{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=184783L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=184783L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=184783L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=184783L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=184783L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"184783","Language":"DE","IdSubject":"34620","VoteId":null,"PersonNumber":3880,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>In der Schweiz braucht es f\u00fcr die \u00e4rztliche Abgabe von Medikamenten auf Cannabisbasis wie Dronabinol, Nabilon oder einem Cannabisextrakt eine Bewilligung des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit. Die Abgabe dieser Medikamente wird f\u00fcr die Behandlung von schwerer, therapieresistenter Spastik bei an multipler Sklerose Erkrankten oder bei \u00dcbelkeit und Appetitlosigkeit bei Krebspatienten bereits heute zugelassen. Patienten und Patientinnen beklagen aber Nebenwirkungen von Cannabinoiden wie M\u00fcdigkeit und Schwindel, psychische St\u00f6rungen und Mundtrockenheit. Bei der heutigen Regelung wird streng abgewogen, ob f\u00fcr eine schwer erkrankte Person die Vorteile einer Abgabe von Cannabis die Nachteile \u00fcberwiegen w\u00fcrden. Wenn diese Regelung jetzt aufgrund der Motion aufgehoben w\u00fcrde, wer bestimmte dann, was schwerkrank ist? Wir wissen auch, dass viele \u00c4rzte dann sehr schnell Cannabis verschreiben w\u00fcrden, und das kann ja nicht das Ziel sein.</p>\n<p>Cannabis enth\u00e4lt, neben mehreren Hundert giftigen Substanzen, das Rauschgift THC. Dieses wirkt auf die einzelnen Menschen sehr unterschiedlich, weshalb der Cannabiskonsum mit russischem Roulette verglichen werden kann. Das THC im Cannabis ist fettl\u00f6slich, lagert sich dementsprechend vor allem im Gehirn ab und kann tagelange negative Auswirkungen erzeugen. Noch Stunden nach Abklingen des Rausches ist das Kurzzeitged\u00e4chtnis gest\u00f6rt, was das Lernen stark erschwert. Auch die Aufmerksamkeit sowie die Konzentrations-, Koordinations- und Reaktionsf\u00e4higkeit der Betroffenen werden beeintr\u00e4chtigt. Andere negative Folgen sind Pers\u00f6nlichkeitsver\u00e4nderungen bis hin zu Psychosen sowie die enthemmende Wirkung, welche zu Aggressionen und Gewalt f\u00fchren kann.</p>\n<p>Deshalb muss die Verf\u00fcgbarkeit des Rauschgiftes Cannabis m\u00f6glichst gering gehalten werden, und das Signal der Politik muss unmissverst\u00e4ndlich sein: Cannabis ist keine harmlose Substanz. Da die Forderung in der Motion zu einem weiteren Schritt der Cannabislegalisierung f\u00fchren w\u00fcrde, muss an der heutigen Bewilligungspraxis festgehalten werden.</p>\n<p>Ich bitte Sie, auch aus Gr\u00fcnden des Jugendschutzes, die Motion abzulehnen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20150602","MeetingVerbalixOid":2603,"IdSession":"4919","SpeakerFirstName":"Andrea Martina","SpeakerLastName":"Geissb\u00fchler","SpeakerFullName":"Geissb\u00fchler Andrea Martina","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1433248220956)\/","End":"\/Date(1433248388372)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877432926)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1433248220957+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1433248388373+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}