{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=312855L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=312855L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=312855L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=312855L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=312855L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"312855","Language":"DE","IdSubject":"59293","VoteId":null,"PersonNumber":3830,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Die Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur Ihres Rates hat an ihrer Sitzung vom 17. Oktober 2022 die Motion \"Geschlechterperspektive bei der Digitalisierung ber\u00fccksichtigen\" vorberaten. Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, die Geschlechterperspektive in seine n\u00e4chste Digitalisierungsstrategie zu integrieren. Der Nationalrat hat die Motion am 12. September dieses Jahres mit 98 zu 75 Stimmen bei 1 Enthaltung angenommen. Ihre Kommission beantragt mit 9 zu 3 Stimmen, die Motion anzunehmen. Mit der Einreichung der Motion hat die Kommission der Petition 21.2038 der Frauensession 2021, \"Geschlechterperspektive in Strategie 'Digitale Schweiz' integrieren\", Folge gegeben.</p>\n<p>Was will diese Motion? Sie will die Integration der Geschlechterperspektive in die Digitalisierung. Sie will in der Programmierung sexistische Stereotype verhindern. Und sie will die Frauen in den Mint-Berufen f\u00f6rdern. </p>\n<p>Der Bund r\u00e4umt dem digitalen Wandel in der Legislaturplanung 2019-2023 eine zentrale Rolle ein. Im Jahr 2018 hat der Bundesrat die Strategie Digitale Schweiz und einen dazugeh\u00f6renden Aktionsplan verabschiedet. Die Strategie wird alle zwei Jahre im Dialog mit relevanten Akteurinnen und Akteuren aktualisiert. Die letzte Aktualisierung erfolgte im Jahr 2020. Darin sind f\u00fcnf Kernziele und neun Aktionsfelder definiert.</p>\n<p>Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet rasch voran. Sie ist beispiellos und kein Branchenph\u00e4nomen mehr. [PAGE 1326] Fast alle Berufe, wir wissen es, sind vom Digitalisierungsprozess betroffen. Der Frauenanteil in Mint-Berufen betr\u00e4gt heute jedoch bloss 15 Prozent, womit Frauen massiv untervertreten sind. Das f\u00fchrt dazu, dass digitale Produkte haupts\u00e4chlich von M\u00e4nnern und f\u00fcr M\u00e4nner entworfen werden, obwohl vorgegeben wird, sie w\u00fcrden neutral ausgestaltet. Spracherkennungssoftware wird mit Daten gef\u00fcttert, in denen Frauen \u00fcbergangen werden, oder es werden Datens\u00e4tze verwendet, in denen Frauen vergessen werden. Dieses Ungleichgewicht soll korrigiert werden. Frauen m\u00fcssen den digitalen Wandel mitgestalten. Fehlen sie bei der Entwicklung von Software, f\u00fchrt dies zu Diskriminierungen. Zur Verhinderung von Diskriminierungen k\u00f6nnen auch Algorithmen genutzt werden, die dazu beitragen, dass bei spezifischen Prozessen gewisse Stereotype verhindert und nicht verst\u00e4rkt werden. </p>\n<p>Digitalisierung ist ein gesellschaftspolitisches Anliegen und kein rein technisches. Diversit\u00e4t spielt f\u00fcr die Entwicklung der Technologie eine wichtige Rolle und ist unverzichtbar. Es soll deshalb ein Anforderungsprofil geschaffen werden, das Frauen f\u00fcr technische Berufe gewinnt. Laut Expertinnen und Experten des Internationalen W\u00e4hrungsfonds und des World Economic Forum werden Frauen ohne sofortige Massnahmen st\u00e4rker als M\u00e4nner vom Stellenabbau betroffen sein, der aufgrund der Digitalisierung der Wirtschaft weltweit zu erwarten ist.</p>\n<p>Die Geschlechterperspektive muss deshalb in der Digitalisierungsstrategie umfassend ber\u00fccksichtigt werden, was grunds\u00e4tzlich als Chance und Perspektive f\u00fcr die Arbeitnehmenden zu verstehen ist. Deshalb hat Ihre Kommission entschieden, die Motion des Nationalrates zu unterst\u00fctzen. Es gilt, die digitale Entwicklung zu verstehen, kritische Fragen zu stellen, Diskriminierung zu erkennen und digitale Ethik mit einzubeziehen. Dabei soll ein weiteres Legislaturziel im Blick behalten werden: die Gleichstellung von Frau und Mann. Erstmals in der Schweizer Geschichte wird eine nationale Gleichstellungsstrategie verabschiedet und ein Zeitraum f\u00fcr die Umsetzung definiert. Die Geschlechterperspektive bei der Digitalisierung und die Gleichheit von Frau und Mann werden jedoch weitgehend unabh\u00e4ngig voneinander betrachtet. Dabei ist es unverzichtbar, dass Digitalisierung und Gleichstellung zusammen angegangen werden. Die Teilhabe von Frauen am digitalen Wandel muss Teil der Strategie sein.</p>\n<p>Wie gesagt, die Kommission hat die Motion angenommen und empfiehlt dem Rat die Zustimmung. Die Kommission hat auch die Petition der Frauensession, die Petition 21.2038, \"Geschlechterperspektive in Strategie 'Digitale Schweiz' integrieren\", ber\u00fccksichtigt. Ich bitte Sie, der Kommission zu folgen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20221214","MeetingVerbalixOid":3641,"IdSession":"5117","SpeakerFirstName":"Marina","SpeakerLastName":"Carobbio Guscetti","SpeakerFullName":"Carobbio Guscetti Marina","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":27,"CantonName":"Tessin","CantonAbbreviation":"TI","ParlGroupName":"Sozialdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"S","SortOrder":2,"Start":"\/Date(1671015974903)\/","End":"\/Date(1671016267723)\/","Function":"*","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1703237851563)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1671015974903+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1671016267723+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}