{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=374349L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=374349L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=374349L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=374349L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=374349L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"374349","Language":"DE","IdSubject":"71376","VoteId":null,"PersonNumber":14904,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Eigentlich ist schon fast alles gesagt. Im St\u00e4nderat w\u00fcrde ich wahrscheinlich auf die Voten hinweisen, die schon gemacht wurden. Aber damit mein Kollege Albert R\u00f6sti, der rekonvaleszent ist, nicht das Gef\u00fchl hat, der \"Ersatzbundesrat\" habe sich nicht entsprechend eingesetzt, werde ich hier selbstverst\u00e4ndlich noch mein Votum an Sie richten.</p>\n<p>Mit der parlamentarischen Initiative der UREK-N soll Artikel 6 Absatz 5bis des Stromversorgungsgesetzes so pr\u00e4zisiert werden, dass die Beschaffungskosten die Kosten s\u00e4mtlicher [PAGE 850] notwendiger Transaktionen umfassen sollen. Dazu sollen neben der Energiebeschaffung auch Verluste der Verteilnetzbetreiber aus dem Verkauf von \u00dcbersch\u00fcssen, die aus Nachfrageschwankungen resultieren, in den Tarifen der Grundversorgung ber\u00fccksichtigt werden. Gewinne, die ebenfalls entstehen k\u00f6nnen, sollen gegenverrechnet werden, sodass von Nettokosten die Rede ist. Das w\u00e4re auch die Antwort auf die Aussage von Herrn Imark und die Stellungnahme von Herrn Nationalrat M\u00fcller-Altermatt von vorhin: Es sind eben die Nettokosten entscheidend und nicht nur die Verluste, die entstehen; es sollen auch Gewinne gegenverrechnet werden. Das sollte man in der Argumentation ber\u00fccksichtigen.</p>\n<p>Im Rahmen ihrer langfristigen und strukturierten Beschaffungsstrategie m\u00fcssen die Verteilnetzbetreiber zu jeder Zeit den Verbrauch und die Produktion und damit ihre Energieeink\u00e4ufe ausgleichen. Diese Eink\u00e4ufe erfolgen auf den Stromm\u00e4rkten und k\u00f6nnen je nach Verf\u00fcgbarkeit der Produkte auf dem Markt get\u00e4tigt werden. Je kurzfristiger die Eink\u00e4ufe erfolgen, desto teurer sind sie. Um der schwankenden Kundennachfrage gerecht zu werden, sind die Verteilnetzbetreiber je nach Situation gezwungen, bestimmte Energiemengen zur\u00fcckzukaufen oder weiterzuverkaufen. Diese Schwankungen h\u00e4ngen mit den Prognosen der Grundversorger zusammen, die st\u00e4ndig angepasst werden. Der steigende Anteil der Fotovoltaik verst\u00e4rkt, darauf wurde hingewiesen, zudem die Unsicherheiten bei diesen Prognosen zus\u00e4tzlich, da ihre Stromproduktion naturbedingt st\u00e4rker variiert.</p>\n<p>Bei Weiterverk\u00e4ufen k\u00f6nnen die Verteilnetzbetreiber Gewinne und Verluste erzielen, wobei Letztere auf mehrere Millionen Franken eingesch\u00e4tzt werden. Dadurch k\u00f6nnten negative Kaufanreize die Verteilnetzbetreiber dazu veranlassen, sich gegen diese Verluste abzusichern und kurzfristig mehr einzukaufen. Die beschriebene Einkaufsstrategie ist vom Gesetzgeber nicht beabsichtigt. Dadurch, dass die Grundversorger ihre Beschaffung sehr kurzfristig ausrichten, weil sie Verk\u00e4ufe und damit verbundene Verluste vermeiden wollen, sind sie hohen Preisschwankungen ausgesetzt. Diese hohen Preisschwankungen wirken sich auf die Endverbraucherinnen und Endverbraucher in der Grundversorgung aus. Zudem erlaubt der aktuell geltende Artikel 6 des Stromversorgungsgesetzes den Grundversorgern nicht ausdr\u00fccklich, Wiederverk\u00e4ufe anzurechnen. Den Grundversorgern k\u00f6nnen dadurch Verluste entstehen, die ihre Wirtschaftlichkeit als auch ihre Investitionsf\u00e4higkeit schw\u00e4chen. Die \u00c4nderung von Artikel 6 StromVG soll die Situation aufseiten der Grundversorger und der Endverbraucher verbessern und somit einen Systemfehler beheben.</p>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden beantragt Ihnen der Bundesrat, dem Entwurf der Kommission zuzustimmen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20260430","MeetingVerbalixOid":4164,"IdSession":"5213","SpeakerFirstName":"Martin","SpeakerLastName":"Pfister","SpeakerFullName":"Pfister Martin","SpeakerFunction":"BR-M","CouncilId":99,"CouncilName":"Bundesrat","CantonId":9,"CantonName":"Zug","CantonAbbreviation":"ZG","ParlGroupName":null,"ParlGroupAbbreviation":null,"SortOrder":17,"Start":"\/Date(1777564794989)\/","End":"\/Date(1777565025791)\/","Function":"BR-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1781857387033)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1777564794990+0120)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1777565025790+0120)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}