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Lors de sa s\u00e9ance du 24 janvier dernier, le Conseil f\u00e9d\u00e9ral a adopt\u00e9 le rapport interm\u00e9diaire sur la mise en oeuvre de la strat\u00e9gie pour le d\u00e9veloppement durable ainsi qu'un deuxi\u00e8me plan d'action pour les ann\u00e9es 2024-2027. Comme il l'a indiqu\u00e9 \u00e0 plusieurs reprises, notamment dans ses r\u00e9ponses au postulat Meyer Mattea 19.3275 et aux motions Funiciello 21.4642 et Prezioso 21.4644, une r\u00e9duction du temps de travail \u00e0 des fins \u00e9cologiques ou sociales n'est pas pertinente pour le Conseil f\u00e9d\u00e9ral. Une mesure de ce genre ne permettrait de r\u00e9duire ni la consommation de ressources ni les \u00e9missions de gaz \u00e0 effet de serre, car les ressources sont non seulement consomm\u00e9es pendant le travail, mais aussi pendant les loisirs. D'ailleurs, la moyenne des heures de travail hebdomadaires effectu\u00e9es normalement en Suisse en 2021, soit 36,3 heures, \u00e9tait l\u00e9g\u00e8rement inf\u00e9rieure \u00e0 celle des pays de l'Union europ\u00e9enne, qui \u00e9tait de 37,2 heures. Imposer une r\u00e9duction et un r\u00e9am\u00e9nagement du temps de travail exigerait des interventions r\u00e9glementaires massives de l'Etat, qui[NB]ne[NB]permettraient pas, pour autant, d'atteindre les objectifs vis\u00e9s. </p>\n<p>Vu ces arguments, nous vous proposons, au nom du Conseil f\u00e9d\u00e9ral, de rejeter le postulat.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20240228","MeetingVerbalixOid":3821,"IdSession":"5202","SpeakerFirstName":"Guy","SpeakerLastName":"Parmelin","SpeakerFullName":"Parmelin Guy","SpeakerFunction":"BR-M","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":22,"CantonName":"Waadt","CantonAbbreviation":"VD","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":2,"Start":"\/Date(1709113621643)\/","End":"\/Date(1709113713792)\/","Function":"BR-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"FR","Modified":"\/Date(1774876808539)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1709113621643+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1709113713793+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=333627L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=333627L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=333627L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=333627L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=333627L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"333627","Language":"DE","IdSubject":"63541","VoteId":null,"PersonNumber":4093,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Fischer, der am Nachmittag in seinem Boot d\u00f6st, bis er von einem Touristen geweckt wird, der ihn als Bild des Dolcefarniente fotografiert? Der Fremde redet sich in Eifer und schl\u00e4gt vor, wie der Fischer mit h\u00e4ufigeren Fahrten ein wachsendes Gesch\u00e4ft machen, ja eine ganze Fangbootflotte kaufen, ja vielleicht sogar eine Fabrik kaufen und weltweit expandieren k\u00f6nnte. Und dann, dann, schliesst der Fremde begeistert, dann k\u00f6nnte er beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne d\u00f6sen und auf das herrliche Meer blicken. Aber das tue er ja schon jetzt, entgegnet der Fischer.</p>\n<p>Heinrich B\u00f6ll schrieb seine \"Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral\" paradoxerweise f\u00fcr eine Radiosendung zum Tag der Arbeit 1963. Es ist ein Text, der so gar nicht zur Stimmung der Wirtschaftswunderjahre passte. Er nahm aber eine Debatte vorweg, die heute, mit dem Aufkommen der \u00f6kologischen Kritik am unbegrenzten Wirtschaftswachstum, aktueller denn je ist. Ich zitiere im Folgenden aus einer Studie: Eine normale Wochenarbeitszeit von 21 Stunden k\u00f6nnte dazu beitragen, eine Reihe dringender, miteinander verbundener Probleme zu l\u00f6sen, n\u00e4mlich \u00dcberarbeitung, Arbeitslosigkeit, \u00fcberm\u00e4ssiger Konsum, hohe CO2-Emissionen, geringes Wohlbefinden, verfestigte Ungleichheiten und der Mangel an Zeit, um nachhaltiger zu leben, sich umeinander zu k\u00fcmmern und auch einfach mal das Leben zu geniessen. [PAGE 77] Das ist das Fazit von Autorinnen und Autoren der New Economics Foundation in einem Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine wesentliche Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit.