{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=34195L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=34195L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=34195L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=34195L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=34195L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"34195","Language":"DE","IdSubject":"5903","VoteId":null,"PersonNumber":316,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Es ist so, dass ich hier jetzt prim\u00e4r als Aargauerin spreche, als Pr\u00e4sidentin einer Regionalplanungsgruppe von f\u00fcnfzehn Gemeinden, rund zwanzig Minuten vom Flughafen Z\u00fcrich entfernt. Wir haben genau dieselben Anliegen, wie sie alle Anliegerkantone, aber auch die Menschen im Norden unserer Landesgrenze haben. Ich muss Ihnen sagen: Wir stehen hinter dem Flughafen Kloten, wir haben sehr viele Arbeitspl\u00e4tze dort, wir wissen, dass es f\u00fcr den Finanzplatz Schweiz wichtig ist, dass wir einen grossen Flughafen haben. Wir sind stolz darauf. Ich kann mich gut erinnern, wie wir als Kinder mit den Eltern am Sonntagnachmittag oft einen Ausflug nach Kloten gemacht haben. Mit viel Bewusstsein und Freude haben wir diesen Flughafen zur Kenntnis genommen, und er geh\u00f6rt zu uns.</p>\n<p>Wir wohnen aber auch nahe genug, um mitzuerleben, weshalb der Staatsvertrag gek\u00fcndigt wurde. Es hat keinen Sinn, hier diese unselige Geschichte noch einmal zu wiederholen, weil, wir wissen es sehr wohl: Schuld waren nicht prim\u00e4r solche Fakten, sondern die Gespr\u00e4chsverweigerung gewisser Z\u00fcrcher Exponenten. Das Scheitern des neuen Staatsvertrages wurde von der Unique mit allen politischen Einflussm\u00f6glichkeiten gefordert, obwohl die im Vertrag festgelegten Flugbewegungen, egal welches Szenarium Sie nahmen, bei weitem nicht erreicht worden w\u00e4ren.</p>\n<p>Ich muss Ihnen sagen: Ich habe dem Staatsvertrag zugestimmt, weil ich sehe, dass das, was die Baden-W\u00fcrttemberger fordern, jene Forderungen sind, die die Gemeinden in meinem Gebiet auch haben. Gescheitert sind jene Verhandlungen vor allem, weil die Leute dort nicht ernst genommen worden sind. Ich m\u00f6chte der Mehrheit in diesem Parlament sagen: Das ist kein prim\u00e4r aussenpolitisches Problem, das ist ein aktuell innenpolitisches Problem.</p>\n<p>Die Aargauer Gemeinden fordern genau solche Nachtflugbeschr\u00e4nkungen. Die Aargauer Gemeinden fordern genau solche Wochenendbeschr\u00e4nkungen. Auch die Aargauer Gemeinden wollen ernst genommen werden. Wir stehen hinter dem Flugplatz, aber wir wollen eine gerechte Verteilung der Belastungen.</p>\n<p>Auf diese Forderung hat nun ein Z\u00fcrcher Vertreter gesagt, es g\u00e4be ein physikalisches Gutachten, das besagt: Wenn man so viel L\u00e4rm \u00fcberall verteile, dann sp\u00fcren die, die schon viel haben, \u00fcberhaupt nichts. Ich solle mir aber vorstellen, dass jene, die bisher nichts hatten, es dann sehr wohl sp\u00fcren werden. So k\u00f6nnen wir doch nicht miteinander umgehen!</p>\n<p>Wir haben immer gefordert, man m\u00fcsse den Flugl\u00e4rm verteilen. Zuerst hat man uns gesagt, die S\u00fcdanflugroute w\u00e4re eine M\u00f6glichkeit. Dann hat der Z\u00fcrcher Regierungsrat schnurstracks gedreht - sie sei eben doch nicht n\u00f6tig -, vor ein paar Wochen schien es dann wieder, dass sie doch ins Auge gefasst werde, und in der Samstagspresse, in der \"NZZ\", konnten Sie lesen, dass es jetzt eben doch nicht so ist. Man verfolge neuerdings die gekr\u00fcmmte Nordanflugsroute - genau \u00fcber unsere drei Kernkraftwerke - und wolle diesen Plan vorantreiben.</p>\n<p>Ich sage Ihnen: Es ist ein innenpolitisches Problem. Ich bin nicht Anw\u00e4ltin des s\u00fcddeutschen Raumes, sondern ich stehe hier f\u00fcr die Aargauer Gemeinden, die mit Sorge sehen, dass sie nicht ernst genommen werden. Ich bitte die Verantwortlichen und ihre Wassertr\u00e4ger, diese Meinung weiterzutragen. Ich sage Ihnen: Keine L\u00f6sung wird auf die Dauer akzeptiert werden, wenn sie nicht gerecht ist.</p>\n<p>Diese Art von Provokation lassen wir nicht zu, so kann man mit uns nicht umgehen. Es war mir wichtig, dem Bundesrat diese Sicht mitzugeben f\u00fcr die Gespr\u00e4che, die er im Laufe dieser Woche noch haben wird.</p>\n<p>[PAGE 757] </p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20030602","MeetingVerbalixOid":1059,"IdSession":"4619","SpeakerFirstName":"Christine","SpeakerLastName":"Egerszegi-Obrist","SpeakerFullName":"Egerszegi-Obrist Christine","SpeakerFunction":"","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":19,"CantonName":"Aargau","CantonAbbreviation":"AG","ParlGroupName":"Freisinnig-demokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"RL","SortOrder":11,"Start":"\/Date(1054576449927)\/","End":"\/Date(1054576750490)\/","Function":"","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774878126079)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1054576449927+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1054576750490+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}