{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279221L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279221L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279221L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279221L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=279221L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"279221","Language":"DE","IdSubject":"52267","VoteId":null,"PersonNumber":1106,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich trage die Beschl\u00fcsse der Kommission mit, ausser bei Artikel 34bis, dort werde ich die Minderheit III (Hegglin Peter) unterst\u00fctzen. </p>\n<p>Wir haben jetzt schon einiges \u00fcber das Referenzalter von 65 Jahren f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner geh\u00f6rt. Klar ist, dass das Rentenalter der Frauen nicht auf einen Schlag, von heute auf morgen, auf 65 Jahre angehoben werden kann. Angemessene \u00dcbergangszeiten und eine schrittweise Erh\u00f6hung des Referenzalters sind deshalb richtig, und diese sind auch so in der Vorlage vorgesehen. Einen Schwerpunkt dieser AHV-Vorlage m\u00fcssen deshalb die Ausgleichsmassnahmen darstellen; sie werden wohl der Schl\u00fcssel zum Erfolg dieser Revision sein. Es braucht angemessene \u00dcbergangsl\u00f6sungen, damit die ersten Jahrg\u00e4nge der betroffenen Frauen gen\u00fcgend Zeit haben, um sich an die neue Situation anzupassen. </p>\n<p>Auch die Vernehmlassung zu dieser Frage zeigte \u00fcbrigens klar, dass eine grosse Mehrheit der Teilnehmenden ein Referenzalter bei 65 Jahren bef\u00fcrwortet und dieser Schritt ein wichtiges, ja das zentrale Element dieser Vorlage ist. </p>\n<p>Wenn die Anpassung des Rentenalters f\u00fcr uns Frauen kritisiert wird, dann werden zu Recht Bedenken und Kritik vor allem wegen der leider immer noch bestehenden unerkl\u00e4rbaren Lohnungleichheit zwischen M\u00e4nnern und Frauen ge\u00e4ussert. Diese Lohnungleichheit \u00e4rgert mich, und ich bedaure es, dass hier einfach viel zu wenig getan wird und dass auch das wenige, das passiert, viel zu lange dauert. Wenn wir eine Mehrheit der Frauen f\u00fcr diese Reform gewinnen wollen - und das m\u00fcssen wir -, ist noch einiges zu tun. Mit \"wir\" meine ich nicht nur uns als Parlament, nein, vor allem auch die Wirtschaft und die ganze Gesellschaft sind in der Pflicht. Es gilt, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie schneller und effizienter voranzutreiben. M\u00e4nner und Frauen m\u00fcssen mehr M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Teilzeitarbeit haben und die Familien- und Erwerbsarbeit nach ihrem eigenen Modell organisieren k\u00f6nnen.</p>\n<p>Wir Frauen m\u00fcssen aber auch bereit sein, unsere finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit zu verbessern und damit auch unsere Vorsorge f\u00fcr das Alter besser aufzustellen. Die Revision des BVG, also der zweiten S\u00e4ule, wird hier eine wichtige Rolle einnehmen. Dann m\u00fcssen auch Kantone und Gemeinden beim Angebot der Kinderbetreuungspl\u00e4tze mehr tun. Hier haben wir ja seit Jahren das wohlbekannte Anstossmodell des Bundes, welches bereits einiges an Wirkung gezeigt hat. Wenn wir Frauen mehr Verantwortung im Beruf und mehr Sitze in Leitungsgremien wollen, dann m\u00fcssen wir aber vielleicht auch unsere Teilzeitpensen anpassen und uns vermehrt f\u00fcr diese Aufgaben bewerben. Ausser Zweifel steht, dass die Frauen dies k\u00f6nnen. Sie m\u00fcssen es einfach auch noch vermehrt wollen.</p>\n<p>Gleichstellung heisst f\u00fcr uns Frauen aber auch, dass auch ein Milit\u00e4rdienst, ein B\u00fcrgerdienst oder wie auch immer Sie es nennen wollen, ein Thema sein muss. Gleichstellung heisst aber eben auch ein gleiches Referenzalter bei der AHV, zumal die Lebenserwartung der Frauen merklich h\u00f6her ist. Die Reform der zweiten S\u00e4ule, des BVG, ist hier ebenso dringend wie die vorliegende Reform. Die SGK des Nationalrates hat ja die Beratungen dazu bereits aufgenommen. Denn bei der Pensionskasse sind die Frauen wirklich benachteiligt; das ist f\u00fcr mich klar.</p>\n<p>Es muss uns gelingen, die Eintrittsschwelle zu \u00e4ndern, indem alle Teilzeitpensen zusammengerechnet werden. Damit wird vielen Frauen erm\u00f6glicht, eine gute zweite S\u00e4ule aufzubauen. Die Senkung des Koordinationsabzugs, ein tieferes Startalter und die Senkung des Mindestumwandlungssatzes auf 6 Prozent sind hier aus meiner Sicht ebenfalls zentral. Doch heute geht es eben unter anderem um dieses Referenzalter, das aus den obgenannten Gr\u00fcnden richtigerweise f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner bei 65 Jahren festzulegen ist.</p>\n<p>Ich bitte Sie, der Mehrheit der Kommission zu folgen und diese Reform zu unterst\u00fctzen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20210315","MeetingVerbalixOid":3393,"IdSession":"5108","SpeakerFirstName":"Brigitte","SpeakerLastName":"H\u00e4berli-Koller","SpeakerFullName":"H\u00e4berli-Koller Brigitte","SpeakerFunction":"2VP-F","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":20,"CantonName":"Thurgau","CantonAbbreviation":"TG","ParlGroupName":"Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. 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