{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=231929L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=231929L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=231929L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=231929L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=231929L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"231929","Language":"DE","IdSubject":"43564","VoteId":null,"PersonNumber":4129,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ein drittes Mal soll nun noch diese sogenannte Anstoss- oder Impulsfinanzierung weitergestossen werden. Schon nur das Wort \"Anstoss\" ist eigentlich anst\u00f6ssig: F\u00fcr 2019 will man nochmals 125 Millionen Franken einseitig f\u00fcr die Fremdbetreuung der Kinder aufwenden.</p>\n<p>Zweifellos, da sind wir uns alle einig, ist eine gute, professionelle Kinderbetreuung, am besten von der eigenen Familie, absolut fundamental. Aus Sicht der SVP-Fraktion ist jedoch das Begehren, nochmals, immer wieder zu verl\u00e4ngern, nicht ehrlich und daher abzulehnen. Man k\u00f6nnte auch einfach eine Subvention sprechen. In der Schweiz boomt n\u00e4mlich unterdessen eine richtige Kita-Branche. Kinderkrippen buhlen mit attraktiven Angeboten, teils auch mit Inseraten und Werbung im Internet um Kundinnen und Kunden. Das ist eigentlich nichts Verwerfliches: Wenn der Bedarf ausgewiesen ist, dann soll man auch davon profitieren. Entsprechend dem Beispiel meiner Nationalratskollegin Pieren kenne auch ich eine t\u00fcchtige CVP-Kantonsr\u00e4tin im l\u00e4ndlichen Thurgau, die jetzt ohne Bundesfinanzen die dritte Kindertagesst\u00e4tte er\u00f6ffnet hat. Sie macht das gut. Auch wenn Sie das vorhin nicht akzeptieren wollten, gibt es aber tats\u00e4chlich Krippen wie in unserer Stadt, die mangels Kindern schliessen m\u00fcssen. Ich denke, wir m\u00fcssen aufpassen, dass dieses \u00dcberangebot nicht dazu f\u00fchrt, dass auch Krippen, die viel Zeit und Investitionen aufgewendet haben und gut etabliert sind, pl\u00f6tzlich schliessen m\u00fcssen.</p>\n<p>Es wird immer wieder der Fachkr\u00e4ftemangel betont, wie die Wirtschaft doch unsere Frauen brauche. Die Unternehmen, welche die Frauen brauchen, haben zum Teil eigene Krippen, wo die Kinder hingehen k\u00f6nnen, oder ich kenne auch mehrere Betriebe, die die Familien finanziell entlasten, wenn sie ihre Kinder in die Krippe bringen. Da braucht es nun ganz sicher nicht den Bund. Es wurde schon gesagt, es ist eine f\u00f6derale Aufgabe. Dort, wo es notwendig ist, soll investiert werden, aber sicher nicht nochmals vom Bund.</p>\n<p>Ich bin sehr froh und dankbar, dass auch der Bundesrat endlich mit dieser F\u00f6rderung nach dem Giesskannenprinzip aufh\u00f6ren will. Nach dem Giesskannenprinzip vorzugehen ist einfach nie effizient.</p>\n<p>Einfach nochmals zur Erinnerung: Seit 2003, seit f\u00fcnfzehn Jahren hat man mehr als eine halbe Milliarde Franken vom Bund zur Verf\u00fcgung gestellt. Irgendwann muss das einfach aufh\u00f6ren - aber das wollen Sie ja gar nicht, es wurde vielmehr gesagt, dass das noch l\u00e4ngst nicht gel\u00f6st sei.</p>\n<p>Interessant ist dann aber auch vor allem, dass die gleichen Kreise, die immer noch mehr Kindertagespl\u00e4tze wollen, pl\u00f6tzlich bei einem anderen Thema, beim Vaterschaftsurlaub, betonen, wie wichtig doch die pers\u00f6nliche Betreuung f\u00fcr das Bindungsverhalten, die Bindung der Kinder zu den Eltern, sei. Sie wollen einfach alles: Sie wollen einfach immer noch mehr Finanzen, Unterst\u00fctzung bei den Kindertagesst\u00e4tten und nachher auch noch Gelder f\u00fcr den Vaterschaftsurlaub.</p>\n<p>In unserem Land, in dem die L\u00f6hne sehr, sehr hoch sind, kann sich nun doch wirklich niemand mehr beklagen. Da k\u00f6nnen sich V\u00e4ter auch erlauben, ein oder zwei Wochen Ferien zu nehmen, wenn sie - und das finde ich gut - ihre Frau unterst\u00fctzen, f\u00fcr die Familie da sein und mit den Kindern arbeiten wollen.</p>\n<p>Aus all diesen Gr\u00fcnden bitte ich Sie, wie gesagt, endlich damit aufzuh\u00f6ren, Bundesgelder nach dem Giesskannenprinzip zu verteilen. Ich bitte Sie im Namen der SVP-Fraktion, diese erneute Forderung abzulehnen. Wir sind \u00fcberzeugt, dass es Mittel braucht, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu f\u00f6rdern. Aber es sollten sicher nicht erneut Bundesgelder ausgegeben werden. [PAGE 958] </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20180612","MeetingVerbalixOid":3020,"IdSession":"5013","SpeakerFirstName":"Verena","SpeakerLastName":"Herzog","SpeakerFullName":"Herzog Verena","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":20,"CantonName":"Thurgau","CantonAbbreviation":"TG","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":38,"Start":"\/Date(1528794036103)\/","End":"\/Date(1528794349592)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877255427)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1528794036103+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1528794349593+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}