{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=115555L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=115555L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=115555L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=115555L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=115555L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"115555","Language":"DE","IdSubject":"18637","VoteId":null,"PersonNumber":471,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich m\u00f6chte dem Bundesrat herzlich danken, dass er dieses Postulat entgegenzunehmen bereit ist. Ich werde mich aufgrund dieser Ausgangslage kurzfassen. </p>\n<p>Ich glaube, die Problemlage ist klar: Wir haben ein zunehmendes Ungleichgewicht zwischen dem Angebot an Organen zur Transplantation und der entsprechenden Nachfrage. Zwar steigt die Zahl der angebotenen Organe etwas, aber die Nachfrage steigt eben deutlicher, weil wir in einer alternden Bev\u00f6lkerung sind und weil es ausserdem immer mehr Indikationen f\u00fcr Transplantationen gibt. Deshalb, denke ich, ist es wichtig, dass wir uns mit der Schere zwischen Angebot und Nachfrage besch\u00e4ftigen. </p>\n<p>Wir haben eine gesetzliche Grundlage. Ich glaube aber, dass es eine Reihe von Verbesserungsm\u00f6glichkeiten gibt, die man zumindest untersuchen kann, deshalb habe ich auch ein Postulat eingereicht. Der Bundesrat soll berichten, und er soll vor allem Massnahmen pr\u00fcfen, die zu einer Erh\u00f6hung der Zahl der Organspender f\u00fchren. </p>\n<p>Sie sehen im Postulat eine Reihe von Massnahmen aufgef\u00fchrt. Ich will sie nicht im Einzelnen kommentieren, weil das Sache der Beantwortung des Postulates sein wird, so Sie geneigt sind, ihm zuzustimmen. Es geht um organisatorische Fragen wie etwa die Angabe des Organspenderstatus auf Dokumenten, beispielsweise der Versichertenkarte, dem Fahrausweis oder anderen m\u00f6glichen Dokumenten. Eine weitere Massnahme w\u00e4re ein Organspenderregister. Heute ist es oft schwierig, innert n\u00fctzlicher Zeit zu kl\u00e4ren, ob jemand ein Spender bzw. eine Spenderin ist oder nicht. Ein solches Register w\u00fcrde das sehr erleichtern und die Sicherheit des Entscheids verbessern. Ausserdem geht es um Fragen des Personals. Sehr oft ist das Personal in den betreffenden Einrichtungen, in den Spit\u00e4lern, ja in einer schwierigen Situation: Man hat die tragische Situation eines Schwerkranken oder eines Verunfallten vor sich, man hat die betroffenen Angeh\u00f6rigen da, und gleichzeitig sollte man das Gespr\u00e4ch \u00fcber eine m\u00f6gliche Organspende aufnehmen. Das ist anspruchsvoll, und auch hier braucht es Massnahmen.</p>\n<p>Schliesslich geht es noch um die grunds\u00e4tzliche Frage, welche paradigmatische Haltung wir dem Gesetz gegen\u00fcber \u00fcberhaupt einnehmen wollen. Damit ist auch die Frage gestellt, ob es richtig w\u00e4re, wieder eine Widerspruchsregelung einzuf\u00fchren. Eine Widerspruchsregelung heisst, dass ohne eine ausdr\u00fcckliche Ablehnung von der Zustimmung des Betroffenen ausgegangen wird. Der Bundesrat f\u00fchrt zwar in der Antwort aus - ich teile diese Ansicht -, dass es heute nicht eindeutig nachzuvollziehen ist, in welchem Land die Spendebereitschaft aufgrund welcher Faktoren hoch ist. Da spielt Verschiedenes eine Rolle. Im schweizerischen Kontext k\u00f6nnte aber die Widerspruchsregelung doch einiges beitragen. Man muss allerdings sagen, dass es heute in der Schweiz auch grosse Unterschiede gibt. Je nach Engagement des Spitals und der zust\u00e4ndigen \u00c4rzte, \u00c4rztinnen und Pflegepersonen ist beispielsweise die Spendebereitschaft doch sehr unterschiedlich.</p>\n<p>Es geht mir jetzt also gar nicht darum, eine dieser Massnahmen zu favorisieren, sondern ich m\u00f6chte, dass wir aufgrund der zunehmend langen Wartelisten - es sind \u00fcber tausend Einzelschicksale, die hier betroffen sind - das Problem studieren, angehen, analysieren und konkrete Massnahmen formulieren, die wir dann selbstverst\u00e4ndlich diskutieren werden.</p>\n<p>Mit dieser Grundhaltung dem Postulat gegen\u00fcber bitte ich Sie wie der Bundesrat, das Postulat anzunehmen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20101202","MeetingVerbalixOid":2011,"IdSession":"4816","SpeakerFirstName":"Felix","SpeakerLastName":"Gutzwiller","SpeakerFullName":"Gutzwiller Felix","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1291287068937)\/","End":"\/Date(1291287322543)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850051273)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1291287068937+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1291287322543+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}