{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=53763L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=53763L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=53763L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=53763L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=53763L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"53763","Language":"DE","IdSubject":"8823","VoteId":null,"PersonNumber":540,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Ich muss Kollegin Leumann widersprechen. Medienforschung ist wichtig, nicht nur aus den Gr\u00fcnden, die sie erw\u00e4hnt hat. Publikumsforschung bei Radio und Fernsehen ist f\u00fcr die Programmveranstalter wichtig, weil sie Hinweise auf die Publikumsbed\u00fcrfnisse liefert und entsprechend den Aufbau der Programmraster erm\u00f6glicht. Publikumsforschung ist f\u00fcr die Wissenschaft wichtig, das brauche ich hier nicht zu erkl\u00e4ren. Publikumsforschung ist f\u00fcr die Beh\u00f6rden wichtig, weil das Bakom bzw. das Departement wissen muss, wie sich die Szene entwickelt, was dort passiert.</p>\n<p>Schlussendlich ist die Publikumsforschung auch f\u00fcr die Werbewirtschaft wichtig, weil die Finanzierung durch Werbe- und Sponsoringeinnahmen f\u00fcr die Privatveranstalter selbstverst\u00e4ndlich eine zentrale Rolle spielt. Um diese Finanzierung zu sichern, brauchen sie entsprechende Daten aus der Publikumsforschung. Es ist also wichtig, dass wir das im Gesetz regeln. Dies entspricht einem \u00f6ffentlichen Interesse. Wenn der Geist dieser Gesetzgebung ist, Rahmenbedingungen f\u00fcr alle Veranstalter zu schaffen, besonders f\u00fcr Veranstalter mit Leistungsauftrag und lokalen und regionalen Service-public-Funktionen, damit sie arbeiten k\u00f6nnen und sich auch auf dem Markt und nicht nur aus den Geb\u00fchren finanzieren k\u00f6nnen, dann ist die L\u00f6sung der Frage der Publikumsforschung von zentraler Bedeutung. Heute funktioniert das System alleine unter der Leitung und der Kontrolle der SRG. Es ist, glaube ich, ein weltweites Unikum, dass der Marktleader gleichzeitig Richter in diesem Markt spielt und auch die Bewertung der Mitbewerber macht.</p>\n<p>Diese Bestimmung ist f\u00fcr alle Veranstalter wichtig, besonders f\u00fcr die kleinen Veranstalter, diejenigen, die sich in den Randregionen befinden, weil dort das heutige System oft unzureichend ist. Die Daten, die f\u00fcr die SRG auch sprachregional notwendig sind, k\u00f6nnen mittels relativ weniger Messger\u00e4te erhoben werden. Um hingegen ausreichende Daten f\u00fcr lokale und regionale Veranstalter in Randgebieten zu erhalten, braucht es mehr Geld, braucht es etwas mehr Ger\u00e4te und Auswertungsmethoden. Es geht darum, eine befriedigende L\u00f6sung f\u00fcr die Zukunft zu schaffen.</p>\n<p>Der Nationalrat ist in diesem Sinne sehr weit gegangen, er hat eigentlich eine ganz andere L\u00f6sung vorgeschlagen, n\u00e4mlich eine unabh\u00e4ngige Stiftung, die aus Geb\u00fchren finanziert werden soll. Diese Ordnung w\u00fcrde eine Reihe von m\u00f6glichen Problemen schaffen. Mir w\u00e4re die nationalr\u00e4tliche L\u00f6sung eigentlich sympathischer, aber ich kann auch mit der L\u00f6sung unserer Kommission leben, also damit, dass wir eine Branchenl\u00f6sung anstreben. Es geht aber darum, diese Branchenl\u00f6sung effektiv so zu gestalten, dass sie die anderen Veranstalter gegen\u00fcber dem heutigen System nicht benachteiligt.</p>\n<p>Heute, das muss man sehen, wird die Grundforschung aus Geb\u00fchren der SRG finanziert und wird dann vermarktet. Die Veranstalter m\u00fcssen die Daten also kaufen, und da bezahlen sie schon etwas. Es sind j\u00e4hrlich insgesamt 5 Millionen Franken, die von den Privatveranstaltern eigentlich an die SRG zur\u00fcckgehen. Wenn wir aber das System nicht regeln, sodass Unabh\u00e4ngigkeit entsteht, die \u00f6ffentliche Finanzierung aber weiterhin gesichert ist, dann riskieren wir, dass die SRG mit diesem System das, was wir mittels Geb\u00fchrensplitting gegeben haben, eigentlich wieder f\u00fcr sich beansprucht. Es muss also gesichert werden, dass die Branchenl\u00f6sung effizient und unabh\u00e4ngig wird und dass die daf\u00fcr notwendigen Mittel gesichert werden.</p>\n<p>Ich ersuche Sie deshalb, den Antrag Leumann abzulehnen.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"S","MeetingDate":"20050309","MeetingVerbalixOid":1296,"IdSession":"4707","SpeakerFirstName":"Filippo","SpeakerLastName":"Lombardi","SpeakerFullName":"Lombardi Filippo","SpeakerFunction":"Mit-M","CouncilId":2,"CouncilName":"St\u00e4nderat","CantonId":27,"CantonName":"Tessin","CantonAbbreviation":"TI","ParlGroupName":"Christlichdemokratische Fraktion","ParlGroupAbbreviation":"M-E","SortOrder":16,"Start":"\/Date(1110383222010)\/","End":"\/Date(1110383508340)\/","Function":"Mit-M","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1510849632260)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1110383222010+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1110383508340+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}