{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=126477L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=126477L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=126477L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=126477L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=126477L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"126477","Language":"DE","IdSubject":"20515","VoteId":null,"PersonNumber":3830,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich spreche im Namen der Minderheit, die der parlamentarischen Initiative Folge geben will. Dass im Bereich der Hausarztmedizin Handlungsbedarf besteht, wird von den meisten anerkannt, n\u00e4mlich von den mehr als 200 000 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, die die Initiative zur Hausarztmedizin in kurzer Zeit unterschrieben haben, vom Bundesrat, der zusammen mit den interessierten Akteuren einen Masterplan zur St\u00e4rkung der Hausarztmedizin erarbeitet, und auch von der Mehrheit der Kommission. </p>\n<p>Die Kommissionsmehrheit will aber leider der parlamentarischen Initiative keine Folge geben, weil sie meint, dass dem Initiativanliegen im Zuge der Beratungen zur Volksinitiative \"Ja zur Hausarztmedizin\" und zu ihrem indirekten Gegenentwurf, dem Masterplan, Rechnung getragen wird. Selbstverst\u00e4ndlich werden wir die ausf\u00fchrliche Diskussion zur Situation der Haus\u00e4rzte im Rahmen der Behandlung der Volksinitiative \"Ja zur Hausarztmedizin\" f\u00fchren. Aber wir k\u00f6nnen heute mit der Unterst\u00fctzung der Initiative einen konkreten Beitrag zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung in unserem Land leisten, insbesondere was die Randregionen betrifft, wo die medizinische Grundversorgung immer schwieriger zu gew\u00e4hrleisten ist. Dieser parlamentarischen Initiative Folge zu geben bedeutet, ein klares Zeichen bei der Erarbeitung des Masterplans zur Hausarztmedizin zu setzen, damit eine qualitativ gute und f\u00fcr alle zug\u00e4ngliche Grundversorgung in der ganzen Schweiz sichergestellt wird. Es bedeutet auch, an die Kantone und an die Gemeinden ein Signal zu senden, dass auch sie eine Aufgabe haben; diese lautet, die Grundversorgung sicherzustellen.</p>\n<p>Es ist uns allen klar, dass mehr \u00c4rzte ausgebildet werden m\u00fcssen, um die Abh\u00e4ngigkeit vom Ausland zu mildern. Es muss uns aber auch klar sein, dass man Massnahmen braucht, damit die Grundversorgung attraktiv bleibt bzw. attraktiver wird und damit auch die Schwierigkeiten in den abgelegenen Regionen \u00fcberwunden werden k\u00f6nnen, in welchen es wirklich um die Zukunft der Grundversorgung geht. In den peripheren l\u00e4ndlichen Gebieten und in den Bergregionen wird es immer schwieriger, Haus\u00e4rzte zu finden.</p>\n<p>Bei der Grundversorgung gibt es eine Entwicklung in Richtung einer integrierten Versorgung. Integrierte Versorgung bedeutet Zusammenarbeit mit anderen \u00c4rzten, mit Pflegepersonal und Personen aus anderen Gesundheitsberufen. Diese Tendenz verst\u00e4rkt sich angesichts des Umstandes, dass es sich bei den neuen Praxen immer h\u00e4ufiger um Gemeinschafts- oder Gruppenpraxen handelt. Es ist ein Strukturwandel in der ambulanten Medizin im Gange.</p>\n<p>Die parlamentarische Initiative Fehr Jacqueline will ein Impulsprogramm, damit man dem \u00c4rztemangel begegnen kann, aber auch damit die \u00c4rzte besser in Netzen, in der integrierten Versorgung, in den neuen Modellen arbeiten k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich sind in erster Linie die Kantone zust\u00e4ndig. Gewisse Kantone und Gemeinden unterst\u00fctzen neue Modelle auch bereits, sie stellen Praxisr\u00e4umlichkeiten zur Verf\u00fcgung und machen Inputfinanzierungen usw. Um dies aber wirklich in der ganzen Schweiz zu erreichen, w\u00e4re es gut, wenn wir eine Anschubfinanzierung f\u00fcr die ganze Schweiz lancieren k\u00f6nnten. </p>\n<p>Die Kommission hat auch eine Motion diskutiert, die den Bundesrat auffordert, Anreize und Standards f\u00fcr das elektronische Patientendossier einzuf\u00fchren. Das ist auch ein Thema, das den Masterplan betreffen und auch Inhalt einer Botschaft sein k\u00f6nnte. Gleichwohl will die Kommission richtigerweise ein Signal setzen. Es ist n\u00f6tig, zur Unterst\u00fctzung der Hausarztmedizin und des Strukturwandels in der Grundversorgung dieses Signal auch zu senden.</p>\n<p>Der Initiative keine Folge zu geben w\u00e4re ein falsches Signal. Darum bitte ich Sie, der Minderheit zu folgen und der parlamentarischen Initiative Fehr Jacqueline Folge zu geben.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20120920","MeetingVerbalixOid":2227,"IdSession":"4905","SpeakerFirstName":"Marina","SpeakerLastName":"Carobbio Guscetti","SpeakerFullName":"Carobbio Guscetti Marina","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":27,"CantonName":"Tessin","CantonAbbreviation":"TI","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":5,"Start":"\/Date(1348143991520)\/","End":"\/Date(1348144250286)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877618660)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1348143991520+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1348144250287+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}