{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=94665L,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=94665L,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Transcript"},"Subjects":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=94665L,Language='DE')/Subjects"}},"MembersCouncil":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=94665L,Language='DE')/MembersCouncil"}},"Businesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Transcript(ID=94665L,Language='DE')/Businesses"}},"ID":"94665","Language":"DE","IdSubject":"15106","VoteId":null,"PersonNumber":3880,"Type":1,"Text":"<pd_text><p>Es gibt nichts zu besch\u00f6nigen: Jeder Tod, der etwas mit einer Dienstwaffe zu tun hat, ist einer zu viel. Es ist aber wenig sinnvoll, aufgrund von traurigen und tragischen Einzelf\u00e4llen eine generelle Aufbewahrung von Armeewaffen im Zeughaus zu fordern. Eine solche Massnahme w\u00fcrde schlicht nichts bringen. Das Problem ist n\u00e4mlich nicht die Waffe, sondern der Mensch.</p>\n<p>Die ganz grosse Mehrheit der Armeeangeh\u00f6rigen und die 250 000 Sch\u00fctzen, die ihre Waffen zu Hause haben, sind verantwortungsbewusste und m\u00fcndige B\u00fcrger. Sie brauchen keine Bevormundung durch den Staat. Die vorgebrachten Forderungen sind daher unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig. Weitere Aspekte sind zu ber\u00fccksichtigen:</p>\n<p>1. Es geschehen sehr wenige Morde oder Selbstmorde mit Dienst- oder Armeewaffen. Die wenigen F\u00e4lle, die, ich wiederhole es nochmals, traurig und tragisch sind, werden von den Medien aber immer gross aufgebauscht. Ich hatte in den Jahren im Polizeidienst noch kein einziges Mal einen Fall eines Selbstmordes oder Mordes mit einer Armeewaffe.</p>\n<p>2. Polizei, Sch\u00fctzen und J\u00e4ger haben auch Waffen zu Hause. Wollen Sie diesen Personen die Waffe auch wegnehmen?</p>\n<p>3. Die Realit\u00e4t ist doch diese: Viele Selbstmorde und Morde geschehen mit illegalen Waffen. An Waffen kommt man immer heran. Zum Beispiel sind Messer in jedem Haushalt vorhanden. Einen kompletten Schutz gibt es nie.</p>\n<p>4. Selbstm\u00f6rder und M\u00f6rder sind meist psychisch kranke Menschen, die auch ohne Armeewaffe zum Ziel kommen. Sie verhindern somit nicht, dass es weniger Tote gibt, sondern die Art der T\u00f6tung wird vielleicht bei vier bis sechs Personen pro Jahr eine andere sein. Sie springen dann halt vielleicht von einer Br\u00fccke oder vor den Zug oder nehmen Tabletten oder nehmen ein Messer als Tatwaffe. Denn, wie schon gesagt, das Problem ist nicht prim\u00e4r die Schusswaffe, sondern der Mensch und die Gesellschaft.</p>\n<p>Deshalb stelle ich fest, dass es bei den Vorst\u00f6ssen nicht prim\u00e4r um die Verhinderung von Gewalttaten, sondern um einen Angriff auf das Milit\u00e4r, die Sch\u00fctzen und auch den Waffenbesitz im Allgemeinen geht.</p>\n<p>Aus all den erw\u00e4hnten Gr\u00fcnden und weil der logistische und administrative Aufwand zur Erf\u00fcllung der Forderungen der Vorst\u00f6sse enorm gross w\u00e4re, empfehle ich Ihnen die Ablehnung der Vorst\u00f6sse.</p>\n</pd_text>","MeetingCouncilAbbreviation":"N","MeetingDate":"20090316","MeetingVerbalixOid":1772,"IdSession":"4807","SpeakerFirstName":"Andrea Martina","SpeakerLastName":"Geissb\u00fchler","SpeakerFullName":"Geissb\u00fchler Andrea Martina","SpeakerFunction":"Mit-F","CouncilId":1,"CouncilName":"Nationalrat","CantonId":2,"CantonName":"Bern","CantonAbbreviation":"BE","ParlGroupName":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","ParlGroupAbbreviation":"V","SortOrder":28,"Start":"\/Date(1237223557842)\/","End":"\/Date(1237223727608)\/","Function":"Mit-F","DisplaySpeaker":true,"LanguageOfText":"DE","Modified":"\/Date(1774877840458)\/","StartTimeWithTimezone":"\/Date(1237223557843+0060)\/","EndTimeWithTimezone":"\/Date(1237223727607+0060)\/","VoteBusinessNumber":null,"VoteBusinessShortNumber":null,"VoteBusinessTitle":null}}