{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=244789L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=244789L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=244789L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=244789L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=244789L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"244789","Language":"DE","IdSubject":"46108","VoteId":null,"PersonNumber":4170,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>In Block 2 unterst\u00fctzt die SVP-Fraktion meine Minderheitsantr\u00e4ge. Demzufolge lehnen wir den Antrag der Minderheit Thorens Goumaz, wonach der gesamte Artikel zu streichen sei, klar ab. Ebenso lehnen wir den Antrag der Minderheit I (Semadeni) ab, welche den Zeitraum f\u00fcr die Bestandesregulierung der W\u00f6lfe weiter verk\u00fcrzen will.</p>\n<p>Bei Artikel 7a Absatz 1 lehnen wir den Antrag der Minderheit Semadeni ebenfalls ab. Die Kantone sollen die Bestandesregulierung ohne vorherige Zustimmung des Bafu vornehmen k\u00f6nnen. Es gen\u00fcgt eine Anh\u00f6rung des Bafu, wie dies auch der Bundesrat vorschl\u00e4gt. Die Kantone sollen unserer Ansicht nach mehr Handlungsspielraum erhalten. Dies erlaubt es, auf die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse der Regionen besser einzugehen.</p>\n<p>Bei Artikel 7a Absatz 2 Buchstabe b handelt es sich um eine zentrale Bestimmung des Jagdgesetzes. Wir unterst\u00fctzen hier klar den Antrag der Mehrheit der Kommission sowie den Antrag der Minderheit II (Bourgeois). Den Entwurf des Bundesrates sowie die Antr\u00e4ge der Minderheit I (Jans) und der Minderheit III (Thorens Goumaz) lehnen wir ab. Die Regulierung von W\u00f6lfen und Wolfsrudeln ist erforderlich f\u00fcr die Verh\u00fctung von Sch\u00e4den oder einer Gef\u00e4hrdung von Menschen. Die Regulierung soll also auch ohne zumutbare Schutzmassnahmen - was auch immer das heissen mag - m\u00f6glich sein. Die Voraussetzungen im Entwurf des Bundesrates machen eine Regulierung in der Praxis schwierig, es gibt damit zu viele Beschwerdeverfahren.</p>\n<p>Mit dem Antrag der Kommissionsmehrheit wird sichergestellt, dass die Regulierung des Wolfsbestandes einzig von der Reproduktion eines Wolfsrudels abh\u00e4ngt. Sobald also eine Reproduktion in einem Rudel festgestellt wird, ist die Regulierung bei den Jungtieren vorzunehmen. Wir haben in unserem kleinr\u00e4umigen und dichtbesiedelten Land ein Problem mit den Grossraubtieren, auch wenn das hier von einigen Personen ins L\u00e4cherliche gezogen wird. Es braucht eine Regulierung, um Sch\u00e4den in der Landwirtschaft und im Tourismus sowie eine Beeintr\u00e4chtigung der Sicherheit der Bev\u00f6lkerung zu vermeiden. Die Regulierung darf nicht an die Verh\u00fctung von \"grossem Schaden\" gekn\u00fcpft werden, sondern nur an die Verh\u00fctung von \"Schaden\". Es stellt sich n\u00e4mlich da die Frage, was ein grosser Schaden ist. \"Grosser Schaden\" ist ein allzu unbestimmter Rechtsbegriff. Wir m\u00fcssen hier politisch klar entscheiden, dass die Verh\u00fctung von \"Schaden\" gen\u00fcgt.</p>\n<p>Ebenso darf die Regulierung des Wolfsbestandes nicht an die Einhaltung von sogenannt zumutbaren Schutzmassnahmen gekn\u00fcpft werden. Es gibt viele Alpen, die aufgrund ihrer Topografie gar nicht sch\u00fctzbar sind. Viele Herdenschutzmassnahmen sind zudem nur bedingt geeignet und bieten keine Gew\u00e4hr f\u00fcr die Abwehr von Angriffen von Grossraubtieren. Trotz grosser Anstrengungen im Bereich Herdenschutz - ich nenne in diesem Zusammenhang Schutzz\u00e4une, professionelle Hirten, elektrische Z\u00e4une, Herdenschutzhunde usw. - gab und gibt es auf gesch\u00fctzten Weiden immer wieder[NB]Risse! Demgegen\u00fcber sind aber diese Herdenschutzmassnahmen f\u00fcr die betroffenen Sch\u00e4fer mit einem unverh\u00e4ltnism\u00e4ssigen finanziellen und personellen Aufwand verbunden. Zudem wirkt sich der Herdenschutz negativ auf gewisse touristische Aktivit\u00e4ten aus. Es gibt n\u00e4mlich immer wieder Konflikte mit Herdenschutzhunden, da Herdenschutzhunde gegen\u00fcber Wanderern ein aggressives Verhalten an den Tag legen. Nicht zuletzt darum hat auch Andermatt die Herdenschutzhunde verboten.</p>\n<p>Und schliesslich lehnen wir die Antr\u00e4ge der Minderheiten Semadeni und Thorens Goumaz zu Artikel 7a Abs\u00e4tze 4 bis 7 allesamt ab. Mit diesen Antr\u00e4gen wird versucht, die Bestandesregulierung zu erschweren, ja gar zu verunm\u00f6glichen. Bei einer Annahme der Minderheitsantr\u00e4ge Semadeni w\u00fcrde das Kernst\u00fcck des revidierten Jagdgesetzes wegfallen und die G\u00fcltigkeit des bestehenden Rechts verl\u00e4ngert.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20190508","MeetingVerbalixOid":3127,"IdSession":"5017","SpeakerFirstName":"Franz","SpeakerLastName":"Ruppen","SpeakerFullName":"Ruppen Franz","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":23,"CantonName":"Wallis","CantonAbbreviation":"VS","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":36,"Start":"\/Date(1557319206744)\/","End":"\/Date(1557319452590)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877194758)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1557319206743+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1557319452590+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}