{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=112539L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=112539L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=112539L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=112539L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=112539L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"112539","Language":"DE","IdSubject":"18206","VoteId":null,"PersonNumber":3999,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Musik ist zentral f\u00fcr das Wohlbefinden des Menschen, Musik ist gar ein elementares Bed\u00fcrfnis. Jede Kultur kennt ihre Musik. Ohne Musik w\u00e4re der Alltag viel trister, und f\u00fcr mich w\u00e4re er ohne Musik nicht vorstellbar. Musik hilft auch \u00fcber viele Krisen hinweg, und nicht zuletzt ist Musik ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.</p>\n<p>Musik ist wichtig f\u00fcr die ganzheitliche Entwicklung eines Kindes. Mit der Musik wird seine Sozialkompetenz und seine Intelligenz gef\u00f6rdert. Man weiss heute aufgrund verschiedener Untersuchungen, dass beispielsweise Mathematik und Musik interessanterweise sehr nahe beieinanderliegen.</p>\n<p>\u00dcber Musik lernen Kinder auch Sprachen, und mit Musik wird ihre Sinnesf\u00e4higkeit mehr geschult und ihre Offenheit gef\u00f6rdert. Deshalb ist es wichtig, dass die Musik gef\u00f6rdert wird - auch durch die Politik und damit durch den Bund und die Kantone. Herr Steiert, die Initiative sagt nirgends \"nur der Bund f\u00f6rdert\", sondern \"Bund und Kantone f\u00f6rdern\". Das betrifft die F\u00f6rderung der Musiker und Musikerinnen, aber auch die F\u00f6rderung der musikalischen Bildung, speziell von Kindern und Jugendlichen.</p>\n<p>F\u00fcr uns Gr\u00fcne ist klar: Zu einer ganzheitlichen Bildung geh\u00f6rt die Musik, wie auch der Sport, die Kunst, das Handwerk - neben den intellektuellen F\u00e4chern. Dies bringt einen Ausgleich und macht den ganzheitlichen und wirklich auch lebensf\u00e4higen Menschen aus. Musikalische Bildung ist heute leider nicht \u00fcberall gew\u00e4hrleistet, bzw. sie ist sehr unterschiedlich ausgestaltet und leider auch von sehr unterschiedlicher Qualit\u00e4t. Oft, wenn es ums Sparen geht, steht die Musik an erster Stelle; da kann man sparen, wie auch beim Zeichnen, beim Handwerk oder beim Sport.</p>\n<p>Musikschulen sind leider h\u00e4ufig auch teuer, was eine grosse H\u00fcrde gerade f\u00fcr \u00e4rmere Menschen in unserem Land ist. F\u00fcr uns ist der Sollzustand ein Anrecht auf Musikunterricht bzw. der Zugang dazu f\u00fcr alle, egal wie grossz\u00fcgig das Portemonnaie ausgestattet ist. Er soll in allen Kantonen angeboten werden, in der Schule, aber auch ausserhalb der Schule, durch all die verschiedenen Vereine usw., in guter Qualit\u00e4t f\u00fcr alle, mit gen\u00fcgend und gutqualifizierten Lehrpersonen mit anst\u00e4ndigen Arbeitsbedingungen und nicht nur Stundenvertr\u00e4gen.</p>\n<p>Dazu braucht es einen einheitlichen Rahmen. F\u00fcr uns ist klar, dass der Bund den Rahmen, die Leitplanken vorgeben soll. Es soll nicht in jedem Kanton ein anderes Konzept geben, ist es doch f\u00fcr die Menschen in der ganzen Schweiz dasselbe: Sie haben den gleichen Anspruch auf Musikausbildung, den gleichen Wunsch oder das gleiche Bed\u00fcrfnis danach, sei es im Fr\u00fchbereich, in der Volks- oder in der Berufsschule oder an Gymnasien.</p>\n<p>Die Musikausbildung soll zuerst einmal als Einstieg f\u00fcr alle gew\u00e4hrt werden, aber dann sollen vor allem auch die Begabten gef\u00f6rdert werden, zuerst in den Schulen, sp\u00e4ter in einem Studium. Daf\u00fcr braucht es wiederum gen\u00fcgend Studienpl\u00e4tze. Die Fachhochschulen haben heute eindeutig zu wenig Pl\u00e4tze. Beispielsweise gibt es heute den \u00fcberall hochgelobten Pop- und Rocklehrgang, aber es kann gerade ein Student oder eine Studentin pro Instrument diesen Lehrgang besuchen, und das in der ganzen Schweiz. Es kann doch wohl nicht sein, dass pro Instrument nur ein begabter Student oder eine begabte Studentin gef\u00f6rdert werden soll.</p>\n<p>F\u00fcr uns Gr\u00fcne ist es wichtig, dass der Bund den Rahmen setzt und die Kantone dann die konkrete Umsetzung machen. Die Initiative l\u00e4sst den Kantonen also gen\u00fcgend Freiheiten. Wir sagen deshalb klar Nein zum Antrag der Minderheit Steiert. Wir wollen nicht, dass die Kantone wieder jahrelang \u00fcber ein Konkordat verhandeln. Wir sehen bei Harmos, wie lange das Ganze dauert und wie z\u00e4hfl\u00fcssig das ist. Wir m\u00f6chten einen Rahmen, der f\u00fcr alle gleich ist, und dann ist es an den Kantonen, die Gestaltung vor Ort vorzunehmen.</p>\n<p>Wir sagen deshalb Ja zur Initiative und sagen damit Ja zu einem guten Musikunterricht an den Schulen, zum Zugang der Jugendlichen zum Musizieren und zur F\u00f6rderung der musikalisch Begabten in unserem Land. Wir bitten Sie, die Initiative ebenfalls zur Annahme zu empfehlen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20100927","MeetingVerbalixOid":1972,"IdSession":"4815","SpeakerFirstName":"Katharina","SpeakerLastName":"Prelicz-Huber","SpeakerFullName":"Prelicz-Huber Katharina","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":12,"Start":"\/Date(1285607086109)\/","End":"\/Date(1285607440171)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877742806)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1285607086110+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1285607440170+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}