{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=151770L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=151770L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=151770L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=151770L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=151770L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"151770","Language":"DE","IdSubject":"25865","VoteId":null,"PersonNumber":508,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich habe den Film meinerseits gesehen, und das ging auch mir unter die Haut. Das sind nat\u00fcrlich keine Zust\u00e4nde, zu denen wir uns in irgendeiner Form positiv stellen k\u00f6nnen. Wir haben Schritte unternommen - ich komme gleich darauf zu sprechen -, wir wollen die Tierqu\u00e4lerei nicht, das ist selbstverst\u00e4ndlich. Aber es gibt auch wirtschaftliche Interessen. </p>\n<p>Ich bin froh, dass die wirtschaftlich Betroffenen - sie wurden von Ihnen, Frau St\u00e4nder\u00e4tin Fetz, zum Teil genannt - ihrerseits darauf reagiert haben und daf\u00fcr sorgen, dass sie mit Produkten beliefert werden, die aus tiergerechter Schlachtung stammen. Ich bitte Sie, das Kind nicht mit dem Bade auszusch\u00fctten, sondern eine differenziertere Diskussion zu f\u00fchren, die letztlich dann, wie vom Bundesrat empfohlen, zu einer Ablehnung dieser Motion f\u00fchrt.</p>\n<p>Sie wissen, der Bundesrat hat mit Artikel 14 des Tierschutzgesetzes die M\u00f6glichkeit, Verbote auszusprechen. Er hat das bisher nicht gemacht. Er hat das einfach nicht gemacht, weil er der \u00dcberzeugung ist, dass Verbote nicht zielf\u00fchrend sein k\u00f6nnen. Aber er hat eine ganze Anzahl Massnahmen ergriffen. Wenn Sie mir zwei Minuten Zeit geben, zeige ich Ihnen gerne kurz auf, was seit Februar 2011 unter der F\u00fchrung des Bundesamtes f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen im Zusammenhang mit den internationalen Organisationen geschehen ist.</p>\n<p>Das Bundesamt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen hat Ende 2011 die Welttiergesundheitsorganisation aufgefordert, Empfehlungen zur humanen Schlachtung von Reptilien aufzustellen. Da wurden wir entt\u00e4uscht. Man hat uns gesagt, dass man aus Priorit\u00e4tsgr\u00fcnden jetzt nicht darauf einsteigen k\u00f6nne. Dann haben wir im Fr\u00fchjahr 2012 ein Expertenpanel mit international anerkannten Spezialisten zu diesem Thema zusammengestellt. Dieses Expertenpanel ist an der Arbeit. Es werden Empfehlungen f\u00fcr die tiergerechte Schlachtung von Reptilien erarbeitet. Aufgrund der Fortschritte des Expertenpanels ist mit der Fertigstellung der Empfehlungen vor Ende dieses Jahres zu rechnen; sie sind also weit vorangeschritten. Zu Beginn des kommenden Jahres werden die Empfehlungen der Welttiergesundheitsorganisation zur Beurteilung und zur \u00dcbernahme \u00fcbergeben. Ebenso sollen die Erkenntnisse der [PAGE 1050] Luxusartikelbranche zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Das sind die freiwilligen Massnahmen, die angesprochen wurden.</p>\n<p>Im Kontext der Cites wiederum hat Folgendes stattgefunden: Das Bundesamt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen leitet seit 2011 innerhalb der Cites zwei Arbeitsgruppen zum Thema Handel mit asiatischen Schlangen. Das konkrete Thema ist heute die R\u00fcckverfolgbarkeit auf wissenschaftlicher Basis. Auf dieser wissenschaftlichen Basis sollen dann Arten und Quoten festgelegt werden, auch Methoden. Die Resultate dieser Arbeit werden konkrete Aktionen von den betroffenen L\u00e4ndern fordern, und an der Vertragsstaatenkonferenz im M\u00e4rz 2013 werden sie, auch bereits erw\u00e4hnt, zur Diskussion gestellt und wird dann hoffentlich auch dar\u00fcber befunden. Aufgrund der breiten Zustimmung in den vorbereitenden Arbeitsgruppen - diese Kenntnisse haben wir - d\u00fcrfen wir davon ausgehen, dass auch die direkt betroffenen L\u00e4nder ihre Unterst\u00fctzung an dieser Vertragsstaatenkonferenz nicht versagen werden.</p>\n<p>Dann noch zum Kontext der Unctad: Auch hier wurden 2011 Arbeitsgruppen gebildet, in welchen die Schweiz durch das Bundesamt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen, aber auch die Branchenvertreter vertreten ist. Auch hier sollen Methoden erarbeitet werden, welche die R\u00fcckverfolgbarkeit der Lederprodukte, vom Endprodukt bis zum Schlachthof, erm\u00f6glichen. Das Ziel ist auch hier, eine Verbesserung des Artenschutzes herbeizuf\u00fchren.</p>\n<p>Mit diesen Aktivit\u00e4ten l\u00e4uft eine internationale Aktion, um der Probleme Herr zu werden. Wir sind \u00fcberzeugt, dass die internationale Solidarit\u00e4t letztlich zielf\u00fchrender ist, als wenn die Schweiz einfach ein Verbot ausspricht. Das Verbot w\u00fcrde umgangen werden, wir w\u00fcrden nicht erreichen, was wir erreichen wollen.</p>\n<p>Deshalb mache ich Ihnen beliebt, die Aktionen, die die Schweiz initiiert hat - Welttiergesundheitsorganisation, Cites, Unctad -, zu unterst\u00fctzen und die Motion nicht anzunehmen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20121204","MeetingVerbalixOid":2268,"IdSession":"4906","SpeakerFirstName":"Johann N.","SpeakerLastName":"Schneider-Ammann","SpeakerFullName":"Schneider-Ammann Johann N.","SpeakerFunction":"BR-M","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":10,"Start":"\/Date(1354617271090)\/","End":"\/Date(1354617607583)\/","Function":"BR-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850270920)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1354617271090+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1354617607583+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}