{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=188109L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=188109L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=188109L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=188109L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=188109L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"188109","Language":"DE","IdSubject":"35002","VoteId":null,"PersonNumber":146,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Das ist hier der Versuch der Quadratur des Kreises. Wir hatten einmal die Vorgabe von 5 Millionen Diensttagen; das wurde gesagt. Das war kein Beschluss, aber es geisterte in allen Berichten so herum. F\u00fcr die 5 Millionen Diensttage haben wir dann versucht, ein Modell zu konzipieren, das dieser Vorgabe gerecht wird. Das heisst, wir haben die Rekrutenschule von 21 auf 18 Wochen reduziert und m\u00fcssen dann auch die WK neu ordnen. Jetzt haben wir, wenn wir das auf den einzelnen Wehrmann herunterbrechen, eine Dienstzeit von 265 Tagen pro Wehrmann. Mit 5 Millionen Diensttagen muss diese Zahl auf 225 reduziert werden, also pro Wehrmann wird um 40 Tage gek\u00fcrzt. Das war die Vorgabe.</p>\n<p>Daraufhin haben wir gesagt, wenn wir das so machen m\u00fcssten, dann w\u00e4ren sechs WK besser als f\u00fcnf. Das war immer unsere \u00dcberlegung. Herr Eder hat das ausgef\u00fchrt. Mit nur f\u00fcnf WK haben wir keine Vollbest\u00e4nde in den Wiederholungskursen. Das heisst, uns fehlen dann die Spezialisten. Sie kennen das wahrscheinlich aus Ihrer Dienstzeit: Einmal fehlt der Fahrer, dann fehlt der K\u00fcchengehilfe; irgendjemand fehl, wenn der Soll-Bestand nicht erreicht wird. Daher sind wir immer von sechs WK ausgegangen und haben dann schweren Herzens gesagt: Wir machen lieber sechs WK \u00e0 zwei Wochen, als davon abzur\u00fccken und dann st\u00e4ndig Wiederholungskurse durchzuf\u00fchren, in denen wichtige Spezialisten fehlen k\u00f6nnten. Das war unsere \u00dcberlegung im Hinblick auf diese sechs WK. Aber in Anbetracht dieser Gesamtzahl m\u00fcssten wir die L\u00e4nge der WK dann auf zwei Wochen reduzieren.</p>\n<p>Der Vorschlag jetzt - drei Wochen WK und insgesamt sechs WK - w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass wir von diesen 225 Tagen pro Wehrmann auf 245 k\u00e4men. Jetzt haben wir 265 Tage. Wir h\u00e4tten mit der L\u00f6sung der Minderheit und des Nationalrates dann 245 Tage pro Wehrmann, das w\u00e4re also in der Mitte. Insgesamt heisst das rund 400 000 Diensttage mehr. Wir w\u00fcrden dann in die Umgebung von etwa 5,4 Millionen Diensttage insgesamt kommen. Das hat unmittelbare direkte Kosten in der Armee von etwa 30 Millionen Franken zur Folge. Das sind die effektiven Kosten, die durch diese weiteren 400 000 Diensttage entstehen: Es geht um Verpflegung, Benzin, Unterkunft usw.</p>\n<p>Das sind also diese 30 Millionen Franken im Armeebudget. Der Betrag hat Platz im Armeebudget, damit k\u00f6nnten wir fahren. Es hat selbstverst\u00e4ndlich auch Auswirkungen auf die Erwerbsersatzordnung, weil f\u00fcr diese 400 000 Diensttage auch Erwerbsersatz bezahlt werden muss. Das h\u00e4ngt etwas von den Einkommen ab, die diese Leute haben; das ist etwas schwieriger abzusch\u00e4tzen. Die Ausgaben der Erwerbsersatzordnung w\u00fcrden dann wahrscheinlich um etwa 30 bis 32 Millionen Franken steigen. Die Kasse der Erwerbsersatzordnung w\u00fcrde also belastet. Diese Kasse wird im \u00dcbrigen heute schon