{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=338927L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=338927L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=338927L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=338927L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=338927L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"338927","Language":"DE","IdSubject":"64496","VoteId":null,"PersonNumber":3999,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich spreche jetzt zu verschiedenen Minderheiten, immer vor dem Hintergrund des Konzepts einer Zunahme der Mittel um 2,5 Prozent. Es geht um die Berufsbildung, um Beitr\u00e4ge an Fachpr\u00fcfungen, um Beitr\u00e4ge f\u00fcr Studierende, um Weiterbildung, um Ausbildungsbeitr\u00e4ge, auch an die Kantone, die ETH, die Unis sowie die Fachhochschulen, und teilweise um die n\u00f6tigen Bauprojekte und sonstigen Projekte. Eine 2,5-prozentige Erh\u00f6hung ist eine breit abgest\u00fctzte Forderung der Praxis und eine Forderung seitens der Kantone. Es geht dabei nur, aber immerhin, um den Erhalt des Status quo mit gleichbleibender Qualit\u00e4t, unter Ber\u00fccksichtigung der h\u00f6heren Zahl von Studierenden und der Teuerung. Die Bildung - da gibt es anscheinend keine Meinungsdifferenz - ist die Ressource, die wir in der Schweiz haben. Warum dann nicht mehr finanziert wird, da wir hier einen hohen Return on Investment haben, verstehen wir nicht.</p>\n<p>Lebenslanges Lernen ist heute zentral. Die Technologie ist dauernd in Entwicklung. Wir m\u00fcssen dranbleiben, wollen wir nicht abgeh\u00e4ngt werden. Und selten ist es heute so, dass jemand von Beginn des Berufslebens bis zur Pensionierung den gleichen Job aus\u00fcbt. Viele Berufe gibt es schon gar nicht mehr. Zentral ist auch bei uns, wie wir das geh\u00f6rt haben, als Basis eine gute Berufsbildung. Zuerst wird die Lehre absolviert, danach besteht die M\u00f6glichkeit der Weiterqualifizierung \u00fcber h\u00f6here Fachschulen oder Fachhochschulen. Wichtig ist [PAGE 864] ihre N\u00e4he zur Praxis, was in der Wirtschaft sehr gefragt ist. Wir haben hier also eine riesige Erfolgsgeschichte. Trotzdem gibt es Nachholbedarf.</p>\n<p>Das Ziel des Bundes, dass 95 Prozent der jungen Menschen mindestens eine Lehre absolviert haben sollen, haben wir nicht erreicht. Und was ist mit den restlichen 5 Prozent? Auch diese sollen eine gute Perspektive haben und anschliessend weiterf\u00fchrende Ausbildungen an h\u00f6heren Fachschulen oder Fachhochschulen oder Weiterbildungen f\u00fcr Erwachsene. Auch hier gibt es ein grosses Potenzial, das nicht wirklich genutzt wird. Viele Arbeitnehmende m\u00f6chten sich weiterbilden, k\u00f6nnen aber nicht. Das liegt nicht an ihrer fehlenden Eigeninitiative, sondern sehr oft ist die Aus- und Weiterbildung zu teuer. Sie wird leider auch nicht \u00fcberall von den Arbeitgebenden unterst\u00fctzt, weil vor allem gut Qualifizierte gef\u00f6rdert und weniger gut Qualifizierte leider zu wenig gef\u00f6rdert werden. </p>\n<p>Etwa ein Drittel der Hochqualifizierten arbeitet in Tieflohnbereichen. Auch da gibt es ein riesiges Potenzial. Es br\u00e4uchte Arbeitsplatzstipendien, die auch die Existenz sichern. Bei der Nachqualifizierung w\u00e4re also viel Potenzial da, um den Fachkr\u00e4ftemangel und die Armut zu bek\u00e4mpfen. </p>\n<p>Genauso dringend ist eine Erh\u00f6hung der Mittel f\u00fcr die Universit\u00e4ten, die Fachhochschulen und die ETH um 2,5 Prozent. Wollen wir top bleiben, braucht es Investitionen. Damit geht nat\u00fcrlich auch eine Erh\u00f6hung der Kantonsbeitr\u00e4ge um 2,5 Prozent einher. Ich appelliere gleichzeitig an die Kantone, ebenso ihre Investitionen zu erh\u00f6hen, nicht zuletzt mit Stipendien. Es gibt bis jetzt praktisch keine Kantone, die auch existenzsichernde Stipendien f\u00fcr Erwachsene anbieten. </p>\n<p>Wir wollen mit unserem Minderheitsantrag den Erhalt des Status quo, die Qualit\u00e4t garantieren. Wir wollen keinen Abbau, sondern, wenn schon, einen Ausbau. Dazu braucht es eine Topinfrastruktur; hier soll da nicht gespart werden. Die Betreuungsquote ist zu hoch, und wir wollen sicher keine Begrenzung der Studierendenzahlen, wie es an der EPFL bereits diskutiert wird. Dann k\u00e4me es wieder zu Folgendem: noch ungleichere Chancen, noch mehr Selektion und damit weniger Fachkr\u00e4fte, die wir aber dringend in allen Bereichen brauchen.</p>\n<p>Den Antrag auf \u00fcberproportionales Sparen bei der ETH verstehen wir nicht. Wir r\u00fchmen uns mit ihrer Topqualit\u00e4t, ihrem Toprating. Das soll f\u00fcr uns so bleiben, inklusive des daf\u00fcr n\u00f6tigen Geldes. Verm\u00f6gensabbau ist gut, da ist die ETH aber dran. Dass man zus\u00e4tzlich 100 Millionen Franken einsparen will, verstehen wir nicht.</p>\n<p>Wir brauchen den Ausbau um 2,5 Prozent zum Erhalt des Status quo. Hier zu wenig zu investieren, schadet nur der Schweiz, denn wir profitieren sowohl von den Hochschulen wie von den Studierenden. </p>\n<p>Wir bitten Sie, den Minderheitsantr\u00e4gen Prelicz-Huber zuzustimmen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20240529","MeetingVerbalixOid":3870,"IdSession":"5204","SpeakerFirstName":"Katharina","SpeakerLastName":"Prelicz-Huber","SpeakerFullName":"Prelicz-Huber Katharina","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":17,"Start":"\/Date(1716975714563)\/","End":"\/Date(1716976083868)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774876785939)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1716975714563+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1716976083867+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}