{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=115195L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=115195L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=115195L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=115195L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=115195L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"115195","Language":"DE","IdSubject":"18586","VoteId":null,"PersonNumber":370,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Wenn Sie gestatten, mache ich einen kurzen R\u00fcckblick zu dieser Vorlage, damit Sie wissen, was der Nationalrat aus den insgesamt drei Vorlagen gemacht hat, die wir ihm \u00fcberwiesen haben: Er hat alles in eine Vorlage gepackt. Diese Vorlage haben wir heute auf dem Tisch. Sie wissen, wir haben uns mit all diesen Themen bereits auseinandergesetzt; wir haben in diesem Rat zu allen drei Vorlagen - 04.062, 04.034 und 09.053 - Entscheide gef\u00e4llt. Der Nationalrat hat das jetzt alles in eine Vorlage gepackt, weil ein innerer Zusammenhang zwischen den urspr\u00fcnglich drei Vorlagen besteht.</p>\n<p>Der Nationalrat hat die Vorlage am 16. Juni dieses Jahres beraten, wir haben sie jetzt zur Differenzbereinigung auf dem Tisch. Ihre Kommission hat sich einstimmig f\u00fcr Eintreten auf die Vorlage entschieden und hat den Beschl\u00fcssen des Nationalrates im Grundsatz zugestimmt, nach eingehender Beratung bei einigen Artikeln aber \u00c4nderungen beschlossen.</p>\n<p>Ich m\u00f6chte zum Einstieg in die Vorlage nun kurz die wesentlichen Neuerungen anf\u00fchren, die der Nationalrat eingef\u00fchrt hat. Es ist zun\u00e4chst einmal der Begriff der integrierten Versorgung. Das ist der eigentliche Kern der Vorlage. Unter integrierter Versorgung wird die medizinische Versorgung und Betreuung der Versicherten \u00fcber die ganze Behandlungskette verstanden.</p>\n<p>Das integrierte Versorgungsnetz muss alle Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung anbieten, und die Behandlung der Versicherten soll sektor\u00fcbergreifend sein. Damit wird die Fragmentierung der medizinischen Versorgung beseitigt. Entsprechend sollen sowohl die Leistungserbringenden als auch die ambulanten und station\u00e4ren Spitalleistungen wie die nachgelagerten Betreuungsstrukturen in die Netzwerke mit einbezogen werden. Der Patient w\u00e4hlt innerhalb des Netzes den Arzt seines Vertrauens und wird von ihm durch das ganze System der Gesundheitsversorgung betreut. Damit vor allem auch Chronischkranke den Weg in die integrierte Versorgung finden, hat sich der Nationalrat f\u00fcr gewisse Anreize ausgesprochen. Das sind tiefere Kostenbeteiligungen. Konkret beantragen sowohl der Nationalrat als auch Ihre Kommission einen prozentual kleineren Selbstbehalt, aber auch einen kleineren Maximalbetrag des Selbstbehalts. Besondere Versicherungsformen sind nach wie vor vorgesehen. All jene, die nicht in diese Netze gehen, haben entsprechend einen h\u00f6heren Selbstbehalt. Eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr das Gelingen von Managed Care ist ein gut funktionierender Risikoausgleich. Der Risikoausgleich soll neben dem bereits von den R\u00e4ten beschlossenen Kriterium eines Spitalaufenthalts von mindestens drei Tagen per 1. Januar 2012 mit einem zus\u00e4tzlichen Morbidit\u00e4tsindikator verfeinert werden. Details dazu werden vom Bundesrat geregelt.</p>\n<p>Gestatten Sie mir zu Beginn noch eine kurze Bemerkung: Seit der Einf\u00fchrung des KVG, schon seit bald dreissig Jahren, sind Managed-Care-Modelle m\u00f6glich. Gut 30 Prozent der Versicherten sind mittlerweile in solchen Modellen versichert, davon etwa 10 Prozent in einem Modell mit Budgetmitverantwortung. Von daher gesehen k\u00f6nnte man die Meinung vertreten, dass eigentlich alles beim Alten belassen werden k\u00f6nnte. Wenn wir aber dezidiert der Ansicht sind - davon ging Ihre Kommission aus -, dass in der obligatorischen Krankenversicherung ein Paradigmenwechsel hin zur integrierten Versorgung herbeigef\u00fchrt werden solle und dass die Strukturierung der Netze verbessert werden m\u00fcsse, dann m\u00fcssen wir Anreize setzen, damit die Nachfrage der Versicherten erh\u00f6ht wird. Gem\u00e4ss Bundesrat und Nationalrat kann der Anteil der in Versorgungsnetzen betreuten Versicherten damit innerhalb der n\u00e4chsten Jahre auf 60 bis 70 Prozent erh\u00f6ht werden.</p>\n<p>Ich schlage Ihnen vor, dass wir jetzt in die Detailberatung einsteigen. Ich werde zu den einzelnen Detailfragen noch ausf\u00fchrlichere Darlegungen machen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20101215","MeetingVerbalixOid":2018,"IdSession":"4816","SpeakerFirstName":"Erika","SpeakerLastName":"Forster-Vannini","SpeakerFullName":"Forster-Vannini Erika","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":17,"CantonName":"St. Gallen","CantonAbbreviation":"SG","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1292404363643)\/","End":"\/Date(1292404717593)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850055023)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1292404363643+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1292404717593+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}