mehrheitlich f\u00fcr die Mutterschaftsversicherung gebraucht und nicht mehr haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Erwerbsausfall der Milit\u00e4rdienstpflichtigen. Hier hat sich das Gleichgewicht also bereits verschoben. Die Auszahlungen der Erwerbsersatzordnung f\u00fcr die Mutterschaft sind h\u00f6her als f\u00fcr den Erwerbsausfall der Milit\u00e4rdienstpflichtigen. Diese gut 30 Millionen Franken w\u00fcrden der Erwerbsersatzordnung belastet. Das sind die finanziellen Folgen, wenn Sie dem Antrag der Minderheit Eder zustimmen.</p>\n<p>Aus milit\u00e4rischer Sicht sind sechs WK fast zwingend erforderlich. Wenn es sechs WK \u00e0 drei Wochen sind, ist dies sicher besser als sechs WK \u00e0 zwei Wochen. In der letzten Woche der WK k\u00f6nnen n\u00e4mlich auch noch Verbandsausbildungen durchgef\u00fchrt werden. Wenn wir unser Umfeld betrachten, dann stellen wir fest, dass es immer wichtiger wird, Verbandsausbildungen zu machen, indem wir verschiedene Truppengattungen mischen, damit die Zusammenarbeit gef\u00f6rdert werden kann.</p>\n<p>Aus milit\u00e4rischer Sicht ist es klar: Die L\u00f6sung des Nationalrates und der Minderheit ist eindeutig zu bevorzugen. Die Folgekosten kennen Sie. F\u00fcr die Armee bedeutet das keine Budgeterh\u00f6hungen, weil wir die 30 Millionen Franken im Rahmen unseres Kostendachs verteilen m\u00fcssen. F\u00fcr die Erwerbsersatzordnung g\u00e4be es die Mehrausgaben, die ich Ihnen genannt habe. Damit ist es auch ein politischer Entscheid.</p>\n<p>Milit\u00e4risch gesehen w\u00fcrden wir es begr\u00fcssen, wenn wir diese sechs WK behalten bzw. mit sechs WK fahren k\u00f6nnten. Damit w\u00fcrden wir in etwa in den Bereich der Vollbest\u00e4nde kommen. Drei Wochen WK sind schon effizienter als nur zwei Wochen WK. Wenn Sie an die ganze Materialfassung und an die Materialr\u00fcckgabe denken: Die Leute gehen zwei Wochen hinaus, dann wieder hinein und reparieren das Material. Die L\u00f6sung mit drei Wochen w\u00e4re effizienter. Sie ist dann m\u00f6glich, wenn Sie von der Zahl von 5 Millionen Diensttagen, die \u00fcberall erw\u00e4hnt wird, abweichen und bereit sind, die Zahl der Diensttage zu erh\u00f6hen. Wir kommen damit, wie gesagt, in den Bereich von etwa 5,4 Millionen Diensttagen. Wir w\u00fcrden, pro Wehrmann gesehen, einen Kompromiss finden zwischen den heutigen 265 Diensttagen und den 225 Diensttagen gem\u00e4ss dem urspr\u00fcnglichen Vorschlag. Wir w\u00fcrden mit etwa 245 Diensttagen in der Mitte liegen.</p>\n<p>Wenn Sie noch den internationalen Vergleich machen: Wir liegen mit der Grundausbildung und mit der Ausbildung in [PAGE 708] der Truppe, die wir haben, im internationalen Vergleich sehr tief. Das heisst, wir m\u00fcssen die Leute in 245 Tagen immer noch sehr effizient ausbilden, damit wir sie auf das geforderte Leistungsniveau bringen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20150907","MeetingVerbalixOid":2635,"IdSession":"4920","SpeakerFirstName":"Ueli","SpeakerLastName":"Maurer","SpeakerFullName":"Maurer Ueli","SpeakerFunction":"BR-M","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":20,"Start":"\/Date(1441653250817)\/","End":"\/Date(1441653620410)\/","Function":"BR-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510850619273)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1441653250817+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1441653620410+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}