauf achten, dass die SRG ihren eigentlichen Auftrag auch weiterhin erf\u00fcllt. Ich glaube aber, dass wir nicht darum herumkommen, auch ein gewisses Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr zu zeigen, dass die Verschiebung hin zu digitalen Kan\u00e4len, die eben ein anderes, vielleicht j\u00fcngeres Publikum erreichen, auch mit einer gewissen Verschiebung und einem gewissen Abbau im linearen Bereich einhergeht.</p>\n<p>Ich kann Ihnen heute nicht mehr sagen. Wir k\u00f6nnen der SRG ja auch nicht dreinreden. Sie kennen die programmatische Unabh\u00e4ngigkeit der SRG, diese ist sehr wichtig und auch von der Verfassung her so gegeben. Aber ich kann Ihnen versichern, dass ich f\u00fcr diese Frage sehr sensibilisiert bin. Wir f\u00fchren immer wieder Gespr\u00e4che. Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie in Ihren jeweiligen Sprachregionen jeweils genau hinschauen, was das bedeutet. Vergessen Sie aber gleichzeitig nicht, dass die SRG neben ihrem Auftrag, das ganze Publikum zu erreichen, in dieser Transformationsphase eine sehr anspruchsvolle Aufgabe hat, die sie mit grosser Ernsthaftigkeit angeht und bei der wir weiterhin genau hinschauen werden.</p>\n<p>Mi dispiace se ho risposto in tedesco, per\u00f2 parlare di queste cose in italiano, per me \u00e8 un po' difficile. [PAGE 270] </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20210316","MeetingVerbalixOid":3395,"IdSession":"5108","SpeakerFirstName":"Simonetta","SpeakerLastName":"Sommaruga","SpeakerFullName":"Sommaruga Simonetta","SpeakerFunction":"BR-F","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":3,"Start":"\/Date(1615889347387)\/","End":"\/Date(1615889680733)\/","Function":"BR-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1670322331667)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1615889347387+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1615889680733+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279493L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279493L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279493L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279493L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279493L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"279493","Language":"DE","IdSubject":"52394","VoteId":null,"PersonNumber":3830,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ho chiesto di poter intervenire per sviluppare l'interpellanza, perch\u00e9 i quesiti che ho posto toccano temi centrali non solo per la radiotelevisione di lingua italiana, bens\u00ec per tutta la SSR. E i quesiti, a mio parere, hanno trovato solo una risposta parziale nella risposta del Consiglio federale.</p>\n<p>In particolare, si tratta di valutare che servizio pubblico vogliamo, qual \u00e8 il suo futuro, un futuro che passa anche attraverso l'offerta culturale. Non si tratta di non tener conto del cambiamento strutturale, del pubblico, dei ruoli del web e dei social media, una realt\u00e0 con la quale siamo confrontati. Ma la diffusione della cultura su questi canali, sul web e sui social media, non pu\u00f2 e non deve obbligare il servizio pubblico di informazione ad abbandonare i vettori comunicativi classici, perch\u00e9 questi permettono di raggiungere ancora oggi una larghissima fetta di popolazione. [PAGE 269] </p>\n<p>La SSR ha il mandato di fornire, offrire e promuovere servizi nel settore culturale e non deve rivolgersi solo a un pubblico maggioritario. Al centro di questo mandato c'\u00e8 l'informazione e l'approfondimento culturale in tutte le parti del paese. Le cittadine e i cittadini hanno il diritto, in base alla concessione del Consiglio federale alla SSR, a un'informazione e a una cultura di qualit\u00e0, approfondita e misurata. Al servizio pubblico spetta il compito di fornire gli strumenti per rafforzare la vita democratica, che \u00e8 tale quando le persone hanno a disposizione e possono fruire di un giornalismo e di una cultura che facciano da tramite.</p>\n<p>Le reti culturali hanno un ruolo di creatore, promotore ed innovatore culturale molto importante. Quello che per\u00f2 sembra accadere oggi alla RSI ma anche nelle altre regioni linguistiche, quindi anche nelle altre programmazioni a livello nazionale al di fuori dalla Svizzera italiana, \u00e8 che non solo c'\u00e8 un trasferimento di parte della programmazione sui vettori digitali, ma anche una diminuzione dell'offerta culturale che \u00e8, a mio parere, anche un cambiamento di sostanza.</p>\n<p>Nella Svizzera italiana poi, la RSI ha un ruolo ancora pi\u00f9 importante rispetto ad altre regioni svizzere proprio per la situazione di minoranza linguistica e culturale, per il paesaggio mediatico ridotto e per le possibilit\u00e0 di informazione ridotte rispetto al resto del paese, di potersi informare su ci\u00f2 che accade nel resto della Svizzera o a livello internazionale.</p>\n<p>Abbiamo anche un tessuto economicamente fragile che non permette di contare su finanziamenti e sostegni privati alla cultura paragonabili a quelli delle altre regioni linguistiche. La copertura per la cultura in Ticino \u00e8 pi\u00f9 piccola rispetto al resto della Svizzera e quindi non si deve ulteriormente restringerla e minare quelle basi culturali e di approfondimento che sono essenziali per tutto il paese e quindi anche per la Svizzera italiana.</p>\n<p>Stimata consigliera federale oltre alle domande che ho gi\u00e0 posto nell'interpellanza le chiedo se non ritiene che bisogna garantire, a livello della SSR e della RSI, servizi culturali adeguati con sufficienti spazi di approfondimento, e se ci\u00f2 non sia necessario per garantire il mandato di servizio pubblico. A mio parere la risposta \u00e8 ovviamente s\u00ec, poich\u00e9 l'informazione e l'approfondimento culturale in senso lato sono centrali per rafforzare la democrazia.</p>\n<p>Un altro aspetto \u00e8 quello che ho evidenziato nelle domande, ossia l'importanza della coesione nazionale e dello scambio tra le regioni linguistiche del nostro paese. Proprio in questo ambito la SSR svolge un ruolo centrale, e in questo ruolo centrale la cultura, intesa in senso lato come possibilit\u00e0 di confronto e di approfondimento, ha un peso importante.</p>\n<p>La concessione sar\u00e0 rinnovata nel 2022, e quindi mi permetto di chiederle se non ritiene che proprio nell'ottica della coesione nazionale questi elementi debbano essere centrali per il rinnovo della concessione.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20210316","MeetingVerbalixOid":3395,"IdSession":"5108","SpeakerFirstName":"Marina","SpeakerLastName":"Carobbio Guscetti","SpeakerFullName":"Carobbio Guscetti Marina","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":27,"CantonName":"Tessin","CantonAbbreviation":"TI","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1615889043680)\/","End":"\/Date(1615889337667)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"IT","Modified":"\/Date(1670322331650)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1615889043680+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1615889337667+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279521L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279521L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279521L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279521L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279521L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"279521","Language":"DE","IdSubject":"52394","VoteId":null,"PersonNumber":4139,"Type":1,"Text":"<pd_text><p><b>Pr\u00e4sident</b> (Hefti Thomas, erster Vizepr\u00e4sident): Die Interpellantin ist von der schriftlichen Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt. 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