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Damit wird eine dauerhafte nominelle Neuverschuldung auf Kosten nachfolgender Generationen ausgeschlossen.</p>\n<p>Die Schuldenbremse erm\u00f6glicht aber auch Flexibilit\u00e4t. Erstens gleicht sie die konjunkturbedingten Einnahmenschwankungen aus. Darum d\u00fcrfen die Ausgaben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten st\u00e4rker wachsen als die Einnahmen. Zweitens sind im Ausnahmefall ausserordentliche Ausgaben m\u00f6glich, was es Bundesrat und Parlament erlaubt, auf unvorhersehbare Ereignisse ad\u00e4quat zu reagieren. Drittens ist die Schuldenbremse in Bezug auf die Aufgaben des Bundes neutral und l\u00e4sst Bundesrat und Parlament damit die Handlungsfreiheit, innerhalb des Ausgabenplafonds die n\u00f6tigen finanzpolitischen Priorit\u00e4ten zu setzen.</p>\n<p>Diese Flexibilit\u00e4t hat sich insbesondere in den vergangenen Krisen gezeigt. So nutzte der Bund die M\u00f6glichkeit f\u00fcr ausserordentliche Ausgaben in der Corona-Pandemie zugunsten der von den Schutzmassnahmen stark betroffenen Personen [PAGE 383] und Betriebe sowie nach Ausbruch des Ukraine-Krieges zugunsten der Schutzsuchenden aus der Ukraine. Der Bundesrat wird auch im Voranschlag 2025 ausserordentliche Ausgaben beantragen. Auf Dauer ist dies jedoch nicht m\u00f6glich. So l\u00e4sst das Finanzhaushaltgesetz (FHG) eine ausserordentliche Verbuchung nur bei \"aussergew\u00f6hnlichen und vom Bund nicht steuerbaren Entwicklungen\" - Artikel 15 Absatz 1 Buchstabe a FHG - zu, und es legt zudem fest, wie die Schulden wieder abgebaut werden m\u00fcssen.</p>\n<p>Die derzeit angespannte Finanzlage ist nicht auf eine Krisensituation zur\u00fcckzuf\u00fchren, sondern darauf, dass die Ausgaben gem\u00e4ss aktueller Finanzplanung dauerhaft deutlich st\u00e4rker wachsen als die Einnahmen. Das hat vor allem mit den Ausgaben f\u00fcr die AHV und die Armee zu tun. Bis 2027 sind aber auch f\u00fcr die Migration, f\u00fcr die restliche soziale Wohlfahrt, f\u00fcr den Verkehr sowie f\u00fcr die Bildung und Forschung bedeutende Mehrausgaben vorgesehen. Dadurch entstehen hohe strukturelle Finanzierungsdefizite, die die Schuldenbremse nicht zul\u00e4sst. Der Bundesrat hat darum bereits Massnahmen eingeleitet, damit die Vorgaben der Verfassung im Voranschlag 2025 eingehalten werden k\u00f6nnen.</p>\n<p>Die Finanzplanung f\u00fcr die Folgejahre sowie die mittelfristigen Perspektiven offenbaren jedoch weiterhin strukturelle Finanzierungsdefizite, die bis 2027 auf 3 Milliarden Franken und bis 2030 auf 4 Milliarden Franken anwachsen, wobei die Mehrkosten f\u00fcr die 13.[NB]AHV-Rente in diesen Zahlen noch nicht ber\u00fccksichtigt sind. Der Bundesrat will deshalb die Aufgaben und Subventionen des Bundes umfassend \u00fcberpr\u00fcfen mit dem Ziel, die strukturellen Probleme des Bundeshaushaltes zu bereinigen. Daf\u00fcr wird eine politische Priorit\u00e4tensetzung n\u00f6tig sein.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20240311","MeetingVerbalixOid":3835,"IdSession":"5202","SpeakerFirstName":"Karin","SpeakerLastName":"Keller-Sutter","SpeakerFullName":"Keller-Sutter Karin","SpeakerFunction":"VPBR-F","CouncilId":99,"CouncilName":"Consiglio federale","CantonId":17,"CantonName":"San Gallo","CantonAbbreviation":"SG","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":1,"Start":"\/Date(1710170827506)\/","End":"\/Date(1710171028115)\/","Function":"VPBR-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774876817229)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1710170827507+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1710171028117+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}]},"ID":"63886","Language":"IT","IdMeeting":"4892","VerbalixOid":740581,"SortOrder":39,"Modified":"\/Date(1774876817225)\/"}}