</p>\n<p>Effizienzgewinne infolge steigender Produktivit\u00e4t in Form von mehr Zeit weiterzugeben, ist zwar grunds\u00e4tzlich egalit\u00e4rer als Lohnsteigerungen. Denn auch Topmanagerinnen und Topmanager verf\u00fcgen nur \u00fcber 24 Stunden am Tag, w\u00e4hrenddessen den Boni offensichtlich kaum Grenzen gesetzt sind. Aber oft bleibt der Fokus in dieser Diskussion eng und folgt der Formel: Effizienz steigt, Arbeitszeit sinkt, Lohn bleibt gleich. Das hiesse dann gleich viel Geld und mehr Zeit f\u00fcr mehr Konsum. Das emanzipatorische Potenzial ginge verloren. </p>\n<p>Das sagt ja gewissermassen auch der Bundesrat in seiner Begr\u00fcndung zur Ablehnung des Postulates. Er schreibt, dass aufgrund einer Reduktion der Arbeitszeit keine Reduktion des Ressourcenverbrauchs oder der Treibhausgasemissionen zu erwarten ist. Diese Aussage w\u00fcrde stimmen, wenn man ein einziges Wort hinzuf\u00fcgen w\u00fcrde, n\u00e4mlich: Von einer Reduktion der Arbeitszeit ist keine automatische Reduktion der Treibhausgasemissionen zu erwarten. Genau deshalb braucht es auch dieses Postulat, weil es den Bundesrat auffordert, aufzuzeigen, unter welchen Rahmenbedingungen eine Arbeitszeitverk\u00fcrzung auch \u00f6kologisch sinnvoll ist und nicht zu mehr Konsum, sondern zu mehr Lebensqualit\u00e4t f\u00fchrt. </p>\n<p>In dem Sinne ist die Arbeitszeitreduktion ein wesentliches Element. Das hat beispielsweise auch der Klimastreik Schweiz in seinem Climate Action Plan geschrieben. Wir m\u00fcssen auch unser Verst\u00e4ndnis von Lohnarbeit, Care-Arbeit und Freizeit grunds\u00e4tzlich hinterfragen und neu denken. Wir m\u00fcssen \u00fcber eine Deckelung des Konsums nachdenken. Es kann nicht nur zu wenig sein, was man hat - ja, das ist ein Problem -, es kann auch zu viel sein. </p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns fragen: Wie s\u00e4he eine gerechtere Verteilung der Effizienzgewinne aus, eine gerechtere Verteilung auch der Care-Arbeit? Braucht es vielleicht gar ein Konzept einer w\u00fcrdigen Grundsicherung f\u00fcr alle, ein \"revenu de transition \u00e9cologique\"? Diese Debatte muss breit gef\u00fchrt werden. Dies muss auf der Grundlage eben auch von Informationen geschehen, die genau in diesem Bericht zusammengetragen werden sollen, mit dem Ziel, dass wir den Wohlstand nicht l\u00e4nger an der H\u00f6he der Abfallberge, an der H\u00f6he des Geldumsatzes messen, sondern dass wir dabei an das Wohlbefinden, an die Gesundheit, an den Respekt vor der Natur und vor den kommenden Generationen denken. Das w\u00e4re eine gesamtgesellschaftlich zukunftsf\u00e4hige Wohlfahrtspolitik. Dieser Bericht k\u00f6nnte einen ersten Anstoss dazu liefern. </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20240228","MeetingVerbalixOid":3821,"IdSession":"5202","SpeakerFirstName":"Balthasar","SpeakerLastName":"Gl\u00e4ttli","SpeakerFullName":"Gl\u00e4ttli Balthasar","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1709113307462)\/","End":"\/Date(1709113615521)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774876808537)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1709113307463+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1709113615520+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null},{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=333748L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=333748L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=333748L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=333748L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=333748L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"333748","Language":"DE","IdSubject":"63541","VoteId":"28157","PersonNumber":null,"Type":2,"Text":"<pd_text><p><b>Pr\u00e4sidentin </b>(Riniker Maja, erste Vizepr\u00e4sidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</p>\n<p>[VS]</p>\n<p><i>Abstimmung - Vote </i>[GZ]</p>\n<p>[NAM][GZ]</p>\n<p>F\u00fcr Annahme des Postulates ... 61 Stimmen [GZ]</p>\n<p>Dagegen ... 131 Stimmen [GZ]</p>\n<p>(0 Enthaltungen)</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20240228","MeetingVerbalixOid":3821,"IdSession":"5202","SpeakerFirstName":null,"SpeakerLastName":null,"SpeakerFullName":"","SpeakerFunction":null,"CouncilId":null,"CouncilName":null,"CantonId":null,"CantonName":null,"CantonAbbreviation":null,"ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":3,"Start":"\/Date(1709113713792)\/","End":"\/Date(1709113728532)\/","Function":null,"DisplaySpeaker":null,"LanguageOfText":null,"Modified":"\/Date(1774876808544)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1709113713793+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1709113728533+0060)\/","VoteBusinessNumber":20223765,"VoteBusinessShortNumber":"22.3765","VoteBusinessTitle":"Postulat Gl\u00e4ttli Balthasar.\nUnter welchen Bedingungen kann\nArbeitszeitreduktion einen Beitrag\nzu mehr Klimaschutz und sozialer\nGerechtigkeit leisten?"}]},"ID":"63541","Language":"DE","IdMeeting":"4878","VerbalixOid":737253,"SortOrder":12,"Modified":"\/Date(1774876808533)\/"}}