{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=346060L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=346060L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=346060L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=346060L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=346060L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"346060","Language":"DE","IdSubject":"65837","VoteId":null,"PersonNumber":3999,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Mit meiner Motion m\u00f6chte ich, dass der Bundesrat die n\u00f6tigen gesetzlichen Grundlagen schafft, damit die Arbeitsbedingungen in sogenannten Frauenberufen entsprechend ihrer Verantwortung und Wichtigkeit endlich aufgewertet werden. Es geht vor allem um Pflege- und Betreuungsberufe und selbstverst\u00e4ndlich auch um die mit der Aufwertung verbundene Lohnerh\u00f6hung.</p>\n<p>Arbeit in der Pflege und Betreuung ist systemrelevant. Das haben wir sp\u00e4testens in der Pandemie gemerkt. Angesichts der grossen Verantwortung, die sie mit sich bringt, ist diese Arbeit Teil eines unverzichtbaren Service public f\u00fcr die ganze Gesellschaft. Trotzdem sind Care-Berufe deutlich unterbezahlt, oft nur knapp existenzsichernd. Auch die Arbeitsbedingungen sind ungen\u00fcgend. F\u00fcr viele ist ein 100-Prozent-Pensum wegen der hohen psychischen und physischen Belastung gar nicht m\u00f6glich; hinzu kommen familienunfreundliche Arbeitszeiten, obwohl man zuhause auch oft Care-Arbeit zu verrichten hat - unbezahlt. Das verschlimmert die finanzielle Situation.</p>\n<p>In den Pflegebereichen arbeiten zu 86 Prozent Frauen, in den Kitas, bei der Kinderbetreuung, sind es zu 92 Prozent Frauen. Pro Monat steigen 300 Pflegefachkr\u00e4fte aus dem Beruf aus, weil die Arbeitsbedingungen nicht stimmen, obwohl wir bis etwa 2030, wenn wir die demografische Entwicklung ber\u00fccksichtigen, rund 100[NB]000 Personen mehr br\u00e4uchten. Aktuell fehlen bereits etwa 10[NB]000 Pflegefachkr\u00e4fte. Somit sind \u00dcberstunden an der Tagesordnung. Der Druck durch den Personalmangel nimmt zu. Hinzu kommt ein sehr hoher Anteil an Administration und damit zu wenig Zeit f\u00fcr die Patientinnen und Patienten, womit es keine Freude mehr macht, den Beruf auszu\u00fcben. Wir sind zum Gl\u00fcck daran, die Pflege-Initiative umzusetzen. Es soll Verbesserungen geben, wobei das letztlich nur einen Bereich und nicht alle Pflegeberufe betrifft.</p>\n<p>Auch bei der fr\u00fchkindlichen Betreuung und Bildungsarbeit, die ebenfalls eine hohe gesellschaftliche und \u00f6konomische Bedeutung haben, sind die Arbeitsbedingungen oft sehr ungen\u00fcgend: Es fehlt an qualifiziertem Personal; die Arbeitsbedingungen entsprechen nicht dem, was geleistet wird; oft sind die L\u00f6hne viel zu tief; es arbeiten zu viele nicht ausgebildete Leute in diesem Bereich; der Betreuungsschl\u00fcssel ist zu knapp; oft sind die Institutionen finanziell ungen\u00fcgend ausgestattet; auch hier steigen viele Fachpersonen sehr schnell wieder aus dem Beruf aus, da es f\u00fcr sie einfach nicht stimmt.</p>\n<p>Aus den genannten Gr\u00fcnden m\u00fcssen diese wichtigen Berufe endlich aufgewertet werden. Es braucht eben nicht nur gleichen Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit, sondern gleichen Lohn f\u00fcr gleichwertige Arbeit. Diese Gleichstellung fehlt bis jetzt. Zum Gl\u00fcck ist im Pflegebereich diesbez\u00fcglich etwas vorgesehen, in der Betreuung ist das aber nicht der Fall. Deshalb habe ich diese Motion eingereicht. Es braucht diese Aufwertung und Qualifizierung entsprechend der Verantwortung. Bis anhin hat das gefehlt.</p>\n<p>Wie gesagt, ich freue mich auf die Diskussion zur Umsetzung der Pflege-Initiative. Diese betrifft aber nur die qualifizierten Pflegefachleute im Terti\u00e4rbereich, den Rest nicht. Daher wiederhole ich es noch einmal: Bei der Betreuung ist gar keine L\u00f6sung vorgesehen. </p>\n<p>Darum bitte ich Sie sehr, auch im Sinne unserer Gesellschaft, diese Motion anzunehmen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20240925","MeetingVerbalixOid":3925,"IdSession":"5205","SpeakerFirstName":"Katharina","SpeakerLastName":"Prelicz-Huber","SpeakerFullName":"Prelicz-Huber Katharina","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":1,"CantonName":"Z\u00fcrich","CantonAbbreviation":"ZH","ParlGroupName":"Gr\u00fcne Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"G","SortOrder":1,"Start":"\/Date(1727252485363)\/","End":"\/Date(1727252789723)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1780333844192)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1727252485363+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1727252789723+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}