{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=195570L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=195570L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=195570L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=195570L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=195570L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"195570","Language":"DE","IdSubject":"36723","VoteId":null,"PersonNumber":3865,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Sehr geehrter Herr Kollege Bigler, ich bin ziemlich erstaunt: Sie vertreten hier eine Minderheit und behaupten, Sie w\u00fcrden Stipendien und Darlehen mit Ihrem Minderheitsantrag auch auf die h\u00f6here Berufsbildung ausdehnen. Wir haben ein Problem: Wir haben dar\u00fcber in der Kommission abgestimmt, aber Sie haben dazu keinen Minderheitsantrag eingereicht. Das figuriert \u00fcberhaupt nicht auf der Fahne. Sie verkaufen also hier etwas, das gar nicht auf der Fahne ist. Es geh\u00f6rt eigentlich zum Job, dass man hier nur Sachen vertritt, die man auch deponiert hat. Wir k\u00f6nnen uns also gar nicht zu dieser Frage aussprechen; sie ist da nicht enthalten. Es geht also nur noch um die Frage \"Stipendien oder Darlehen?\", damit das auch allen klar ist und man nicht \u00fcber irgendetwas abzustimmen glaubt, das gar nicht zur Diskussion steht.</p>\n<p>Jetzt zu den Darlehen: Sie m\u00f6chten, dass man nebst Stipendien auch Darlehen geben kann f\u00fcr die F\u00f6rderung, wie sie hier im Gesetz vorgesehen ist. Wir wissen aus Erfahrung, dass Darlehen bei kleineren Mengen relativ ineffizient sind, B\u00fcrokratie schaffen und Kosten verursachen, nebst dem, dass sie auch auf die Betroffenen unn\u00f6tigen Druck aus\u00fcben. Wenn man die Botschaft genau anschaut, dann sieht man, dass wir erg\u00e4nzend zu dem, was f\u00fcr den wissenschaftlichen Nachwuchs im akademischen Bereich gilt, etwas Analoges schaffen wollen im Bereich der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschung. Jetzt finde ich es schon ziemlich befremdlich, dass ausgerechnet der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, der sich sonst regelm\u00e4ssig f\u00fcr eine St\u00e4rkung der Berufsbildung und der h\u00f6heren Berufsbildung einsetzt, hier eine Zweiklassengesellschaft schaffen will: Nur wer eine akademische Bildung hat, erh\u00e4lt Stipendien, und wer praxisorientiert im Bereich Forschung und Wirtschaft t\u00e4tig ist - das sind Leute, die eine h\u00f6here Berufsbildung haben, Leute, die eine Fachhochschule absolviert haben -, soll bestraft werden und teilweise Darlehen bekommen, die man zur\u00fcckzahlen muss. Diese F\u00f6rderung der Ungleichheit zuungunsten der h\u00f6heren Berufsbildung vonseiten des Direktors des Gewerbeverbands, der immer die Berufsbildung vertritt, ist f\u00fcr mich schon ziemlich erstaunlich.</p>\n<p>Das Gesetz sagt auch, Stipendien sollen subsidi\u00e4r zur sonstigen Nachwuchsf\u00f6rderung gew\u00e4hrt werden. Wenn man dann schaut, was das in der Praxis heisst, muss man zwei Sachen sehen - das hat auch der Bundesrat in der Diskussion best\u00e4tigt, die wir in der Kommission hatten -: Erstens wird es bei Darlehen nur um wenige F\u00e4lle gehen, und zweitens wird es nur um Kleinstbetr\u00e4ge gehen. Das heisst, die Summe Geld, die irgendein zus\u00e4tzlicher B\u00fcrokrat in einem Amt, wo auch immer, verwalten muss, ist eine sehr kleine. </p>\n<p>Was wir alle wissen: Bei grossen Summen kann man streiten, ob es effizient ist oder nicht, Darlehen zu verwalten. Was sicher ist: Bei so kleinen Summen verursachen wir deutlich mehr Arbeit, als wir an Geld zur\u00fcckbekommen. Es ist also bei so kleinen Mengen definitiv auch gegen s\u00e4mtliche betriebswirtschaftlichen Grunds\u00e4tze, hier Darlehen einzuf\u00fchren. Es ist ineffizient. </p>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden empfehlen wir Ihnen, den Antrag der Minderheit abzulehnen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20160307","MeetingVerbalixOid":2714,"IdSession":"5002","SpeakerFirstName":"Jean-Fran\u00e7ois","SpeakerLastName":"Steiert","SpeakerFullName":"Steiert Jean-Fran\u00e7ois","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":10,"CantonName":"Freiburg","CantonAbbreviation":"FR","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":68,"Start":"\/Date(1457374933025)\/","End":"\/Date(1457375132209)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877392346)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1457374933027+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1457375132210+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}