{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=323843L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=323843L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=323843L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=323843L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=323843L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"323843","Language":"DE","IdSubject":"61262","VoteId":null,"PersonNumber":4070,"Type":1,"Text":"<pd_text><p><i>Antrag der Minderheit </i>[GZ]</p>\n<p>(Schlatter, Fivaz Fabien, Trede)[GZ]</p>\n<p>R\u00fcckweisung der Vorlage an den Bundesrat[GZ]</p>\n<p>mit dem Auftrag, den finanziellen Beitrag an die zivile Friedensf\u00f6rderung im gleichen Umfang vorzusehen mit dem Ziel, das zivile Engagement der Schweiz im Kosovo zu st\u00e4rken und damit die mittelfristige Umlagerung von der milit\u00e4rischen zur zivilen Friedensf\u00f6rderung voranzutreiben.</p>\n<p>[VS]</p>\n<p><i>Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei</i>[GZ]</p>\n<p>R\u00fcckweisung der Vorlage an den Bundesrat[GZ]</p>\n<p>mit dem Auftrag, eine Vorlage auszuarbeiten, nach welcher die Schweizer Beteiligung an der Kfor beendet wird sowie der R\u00fcckzug der Schweizer Truppen bis sp\u00e4testens bis am[NB]31.[NB]Dezember 2025 abgeschlossen ist. </p>\n<p><i>Schriftliche Begr\u00fcndung </i>[GZ]</p>\n<p>Der Bundesrat will den Einsatz der Armee zugunsten der multinationalen Kosovo Force (Kfor) der Nato um drei Jahre verl\u00e4ngern und obendrein die M\u00f6glichkeit erhalten, den Kontingentsbestand w\u00e4hrend der Laufzeit des Mandats um maximal 30 Armeeangeh\u00f6rige zu erh\u00f6hen. Seit Oktober 1999, also seit bald einem Vierteljahrhundert, beteiligt sich die Schweizer Armee mit der Swisscoy (Swiss Company) an der angeblich internationalen friedensf\u00f6rdernden Mission Kosovo Force (Kfor) der Nato im Kosovo. Der Maximalbestand der Swisscoy betr\u00e4gt 195 Armeeangeh\u00f6rige, allesamt Freiwillige. Trotz dieses langj\u00e4hrigen, kostenintensiven Engagements liegt heute ein dauerhafter Frieden in der Region in so weiter Ferne wie noch kaum je zuvor seit 1999. Das liegt daran, dass es sich beim Kosovo nach wie vor um einen dysfunktionalen Staat handelt, der lediglich durch 115 von 193 Staaten als eigenst\u00e4ndig anerkannt wird. Zu den ersten Staaten, die den Kosovo 2008 anerkannt haben, geh\u00f6rte die Schweiz. Sie wurde damit ihrem Grundsatz, der auch ein solcher des V\u00f6lkerrechts ist, untreu, nur Staaten zu anerkennen, die \u00fcber ein Staatsgebiet, ein Staatsvolk und eine Staatsgewalt verf\u00fcgen. Beim Kosovo ist kein einziger dieser Grunds\u00e4tze gegeben. Als besonders absurd entlarvt sich der Schweizer Grundsatz der Staatenanerkennung beim Erfordernis der \"Staatsgewalt\": W\u00e4re diese beim Kosovo tats\u00e4chlich vorhanden, m\u00fcssten nicht milit\u00e4rische Kontingente von Schweizer Swisscoy und solche der Nato diesem Staat helfen, seine Staatsgewalt durchzusetzen. Die Beziehungen zwischen Serbien und Kosovo haben sich seit 1999 bei Weitem nicht normalisiert, was zeigt, dass der Einsatz der Swisscoy das Ziel nicht erreicht hat. Zudem sind die Schweizer Armeeangeh\u00f6rigen im Rahmen der Swisscoy fast ausschliesslich in den Bereichen Logistik und Instandhaltung zust\u00e4ndig. Daf\u00fcr braucht es nicht in erster Linie milit\u00e4rische Mittel, die obendrein das \u00f6rtliche Gewerbe konkurrieren beziehungsweise unattraktiv machen. Auch f\u00fchren solche milit\u00e4rische \"Friedensmissionen\" erfahrungsgem\u00e4ss dazu, dass sie die Wiederaufnahme von Gespr\u00e4chen zwischen verfeindeten V\u00f6lkern eher behindern als f\u00f6rdern. Die bundesr\u00e4tliche Vorlage hat weniger einen sachlichen, sondern haupts\u00e4chlich einen politischen Hintergrund, was auch eingestanden wird: Die Schweiz wirkt auf eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit mit der Nato hin, wobei der Bundesrat ganz offen ant\u00f6nt, dass ein Milit\u00e4rschlag der Nato wiederum denkbar, ein \"milit\u00e4rischer Einsatz\" der Schweiz \"im Osten Europas\" aber nicht m\u00f6glich sei. Solche Spekulationen erinnern verh\u00e4ngnisvoll an die v\u00f6lkerrechtswidrigen Nato-Bombardierungen serbischer Ziele von 1999, die durch kein UNO-Mandat gedeckt waren. Die neutrale Schweiz muss aus Gr\u00fcnden der Neutralit\u00e4t auch nur den Anschein vermeiden, dass sie zu solchen v\u00f6lkerrechtswidrigen Gewaltmitteln gegen einen Drittstaat auch nur im Entferntesten Hand bieten w\u00fcrde. </p>\n<p>[VS]</p>\n<p><i>Proposition de la minorit\u00e9 </i>[GZ]</p>\n<p>(Schlatter, Fivaz Fabien, Trede)[GZ]</p>\n<p>Renvoyer le projet au Conseil f\u00e9d\u00e9ral[GZ]</p>\n<p>avec mandat de pr\u00e9voir la m\u00eame contribution financi\u00e8re pour la promotion civile de la paix, dans le but de renforcer l'engagement civil de la Suisse au Kosovo et ainsi de faire avancer le passage, \u00e0 moyen terme, de la promotion militaire de la paix \u00e0 la promotion civile de la paix.</p>\n<p>[VS]</p>\n<p><i>Proposition du groupe de l'Union d\u00e9mocratique du centre</i>[GZ]</p>\n<p>Renvoyer le projet au Conseil f\u00e9d\u00e9ral[GZ]</p>\n<p>avec mandat de pr\u00e9senter un projet mettant fin \u00e0 la participation de la Suisse \u00e0 la KFOR et pr\u00e9voyant l'ach\u00e8vement du retrait des troupes suisses d'ici au 31 d\u00e9cembre 2025. </p>\n<p>[VS]</p>\n<p><b>Pr\u00e4sident</b> (Candinas Martin, Pr\u00e4sident): Wir stimmen nun \u00fcber die R\u00fcckweisungsantr\u00e4ge ab. Sie schliessen sich gegenseitig aus. </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20230615","MeetingVerbalixOid":3728,"IdSession":"5121","SpeakerFirstName":"Martin","SpeakerLastName":"Candinas","SpeakerFullName":"Candinas Martin","SpeakerFunction":"P-M","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":18,"CantonName":"Graub\u00fcnden","CantonAbbreviation":"GR","ParlGroupName":"Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":24,"Start":"\/Date(1686852559590)\/","End":"\/Date(1686852649195)\/","Function":"P-M","DisplaySpeaker":false,"LanguageOfText":null,"Modified":"\/Date(1774876875678)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1686852559590+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1686852649197+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}