{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136357L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136357L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136357L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136357L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=136357L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"136357","Language":"DE","IdSubject":"22848","VoteId":null,"PersonNumber":146,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Der Bundesrat bittet Sie, den Vorstoss abzulehnen.</p>\n<p>Wenn Sie sich - und das war ja der Ursprung dieser Motion - an unsere Kandidatur f\u00fcr die Olympischen Winterspiele Graub\u00fcnden 2022 zur\u00fcckerinnern, dann sehen Sie, [PAGE 1707] dass wir eigentlich dort auf Anregung von Swiss Olympic versucht haben, das Anliegen des Vorstosses umzusetzen, n\u00e4mlich Olympische Winterspiele im Schnee. \"Weisse Spiele - kurze Wege\" war ein alternatives Konzept zu anderen Olympischen Spielen mit einer Host City irgendwo im Gr\u00fcnen und einem Schneesportzentrum irgendwo in den Bergen, mit langen Transportwegen, mit entsprechendem Aufwand, mit dem Bau von entsprechenden Infrastrukturen. Das Konzept Olympia 2022 in Graub\u00fcnden w\u00e4re eigentlich eine Alternative gewesen, \"weisse Spiele - kurze Wege\", in bescheidenem Rahmen, mit beschr\u00e4nkten Zuschauerzahlen. Die Geschichte ist schnell erz\u00e4hlt: Man wollte diese Spiele nicht. </p>\n<p>Jetzt im Hinblick auf diese Motion: Der Bundesrat ist der Meinung, dass es nicht Sache eines Staates ist, ein Konzept vorzuschlagen, sondern die Spiele werden durch das Olympische Komitee vergeben. Das ist ein Verband von rund 200 nationalen Komitees, der die Spielregeln festlegt. Es gibt also ein Komitee, das die Regeln festlegt. Ich denke nicht, dass wir hier t\u00e4tig sein sollten, denn es soll Aufgabe der Sportorganisationen sein zu sagen, wie sie Spiele organisieren wollen. Dass die Schweiz hier Einfluss n\u00e4hme, w\u00fcrde wohl kaum auf grosse Gegenliebe stossen. Es ist auch nicht Aufgabe eines einzelnen Sportverbands, das zu tun.</p>\n<p>Wir haben die Konsequenzen gezogen aus dem Nein, die Spiele waren zu gross. Olympische Spiele k\u00f6nnen Sie auch dezentral durchf\u00fchren. Sie kosten dann nicht weniger, sie kosten eher mehr, weil die Sicherheitsorganisation an verschiedenen Orten gemacht werden muss, Verkehrsinfrastrukturen an verschiedenen Orten vorgesehen werden m\u00fcssen. Ein solcher Vorschlag ist wohl kaum besser. F\u00fcr die Schweiz heisst das wohl in n\u00e4chster Zeit: keine Olympischen Winterspiele. Wir haben andere M\u00f6glichkeiten: Weltmeisterschaften, andere gr\u00f6ssere Wettk\u00e4mpfe. Wir m\u00fcssen auch feststellen, dass ein solches Konzept eigentlich nicht gefragt ist, denn es gibt gen\u00fcgend Bewerbungen, auch f\u00fcr die n\u00e4chsten Olympischen Spiele.</p>\n<p>Aufgrund der Vorgaben der Sportorganisationen ist das etwas L\u00e4ngerfristiges. Wir sind aber selbstverst\u00e4ndlich immer mit dem Olympischen Komitee in Kontakt, schliesslich hat es seinen Sitz in Lausanne. Man hat es seinerzeit bedauert, dass unser Alternativkonzept, das eine Kehrtwende mit sich gebracht h\u00e4tte, nicht zustande gekommen ist.</p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns wohl auch bewusst sein, was f\u00fcr einen Einfluss wir auf eine internationale Organisation mit rund 200 nationalen Komitees haben k\u00f6nnen. Bei allem Respekt: Man wartet nicht auf Vorschl\u00e4ge der Schweiz. Wenn schon, ist es Aufgabe des Olympischen Komitees, die Regeln so festzulegen, dass andere Kandidaturen eingehen. Ich gehe davon aus, dass in n\u00e4chster Zeit der Druck so anw\u00e4chst, dass die Spiele entsprechend durchgef\u00fchrt werden.</p>\n<p>In Anbetracht der Unabh\u00e4ngigkeit des Sports bitte ich Sie, auf diesen Vorstoss zu verzichten. Es ist an den Organisationen, festzusetzen, nach welchen Regeln sie ihre Spiele durchf\u00fchren, und es ist an potenziellen Kandidaten, zu entscheiden, ob sie sich bewerben oder nicht.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20130926","MeetingVerbalixOid":2379,"IdSession":"4910","SpeakerFirstName":"Ueli","SpeakerLastName":"Maurer","SpeakerFullName":"Maurer Ueli","SpeakerFunction":"BPR-M","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":2,"Start":"\/Date(1380195837832)\/","End":"\/Date(1380196089345)\/","Function":"BPR-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877559548)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1380195837833+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1380196089347+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}